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	<title>Controlling Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<title>Controlling Archives - Steuerberater Hannover</title>
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		<title>Verursachungsprinzip</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>VerursachungsprinzipDieses Prinzip ist eine Methode zur Kostenverteilung im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung. Es ist das einzige Verfahren der Kostenverteilung, das den Ansprüchen des Controlling an eine wirksame Kostenplanung, Entscheidungs-vorbereitung und Kostenkontrolle gerecht wird. Kosten werden hiernach dem Ort (Kostenstelle) oder dem Produkt (Kostenträger) zugeordnet, an dem oder für dessen Produktion sie entstanden sind.Dem Verursachungsprinzip  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Verursachungsprinzip</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Dieses Prinzip ist eine Methode zur Kostenverteilung im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung. Es ist das einzige Verfahren der Kostenverteilung, das den Ansprüchen des Controlling an eine wirksame Kostenplanung, Entscheidungs-vorbereitung und Kostenkontrolle gerecht wird. Kosten werden hiernach dem Ort (Kostenstelle) oder dem Produkt (Kostenträger) zugeordnet, an dem oder für dessen Produktion sie entstanden sind.</p>
<p>Dem Verursachungsprinzip entspricht die Teilkostenrechnung. Bei der Vollkostenrechnung wird es nicht berücksichtigt; hier bleiben Aufschlüsselung und Verteilung der Fixkosten auf die einzelnen Produkte oder Dienstleistungen bis zu einem gewissen Grad willkürlich.</p>
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		<title>Neue Controllingkonzeptionen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neue ControllingkonzeptionenInhaltsübersicht1.Überblick2.Controlling als Sicherstellung von Führungsrationalität3.Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion4.Schlussbemerkungen1. ÜberblickIn den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen und auf vielfältige Weise versucht, dem Controlling eine konzeptionelle Basis zu geben. Dennoch konnte in der Betriebswirtschaftslehre bisher keine Einigkeit über die konzeptionellen Grundlagen des Controlling erreicht werden. Vielmehr entwickelte sich eine große Zahl unterschiedlicher Vorstellungen  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Neue Controllingkonzeptionen</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Controlling als Sicherstellung von Führungsrationalität</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Schlussbemerkungen</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen und auf vielfältige Weise versucht, dem <a class="doklink" title="Controlling" href="/controlling/228666">Controlling</a> eine konzeptionelle Basis zu geben. Dennoch konnte in der Betriebswirtschaftslehre bisher <strong>keine Einigkeit über die konzeptionellen Grundlagen des Controlling</strong> erreicht werden. </p>
<p>Vielmehr entwickelte sich eine große Zahl unterschiedlicher Vorstellungen zu einem Controlling, sodass die Wissenschaft versucht hat, durch den <strong>Entwurf von Typologien</strong> Ordnung in die Vielfalt <strong>verschiedener Controllingkonzeptionen</strong> zu bringen. Dies ist ihr allerdings nur zum Teil gelungen, weil hierbei wieder eine große Zahl unterschiedlicher Typologien entstand. Zu den bekannten traditionellen Controlling-Typologien gehören insbesondere folgende Ansätze:</p>
<ul>
<li>
<p> Im Mittelpunkt der <strong>rechnungswesenorientierten Ansätze</strong> stehen gewinn- bzw. liquiditätszielbezogene Informationsversorgungsaufgaben. Als Datenquelle werden insbesondere die Informationen aus dem Rechnungswesen genutzt. Damit bleiben diese Ansätze an die monetäre Quantifizierbarkeit relevanter Sachverhalte gebunden, sodass im Rahmen dieser Konzepte keine rein qualitativen Informationen Gegenstand des Controlling sein können. </p>
<p>Diese Eingrenzung des Controlling erscheint auf Grund der vielfältigen Informationsbedarfe (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Information</a>, Informationsbedarf) zunehmend bedenklich zu sein, zumal ein rechnungswesenorientiertes Controlling kaum Neuerungen gegenüber dem Konzept eines entscheidungsorientierten Rechnungswesens bietet.</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>informationsorientierten Controllingkonzeptionen</strong> erweitern die für das Controlling relevante Informationsbasis und auch den Umfang der Informationsziele. Das Controlling übernimmt hierbei die umfassende Aufgabe der betrieblichen Informationswirtschaft, indem es im Hinblick auf das gesamte unternehmerische Zielsystem (<a class="doklink" title="Ziele" href="/controlling/233767">Ziel</a>, <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>) für eine Koordination von Informationsangebot und -nachfrage sorgt.</p>
<p>Damit wird hier zwar ein zentraler Bestandteil einer tragfähigen Controllingkonzeption angesprochen, diese Abgrenzungen allein können aber dennoch keinen eigenständigen Gegenstandsbereich für das Controlling begründen. Insbesondere werden die Informationsbedarfe, für die das Controlling zuständig ist, nicht hinreichend spezifiziert, mit der Folge, dass bei sehr weiten informationsorientierten Varianten auch die EDV-Technologie als Gegenstand des Controlling einbezogen wird.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Koordinationsorientierte Ansätze</strong> des Controlling sind als Reaktion auf eine zunehmende Differenzierung des Führungssystems in Teilsysteme entstanden. Bei diesen Ansätzen stellt das Controlling selbst ein Teilsystem der Unternehmensführung dar, das mit der Aufgabe der Koordination anderer Führungsteilsysteme betraut ist. Im Rahmen der koordinationsorientierten Controllingkonzeptionen lassen sich zwei Varianten nach der Menge der zu koordinierenden Führungsteilsysteme unterscheiden: </p>
<ul>
<li>
<p> Im Mittelpunkt der planungs- und kontrollorientierte Variante steht die Koordination der Subsysteme Planung, Kontrolle und Informationsversorgung. </p>
</li>
<li>
<p> Führungsgesamtsystembezogene Konzeptionen dehnen die Koordinationsaufgabe des Controlling auf alle Führungsteilsysteme, also auch auf Personalführung, Organisation und mitunter das Ziel- und Wertesystem des Unternehmens aus. </p>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p> In der Betriebswirtschaftslehre haben koordinationsorientierte Controllingkonzeptionen die weiteste Verbreitung gefunden. Sie sind allerdings auch auf vielfältige Kritik gestoßen, weil insbesondere die Koordinationsaufgabe nicht dazu geeignet ist, ein spezifisches Teilsystem der Unternehmensführung zu definieren. Letztlich handelt es sich bei der Koordination um einen Aspekt, der allen Führungssystemen inhärent ist und von jedem Teilsystem umgesetzt werden muss.</p>
<p>Für die konzeptionelle Fundierung des Controlling beinhalten die <strong>traditionellen Controllingkonzeptionen</strong> wichtige Gesichtspunkte, weisen jedoch auch Schwächen auf. Daran anknüpfend haben sich zwei weitere Ansätze entwickelt, die sich mit den konzeptionellen Grundlagen des Controlling aus einer anderen Sicht beschäftigen: </p>
<ul>
<li>
<p><strong>Controlling als Sicherstellung von Führungsrationalität</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion</strong></p>
</li>
</ul>
<p>Wie auch die bisherige Controllingforschung folgen auch diese beiden neuen Ansätze der Unterscheidung zwischen einer funktionalen und einer institutionellen Sicht. Während die <strong>funktionale Perspektive</strong> auf die gedanklich-analytische Betrachtung von Aufgaben, Handlungen und Tätigkeiten des Controlling abstellt, beschäftigt sich die <strong>institutionelle Perspektive</strong> mit den Handlungsträgern, ihren Motiven sowie den Regeln bzw. relativ stabilen Verhaltensregelmäßigkeiten bei der Realisierung des Controlling. Beide Perspektiven stehen in einer engen Wechselbeziehung und befruchten sich gegenseitig. Für die Darstellung der beiden neuen Konzeptionen des Controlling wird im Folgenden auf die <strong>funktionale Sichtweise</strong> zurückgegriffen, da sich das Controlling hierüber genauer eingrenzen lässt.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Controlling als Sicherstellung von Führungsrationalität</h2>
<p>Dieses Konzept ist Ausdruck der jüngsten theoretischen Neuausrichtung Jürgen Webers. <strong>Jürgen Weber</strong> hat zunächst die <strong>führungsgesamtsystembezogene Sichtweise</strong> eines koordinationsorientierten Controlling maßgebend geprägt. Nunmehr versteht er Controlling in funktionaler Sicht <strong>als Sicherstellung der Rationalität von Unternehmensführung</strong>. Die Grundannahme über den Aufgabenbereich des Controlling wird unter Rückgriff auf einen idealtypischen Führungszyklus, der sich aus den Führungsprozessphasen <strong>Willensbildung</strong>, <strong>Willensdurchsetzung</strong> und Kontrolle zusammensetzt, konkretisiert.</p>
<p>In der <strong>Phase der Willensbildung</strong> stellen die Handlungsmuster der <strong>Reflexion</strong> und <strong>Intuition</strong> die Führungsrationalität sicher. Reflexion stellt dabei einen Willensbildungsprozess dar, der sich durch ausreichendes explizites Wissen und einen hohen Grad an Bewusstheit kennzeichnen lässt. Demgegenüber lässt sich <strong>Intuition</strong> durch einen weitgehend, aber nicht völlig unbewussten Willensbildungsprozess bei eng begrenztem bzw. implizitem Wissen kennzeichnen. Das &#8222;Sicherstellen&#8220; rationaler Unternehmensführung bedeutet damit für das Controlling in der Phase der Willensbildung ein &#8222;Ausbalancieren&#8220; von Reflexion und Intuition. In den Phasen der <strong>Durchsetzung</strong> und <strong>Kontrolle</strong> bezieht sich die Sicherstellung von Rationalität vor allem auf die flexible Verarbeitung von Durchsetzungs- und Realisationserfahrungen.</p>
<p>Darüber hinaus soll die Sicherstellungsfunktion auch im Hinblick auf Probleme der <strong>Datenbereitstellung</strong> und &#8222;in Verbindung mit anderen Führungshandlungen&#8220; vom Controlling erbracht werden. Insgesamt soll es zu einer Abstimmung zwischen dem gewählten <strong>Willensbildungsverfahren</strong> einerseits sowie Art, Umfang und Qualität der zur Verfügung stehenden bzw. zu verwendenden Daten andererseits kommen. In Verbindung mit anderen Führungshandlungen hebt die Sicherstellungsfunktion vor allem die Notwendigkeit der <strong>Verknüpfung der verschiedenen Führungshandlungen</strong> &#8211; insbesondere Planung, Kontrolle und Informationsversorgung &#8211; hervor. Zunehmend soll sie sich auch auf die Beziehungen zur <strong>Organisation</strong> und <strong>Personalführung</strong> ausdehnen. Damit ist die Controllingaufgabe der Sicherstellung von Führungsrationalität je nach betrachtetem Bezugspunkt (Führungsprozessphase, Datenbereitstellung oder Verbindung/Abstimmung von Führungshandlungen) unterschiedlich ausgestaltet.</p>
<p>Um der Anforderung der Rationalitätssicherung gerecht zu werden, ist die &#8222;Messung&#8220; der Rationalität von Führungshandlungen von zentraler Bedeutung. Mit <strong>&#8222;Rationalitätsmessung&#8220;</strong> ist aber nicht zwingend ein strenger, quantitativer Messbegriff gemeint. In diesem Zusammenhang bezieht sich &#8222;Messung&#8220; eher auf den Vergleich von Führungshandlungen mit Rationalitätsmaßstäben, wobei Letztere durchaus qualitativen Charakter haben können. Dennoch ist exakt zu klären, welches Rationalitätsverständnis dem Controlling bzw. der rationalen Unternehmensführung zu Grunde liegen soll.</p>
<p><strong>Rationalität</strong> ist immer auf eine <strong>Handlungsträgermehrheit</strong> bezogen, da sich nur auf der Basis einer Mehrzahl beteiligter Personen eine intersubjektive Begründungsleistung ergeben kann. Die Controllingaufgabe der Sicherstellung von Führungsrationalität hat damit einen <strong>stark interaktiv kommunikativen Charakter</strong>. Zwar bleiben zweckrationale Vorstellungen Ausgangspunkt weiterer Überlegungen; das Konzept der Zweckrationalität wird allerdings modifiziert und um zusätzliche Rationalitätskriterien ergänzt.</p>
<p>Ursprünglich ist die Zweckrationalität durch die Orientierung an individuellen Präferenzen stark subjektivistisch geprägt. Da hierbei der Bezug zu einer Handlungsträgermehrheit verloren geht, wird die angestrebte intersubjektive Begründungsleistung verfehlt. Daher wird die zweckrationale Vorstellungswelt um das Konzept der <strong>&#8222;kommunikativen Rationalität&#8220;</strong>, die <strong>&#8222;Einwilligung&#8220;</strong> bei Vorliegen eines Dissens und die <strong>&#8222;Idee der kritischen Prüfung&#8220;</strong> ergänzt.</p>
<p>Grundlage des <strong>Konzepts der kommunikativen Rationalität</strong> ist der Rationalitätsmaßstab einer idealen Kommunikationsgemeinschaft. Diese wird charakterisiert durch idealtypische Bedingungen, die eine Verständigung zwischen den Kommunikationspartnern gewährleisten sollen. Hierzu gehören:</p>
<ul>
<li>
<p> Die Beteiligung aller Betroffenen</p>
</li>
<li>
<p> Die Chancengleichheit aller Beteiligten</p>
</li>
<li>
<p> Der Verzicht auf rhetorische oder suggestive Redeformen</p>
</li>
<li>
<p> Die Verwendung aller relevanten und zugänglichen Informationen </p>
</li>
<li>
<p> Die Unvoreingenommenheit als Bereitschaft aller Beteiligten, die eigenen Orientierungen bei Vorliegen guter Gründe sämtlich in Frage zu stellen</p>
</li>
</ul>
<p>Durch diese ideale Kommunikationssituation gelangt man durch Verständigung zu rational begründeten Entscheidungen.</p>
<p><strong>Einwilligung</strong> bedeutet Kompromissbereitschaft, um bei Vorliegen von Meinungsverschiedenheiten den Entscheidungsprozess nicht zu blockieren. Die <strong>Regel der Einwilligung</strong> wurde bisher nicht vollständig expliziert. Voraussetzung ist allerdings die Freiwilligkeit ihres Zustandekommens. Nur dann lässt sich die Dissonanz, die aus einem Dissens resultiert, in Grenzen halten.</p>
<p>Das <strong>Konzept der kritischen Prüfung</strong> tritt schließlich als weiteres Rationalitätskriterium hinzu. Danach ist es zur Rationalitätssicherung notwendig, zweckrational bzw. kommunikativ rational entstandene Führungshandlungen immer wieder kritisch zu hinterfragen. Nur auf diese Weise lassen sich ständige Verbesserungen des Unternehmensgeschehens erzielen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion</h2>
<p>Beim Verständnis des Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion wird aus funktionaler Sicht von einem Handlungsfeld &#8222;Unternehmen&#8220; ausgegangen und dieses in drei funktionale Ebenen untergliedert: Führung, Führungsunterstützung und Ausführung. Im funktionalen Sinne bedeutet <strong>Führung</strong> das Treffen von Entscheidungen, das Durchsetzen von Entscheidungen und das Übernehmen von Verantwortung für getroffene Entscheidungen. <strong>Führungsunterstützung</strong> umfasst das Beschaffen, Aufbereiten und Bereitstellen von Informationen, die für Führungshandlungen benötigt werden. <strong>Ausführung</strong> beinhaltet lediglich reine Umsetzungsaufgaben und ist damit befreit von autonom steuernder Gedankenarbeit.</p>
<p>Gekennzeichnet ist das Handlungsfeld &#8222;Unternehmen&#8220; durch das Erfordernis der Bewältigung seiner eigenen sowie der <strong>Komplexität</strong> seines Umfeldes. Dabei ist die <strong>begrenzte Informationsverarbeitungskapazität</strong> des Menschen zu berücksichtigen. Untersucht werden in diesem Zusammenhang die beiden grundlegenden Operationen der Komplexitätsbewältigung: &#8222;Selektion&#8220; und &#8222;Reflexion&#8220;.</p>
<p><strong>Selektion</strong> bezieht sich auf die Auswahl aus einer Gesamtheit von Möglichkeiten und dient der Reduktion von Komplexität. Der Mensch kann auf Grund seiner beschränkten Informationsverarbeitungskapazität eine Situation nie vollständig in allen ihren Facetten, sondern durch Selektion höchstens partiell bzw. im Hinblick auf präferierte Ziele angemessen erfassen. So stellt auch jede unternehmerische Entscheidung eine Vielzahl von häufig unbewussten Selektionen dar, z. B. hinsichtlich in Betracht gezogener Umweltaspekte, Fähigkeiten/Ressourcen des Unternehmens, prognostizierter Entwicklungen und nicht zuletzt hinsichtlich erwogener Handlungsalternativen. Als <strong>spezielle Form der Selektion</strong> besteht die <strong>Entscheidung</strong> letztlich in der Festlegung der Vollzugsverbindlichkeit einer Handlungsalternative und bedeutet damit immer Selektion einer spezifischen Handlungsalternative. Allerdings ist mit der Selektion immer auch die Gefahr verbunden, dass die Komplexität in unzulässiger Weise verkürzt wird und Fehlentscheidungen getroffen werden. Daher muss sich die Unternehmensführung der tatsächlichen Komplexität und Dynamik des Umfeldes bewusst sein.</p>
<p>Dies erfolgt durch <strong>Reflexion</strong> als <strong>Gegenpol zur Selektion</strong>. Anders als die Selektion, die sowohl Resultat bewusster Überlegungen als auch Ergebnis intuitiver Prozesse sein kann, stellt die Reflexion immer distanzierend kritische Gedankenarbeit dar. Da aber nie alle Selektionsleistungen auf einmal aufgegeben werden können, kann die Reflexion der Komplexität des Handlungsfeldes nie vollständig entsprechen. <strong>Komplexitätsbewältigung</strong> findet im Rahmen des Handlungsfeldes &#8222;Unternehmen&#8220; nur auf den Ebenen der <strong>Führung</strong> und der <strong>Führungsunterstützung</strong> statt. Die <strong>Ausführungsebene</strong> ist in funktionaler Betrachtung von dem Problem der Komplexitätsbewältigung befreit, da es hier gedanklich-analytisch um reine Umsetzungshandlungen geht. Während Selektion und Reflexion auf der Ebene der Führung mit dem Fokus &#8222;Entscheidungen&#8220; zusammenwirken, liegt der Fokus auf der führungsunterstützenden Ebene auf &#8222;lnformationsbereitstellung&#8220;.</p>
<p><strong>Führungshandlungen</strong> sind &#8211; funktional betrachtet &#8211; auf der Ebene der Führung dem Handlungsfeld &#8222;Unternehmen&#8220; zuzuweisen. Führungshandlungen können allerdings sehr vielgestaltig sein. Grob lassen sich folgende Führungsfunktionen unterscheiden:<strong> Planung, Organisation, Personalführung und Controlling.</strong> Diese Funktionen unterteilen das gesamte Bündel von Führungshandlungen in verschiedene Teilkomplexe. Zur klaren Abgrenzung der Controllingaufgabe wird auf die Operationen der Komplexitätsbewältigung zurückgegriffen. Während die <strong>Selektionsaufgabe</strong> der <strong>Unternehmensführung</strong> sich auf die drei Führungsfunktionen Planung, Organisation und Personalführung aufteilt, wird die umfassende <strong>Reflexionsaufgabe</strong> dem <strong>Controlling</strong> zugeordnet. Damit lässt sich die Führungsfunktion des Controlling als Reflexion von Entscheidungen, die im Rahmen der anderen Führungsfunktionen getroffen wurden, und Reflexion der Abstimmung zwischen diesen Entscheidungen kennzeichnen. Die <strong>Controlling-Führungsfunktion</strong> erweist sich dabei als umfassender als die traditionelle <strong>Kontrollfunktion</strong>, da sie sich von einem engen Planungsbezug löst. Im Gegensatz zur Kontrolle steht das Controlling auch mit den anderen Führungsfunktionen in einem engen, wechselseitigen Bedingungsverhältnis. Aus diesem Grund kann das Controlling auch die Abstimmung der Entscheidungen in und zwischen den Führungsfunktionen reflektieren.</p>
<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Reflexionsaufgabe des Controlling auf Grund zunehmender Globalisierung und Dynamik des ökonomischen Wandels drastisch an Bedeutung gewonnen. Dem zunehmenden <strong>Veränderungsdruck</strong> soll vor allem durch das Controlling und die damit erreichbare größere Flexibilität der Unternehmensführung angemessen Rechnung getragen werden. <strong>Reflexion fragt danach</strong>, ob die für eine getroffene Entscheidung vorgenommene Begründung tatsächlich (z. B. vor dem Hintergrund neuer Informationen oder berechtigter Interessen Betroffener) tragfähig ist.</p>
<p>Beschränkt man die Aufgaben des Controlling allein auf die Führungsfunktion, so würde man der <strong>Bedeutung des Controlling in Wissenschaft und Praxis</strong> nicht gerecht. Insbesondere in Bezug auf die Beschaffung und Aufbereitung führungsrelevanter Informationen hat die betriebswirtschaftliche Fachrichtung Controlling erhebliche Forschungsbemühungen unternommen, die auch in der Praxis Beachtung gefunden haben. Damit geht es im Controlling auch um die <strong>&#8222;Führungsunterstützungsfunktion&#8220;</strong>, die durch ihren Fokus <strong>&#8222;lnformationsbereitstellung&#8220;</strong> gekennzeichnet wird. Diese <strong>Führungsunterstützungsfunktion</strong> des Controlling ist zwingend aus der umfassenden Reflexionsaufgabe abzuleiten, denn die Reflexion von Entscheidungen verlangt eine funktionsübergreifende, informatorische Gesamtsicht sowie deren laufende Aktualisierung, die von dem führungsunterstützenden Controlling bereitzustellen ist.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Schlussbemerkungen</h2>
<p>Die neuen Konzeptionen des Controlling befinden sich zwar noch in einem recht <strong>frühen Entwicklungsstadium</strong>, beinhalten jedoch bereits ein <strong>erhebliches Entwicklungspotenzial</strong> für die Controllingforschung. Beide Ansätze legen den Überlegungen zunächst eine unterschiedliche Ausgangsperspektive zu Grunde. Während das Konzept des Controlling als Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion aus dem Motiv einer weitergehenden Präzisierung der Grundlagen des Controlling heraus entwickelt wurde, folgt das Controlling als Sicherstellung von Führungsrationalität einer primär integrierenden Sichtweise. </p>
<p>Dennoch kommen die neuen Konzeptionen des Controlling in einigen wesentlichen Teilen zu ähnlichen Ergebnissen. Zum Teil lassen sich hieraus auch Tendenzen für die weitere Entwicklung des Controlling herausarbeiten. So ist <strong>&#8222;Führungsrationalität&#8220;</strong> in beiden Konzeptionen thematisierbar und von Bedeutung. Anders als bei Weber, bei dem sich dies unmittelbar aus der Definition des Controlling ergibt, wird bei dem anderen Ansatz &#8222;Führungsrationalität&#8220; indirekt über den Reflexionsbegriff relevant.</p>
<p>Beide Ansätze <strong>lösen sich von einer einseitig Instrumenten-dominierten Controllingforschung</strong>, auch wenn die Weiterentwicklung der Controllinginstrumente von zentraler Bedeutung bleibt. Zukünftig muss sich die <strong>Controllingforschung</strong> verstärkt den Fragen nach ihrer konzeptionellen Fundierung, den Problemen der Organisation des Controlling, der Klärung der Beziehung zwischen Manager und Controller sowie der Entwicklung von Orientierungshilfen für die Bewältigung von Controllingaufgaben in der Praxis stellen. Ferner scheint dem <strong>Reflexionsbegriff</strong> für die Weiterentwicklung der konzeptionellen Grundlagen des Controlling eine ganz zentrale Bedeutung zuzukommen, denn beide Konzepte greifen umfangreich auf diesen Begriff zurück, auch wenn sie ihn sehr unterschiedlich definieren.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Controlling" href="/controlling/228666"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Controlling</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Information" href="/controlling/238408"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Information</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Informationsbedarf</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Ziele" href="/controlling/233767"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Ziel</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Zielsystem" href="/controlling/233780"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Zielsystem</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Decision Support System</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Decision Support SystemInhaltsübersicht1.Überblick2.Komponenten eines Decision Support Systems2.1Dialogmanagement2.2Modellbankmanagement2.3Methodenbankmanagement2.4Datenbankmanagement2.5Reportbasismanagement3.Architektur von DSS3.1Tools und Werkzeuge von DSS3.2Generatoren von DSS3.3Spezifische DSS4.Entwicklungsprozess von DSS5.Kritische Würdigung1. ÜberblickIm Gegensatz zu den Management-Informationssystemen der Sechzigerjahre orientieren sich Decision Support Systems (DSS), die im deutschsprachigen Raum auch als "Entscheidungsunterstützungssysteme" bezeichnet werden, am Problemlösungsverhalten von Managern. Sie können durch folgende Merkmale charakterisiert werden:Ein Entscheidungsträger wird unterstützt.Die  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Decision Support System</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Komponenten eines Decision Support Systems</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
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<li>
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<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Tools und Werkzeuge von DSS</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Generatoren von DSS</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.3">Spezifische DSS</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Entwicklungsprozess von DSS</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Kritische Würdigung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Im Gegensatz zu den <a class="doklink" title="Management-Informationssystem" href="/controlling/238883">Management-Informationssystemen</a> der Sechzigerjahre orientieren sich <em>Decision Support Systems</em> (DSS), die im deutschsprachigen Raum auch als <strong>&#8222;Entscheidungsunterstützungssysteme&#8220;</strong> bezeichnet werden, am Problemlösungsverhalten von Managern. Sie können durch folgende Merkmale charakterisiert werden:</p>
<ul>
<li>
<p>Ein Entscheidungsträger wird unterstützt.</p>
</li>
<li>
<p>Die Unterstützung erfolgt im Allgemeinen für schlecht strukturierte Probleme.</p>
</li>
<li>
<p>Es werden Daten und Modelle handhabbar gemacht.</p>
</li>
</ul>
<p>Damit steht nicht die Unterstützung des Managements mit zeit- und sachgerechter <a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Information</a> in Form von verdichteten und gefilterten Daten im Vordergrund des DSS, sondern der Wunsch des Managements nach Unterstützung beim Planen und Entscheiden. DSS unterstützen dementsprechend die Entscheidungsträger bei Entscheidungsproblemen, nehmen ihnen die Entscheidung als solche aber nicht ab. Da es sich bei den Anwendern in der Regel um Manager handelt, bei denen ein tiefes Verständnis bzw. eine große Erfahrung mit Informationstechnologien nicht unterstellt werden kann, müssen DSS leicht erlernbar und bedienbar sein.</p>
<p>Schlecht strukturierte Probleme liegen dann vor, wenn ein oder zwei Phasen des Entscheidungsprozesses unstrukturiert sind, das heißt, wenn sie sich hinsichtlich standardisierter Vorgehensweisen, Zielen sowie Input- und Outputgrößen nicht genau spezifizieren lassen. Anwendung finden DSS im betriebswirtschaftlichen Bereich vor allem bei folgenden Aufgabengebieten:</p>
<p><strong>&#8211; Portfolio-Management</strong></p>
<p>Zum Beispiel zur Bewertung und Risikoabschätzung von Umstrukturierungen in Wertpapierportefeuilles</p>
<p><strong>&#8211; Strategische Planung</strong></p>
<p>Zum Beispiel für die Entscheidungsvorbereitung über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben</p>
<p><strong>&#8211; Finanzplanung</strong></p>
<p>Zum Beispiel zur kurz- und mittelfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung</p>
<p><strong>&#8211; Produktionsplanung</strong></p>
<p>Zum Beispiel für Wirtschaftlichkeitsanalysen von Produktionsaufträgen bzw. Produktionsprogrammen</p>
<p><strong>&#8211; Marketing</strong></p>
<p>Zum Beispiel zur Aufteilung von Werbeetats auf die einzelnen Komponenten des Marketing-Mix</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Komponenten eines Decision Support Systems</h2>
<p>Die Vielzahl von Anwendungen macht es schwierig, allgemeine Aussagen über die Architektur von DSS zu machen. Üblicherweise werden aber die folgenden drei Subsysteme unterschieden:</p>
<ul>
<li>
<p>Dialogmanagement</p>
</li>
<li>
<p>Datenbankmanagement</p>
</li>
<li>
<p>Modell- und Methodenbankmanagement</p>
</li>
</ul>
<p>Die Kommunikation zwischen Anwender und System sowie die Ablaufsteuerung und Koordination der einzelnen Komponenten wird von der Dialogkomponente übernommen. Das Methodenbankmanagement unterstützt die Definition und Manipulation von problembezogenen Modellen, die das Kernstück eines DSS darstellen. Vom Datenbankmanagement werden unabhängig von Modellen und Methoden die Problemdaten verwaltet.</p>
<p>Da zur Aufbereitung der Ergebnisse von aktuellen Planungsrechnungen eine Reportbasis erforderlich ist, die vorformulierte Berichte in Text- und Grafikform enthält, kann die folgende Darstellung als Referenzmodell eines DSS dienen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont070.gif" alt="" /></div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Dialogmanagement</h3>
<p>Das Dialogmanagement übernimmt die Steuerung der Kommunikation zwischen den Benutzern und den Teilkomponenten des DSS. Das Dialogmanagement ist erforderlich, weil es den einzelnen Anwender in der Regel nur interessiert, wie das System zu benutzen ist, welche Optionen zur Verfügung stehen und welche Möglichkeiten es gibt, die Ergebnisse zu präsentieren. Durch die Dialogkomponente bleiben dem Benutzer die hinter dem System steckenden Datenstrukturen und Algorithmen verborgen. Bei diesem &#8211; auch als <strong>Blackbox</strong> bezeichneten &#8211; Prinzip ist also nur erkennbar, was eine einzelne Komponente leistet, nicht hingegen, wie sie intern arbeitet.</p>
<p>Die spezielle Gestalt von DSS bringt es mit sich, dass sich das Dialogmanagement in besonderem Maße auf einen häufigen Wechsel von strukturierten Modellrechnungen und interaktiven Bewertungs- und Auswahlaktionen einstellen muss. Der Anwender wird daher im Allgemeinen durch kontextsensitive Hilfefunktionen und Menütechniken an den Umgang mit dem System herangeführt. Die gewünschte Flexibilität beim Einsatz von DSS kann dabei nur erreicht werden, wenn auf starre hierarchische Prozesssteuerungen zu Gunsten einer freien Kombination verfügbarer logischer Bausteine verzichtet wird. Das bedeutet aber auch, dass freie Dialoge &#8211; ähnlich wie bei der Transaktionsverarbeitung &#8211; dokumentiert, kontrolliert und gesichert werden müssen.</p>
<p>Zur konkreten Gestaltung von Dialogkomponenten können drei mögliche Formen unterschieden werden:</p>
<ul>
<li>
<p>Der <strong>Frage-Antwort-Dialog</strong> ist durch eine natürlichsprachliche Interaktion von der Problemformulierung bis zur Problemlösung gekennzeichnet. Der Aktionsspielraum ist jedoch naturgemäß stark eingegrenzt, sodass dieses Verfahren vorwiegend für Diagnosesysteme eingesetzt wird. Der Frage-Antwort-Dialog ist besonders für gelegentliche und ungeübte Anwender interessant.</p>
</li>
<li>
<p>Bei den so genannten <strong>Befehlssprachen</strong> wird mit Schlüsselbegriffen gearbeitet, die Funktionen, Unterprogramme oder Makros aufrufen und steuern. Diese Verarbeitungsform ist wesentlich effizienter als der Frage-Antwort-Dialog, bedeutet für den Anwender jedoch eine intensivere Einarbeitung und erfordert eine gewisse Disziplin beim Umgang mit dem System. Zum Einsatz kommen meist Sprachen der vierten oder fünften Generation.</p>
</li>
<li>
<p>Die <strong>Menüsteuerung</strong>, die wesentlich einfacher als die Befehlssprachen zu handhaben ist, bezieht sich nur auf standardisierte, wiederkehrende Entscheidungssituationen. Für selten eingesetzte und stärker strukturierte Anwendungen bietet diese Dialogführung zwar eine Alternative, lässt im Gegensatz zur Befehlssprache aber an Flexibilität zu wünschen übrig.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Modellbankmanagement</h3>
<p>Allgemein formuliert, stellen <strong>Modelle</strong> vereinfachte Abbildungen der Wirklichkeit dar, die durch isolierende Abstraktion gewonnen werden und im engeren Sinne als <strong>Realmodelle</strong> bezeichnet werden. Hiervon werden die Ideal- bzw. Formalmodelle abgegrenzt, die Abbildungen von nicht realitätsgebundenen Systemen darstellen. Für Entscheidungsunterstützungssysteme können ohne Einschränkung Realmodelle betrachtet werden. Dabei werden drei Kategorien unterschieden:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Terminologisch-deskriptive Modelle</strong> legen Objekte und Beziehungen mit ihren Attributen fest.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Empirisch-induktive Modelle</strong> definieren Variablen und leiten empirische Funktionen ab.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Analytisch-deduktive Modelle</strong> können aus Verhaltensgleichungen und/oder theoretischen Hypothesen Erklärungsmodelle mit Kausalfunktionen darstellen. Durch Zielfunktionen und Nebenbedingungen dienen sie als Entscheidungsmodelle</p>
</li>
</ul>
<p>Als tatsächlich den Entscheidungsprozess unterstützende Modelle werden nur die analytisch-deduktiven Modelle aufgefasst, von denen speziell die Entscheidungsmodelle des <strong>Operations Research</strong> intensiv behandelt und operationalisiert wurden. Hierbei können</p>
<ul>
<li>
<p>deterministische und stochastische,</p>
</li>
<li>
<p>statische und dynamische,</p>
</li>
<li>
<p>lineare und nichtlineare,</p>
</li>
<li>
<p>ein- und mehrkriterielle,</p>
</li>
<li>
<p>scharfe und unscharfe (fuzzy) sowie</p>
</li>
<li>
<p>optimierende und satisfizierende</p>
</li>
</ul>
<p>Modellbildungen unterschieden werden. Ein erheblicher Vorrat an mathematischen und statistischen Verfahren dient der Behandlung von verschiedenen im Modell erhobenen Fragestellungen: Zu den bekanntesten Lösungsverfahren gehören zum Beispiel das <strong>Simplex-Verfahren</strong> in der <strong>Linearen Optimierung</strong> oder die Anwendung von <strong>Markovprozessen</strong> (Begriff aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung) in der <strong>Warteschlangentheorie</strong>. Diesen und ähnlichen Verfahren steht die Simulation gegenüber, die zwar ohne Gewähr für Optimalität, aber mit hoher Flexibilität stochastische, dynamische Systeme abbilden kann.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Methodenbankmanagement</h3>
<p>Thema des Methodenbankmanagements ist die Zuordnung und Zurverfügungstellung passender Methoden zur Ermittlung von Zielgrößen. Unter Methoden werden in diesem Zusammenhang systematische Vorgänge verstanden, die in objektiver Weise zur Lösung von Aufgaben eine endliche, geordnete Anzahl von Vorschriften und Regeln festlegen. Je nach Güte des DSSs reicht der Vorrat an Methoden von einfachen deskriptiven <strong>Statistikverfahren</strong> über anspruchsvolle finanzmathematische Berechnungen, <strong>Regressionsanalysen</strong>, <strong>Korrelationsanalysen</strong> und <strong>Zeitreihenanalysen</strong> bis hin zu den linearen und nichtlinearen Optimierungsverfahren <strong>(Lineare Optimierung)</strong> und <strong>Simulationsverfahren</strong>.</p>
<p>Hauptaufgabe des Methodenbankmanagements ist die Verwaltung von Algorithmen, heuristischen Verfahren, Prognoseverfahren, Matrizenoperatoren und grafentheoretischen Verfahren. Darüber hinaus sollte das Methodenbankmanagement auch Erklärungshilfen zum Einsatz der Methoden liefern und Hinweise zu deren Aufbau und Leistungsmerkmalen geben.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.4">2.4 Datenbankmanagement</h3>
<p>Innerhalb des DSSs werden die Problemdaten und Programme getrennt verwaltet. Das Datenbankmanagement überwacht die Erstellung, Modifizierung, Selektion und Sicherung der Daten. Als isoliertes System muss ein DSS <strong>Datendefinitions- und Datenmanipulationssprachen</strong> besitzen. Neben der bekannten relationalen Form haben Planungsdaten häufig auch das Erscheinungsbild von mehrdimensionalen Tabellen. Hinzu kommen Daten aus externen Datenbeständen, persönlichen Datenbeständen von Führungskräften und allgemeine Planungsdaten. Zum Umfeld des Datenbankmanagements gehören auch Integritätsregeln und Datenschutzmaßnahmen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.5">2.5 Reportbasismanagement</h3>
<p>Reportgeneratoren werden als Bestandteil von DSS zur Aufbereitung von Entscheidungsunterlagen in Form von tabellarischen Gegenüberstellungen oder grafischen Präsentationen eingesetzt. Da heutzutage im Allgemeinen Personalcomputer oder Workstations mit multimedialen Fähigkeiten als DSS-Front-End im Einsatz sind, sind Reportgeneratoren relativ einfach und komfortabel zu bedienen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Architektur von DSS</h2>
<p>Ähnlich der historischen Entwicklung einfacher Datenmanipulationen und Variablendeklarationen mit Verknüpfungstechniken haben sich auch die Technologieebenen von DSS entwickelt. Man unterscheidet zwischen DSS-Tools, DSS-Generatoren und spezifischen DSS.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Tools und Werkzeuge von DSS</h3>
<p>Tools und Werkzeuge stehen auf der untersten Ebene der DSS-entwicklung. Hierzu gehören beispielsweise</p>
<ul>
<li>
<p>höhere Programmiersprachen wie Fortran, Cobol, C, Pascal usw.,</p>
</li>
<li>
<p>spezielle problemorientierte Sprachen wie Simula oder GPSS und</p>
</li>
<li>
<p>mathematische Sprachen wie APL, GPSS oder GAUSS.</p>
</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus gehören auch andere Grundfunktionen wie Grafikbeschreibungssprachen oder Kommunikationsmodule in den Werkzeugkasten von DSS.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Generatoren von DSS</h3>
<p>DSS-Generatoren können als problemspezifische Werkzeugkästen angesehen werden, die es dem Benutzer gestatten, auf einfache Weise einsatzfähige Unterstützungssoftware zu erstellen. Hierzu haben sich zwei Klassen von Generatoren herausgebildet:</p>
<ul>
<li>
<p>Die <strong>Planungssprachen</strong> sind die älteren und mächtigeren DSS-Generatoren, die sich durch einen hohen Vorrat an betriebswirtschaftlich verwendbaren Methoden und sehr gute Modellierungseigenschaften auszeichnen.</p>
<p>Planungssprachen können als endbenutzerorientierte Programmiersprachen mit einem mächtigen Befehlsvorrat interpretiert werden. Um die interaktive Modellrechnung mit beliebigen Änderungen an Daten, Variablen und Beziehungen zu gestatten, sind sie interpretativ ausgelegt. Variablendefinitionen und logische Strukturen werden mit einem Editor deklariert.</p>
</li>
<li>
<p>Die zweite Klasse der DSS-Generatoren wird durch die bekannten <strong>Tabellenkalkulationsprogramme</strong> repräsentiert, die sich durch ihre verhältnismäßig einfache Konzeption und einfache Bedienung auszeichnen.</p>
<p>Grundidee von Tabellenkalkulationen ist die Bearbeitung eines elektronischen Blattes, das in Zeilen und Spalten gegliedert ist und in jeder Zelle Zahlenwerte, (Rechen-)Funktionen, Texte und Formatierungen aufnehmen kann. Durch die Vielzahl von mathematischen Funktionen, Datenmanipulationsmöglichkeiten, Grafikdarstellungen sowie Kommunikations- und Textverarbeitungsmöglichkeiten haben sich Tabellenkalkulationsprogramme im Laufe der Zeit zu integrierten Paketen weiterentwickelt und verdrängen in zunehmendem Maße die Planungssprachen.</p>
<p>Als Nachteil der Tabellenkalkulationsprogramme im Vergleich zu den Planungssprachen wird vor allem die fehlende Trennung von Daten und Logik sowie die &#8222;versteckte&#8220; Programmierung angesehen. Tabellenkalkulationsprogramme sind daher besonders für den Ad-hoc-Gebrauch geeignet und werden nur selten für sehr komplexe Strukturen mit extrem hohen Datenvolumen eingesetzt.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.3">3.3 Spezifische DSS</h3>
<p>Bei spezifischen DSS handelt es sich um Anwendungssysteme, die den Entscheidungsträger in speziellen Aufgabenbereichen unterstützen. Um die spezifischen Problemstellungen anwendergerecht zu bearbeiten, bauen sie auf den DSS-Werkzeugen und DSS-Generatoren auf. Im Vordergrund steht aber die Orientierung am Problem.</p>
<p>Spezifische DSS bieten modellgestützte Analysen der für den Problemfall generierten Lösungsalternativen und helfen so bei der Bewertung und Abwägung von Handlungsalternativen. Neben den Ersten Anwendungen im Bereich der Finanz- und Investitionsplanung findet man weitere Klassen von spezifischen DSS beispielsweise im <strong>Fertigungsbereich</strong>. Dort kommen Simulationspakete, Netzalgorithmen und verdeckte Optimierungskerne zum Einsatz. Im <strong>Absatzbereich</strong> kommen vor allem statistisch-prognostische Modelle mit Datenanalysen zum Einsatz. Für die <strong>Unternehmensplanung</strong> wird versucht, das Unternehmen in seinen Leistungsprozessen und Abrechnungszyklen so weit zu aggregieren, dass es einerseits modelltechnisch abgebildet werden kann, andererseits aber nicht realitätsfremd und planungsirrelevant wird.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Entwicklungsprozess von DSS</h2>
<p>Für die Entwicklung von DSS ist das übliche Verfahren der Live-Cycle-Modelle mit den Phasen</p>
<ul>
<li>
<p>Problemanalyse,</p>
</li>
<li>
<p>Anforderungsdefinition,</p>
</li>
<li>
<p>System- und Komponentenentwurf,</p>
</li>
<li>
<p>Implementierung,</p>
</li>
<li>
<p>Abnahme,</p>
</li>
<li>
<p>Einführung und</p>
</li>
<li>
<p>Pflege</p>
</li>
</ul>
<p>kaum geeignet, da als Erfolgsfaktoren eher eine schnelle Implementierung und Problemlösung anzusehen sind. Als Entwicklungsmethodik kommt daher nur ein partizipatives Verfahren mit Rückkopplungen in Frage, bei dem kurze Rückkopplungszyklen und die schnelle Entwicklung von funktionsfähigen Modulen einen rechtzeitigen Unterstützungsgrad sicherstellen sollen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Kritische Würdigung</h2>
<p>Ähnlich wie die <a class="doklink" title="Management-Informationssystem" href="/controlling/238883">Management-Informationssysteme</a> können auch die DSS keine unternehmensüberspannenden Modelle zur Simultanplanung anbieten. Die &#8222;DSS-Landschaft&#8220; ist geprägt durch eine Spezialisierung auf Sonderprobleme. Den Top-Manager am Bildschirm gibt es nach wie vor nur in Ausnahmefällen, sodass DSS vorwiegend in Stabsstellen und Fachabteilungen mit abgegrenzten Problemlösungsstrategien genutzt werden.</p>
<p>Eine breitere Anwendungsbasis verspricht man sich durch neuere Entwicklungen wie beispielsweise wissensbasierte bzw. Expertensysteme. Auch das <strong>Data-Warehouse-Konzept</strong>, die so genannten Knowledge Based DSS <strong>(KBDSS)</strong> und das <strong>Data Mining</strong> stellen innovative Ansätze zur Entscheidungsunterstützung dar, die auch vom Top-Management genutzt werden können.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/decision-support-system/">Decision Support System</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Strategisches Controlling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategisches ControllingStrategisches Controlling umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Vorgänge, die die längerfristige Ausrichtung (fünf Jahre und länger) des gesamten Unternehmens und damit auch seine Existenzsicherung betreffen. Strategisches Controlling bezieht sich auf Ziele, eigenes Erfolgspotenzial, Chancen und Risiken sowie notwendige Maßnahmen. Hierzu zählen vor allem Entscheidungen über Investitionen, Produkte, Personal, die sich über viele  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Strategisches Controlling</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Strategisches Controlling umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Vorgänge, die die <strong>längerfristige Ausrichtung</strong> (fünf Jahre und länger) <strong>des gesamten Unternehmens und damit auch seine Existenzsicherung betreffen</strong>. Strategisches Controlling bezieht sich auf Ziele, eigenes Erfolgspotenzial, Chancen und Risiken sowie notwendige Maßnahmen. Hierzu zählen vor allem Entscheidungen über Investitionen, Produkte, Personal, die sich über viele Jahre hin auswirken. Damit geht der Bereich über messbare Größen hinaus und berücksichtigt <strong>auch qualitative Aspekte</strong>. Strategisches Controlling bezieht dazu auch unternehmensexterne Entwicklungen in die Überlegungen ein.</p>
<p>Folgende <strong>Faktoren</strong> muss das <strong>strategische Controlling</strong> berücksichtigen:</p>
<ul>
<li>
<p>allgemeine Wirtschaftslage</p>
</li>
<li>
<p>politische und soziale Faktoren</p>
</li>
<li>
<p>Marktlage (Branche)</p>
</li>
<li>
<p>Konkurrenzsituation</p>
</li>
<li>
<p>Absatzmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Beschaffungsmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Arbeitsmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Kapitalmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Technologie</p>
</li>
</ul>
<p><strong>Instrumente des strategischen Controlling</strong> sind u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Erfahrungskurve (Erfahrungskurveneffekt)</p>
</li>
<li>
<p>Konkurrenzanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Logistik (Logistik-Controlling)</p>
</li>
<li>
<p>Portfolioanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Potenzialanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Kurve des <a class="doklink" title="Produktlebenszyklus" href="/controlling/240532">Produktlebenszyklus</a></p>
</li>
<li>
<p>Stärken- und Schwächenanalyse</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Strategische L&#xFC;cke" href="/controlling/241722">strategische Lücke</a></p>
</li>
<li>
<p>Szenariotechnik</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Zielkostenmanagement" href="/controlling/233776">Zielkostenmanagement</a></p>
</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/strategisches-controlling/">Strategisches Controlling</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Supply Chain Management</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/supply-chain-management/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Supply Chain ManagementInhaltsübersicht1.Überblick2.Abgrenzung zu verwandten Konzepten3.Ziele von Supply Chain Management in der Praxis4.Komponenten des Supply Chain Management5.Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains1. ÜberblickIn den letzten Jahren hat sich der Begriff "Supply Chain Management" zu einem betriebswirtschaftlichen Modewort entwickelt. Trotz zahlreicher Publikationen wird jedoch vielfach nicht deutlich, was das originär Neue am Supply Chain Management  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/supply-chain-management/">Supply Chain Management</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<h1 class="stw_titel">Supply Chain Management</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Abgrenzung zu verwandten Konzepten</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Ziele von Supply Chain Management in der Praxis</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Komponenten des Supply Chain Management</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>In den letzten Jahren hat sich der Begriff &#8222;Supply Chain Management&#8220; zu einem betriebswirtschaftlichen Modewort entwickelt. Trotz zahlreicher Publikationen wird jedoch vielfach nicht deutlich, was <strong>das originär Neue am Supply Chain Management</strong> ist, denn sowohl national als auch international hat sich bisher kein einheitliches Verständnis des Begriffs herausgebildet. Dies lässt sich vor allem dadurch erklären, dass es sich beim Supply Chain Management um kein in der betriebswirtschaftlichen Theorie entwickeltes Konzept, sondern um einen in der Unternehmenspraxis entstandenen Ansatz einer stärkeren unternehmensübergreifenden Integration handelt, der zu Effizienzsteigerungen in der gesamten <strong>Wertschöpfungskette</strong> führen soll.</p>
<p>Seinen Ursprung hat <strong>Supply Chain Management (SCM)</strong> in den USA. Dort prägten Anfang der 80er Jahre amerikanische Consulting Gesellschaften den Begriff. Die Theorie befasste sich erstmals in den frühen 90er Jahren mit der Thematik &#8211; wiederum zunächst in den Vereinigten Staaten. In Deutschland etablierte sich das Supply Chain Management Mitte der 90er Jahre.</p>
<p>Basierend auf der <strong>Wertschöpfungskette</strong> (<strong>Value Chain</strong>) von <strong>Michael E. Porter</strong> wird im Supply Chain Management der Gedanke einer Integration von Unternehmensaktivitäten aufgegriffen. Während die einzelnen Bereiche bislang weitgehend losgelöst voneinander standen, sollen per SCM die <strong>Verbesserungspotenziale</strong> an den <strong>unternehmensinternen und -externen Schnittstellen</strong> aufgedeckt werden (<a class="doklink" title="Efficient Consumer Response" href="/controlling/228925">Efficient Consumer Response</a>). Dabei bezieht sich das Supply Chain Management zum einen auf die Aktivitäten einer Unternehmung selbst (<strong>unternehmungsinterne Supply Chain</strong>). Zum anderen beinhaltet es die Anbindung der Unternehmung an die Umwelt, wobei inputseitig die Lieferanten und outputseitig die Kunden wesentliche Schnittstellen sind (<strong>unternehmensintegrierte Supply Chain</strong>).</p>
<p>Über die <strong>Integrationsobjekte</strong> des Supply Chain Managements bestehen unterschiedliche Auffassungen. Bei dem geringst möglichen Umfang umfasst Supply Chain Management lediglich den Material- und Güterfluss sowie einen entgegenlaufenden Informationsfluss. Supply Chain Management kann jedoch auf der anderen Seite auch wesentlich umfassender und allgemeiner aufgefasst werden, so dass potenziell <strong>alle Wertschöpfungsprozesse für eine unternehmensübergreifende Integration</strong> in Frage kommen. Beispielsweise führt das <strong>Global Supply Chain Forum</strong> in diesem Zusammenhang <strong>sieben relevante Wertschöpfungsprozesse</strong> an:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Customer Relationship Management</strong> (Identifikation von Kundengruppen, Entwicklung von Programmen und Maßnahmen mit den wichtigsten Kunden)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Customer Service Management</strong> (Versorgung des Kunden mit Informationen zum Produktions- und Distributionsstatus)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Demand Management</strong> (Abstimmung des Material- und Produktflusses auf den Kundenbedarf)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Order Fulfillment</strong> (Bearbeitung von Kundenaufträgen)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Manufacturing Flow Management</strong> (Produktionsprozessgestaltung gemäß den Kundenwünschen)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Procurement</strong> (Beziehung zu Hauptlieferanten)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Product Development and Commercialization</strong> (Produktentwicklung gemeinsam mit Lieferanten und Hauptkunden)</p>
</li>
</ul>
<p>Unterschiedliche Auffassungen bestehen ferner in Hinblick auf die <strong>Ausrichtung des Supply Chain Managements</strong>. Hierunter versteht man sowohl die Richtung als auch die Tiefe der Integration in der Wertschöpfungskette. <strong>Mögliche Integrationsrichtungen</strong> können die Beschaffungs- (upstream) und die Versorgungsseite (downstream) eines Unternehmens sein. Mittlerweile besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Richtung beim Supply Chain Management sowohl upstream als auch downstream sein muss.</p>
<p>Mit <strong>Tiefe der Integration</strong> bezeichnet man die Anzahl der in die Integrationsbestrebungen einbezogenen vor- beziehungsweise nachgelagerten Wertschöpfungsstufen eines Unternehmens. In der betrieblichen Praxis wird häufig nur ein Teil der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet. Demgegenüber reicht Supply Chain Management in der Idealvorstellung von der Gewinnung des Rohmaterials bis zum letztendlichen Konsum. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Abgrenzung zu verwandten Konzepten</h2>
<p>Die Übergänge des Supply Chain Managements zu verwandten Konzepten verlaufen fließend. Die Aktivitäten und betrachteten Objekte zwischen den Bereichen überschneiden sich insbesondere mit denen des Einkaufs, der Beschaffung, der Materialwirtschaft und der Logistik, die sich alle mehr oder weniger mit der Bereitstellung von Waren beschäftigen:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Einkauf</strong>: Der Einkauf zeichnet sich durch operative, abwickelnde Tätigkeiten aus und befasst sich beispielsweise mit Anfragen, Bestellungen, Angebotsvergleichen, Lieferantenauswahl und Preisverhandlungen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Beschaffung</strong>: Die Beschaffung ist im Vergleich zum Einkauf umfassender und beinhaltet auch strategische Aspekte. Allgemein bezieht sich die Beschaffung auf die Gewährleistung der Beschaffungsmarktsituation und der Versorgungssicherheit einer Unternehmung.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Materialwirtschaft</strong>: Die Materialwirtschaft beinhaltet den wirtschaftlichen Umgang mit Waren und ist damit wiederum weiter gefasst als die Beschaffung. Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit der Lagerbewirtschaftung, dem innerbetrieblichen Transport und der Materialbereitstellung in der Fertigung. Die gleichen Tätigkeiten werden auch im Supply Chain Management wahrgenommen. Dennoch ist Supply Chain Management umfangreicher, weil es die unternehmungsinterne Kette über alle Bereiche, vom Wareneingang bis zum Versand, abdeckt und zusätzlich die externen Schnittstellen sowie die Geld- und Informationsflüsse berücksichtigt.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Logistik</strong>: Die Logistik beschäftigt sich mit dem physischen Warenfluss (Verfügbarkeit) innerhalb der Unternehmung sowie zwischen der Unternehmung und seiner Umwelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Funktionen der Raum- und Zeitüberbrückung.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Ziele von Supply Chain Management in der Praxis</h2>
<p>Die Entwicklung des Supply Chain Managements in der Unternehmenspraxis beruht primär auf der Erkenntnis, dass sich <strong>wesentliche Effizienzsteigerungspotenziale</strong> realisieren lassen, wenn die <strong>Wertschöpfungskette in ihrer Gesamtheit optimiert</strong> werden kann. Folgende Zielsetzungen stehen hierbei im Vordergrund:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Realisierung von Kostenvorteilen</strong></p>
<p>Mit Supply Chain Management lassen sich Kostenvorteile insbesondere durch <strong>Reduzierung von Bestandskosten</strong> realisieren. Unsicherheiten in Bezug auf Nachfragemenge, Lieferzeiten oder Produktqualität führen in der Regel zum Aufbau von Beständen, so dass in der gesamten Wertschöpfungskette wesentlich höhere Bestände als notwendig gehalten werden. </p>
<p>Supply Chain Management dient dazu, die bestehende Unsicherheit durch den Austausch von Informationen (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Informationen</a>, Informationsbedarf) zu reduzieren und die Bestandsmengen so zu bestimmen, dass eine <strong>Gesamtoptimierung</strong> über die Supply Chain erzielt werden kann. Durch Integration der an der Supply Chain beteiligten Unternehmen lassen sich darüber hinaus <strong>Skalen- und Verbundeffekte</strong> in Beschaffung, Fertigung und Distribution erzielen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Realisierung von Zeitvorteilen</strong></p>
<p>Supply Chain Management unterstützt die Erreichung von <strong>Zeitzielen</strong>. Dies betrifft zum Beispiel die Verkürzung der Entwicklungszeiten von Neuprodukten durch eine frühzeitige Einbindung der Lieferanten in den Entwicklungsprozess (<strong>Simultaneous Engineering</strong>) und die Verkürzung der Auftrags- und Durchlaufzeiten durch enge logistische Anbindung von Lieferanten.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Realisierung von Qualitätsvorteilen</strong></p>
<p>In einer Supply Chain lässt sich auch die <strong>Qualität der Produkte</strong> durch enge Zusammenarbeit der Partner verbessern (Qualitätscontrolling). Während in der klassischen Marktbeziehung auf Grund von Informationsasymmetrien nur der Lieferant die Qualität seiner Produkte kennt, wird die Qualitätssicherung in Supply Chain-Beziehungen zum gemeinschaftlichen Ziel der beteiligten Unternehmen. Durch den Aufbau von Vertrauen wird gleichzeitig eine kooperative Beziehungsatmosphäre geschaffen.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Komponenten des Supply Chain Management</h2>
<p>Der Aufbau und das Management der Supply Chain wird maßgeblich durch die jeweils integrierten Wertschöpfungsprozesse bestimmt. Im Vordergrund stehen hierbei die Managementkomponenten Planung (<a class="doklink" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497">Bottom-up-Planung</a> bzw. <a class="doklink" title="Top-down-Planung" href="/controlling/232540">Top-down-Planung</a>) und Kontrolle, Arbeits-/Prozessstruktur, Bestandsmanagement und Informationsstruktur:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Planung und Kontrolle</strong></p>
<p>Bei traditionellen Marktbeziehungen verläuft die Planung in der Regel kurzfristig und transaktionsbasiert. Demgegenüber ist für das Management von Supply Chains eine <strong>gemeinsame und langfristige Planung</strong> vieler Glieder der Wertschöpfungskette kennzeichnend, denn der Erfolg einer Supply Chain hängt maßgeblich vom Ausmaß der <strong>gemeinsam durchgeführten Planung</strong> ab. </p>
<p>Auch wenn sich die Bedeutung der anderen Komponenten im Lebenszyklus der Supply Chain stark verändern kann, bleibt die Planung während der gesamten Lebenszeit der Supply Chain von erheblicher Bedeutung. Unter Kontrolle wird in diesem Zusammenhang die Messung des Erfolgs von Supply Chains (performance measurement) verstanden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Arbeits-/Prozessstruktur</strong></p>
<p>Mit Arbeits-/Prozessstruktur wird die Art und Weise bezeichnet, mit der ein Unternehmen beziehungsweise eine Supply Chain ihre Aufgaben erfüllt. Geringe Durchlaufzeiten und ein hohes Maß an Flexibilität wird in der Regel durch eine <strong>teambasierte Arbeitsstruktur</strong> gewährleistet. Das <strong>Business Process Redesign</strong> (<strong>BPR</strong>) wird häufig als Instrument zur Gestaltung der Arbeits-/Prozessstruktur in Supply Chains eingesetzt.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Bestandsmanagement</strong></p>
<p>Bei traditionellen Geschäftsbeziehungen bauen die in die Wertschöpfungskette einbezogenen Unternehmen in der Regel <strong>jeweils unabhängig voneinander Lagerbestände</strong> auf. Demgegenüber wird beim Supply Chain Management die Kapitalbindung durch Lagerbestände reduziert, indem Material- und Warenflüsse auf den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette aufeinander abgestimmt (zum Beispiel durch Just-in-time-Belieferungen) und notwendige Lagerbestände auf möglichst frühen Stufen der Wertschöpfungskette platziert werden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Informationssystem</strong></p>
<p>Im Rahmen der Integration von Informationssystemen geht es vor allem um die Festlegung, in<strong> welcher Art und in welcher Häufigkeit Informationen</strong> an andere Unternehmen in der Supply Chain weitergegeben werden sollen (Informationsbedarf). In den <strong>Informationsaustausch</strong> eingebunden sind in der Regel Umsatzzahlen, Produktionsprogrammpläne und Planungen, die neue Technologien und die langfristige Unternehmensentwicklung betreffen. Ein solcher Informationsaustausch bedingt natürlich Offenheit und gegenseitiges Vertrauen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Produktstruktur</strong></p>
<p>Bei der <strong>Neu- und Weiterentwicklung von Produkten</strong> (<a class="doklink" title="Produktplanung" href="/controlling/240537">Produktplanung</a>) ist zu entscheiden, inwieweit andere Unternehmen bei diesem Entwicklungsprozess eingebunden werden sollen. Eine umfassende Einbindung bringt einerseits die Möglichkeit, die Ressourcen anderer Unternehmen für das eigene Unternehmen zu nutzen, birgt aber andererseits auch die Gefahr, dass originäres Wissen weitergegeben wird.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Führungsstruktur</strong></p>
<p>In den meisten Supply Chains bestimmen ein oder zwei dominante Unternehmen maßgeblich den Aufbau und das Management der Supply Chains. Die Art, wie diese (Macht)Stellung genutzt wird, hat nachhaltigen Einfluss auf die <strong>Gestalt und Funktionsfähigkeit der Supply Chains</strong>. Zwar kann ein gewisses Maß an Machtausübung die Entwicklung und Durchsetzung der Gesamtstrategie der Supply Chain durchaus fördern, eine erzwungene Koordination führt jedoch häufig zu Ausstiegsbestrebungen anderer Unternehmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Unternehmenskultur</strong></p>
<p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Koordination zwischen den einzelnen Unternehmen der Supply Chain ist eine <strong>weitgehende Übereinstimmung der Unternehmenskulturen</strong>. Eine gewisse Annäherung von individuellen und organisationalen Verhaltensweisen ist für eine unternehmensübergreifende Integration in einem gewissen Ausmaß erforderlich, erweist sich in der Praxis aber als sehr zeitaufwendig und ist nur schwer zu realisieren.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains</h2>
<p>Für die Erklärung des Entstehens von interorganisationalen Beziehungen werden insbesondere zwei theoretische Ansätze &#8211; die <strong>Transaktionskosten-Theorie</strong> sowie der <strong>Ressourcenbasierte Ansatz</strong> &#8211; herangezogen. Da es sich bei einer Supply Chain um eine Kooperation verschiedener Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette handelt, spielen diese Ansätze auch im Zusammenhang mit der Evolution von Supply Chains eine große Rolle.</p>
<ul>
<li>
<p>Mit dem <strong>Transaktionskostenansatz</strong> werden unterschiedliche institutionelle Regelungen zur Koordination ökonomischer Aktivitäten erklärt. <strong>Analyseeinheit</strong> sind hierbei einzelne Transaktionen, die den Prozess der Anbahnung, Vereinbarung, Kontrolle und Anpassung des physischen Güteraustausches umfassen. Ziel hierbei ist es, die bei der Transaktion anfallenden Kosten durch Wahl einer geeigneten Organisationsform zu minimieren. </p>
<p>Zentrale Determinanten der Transaktionskosten sind die <strong>Spezifität einer Transaktion</strong> und der <strong>Unsicherheitsgrad</strong>, wobei angenommen wird, dass sowohl begrenzte Rationalität als auch opportunistisches Verhalten des Menschen vorliegt. Die marktliche Koordination ist bei einer niedrigen Spezifität und einem geringen Unsicherheitsgrad am effizientesten. Ein Standardprodukt (mit geringer Spezifität) wird man daher in der Regel über den Markt beziehen. Liegt dagegen eine hohe Spezifität und große Unsicherheit vor, erscheint eine hierarchische Koordination vorteilhaft. </p>
<p>Kooperationsformen wie die Supply Chain waren zunächst insbesondere dann effizient, wenn eine mittlere Ausprägung der Kosteneinflussgrößen Spezifität und Unsicherheit vorlag. Mittlerweise können durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie in einer Supply Chain allerdings auch spezifischere und durch höhere Unsicherheit gekennzeichnete Leistungen erbracht werden.</p>
</li>
<li>
<p>Der <strong>Ansatz der Kernkompetenzen</strong> (Ressourcenbasierter Ansatz) stellt die Produktionskosten in den Mittelpunkt der Betrachtung. Wettbewerbsvorteile entstehen durch permanentes Erwerben, Entwickeln und Erhalten von Ressourcen und den damit verbundenen <strong>Aufbau von Kernkompetenzen</strong>. Das Ziel liegt in der Optimierung der Leistungstiefe, einer Erhöhung der Flexibilität und Innovationsfähigkeit sowie der Realisierung von <strong>&#8222;economies of scale&#8220;</strong>.</p>
<p>Für die Leistungserstellung sind jedoch neben den Kernkompetenzen auch <strong>Komplementärkompetenzen</strong> erforderlich. Supply Chain-Partnerschaften schaffen in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, die <strong>Komplementärkompetenzen</strong> der Partner zu nutzen, ohne sie im eigenen Unternehmen aufbauen zu müssen, und gleichzeitig durch gemeinsames Lernen zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. </p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><span class="stw_verweise_stichwort_text">Customer Relationship Management</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Efficient Consumer Response" href="/controlling/228925"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Efficient Consumer Response</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bottom-up-Planung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Top-down-Planung" href="/controlling/232540"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Top-down-Planung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Information" href="/controlling/238408"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Information</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Informationsbedarf</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktplanung" href="/controlling/240537"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Warenwirtschaftssystem" href="/controlling/251319"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Warenwirtschaftssystem</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wettbewerbsanalyse</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/wettbewerbsanalyse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>WettbewerbsanalyseInhaltsübersicht1.Überblick2.Abstimmung der Einzelinstrumente1. ÜberblickBei der Wettbewerbsanalyse handelt es sich um ein Instrument der strategischen Marketingplanung, das der Erhebung von Informationen über die wesentlichen Einflussfaktoren der Branche (Branchenanalyse) und der Wettbewerbssituation auf den Märkten dient (Konkurrenzanalyse). Eine umfassende Wettbewerbsanalyse setzt sich aus folgenden Einzelanalysen zusammen:Analyse der KonkurrenzsituationAnalyse der WettbewerbsstrukturAnalyse der MarktsituationDie Konkurrenzanalyse bezieht sich nicht nur  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Wettbewerbsanalyse</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Abstimmung der Einzelinstrumente</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Bei der Wettbewerbsanalyse handelt es sich um ein Instrument der strategischen Marketingplanung, das der Erhebung von Informationen über die wesentlichen Einflussfaktoren der Branche (Branchenanalyse) und der Wettbewerbssituation auf den Märkten dient (Konkurrenzanalyse). Eine umfassende Wettbewerbsanalyse setzt sich aus folgenden Einzelanalysen zusammen:</p>
<ul>
<li>
<p>Analyse der Konkurrenzsituation</p>
</li>
<li>
<p>Analyse der Wettbewerbsstruktur</p>
</li>
<li>
<p>Analyse der Marktsituation</p>
</li>
</ul>
<p>Die <strong>Konkurrenzanalyse</strong> bezieht sich nicht nur auf die gegenwärtigen Konkurrenten, sondern auch auf die potenzielle Konkurrenz. Hierbei sind solche Informationen von besonderem Interesse, die eine Beurteilung der gegenwärtigen Strategien der Konkurrenten, ihrer Stärken und Schwächen und ihrer Positionierung ermöglichen. Folgende Informationen sind daher im Allgemeinen Gegenstand einer strukturierten Konkurrenzanalyse:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Produktbezogene Informationen</strong> wie zum Beispiel über Produkteigenschaften und Produktimage im Vergleich zum eigenen Produkt etc.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Abnehmerbezogene Informationen</strong> wie zum Beispiel über die Kundenstruktur der Konkurrenten oder über die Möglichkeiten der Marktnischenbesetzung</p>
</li>
<li>
<p><strong>Aktivitätsbezogene Informationen</strong> wie zum Beispiel zur Preispolitik oder Kommunikationspolitik, zu Neuprodukteinführungen, zu Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten oder zu den Vertriebsstrategien der Konkurrenz</p>
</li>
</ul>
<p>Gegenstand der <strong>Wettbewerbsstrukturanalyse</strong> sind Analysen zu den gegenwärtigen und potenziellen Mitbewerbern, Abnehmern und Lieferanten, die in die Wettbewerbssituationen auf den relevanten Märkten eingreifen bzw. eingreifen können. Zur Durchführung der Wettbewerbsstrukturanalyse wird häufig ein dreistufiges Verfahren zur Informationsgewinnung angewandt:</p>
<ol>
<li>
<p>Gewinnung von Informationen über die Stellung des eigenen Unternehmens innerhalb der Branche unter Berücksichtigung branchenspezifischer Faktoren</p>
</li>
<li>
<p>Gewinnung von Informationen über die aktuellen und strukturellen Wettbewerbskomponenten</p>
</li>
<li>
<p>Gewinnung von Informationen über die Festigkeit bestehender Wettbewerbsstrukturen zum Beispiel hinsichtlich möglicher Strategieziele von Wettbewerbern</p>
</li>
</ol>
<p>Ob solche Informationen auf direktem Weg generiert werden können, ist branchen- und unternehmensspezifisch unterschiedlich. Häufig ist jedoch nur eine <strong>indirekte Informationsgewinnung</strong> über langfristige Beobachtung zum Beispiel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, der Neuprodukteeinführung oder der Verkaufsargumentation möglich. Als Hauptinformationsquellen kommen dann vor allem</p>
<ul>
<li>
<p>Branchenstudien von Wertpapier- und Unternehmensberatungen, </p>
</li>
<li>
<p>Clearing-Stellen der Branchen- und Wirtschaftsverbände, </p>
</li>
<li>
<p>Handels- und Branchenzeitungen, </p>
</li>
<li>
<p>die Wirtschaftspresse, </p>
</li>
<li>
<p>Berichterstattungen von Hauptversammlungen der Konkurrenten, </p>
</li>
<li>
<p>Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes (insbesondere die Sonderstatistiken für Industriezweige) oder die </p>
</li>
<li>
<p>Tagespresse</p>
</li>
</ul>
<p>in Betracht. Informationen zur Wettbewerbsstrukturanalyse können damit nicht durch einmalige Erhebungen, sondern nur durch permanente Informationsgewinnung und laufende Kunden- bzw. Konkurrenzanalysen gewonnen werden.</p>
<p>Die Konkurrenz- und Wettbewerbsstrukturanalyse wird durch die <strong>Marktanalyse</strong> ergänzt, bei der es hauptsächlich um die Gewinnung von Informationen über die Marktposition des eigenen Unternehmens geht. Hierzu gehören Informationen über die bisherige Entwicklung des Unternehmens und über die für den Planungszeitraum zu erwartenden Veränderungen bezüglich des Marktvolumens, des Marktwachstums, der Preise und der Ausgestaltung der Marketing-Instrumente. Die Hauptaufgabe der Marktanalyse besteht darin, rechtzeitig Schwerpunktveränderungen für bestimmte Produkte zu erkennen und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die langfristige Absatz- und Unternehmensentwicklung zu beurteilen. Zu diesem Zweck stellt die Marktanalyse nicht zuletzt auf solche kaufverhaltensorientierten Informationen ab, die die Verteilung der Marktanteile beeinflussen. Hierzu zählen zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>
<p>sozio-ökonomische Kriterien wie zum Beispiel das Alter oder Einkommen</p>
</li>
<li>
<p>geografische Kriterien wie zum Beispiel die Region oder das Klima</p>
</li>
<li>
<p>psychografische Kriterien wie Einstellung oder Motivation</p>
</li>
<li>
<p>Kaufverhaltenskriterien wie Reaktionen der Käufer auf Marketing-Mix-Instrumente, Markt- und Medientreue, Informationen über die aktuelle und mögliche Kundenstruktur etc.</p>
</li>
</ul>
<p>Diese Informationen werden ergänzt durch Zeitreihenbetrachtungen eigener Umsatz- und Vertriebsstatistiken, sodass sich ein Eindruck darüber gewinnen lässt, inwieweit attraktive Kundengruppen mit dem Produkt angesprochen werden, wie sich deren Anteil an den Gesamtkunden entwickelt hat oder ob zu wenig Marktsegmente mit hohen Wachstumsraten von den eigenen Produkten besetzt sind.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Abstimmung der Einzelinstrumente</h2>
<p>Ob und in welcher Form die einzelnen Instrumente der Wettbewerbsanalyse kombiniert eingesetzt werden sollten, ist in Abhängigkeit von den jeweiligen Marketing-Entscheidungen festzulegen. Angesichts der steigenden Bedeutung der Wettbewerbsanalyse für solche Entscheidungen sollte immer eine zielgerichtete Auswahl und Planung der einzelnen Instrumente vorgenommen werden. Die Auswahl der Informationsquellen wird dabei im Allgemeinen in Abstimmung mit dem Marketing-Controlling vorgenommen. Die Informationsaufbereitung selbst hingegen obliegt allein dem Marketing-Controller, der die verdichteten <a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Informationen</a> dem Marketing und der Geschäftsleitung zur Verfügung stellt.</p>
<p>Für die Auswahl der Informationsquellen und der jeweiligen Beschaffungsinstrumente ist zu beachten, dass sie so ausgewählt werden, dass die Generierung der relevanten Markt- und Wettbewerbsinformationen mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand erfolgen kann. Eine systematische Planung der Wettbewerbsanalyse bezieht sich daher nicht nur auf die Abstimmung der Einzelinstrumente (Konkurrenzanalyse, Wettbewerbsstrukturanalyse, Marktanalyse), sondern auch auf den effizienten Ablauf des Informationsbeschaffungsprozesses. Hierzu sind die benötigten Informationen möglichst exakt zu beschreiben und die Informationsbeschaffung soweit möglich zu standardisieren.</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Risikocontrolling</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/risikocontrolling/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Risikocontrolling1. GrundlagenDas Risikomanagement weist eine deutliche Verzahnung zum Controlling auf, da aus der Notwendigkeit des Aufbaus eines Risikomanagements im Unternehmen zusätzliche neue Aufgaben für ein Risikocontrolling abgeleitet werden können.Von entscheidender Bedeutung ist die Koordinationsfunktion als Kernaufgabe des Risiko-Controllings.Diese umfasst die risikoorientierte Abstimmung von Planungs-, Steuerungs-, Informations-, Kommunikations- und Kontrollsystemen innerhalb des Unternehmens ebenso wie die  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Risikocontrolling</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Grundlagen</h2>
<p>Das <strong>Risikomanagement</strong> weist eine deutliche Verzahnung zum <a class="doklink" title="Controlling" href="/controlling/228666">Controlling</a> auf, da aus der Notwendigkeit des Aufbaus eines Risikomanagements im Unternehmen zusätzliche neue Aufgaben für ein Risikocontrolling abgeleitet werden können.</p>
<p>Von entscheidender Bedeutung ist die Koordinationsfunktion als Kernaufgabe des Risiko-Controllings.</p>
<p>Diese umfasst die risikoorientierte Abstimmung von Planungs-, Steuerungs-, Informations-, Kommunikations- und Kontrollsystemen innerhalb des Unternehmens ebenso wie die permanente aktuelle Anpassung von Zielerreichungsprozessen und Risikostrategien.</p>
<p>Produktions-, Marketing-, Logistik- und Forschungs- sowie Entwicklungs-Controlling bilden dabei die Teilbereiche der gesamten Controllingkonzeption des Unternehmens unter besonderer Berücksichtigung der betrieblichen Risikolage insgesamt und in den einzelnen Funktionsbereichen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Hauptaufgaben</h2>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Entwicklung einheitlicher unternehmensspezifischer Richtlinien, Methoden und Instrumente für das integrierte Risikomanagementsystem,</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Zusammenführung aller abgestimmten Chancen und Risiken für alle Unternehmensbereiche, Feststellung des Risikoausgleichs und der Gesamtrisikola-ge,</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Entwicklung und Steuerung von Riskikoabwehrmaßnahmen,</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>permanente strategische und operative Wirksamkeitskontrolle der umgesetzten Steuerungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen,</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">5.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Ergänzung des betrieblichen Berichtswesens um ein Risikoreporting,</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">6.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung des Risikobewusstseins in allen Teilbereichen des Unternehmens.</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Unterscheidung vom Risikomanagement</h2>
<p><strong>Aufgaben des Risikomangements und des Risikocontrollings</strong></p>
<div class="wide-table">
<table id="frg_tb1" border="0" width="100%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="49%" span="1" />
<col width="1%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<th style="width:49%" id="th1tb1" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Risikomanagement</strong></th>
<td style="width:1%" headers="th1tb1" rowspan="1"> </td>
<th style="width:50%" id="th2tb1" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Risikocontrolling</strong></th>
</tr>
<tr>
<th style="width:49%" headers="th1tb1" id="th3tb1" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Aufgabe des Managements</strong></th>
<td style="width:1%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<th style="width:50%" headers="th2tb1" id="th4tb1" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Aufgabe des Controllings</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Existenzsicherung</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1" valign="top">Entwicklung der entsprechenden Fach- und Methodenkompetenz</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Strategische Risikopositionierung</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1" valign="top">Gewährleistung der Reaktions- und Koordinationsfähigkeit hinsichtlich der jeweiligen Risikosituation</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Integration risikopolitischer Grundsätze im Unternehmen</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1" valign="top">(Weiter-)Entwicklung eines risikoorientierten Instrumentariums</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Aufbau einer Risikokultur</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1" valign="top">Messung, Analyse und Kontrolle der Risiken</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Phasenaufbau des Risikomanagementprozesses</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1" valign="top">Etablierung eines risikoorientierten Berichtswesens</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Organisatorische Implementierung</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1" valign="top">Risikosteuerung</td>
<td style="width:1%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" headers="th2tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Um die Aufgaben des Risikomanagements erfüllen zu können, ist der Aufbau einer Prozessüberwachung aller Phasen des Risikomanagements notwendig.</p>
<p>Bei der Verbindung von Risikostrategie mit der Unternehmenspolitik und der Unternehmensstrategie wird die Koordinationsaufgabe des (Risiko-) Controlling durch Informationssbeschaffung, Planung, Kontrolle und Steuerung deutlich.</p>
<p><strong>Gesamtaufgaben des Risikomanagements (Beispiele)</strong></p>
<table id="frg_tb2" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="40%" span="1" />
<col width="30%" span="1" />
<col width="30%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<th style="width:100%" colspan="3" id="th1tb2" rowspan="1" align="center"><strong>RISIKOIDENTIFIKATION</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:40%" headers="th1tb2" id="th2tb2" rowspan="1"><strong>Risikoart</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th1tb2" id="th3tb2" rowspan="1"><strong>Risiko</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th1tb2" id="th4tb2" rowspan="1"><strong>Kriterium</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2 th2tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th3tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th4tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2 th2tb2" rowspan="1">Erfolgswirtschaftliches Risiko</td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th3tb2" rowspan="1">Beschaffung</td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th4tb2" rowspan="1">Qualitätsrisiko</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2 th2tb2" rowspan="1">Fianzwirtschaftliches Risiko</td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th3tb2" rowspan="1">Kunde</td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th4tb2" rowspan="1">Zahlungsmoral</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2 th2tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th3tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th4tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb2 th2tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th3tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th1tb2 th4tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:100%" colspan="3" id="th5tb2" rowspan="1" align="center"><strong>RISIKOANALYSE</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:40%" headers="th5tb2" id="th6tb2" rowspan="1"><strong>Ursache/Wirkung</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th5tb2" id="th7tb2" rowspan="1"><strong>Ausmass</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th5tb2" id="th8tb2" rowspan="1"><strong>Risikoklasse</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2 th6tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th7tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th8tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2 th6tb2" rowspan="1">Qualitativ schlechte Ware</td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th7tb2" rowspan="1">Gering</td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th8tb2" rowspan="1">z. B. Klasse 2</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2 th6tb2" rowspan="1">Auswirkungen auf Liquidität</td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th7tb2" rowspan="1">Mittel</td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th8tb2" rowspan="1">z. B. Klasse 4</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2 th6tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th7tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th8tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th5tb2 th6tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th7tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th5tb2 th8tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:100%" colspan="3" id="th9tb2" rowspan="1" align="center"><strong>RISIKOSTEUERUNG</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th9tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:40%" headers="th9tb2" id="th10tb2" rowspan="1" align="center"><strong>Steuerungsinstrument</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th9tb2" id="th11tb2" rowspan="1" align="center"><strong>Verantwortung</strong></th>
<th style="width:30%" headers="th9tb2" id="th12tb2" rowspan="1" align="center"><strong>Massnahme</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th9tb2 th10tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th11tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th12tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th9tb2 th10tb2" rowspan="1">Wareneingangskontrollen</td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th11tb2" rowspan="1">Leiter Beschaffung</td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th12tb2" rowspan="1">Permanente Überwachung</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th9tb2 th10tb2" rowspan="1">Mahnwesen, Factoring</td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th11tb2" rowspan="1">Leiter Rechnungswesen</td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th12tb2" rowspan="1">Permanente Überwachung</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th9tb2 th10tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th11tb2" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" headers="th9tb2 th12tb2" rowspan="1"> </td>
</tr>
</table>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Phasen des Risikomanagements</h2>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/rm2.gif" alt="" /></div>
<p>Das Risikocontrolling beginnt bei der Informationsbeschaffung zur Einteilung der Risikofelder im Unternehmen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Kategorisierung von Risikofeldern</h2>
<table id="frg_tb3" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="49%" span="1" />
<col width="51%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<th style="width:100%" colspan="2" id="th1tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Risikofelder im Unternehmen (A)</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="2" headers="th1tb3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:49%" headers="th1tb3" id="th2tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Externe Risiken</strong></th>
<th style="width:51%" headers="th1tb3" id="th3tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Erfolgswirtschaftliche Risiken</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1"> </td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Wettbewerb</td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Beschaffung</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Technologieentwicklung</td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Transport/Logistik</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Markt/Kundenstruktur</td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Produktion</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Politik/Gesetzgebung</td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Absatz</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th1tb3 th2tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Allgemeine Umwelt</td>
<td style="width:51%" headers="th1tb3 th3tb3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:100%" colspan="2" id="th4tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Risikofelder im Unternehmen (B)</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3" rowspan="1"> </td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:49%" headers="th4tb3" id="th5tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Finanzwirtschaftliche Risiken</strong></th>
<th style="width:51%" headers="th4tb3" id="th6tb3" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Management-Risiken</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3 th5tb3" rowspan="1"> </td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3 th6tb3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3 th5tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten</td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3 th6tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Managementqualität</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3 th5tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Überschuldung</td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3 th6tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Organisationsstruktur</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3 th5tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Liquidität</td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3 th6tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Mitarbeiter</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:49%" headers="th4tb3 th5tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Kundenbonität/Zahlungsmoral</td>
<td style="width:51%" headers="th4tb3 th6tb3" rowspan="1" valign="top">&#8211; Organisationsausstattung</td>
</tr>
</table>
<p>Daran schliesst sich die Planung und Kontrolle von Signalwerten an, sowie die Beobachtung der einzelnen Risikofelder, Erstellung von Abweichungsanalysen und Ursachenanalysen sowie die Entwicklung geeigneter Steuerungsmassnahmen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Zusammenfassung</h2>
<p>Im Ergebnis ist das integrierte Risikomanagement darauf aufgebaut, den gesamten Prozess der Zielermittlung und der Zielerreichung ständig zu überwachen und jederzeit die Risikokontrolle für alle Unternehmensbereiche vorzunehmen.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/rmstruk.gif" alt="" /></div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Operatives Controlling" href="/controlling/231570"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Operatives Controlling</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Strategisches Controlling" href="/controlling/241708"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Strategisches Controlling</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Risk Management" href="/controlling/240679"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Risk Management</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Frühwarnsystem</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Controlling" href="/controlling/228666"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Controlling</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Data Warehouse</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ziele</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/ziele/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ZieleZiele sind eine wichtige Grundlage des Controlling: Sich ausdrücklich Ziele zu setzen bedeutet, das Erreichte immer mit dem angestrebten Ziel vergleichen zu können, sodass sich der eingeschlagene Kurs korrigieren lässt. Es muss dabei zwischen übergeordneten oder strategischen Zielen (strategisches Controlling) und operativen Zielen oder Teilzielen (operatives Controlling) unterschieden werden:Strategische Ziele beziehen sich auf die längerfristige  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Ziele</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Ziele sind eine wichtige Grundlage des Controlling: Sich ausdrücklich Ziele zu setzen bedeutet, das Erreichte immer mit dem angestrebten Ziel vergleichen zu können, sodass sich der eingeschlagene Kurs korrigieren lässt. Es muss dabei zwischen übergeordneten oder strategischen Zielen (<a class="doklink" title="Strategisches Controlling" href="/controlling/241708">strategisches Controlling</a>) und operativen Zielen oder Teilzielen (<a class="doklink" title="Operatives Controlling" href="/controlling/231570">operatives Controlling</a>) unterschieden werden:</p>
<p><strong>Strategische Ziele</strong> beziehen sich auf die längerfristige Ausrichtung (Marktanteil, Produktpalette, Unternehmensgröße usw.); <strong>operative Ziele</strong> bezeichnen (zumeist quantifizierbare) Etappen auf dem Weg zum übergeordneten Ziel (z.B. Umsatz, Gewinn, Höhe der Kosten, Auslastung).</p>
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		<item>
		<title>Kontingenzplanung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/kontingenzplanung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/controlling/kontingenzplanung/</guid>

					<description><![CDATA[<p>KontingenzplanungInhaltsübersicht1.Überblick2.Planungsprozess2.1Bestimmung der zu untersuchenden Ereignisse2.2Entwicklung von Abwehr- und Anpassungsstrategien2.3Beurteilungsphase3.Realisationsprozess1. ÜberblickDie Kontingenzplanung erfasst Ereignisse, die wegen ihrer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit zwar nicht Gegenstand der Basisplanung sind, jedoch auf Grund ihrer als bedeutend eingeschätzten Auswirkungen hinsichtlich Chancen und Risiken in der Unternehmensplanung insgesamt berücksichtigt werden sollten. Dementsprechend zeichnet sich die Kontingenzplanung durch folgende Merkmale aus:Die Kontingenzplanung berücksichtigt ungewöhnliche  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/kontingenzplanung/">Kontingenzplanung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Kontingenzplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Planungsprozess</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Bestimmung der zu untersuchenden Ereignisse</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Entwicklung von Abwehr- und Anpassungsstrategien</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.3">Beurteilungsphase</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Realisationsprozess</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Die Kontingenzplanung erfasst Ereignisse, die wegen ihrer <strong>geringen Eintrittswahrscheinlichkeit</strong> zwar <strong>nicht Gegenstand der Basisplanung</strong> sind, jedoch auf Grund ihrer als bedeutend eingeschätzten Auswirkungen hinsichtlich Chancen und Risiken in der Unternehmensplanung insgesamt berücksichtigt werden sollten. Dementsprechend zeichnet sich die Kontingenzplanung durch <strong>folgende Merkmale</strong> aus:</p>
<ul>
<li>
<p>Die Kontingenzplanung berücksichtigt <strong>ungewöhnliche Ereignisse</strong>.</p>
</li>
<li>
<p>Die berücksichtigten Ereignisse zeichnen sich durch eine geringe bis sehr <strong>geringe Eintrittswahrscheinlichkeit</strong> aus.</p>
</li>
<li>
<p>Es handelt sich um Ereignisse, die im Falle des Eintritts von <strong>großer Relevanz</strong> sind.</p>
</li>
<li>
<p>Bei Eintritt der berücksichtigten Ereignisse muss das Unternehmen sehr <strong>schnell reagieren</strong> können.</p>
</li>
</ul>
<p>Die Kontingenzplanung, die vereinzelt auch als Eventualplanung, Schubladenplanung oder Notfallplanung bezeichnet wird, darf nicht mit der <strong>Alternativplanung</strong> verwechselt werden, bei der unterschiedlichePlanvarianten im Rahmen des Entscheidungsprozesses ermittelt werden.</p>
<p>Anders als bei der <strong>flexiblen Planung</strong>, die alle Anpassungen auf Grund geänderter Datenkonstellationen im Basisplan berücksichtigt, tritt der Kontingenzplan bei Eintritt bestimmter Datensituationen an Stelle des bis dahin gültigen Basisplans.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl221.gif" alt="" /></div>
<p>In erster Linie sollen durch die Kontingenzplanung die Mengen an Entscheidungen, die bei Eintritt bestimmter Veränderungen innerhalb kürzester Zeit im Unternehmen zu treffen sind, verringert werden. Durch die gedankliche Vorwegnahme solcher Ereignisse und der Erarbeitung von Handlungsalternativen kann somit schnellstmöglich sowohl auf Gefahren als auch auf Risiken reagiert werden. Durch das Suchen nach unternehmungsexternen und -internen Chancen und Risiken sowie deren Bewertung wird gleichzeitig die Urteilsfähigkeit gegenüber komplexen Sachverhalten gestärkt und die Planung rationell gestaltet.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Planungsprozess</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Bestimmung der zu untersuchenden Ereignisse</h3>
<p>Der schwierigste Teil der Kontingenzplanung besteht in der Identifizierung von zukünftig möglichen Chancen und Risiken. Zur Lösung dieses Kernproblems wird durch Anwendung von <strong>Kreativitätstechniken</strong> oder <strong>Prognosetechniken</strong> (beispielsweise Delphi-Methode oder Portfolioanalyse) eine Stärken- und Schwächenanalyse des Unternehmens erstellt, die sowohl krisen- und chancenreiche Situationen im Unternehmen selber (Unternehmensanalyse) als auch mögliche Einflüsse von außerhalb analysiert. Zur Auffindung von krisen- und chancenreichen Situationen kann man unter Umständen auf Schlüsselgrößen des Basisplans zurückgreifen. Dabei setzt das Erkennen von möglichen zukünftigen, in der Kontingenzplanung zu berücksichtigenden Ereignissen grundsätzlich ein hohes Maß an Marktkenntnis, Sachverstand und Kreativität des Planenden voraus.</p>
<p>Neben der Eintrittswahrscheinlichkeit sollten vor allem das Ausmaß der Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse und die zur Verfügung stehende Reaktionszeit nach Eintritt für die Auswahl der zu berücksichtigenden Ereignisse herangezogen werden. Zur Bestimmung der Relevanz von Ereignissen haben sich vor allem <strong>Sensitivitätstechniken</strong> (Sensibilitätsanalyse) und <strong>Simulationen</strong> bewährt, mit denen aufgezeigt werden kann, welche Konsequenzen entstehen würden, wenn das Unternehmen bei Eintritt des betrachteten Vorgangs nicht reagieren würde.</p>
<p>Bei der Auswahl der im Rahmen der Kontingenzplanung zu untersuchenden Ereignisse sollte man sich &#8211; nicht zuletzt aus Gründen der Wirtschaftlichkeit &#8211; auf die besonders kritischen Ereignisse beschränken. Einige Autoren empfehlen hierzu, auf keinen Fall mehr als sechs mögliche Vorkommnisse näher zu untersuchen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Entwicklung von Abwehr- und Anpassungsstrategien</h3>
<p>In der nächsten Phase des Planungsprozesses sind für die ausgewählten Ereignisse <strong>Abwehr- und Anpassungsstrategien</strong> zu entwickeln. Diese können einerseits darauf hinauslaufen, den ursprünglichen Basisplan nach Abschluss der durch die Kontingenzplanung beherrschten Zeitspanne wieder verwirklichen zu können, andererseits aber auch zum Ziel haben, nach Eintritt des Ereignisses einen gewissen Zeitraum optimal zu überbrücken, um einen neuen Basisplan zu entwickeln.</p>
<p>Zur Darstellung von bedingten Reaktionen auf bestimmte Ereignisse und den sich daran anschließenden möglichen Entwicklungen eignet sich besonders die <strong>Entscheidungsbaumtechnik</strong>.</p>
<p>Bezogen auf die Reaktionszeit sind die Abwehr- und Anpassungsstrategien ausreichend detailliert zu formulieren. Tendenziell verhält sich hierbei die Reaktionszeit auf ein eingetretenes Ereignis und der Detailliertheitsgrad des Kontingenzplanes umgekehrt proportional. Erfordert ein bestimmtes Ereignis eine sofortige Reaktion, ist dementsprechend ein großer Detaillierungsgrad erforderlich, und umgekehrt.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Beurteilungsphase</h3>
<p>Der Einsatz von Kontingenzplänen ist unter Umständen mit nicht unerheblichen Investitionen verbunden. Zur Beurteilung, welche Kontingenzpläne bereitgehalten werden sollen, können allgemeine <strong>Planungstechniken</strong> verwendet werden (beispielsweise Nutzwertanalyse). Bei der Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen sind auch mögliche <strong>Reaktionen der Konkurrenz</strong> (Konkurrenzanalyse) zu berücksichtigen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Realisationsprozess</h2>
<p>Nach Festlegung der Abwehr- und Anpassungsstrategien sind für jeden Kontingenzplan konkrete Vorgehensweisen festzulegen. Der Detaillierungsgrad dieses Prozesses ist wiederum abhängig von der möglichen Reaktionszeit. Darüber hinaus sind Interventionspunkte zu fixieren, bei deren Erreichen oder Überschreiten der Kontingenzplan eingesetzt werden soll. Um die erforderlichen Informationen möglichst frühzeitig zu erhalten, ist im Allgemeinen die Installation eines Frühwarnsystems erforderlich.</p>
<p>Im nächsten Schritt sind die Personen zu bestimmen, die die relevanten Informationen aufnehmen und an den Personenkreis weiterleiten, der über die Aktivierung von Kontingenzplänen zu befinden hat. Um Verzögerungen in der Realisationsphase zu vermeiden, sollten Personen, die an der Erstellung des Basisplans beteiligt waren, nicht an der Erfassung und Weiterleitung dieser Informationen mitwirken.</p>
<p><strong>Unabhängig von ihrer Auslösung</strong> sind Kontingenzpläne regelmäßig im Hinblick auf sich verändernde Strategien und/oder Vorgehensweisen zu überprüfen und gegebenenfalls an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. <strong>Nach erfolgtem Einsatz</strong> eines Kontingenzplanes sind im Rahmen einer Abweichungsanalyse die vorausgesagten Auswirkungen mit den tatsächlich eingetretenen Veränderungen zu vergleichen. Auf Grund des Ereigniseintritts und der festgestellten Abweichungen sind die weiteren, auf Abruf liegenden Kontingenzpläne entsprechend zu korrigieren.</p>
</div>
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		<title>Controller</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ControllerInhaltsübersicht1.Allgemeines2.Aufgaben des Controllers3.Persönliche und fachliche Voraussetzungen des Controllers4.Grundsätze der Arbeit eines Controllers1. AllgemeinesController sind diejenigen Mitarbeiter im Unternehmen, die Controllingfunktionen ausüben (Controlling). Der Controller informiert über das, was ist, vergleicht es mit dem angestrebten Ziel (Soll-Ist-Vergleich) und entwickelt Vorschläge, wie dieses Ziel am besten zu erreichen ist.In größeren Unternehmen gibt es für jeden Bereich einen  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Controller</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Allgemeines</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Aufgaben des Controllers</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Persönliche und fachliche Voraussetzungen des Controllers</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Grundsätze der Arbeit eines Controllers</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Allgemeines</h2>
<p>Controller sind diejenigen <strong>Mitarbeiter im Unternehmen, die Controllingfunktionen ausüben</strong> (<a class="doklink" title="Controlling" href="/controlling/228666">Controlling</a>). Der Controller <strong>informiert</strong> über das, was ist, vergleicht es mit dem angestrebten Ziel (Soll-Ist-Vergleich) und entwickelt Vorschläge, wie dieses Ziel am besten zu erreichen ist.</p>
<p>In größeren Unternehmen gibt es für jeden Bereich einen Controller (z.B. Produktions-Controller). Sie sind meist unmittelbar der Geschäftsleitung unterstellt. In kleinen und mittleren Unternehmen wird diese Funktion häufig von einem Mitarbeiter des Rechnungswesens oder einem Mitglied der Geschäftsleitung wahrgenommen. Letzteres birgt die Gefahr in sich, dass die Interessenkalkulation einseitig erfolgt und die Führungsarbeit im Unternehmen unzureichend selbstkritisch beurteilt wird. Allerdings sollte der Controller in der Unternehmenshierarchie nahe beim Management angesiedelt sein, um im Unternehmen ausreichend ernst genommen zu werden. Insbesondere in Klein- und Mittelbetrieben bietet sich die Möglichkeit an, Externe mit der Controllerfunktion zu betrauen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Aufgaben des Controllers</h2>
<ul>
<li>
<p>wirtschaftliche Beratung und Mitarbeit bei der Zielfindung</p>
</li>
<li>
<p>Beratung und Koordination bei der Planung (Teilpläne)</p>
</li>
<li>
<p>Aufstellen der Gesamtpläne (Ergebnis- und Finanzpläne)</p>
</li>
<li>
<p>Überwachen der Unternehmenssituation und der ziel- und gewinnorientierten Arbeit (Erkennen von Problemursachen)</p>
</li>
<li>
<p>Schaffung und Pflege von Informationssystemen (auch EDV)</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Persönliche und fachliche Voraussetzungen des Controllers</h2>
<ul>
<li>
<p>sehr gute <strong>betriebswirtschaftliche Kenntnisse</strong></p>
</li>
<li>
<p>möglichst langjährige <strong>Berufserfahrung</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>Erfahrung in der Leitung</strong> von Arbeitsgruppen und Besprechungen</p>
</li>
<li>
<p>gute <strong>Kenntnisse und Fähigkeit in</strong><strong>Moderation</strong>: Teamorientierung, sachorientierte Dialogfähigkeit</p>
</li>
<li>
<p><strong>Fähigkeit zur anschaulichen Darstellung von Zusammenhängen</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>soziale und menschliche Kompetenz</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>Überzeugungsfähigkeit</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>Stehvermögen</strong></p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Grundsätze der Arbeit eines Controllers</h2>
<ul>
<li>
<p><strong>Regelmäßigkeit:</strong> Damit Entwicklungen erkannt werden können, müssen die Daten kontinuierlich erfasst werden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Schnelligkeit:</strong> Nur aktuelle Zahlen können Entscheidungen wirksam unterstützen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Kooperation:</strong> Keine Kritik üben, sondern zu Selbstkritik und Handeln anregen.</p>
</li>
<li>
<p>anschauliche und empfängergerechte klare <strong>Darstellung</strong></p>
</li>
<li>
<p><strong>kein übertriebener Perfektionismus:</strong> Es sollten nur die für Unternehmens-entscheidungen wirklich notwendigen Daten erhoben werden <strong>(Lean Controlling)</strong></p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Controlling" href="/controlling/228666"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Controlling</span></a></p>
</div>
</div>
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