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	<title>P / Q Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<description>Oliver Bletgen &#38; Kollegen</description>
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	<title>P / Q Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<item>
		<title>Produktionsrisiken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ProduktionsrisikenInhaltsübersicht1.Begriff2.Maßnahmen zur Risiko-Absicherung3.Produktionsrisiken im Einzelnen3.1Das Investitionsrisiko3.2Das Anlagenausfallrisiko3.3Das Umweltrisiko3.4Das materialwirtschaftliche Risiko3.5Das Personalrisiko3.6Das Ablaufrisiko der Produktion1. BegriffUnternehmerisches Handeln ist mehr oder weniger immer mit gewissen Risiken behaftet. Sie äußern sich in der Gefahr von Fehlentscheidungen, die dazu führen können, dass gesetzte Ziele nicht erreicht werden und/oder Verluste entstehen.Der Risikobegriff wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur sehr unterschiedlich definiert.  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsrisiken/">Produktionsrisiken</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Produktionsrisiken</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Begriff</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Maßnahmen zur Risiko-Absicherung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Produktionsrisiken im Einzelnen</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Das Investitionsrisiko</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Das Anlagenausfallrisiko</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.3">Das Umweltrisiko</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.4">Das materialwirtschaftliche Risiko</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.5</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.5">Das Personalrisiko</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.6</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.6">Das Ablaufrisiko der Produktion</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Begriff</h2>
<p>Unternehmerisches Handeln ist mehr oder weniger immer mit gewissen Risiken behaftet. Sie äußern sich in der <strong>Gefahr von Fehlentscheidungen</strong>, die dazu führen können, dass gesetzte Ziele nicht erreicht werden und/oder Verluste entstehen.</p>
<p>Der <strong>Risikobegriff</strong> wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur sehr unterschiedlich definiert. Hier wird unter Risiko die Gefahr verstanden, dass die gesetzten Unternehmensziele (<a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>) nicht im erwarteten Umfang erreicht werden. Somit bedeutet <strong>Risiko die Gefahr</strong>, dass an Stelle der erwarteten Umweltsituation eine Lage eintritt, in der die Gewinne eine nicht akzeptable Höhe aufweisen oder es zu einer Verlustsituation kommt.</p>
<p>Die mit den einzelnen Risiken verbundenen Schäden treten direkt und indirekt als Verluste auf. <strong>Direkte Schäden</strong> wie Zerstörung oder Beschädigung sind generell versicherbar. Zu den <strong>indirekten, aber versicherbaren Schäden</strong> zählen beispielsweise der Ertragsausfall infolge Betriebsunterbrechung, Haftpflichtforderungen, zusätzliche Lohnkosten, Konventionalstrafen etc. <strong>Nicht versicherbar</strong> sind beispielsweise Verluste von Goodwill, Störungen des Betriebsklimas oder der Verlust von Kunden.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Maßnahmen zur Risiko-Absicherung</h2>
<p>Für einen sachgerechten Umgang mit den unternehmerischen Risiken ist neben der umfassenden Kenntnis aller denkbaren Wagnisarten <strong>(Risiko-Analyse)</strong> vor allem ein ausgeprägtes <strong>Wagnisbewusstsein</strong> der Entscheidungsträger erforderlich <strong>(Risiko-Management)</strong>. Erst nach einer gründlichen Analyse der Probleme, die mit Wagnissen verbunden sind, können Maßnahmen zur Risikohandhabung ergriffen werden.</p>
<p>Bereits in der Planungsphase sind Risikogesichtspunkte zu berücksichtigen. Alle nicht unwesentlichen Dispositionen sind &#8211; beispielsweise durch einen fest installierten <strong>Risiko-Manager</strong> &#8211; auf mögliche Chancen und Risiken zu analysieren (Frühwarnsystem ). Ein Risiko-Management in diesem umfassenden Sinn erfordert die Schaffung einer hierarchisch hoch genug angesiedelten Instanz &#8222;Risiko Manager&#8220;, die</p>
<ul>
<li>
<p>Risiken erkennen, </p>
</li>
<li>
<p>Risiken vermindern oder ausschalten,</p>
</li>
<li>
<p>Risiken bewerten,</p>
</li>
<li>
<p>Risiken (vertraglich) auf Dritte verlagern und </p>
</li>
<li>
<p>Risiken durch entsprechende Versicherungen kontrollieren soll. </p>
</li>
</ul>
<p>Das klassische Instrument zur Berücksichtigung von Risiken ist die Verrechnung von <strong>kalkulatorischen Wagniskosten</strong>. Die nachteiligen Auswirkungen von außergewöhnlichen Ereignissen, die in etwa vorauszusehen waren, belasten hierdurch nicht nur eine einzelne Abrechnungsperiode: Sie verteilen sich möglichst gleichmäßig auf mehrere Perioden, sodass der<strong> Erfolgsausweis</strong> nivelliert wird. Hierbei wird angestrebt, dass die verrechneten Wagniskosten langfristig (über mehrere Rechnungsperioden hinweg) dem tatsächlich eingetretenen ökonomischen Schaden entsprechen.</p>
<p>Bei der <strong>Bemessung der kalkulatorischen Wagniszuschläge</strong> orientiert man sich im Allgemeinen an Vergangenheitswerten. Für die zurückliegenden Perioden werden hierfür Bezugsgrößen gesucht. Diese stehen zu den während dieser Zeit effektiv eingetretenen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Schäden in einer möglichst verursachungsgemäßen Beziehung. Die so bestimmten Relationen werden dann den zukunftsbezogenen Prognosen zu Grunde gelegt. Beispielsweise verrechnet man das <strong>Beständewagnis</strong> als Prozentsatz des durchschnittlichen Lagerbestandes.</p>
<p>Um Risiken auf Dritte abzuwälzen, bietet sich das Instrument der <strong>Fremdversicherung</strong> an. Zu den wichtigsten Versicherungszweigen zählen:</p>
<ul>
<li>
<p>Sachversicherungen </p>
</li>
<li>
<p>Personenversicherungen</p>
</li>
<li>
<p>Versicherungen gegen sonstige Vermögensverluste</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Produktionsrisiken im Einzelnen</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Das Investitionsrisiko</h3>
<p>Investitionsrisiken können als <strong>Erfolgsrisiko</strong> und <strong>Liquiditätsrisiko</strong> mit jeweils betragsmäßigen und/oder zeitlichen Abweichungen auftreten. Die <strong>Ursachen solcher Risiken</strong> finden sich häufig im Gegenstand selbst (beispielsweise Anschaffung einer nicht geeigneten Maschine) oder beruhen auf unrichtigen Zukunftsprognosen. Ansätze und Hilfen zur Risikoreduktion bieten die verschiedenen <strong>Verfahren der</strong><strong>Investitionsrechnung</strong> (Investitionsrechnungsverfahren ).</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Das Anlagenausfallrisiko</h3>
<p>Aus der Unsicherheit über den Zeitpunkt, die Art, das Ausmaß und die Dauer möglicher Anlagenausfälle resultiert das <strong>Anlagenausfallrisiko</strong>. Die Bedeutung dieses Risikos nimmt mit dem Mechanisierungs- bzw. Automatisierungsgrad der Fertigung und der Verkettung von Betriebsmitteln zu (Fertigungsorganisation ). Anlagenausfälle können beispielsweise durch</p>
<ul>
<li>
<p>Verschleiß- und Ermüdungserscheinungen wichtiger Aggregate,</p>
</li>
<li>
<p>nutzungsunabhängige Einflüsse (Korrosion, Verschmutzung etc.), </p>
</li>
<li>
<p>fehlerhafte Nutzung der Anlage,</p>
</li>
<li>
<p>menschliches Versagen, </p>
</li>
<li>
<p>Katastrophen (Feuer, Wasser, Explosion etc.),</p>
</li>
<li>
<p>mutwillige Zerstörung (Sabotage) usw.</p>
</li>
</ul>
<p>hervorgerufen werden. Neben dem erforderlichen Reparaturaufwand führen solche Ausfälle häufig zu erhöhten Ausschussraten, Störungen des Produktionsablaufes, Stillstands- und Wiederanlaufkosten, Verkürzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlage, Schadenersatzforderungen und Konventionalstrafen, Verlust an Goodwill. Risiken dieser Art lassen sich durch folgende Maßnahmen begrenzen:</p>
<p><strong>-Planmäßige Instandhaltung</strong></p>
<p>Zur Vermeidung und Behebung von Zufallsausfällen sind Instandhaltungsmaßnahmen (Inspektion, Wartung, Reparatur etc.) durchzuführen.</p>
<p><strong>-Verrechnung kalkulatorischer Wagniskosten</strong></p>
<p>In ursächlichem Zusammenhang mit einem Anlagenausfall stehen insbesondere Katastrophenwagnisse, Anlagen- und Abschreibungswagnisse, Gewährleistungswagnisse, Entschädigungswagnisse und unter Umständen auch bestimmte Bestände- und Vertriebswagnisse (kalkulatorische Wagniszuschläge). Solchen Wagnissen kann durch Verrechnung von kalkulatorischen Wagniszuschlägen begegnet werden.</p>
<p><strong>-Fremdversicherung</strong></p>
<p>Im Rahmen von Fremdversicherungen können direkte und indirekte (Folge-)Schäden infolge eines Ausfalls des versicherten Anlagenobjektes abgedeckt werden. Nicht versicherbar sind hingegen schwer quantifizierbare Schäden aus Goodwill-Verlusten, Störungen des Betriebsklimas, Verlust von Kunden etc.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.3">3.3 Das Umweltrisiko</h3>
<p>Bedeutende Risikofaktoren im <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a> der Unternehmung werden auch durch Verordnungen und Gesetze zum Schutz der Umwelt geschaffen. Grundsätzlich stellen die durch die Umweltschutzpolitik zusätzlich auftretenden Wagnisse aber <strong>keine neuen Anforderungen</strong> an die bisherige Art der Wagnisbehandlung. Im Einzelnen geht es hierbei um folgende Risiken:</p>
<ul>
<li>
<p>Das <strong>gesetzliche Risiko</strong> resultiert aus möglichen Verstößen gegen umweltschutzrelevante Gesetze. Die Konsequenzen reichen dabei von einfachen Bagatellstrafen bis hin zu Produktionsausfällen durch Betriebsstilllegungen. Neben der gegenwärtigen Rechtslage sind auch Risiken durch künftige Gesetze und Verordnungen zu berücksichtigen.</p>
</li>
<li>
<p>Das <strong>finanzielle Risiko</strong> äußert sich in erster Linie in Verlusten aus Fehlinvestitionen (zum Beispiel Anschaffung von Produktionsanlagen, die erforderliche Auflagen nicht erfüllen).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Marktrisiken</strong> bestehen insbesondere dann, wenn die durch Umweltschutzmaßnahmen bedingten Preiserhöhungen vom Endverbraucher nicht akzeptiert werden oder die Wettbewerber mit weniger umweltfreundlichen Verfahren oder in Gebieten mit geringeren gesetzlichen Auflagen arbeiten und somit Kostenvorteile besitzen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Soziale Risiken</strong> liegen im verspäteten Einsatz gezielter Maßnahmen für den Umweltschutz und dem hiermit unter Umständen verbundenen Produktionsausfall durch Krankheit, Unfälle, Arbeitsunzufriedenheit oder Abwanderung.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.4">3.4 Das materialwirtschaftliche Risiko</h3>
<p>Die Materialwirtschaft hat das Material, das für die Gütererzeugung benötigt wird, in der erforderlichen Menge und Güte zur rechten Zeit am rechten Ort bereitzustellen. Das materialwirtschaftliche Risiko liegt in den <strong>Verlustgefahren bei Nichterfüllung dieser Aufgaben</strong>, wobei die Ursachen hierfür innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu finden sind.</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Externe Ursachen</strong> können beispielsweise aus einer kurzfristigen Bedarfsverschiebung, der Unzuverlässigkeit von Lieferanten in Bezug auf Qualität und Menge oder aus einer allgemeinen Materialverknappung resultieren.</p>
</li>
<li>
<p>Bei <strong>internen Ursachen</strong> handelt es sich primär um unkorrekte Materialbedarfsvorhersagen, den Einsatz ungeeigneter Verfahren zur Bedarfsermittlung und die mangelnde Kontrolle von Lagerbeständen.</p>
</li>
</ul>
<p>Häufig führt eine unsachgemäße Aufgabenerfüllung der Materialwirtschaft zu <strong>Fehlmengenkosten</strong>, die bei Verfügbarkeit der betreffenden Position vermeidbar gewesen wären. Fehlmengenkosten können beispielsweise durch Maschinenstillstände, Notbeschaffungen, entgangene Gewinne, Verlust von Goodwill, Konventionalstrafen etc. entstehen. Sie lassen sich jedoch nach wie vor nur schwer quantifizieren. Weitere Verlustgefahren resultieren aus zu großen Beständen oder zu häufigen Bestellungen.</p>
<p>Der <strong>Gefahr von Fehlmengen</strong> kann folgendermaßen vorgebeugt werden:</p>
<ul>
<li>
<p>durch Führen von Sicherheitsbeständen, </p>
</li>
<li>
<p>Verfahren zur Lieferantenbeurteilung, </p>
</li>
<li>
<p>laufende Kontrolle offener Bestellungen, </p>
</li>
<li>
<p>Anwendung verfeinerter Verfahren der Materialbedarfsvorhersagen, </p>
</li>
<li>
<p>laufende Überwachung der Bestandshöhe und </p>
</li>
<li>
<p>rechtzeitiges Auslösen einer Bestellung bei Erreichen eines Meldebestandes entgegengetreten werden (Beschaffungs-Controlling). </p>
</li>
</ul>
<p>Das <strong>Beständewagnis</strong> kann durch den <strong>Ansatz kalkulatorischer Einzelwagniskosten</strong> berücksichtigt werden. Fremdversicherungen eignen sich zur Deckung des Beständewagnisses im Rahmen der Sachversicherung (Fremdversicherungen liegen dann vor, wenn der Versicherungsnehmer und die versicherte Person nicht identisch sind, der versicherten Person aber die Rechte aus dem Vertrag zustehen). Erweiterte Betriebsunterbrechungsversicherungen können die mit einer Betriebsunterbrechung verbundenen Risiken auffangen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.5">3.5 Das Personalrisiko</h3>
<p>Den Faktor Arbeit betreffende Risiken sind einer Bewertung nur sehr schwer zugänglich. Es gibt hier als externe (zum Beispiel Streik in fremden Betrieben, Krieg, Epidemien etc.) und interne (personal- und personenbezogene) Gefahren auftreten. Je nach Intensität und Zeitdauer kann das personalbedingte Risiko von tragbar bis existenzzerstörend <strong>alle Stufen der Risikopyramide</strong> durchlaufen. Risiken, die durch die Personalgemeinschaft entstehen oder im Individuum begründet sind, können zu Unzufriedenheit, Störung des Betriebsklimas, Fehlzeiten, Unfallneigung, Unter- oder Überforderung, Spezialistentum, Fluktuation, Bedienungsfehler, Sabotage, Führungsschwäche, Streik und vielem mehr führen.</p>
<p>Auf Grund ihres vorwiegend politischen Charakters entziehen sich <strong>externe Risiken</strong> im Allgemeinen der Einflussnahme durch die Unternehmensleitung. Zur Beherrschung <strong>interner Risiken</strong> eignen sich beispielsweise die folgenden Maßnahmen:</p>
<ul>
<li>
<p>Auf- bzw. Ausbau einer über die Risiken informierten Personalwirtschaft</p>
</li>
<li>
<p>Überzeugende und verständlich dargebotene Berücksichtigung von Mitarbeiterinteressen</p>
</li>
<li>
<p>Herstellung eines befriedigenden Betriebsklimas durch entsprechende Arbeitsbedingungen, klare Kompetenzen, überschaubare Lohn- und Gehaltspolitik etc.</p>
</li>
<li>
<p>Eine von den Mitarbeitern nachvollziehbare und vertretbare Einstellung zur Mitbestimmung am Arbeitsplatz</p>
</li>
<li>
<p>Eine nicht durch Feindbilder gekennzeichnete Einstellung zum Tarifvertragspartner</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.6">3.6 Das Ablaufrisiko der Produktion</h3>
<p>Vergleichsweise große Verlustrisiken liegen ferner im Bereich der Ablaufplanung und -steuerung. Neben dem <strong>strategischen Risiko</strong>, das mit einer langfristigen Festlegung auf eine bestimmte Fertigungsorganisation verbunden ist, gibt es zahlreiche Risiken bei der Erstellung des Produktionsplanes und bei der Produktionssteuerung. Risiken dieser Art lassen sich nur bedingt quantifizieren, da sich hier das &#8222;Optimum&#8220; nicht exakt bestimmen lässt und es Zielkonflikte geben kann.</p>
<p><strong>Verlustgefahren</strong> bestehen im Verfehlen der produktionswirtschaftlichen Zielsetzungen (z. B. hohe Kapazitätsauslastung, geringe durchschnittlicher Durchlaufzeiten oder hohe Termintreue). Dies kann unter Umständen zu hohen Stillstandskosten führen (Leerkosten), zu erhöhter Kapitalbindung durch Halbfabrikate, hohen Umrüstkosten, erhöhtem Aufwand für die Produktionssteuerung oder entgangenem Gewinn durch Verlust von Kundenaufträgen als Folge häufiger Terminverzögerungen.</p>
<p>Ob und in welcher Form sich solche Risiken beherrschen lassen, ist hauptsächlich von der Art der <strong>Fertigungsorganisation </strong> abhängig: Während bei Fließfertigung die Probleme der Ablaufsteuerung weit gehend beherrschbar sind, fehlt es bei der Werkstattfertigung an praxistauglichen Verfahren, um ein &#8222;Gesamtoptimum&#8220; der Produktionssteuerung zu erreichen. Generell lassen sich die Verlustgefahren nur durch ursachenbezogene koordinierte Einzelmaßnahmen und durch geeignete Planungsverfahren abwenden. Ein guter Informationsstand ist hier Voraussetzung (Planung ).</p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Produktionscontrolling</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionscontrolling/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ProduktionscontrollingDie Produktionswirtschaft ist der Unternehmensbereich der betrieblichen Leistungserstellung. Es kann dabei um die Gewinnung von Rohstoffen, die Herstellung von Erzeugnissen oder die Verrichtung von Dienstleistungen gehen. Die Produktion umfasst im Allgemeinen folgende Phasen:Planung (Planung bezüglich der Produktgestaltung, des Produktionsprogramms und der ProduktionsgestaltungRealisierungsphase durch ProduktionserstellungProduktionskontrolleDas Produktionscontrolling hat hohe Bedeutung, da andere Controlling-Bereiche wie das Beschaffungscontrolling und  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Produktionscontrolling</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Die Produktionswirtschaft ist der Unternehmensbereich der betrieblichen Leistungserstellung. Es kann dabei um die Gewinnung von Rohstoffen, die Herstellung von Erzeugnissen oder die Verrichtung von Dienstleistungen gehen. Die Produktion umfasst im Allgemeinen folgende Phasen:</p>
<ol>
<li>
<p>Planung (Planung bezüglich der Produktgestaltung, des Produktionsprogramms und der Produktionsgestaltung</p>
</li>
<li>
<p>Realisierungsphase durch Produktionserstellung</p>
</li>
<li>
<p>Produktionskontrolle</p>
</li>
</ol>
<p>Das Produktionscontrolling hat hohe Bedeutung, da andere Controlling-Bereiche wie das Beschaffungscontrolling und das Marketingcontrolling darauf aufbauen.</p>
<p><strong> Produktionscontrolling verfolgt u. a. folgende Ziele:</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Standardisierung von Erzeugnissen</p>
</li>
<li>
<p>Verringerung der Fertigungstiefe</p>
</li>
<li>
<p>Optimierung der Art der Fertigungsverfahren</p>
</li>
<li>
<p>Ausschussminimimierung</p>
</li>
<li>
<p>Rationalisierung</p>
</li>
<li>
<p>Kapazitätsauslastung</p>
</li>
</ul>
<p>Das Produktionscontrolling bezieht sich primär auf die Absatzplanung, Fertigungslagerbestandsangaben, Daten über personelle und technische Kapazitäten sowie deren Auslastung. Wesentlich ist hierbei die Produktivitätsplanung. Anhand von Produktivitätsrechnungen werden Zielvorgaben entwickelt. Von Bedeutung sind Maßnahmen zur Bestandsreduzierung mittels Investitionen zur Engpassbeseitigung, Losgrößenmaximierung, Minimierung des Materialeinsatzes, zur Steigerung der Materialumlaufgeschwindigkeiten und für höhere Kapazitätsauslastungen.</p>
<ul>
<li>
<p>Kostenstellenbezogene Soll/ist-Abweichungsanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Nutzen/Leerkostenanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Betriebsbereitschaftsgradorientierte Kostenanalyse</p>
</li>
<li>
<p> Betriebsunterbrechungs-Risiko-Analyse</p>
</li>
</ul>
<p>Die Produktion in Verbindung mit Forschung und Entwicklung bestimmt in hohem Maße das <strong>Innovationspotenzial</strong> und dient folglich der <strong>langfristigen Wettbewerbsfähigkeit</strong> eines Unternehmens.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Controlling" href="/controlling/228666"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Controlling</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Controllingobjekte &#8211; Allgemeines</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">F+E-Controlling</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Marketingcontrolling</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Produktionsplanung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsplanung/</link>
					<comments>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsplanung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsplanung/</guid>

					<description><![CDATA[<p>ProduktionsplanungInhaltsübersicht1.Überblick2.Teilbereiche der Produktionsplanung2.1Langfristige Produktionsplanung2.1.1Produktionsprogrammplanung2.1.2Produkt- und Verfahrensforschung2.1.3Ressourcenausstattung2.1.4Basisorganisation für den Produktionsvollzug2.2Kurzfristige Produktionsplanung2.2.1Produktprogramm2.2.2Potentialfaktoreinsatz2.2.3Produktionsterminierung2.2.4Verbrauchsfaktoreinsatz3.Koordination der Teilpläne1. ÜberblickNach einer mehr oder weniger wissenschaftlichen Definition versteht man unter Produktionsplanung "die Entwicklung einer gedanklichen Ordnung (eines Planes) für effizientes Zusammenwirken von Produktionsfaktoren zur Hervorbringung von Produkten unter Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher und technologischer Erkenntnisse sowie wirtschaftlicher Ziele".Produkte können Sachgüter, physische und geistige Dienstleistungen sowie  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Produktionsplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Teilbereiche der Produktionsplanung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Langfristige Produktionsplanung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1.1">Produktionsprogrammplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1.2">Produkt- und Verfahrensforschung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1.3">Ressourcenausstattung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1.4">Basisorganisation für den Produktionsvollzug</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Kurzfristige Produktionsplanung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2.1">Produktprogramm</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2.2">Potentialfaktoreinsatz</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2.3">Produktionsterminierung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2.4">Verbrauchsfaktoreinsatz</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Koordination der Teilpläne</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Nach einer mehr oder weniger wissenschaftlichen Definition versteht man unter <strong>Produktionsplanung</strong> &#8222;die Entwicklung einer gedanklichen Ordnung (eines Planes) für effizientes Zusammenwirken von Produktionsfaktoren zur Hervorbringung von Produkten unter Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher und technologischer Erkenntnisse sowie wirtschaftlicher Ziele&#8220;.</p>
<p><strong>Produkte</strong> können Sachgüter, physische und geistige Dienstleistungen sowie Energie sein. Im technischen Sinn ist jede mit Arbeits- bzw. Energieaufwand verbundene Verrichtung zur Herstellung und/oder Ortsveränderung von Produkten als Produktion zu betrachten. </p>
<p>Formal eindeutige Faktorkombinationen zur Herstellung von bestimmten Produkten bezeichnet man als Prozesse. Für die Produktion mancher Produktarten gibt es unterschiedliche <strong>Prozesse</strong>, zwischen denen eine Auswahl zu treffen ist. Sofern ein Prozess gleichzeitig zu verschiedenen Produkten führt, spricht man von Kuppelproduktion. </p>
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<p>Die Produktionsplanung bildet ein Zwischenglied zur <a class="doklink" title="Absatzplanung" href="/controlling/407280">Absatzplanung</a> einerseits und zur <strong>Beschaffungsplanung</strong> (Beschaffungs-Controlling) andererseits. Diesen Bereichen übergeordnet ist die Planung des Dispositionsprozesses der Unternehmungsleitung selbst. Gleichrangig nebengeordnet sind die <strong>Finanzplanung</strong> sowie die <strong>Planung aller Hilfsfunktionen</strong> wie Personalverwaltung, Rechnungswesen usw.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Teilbereiche der Produktionsplanung</h2>
<p>Grundlage der Produktionsplanung sind Teilbereiche der <strong>langfristigen Unternehmungsplanung</strong>, wie z.B. die allgemeine Marktausrichtung, mit der die Sachziele der Produktion global bestimmt werden (Wahl der Branche), der Produktionsstandort mit seinen Umweltbedingungen sowie die Leitungsorganisation. Darauf aufbauend sind im engeren Produktionssektor weitere langfristige Entscheidungen zu fällen, die sich auf folgende Gegenstände erstrecken:</p>
<ul>
<li>
<p> Bestimmung der Produktarten und Definition von globalen mengenmäßigen Begrenzungen (Höchst- und/oder Mindestmengen)</p>
</li>
<li>
<p> Bestimmung des Gesamtumfangs der technisch-wirtschaftlichen Forschung sowie die Auswahl von Projekten der Produkt- und Verfahrensforschung</p>
</li>
<li>
<p> Auswahl der Fertigungsverfahren und Festlegung der Kapazitäten der zugehörigen Potentialfaktor-Kombinationen und Betriebe</p>
</li>
<li>
<p> Festlegung der Basisorganisation für den Produktionsvollzug</p>
</li>
</ul>
<p>Innerhalb des Rahmens vollzieht sich die überwiegend ökonomisch ausgerichtete <strong>kurzfristige Produktionsplanung</strong>. Hierzu gehören insbesondere die folgenden Teilaufgaben:</p>
<ul>
<li>
<p> Bestimmung des Produktprogramms, d.h. der in einer bestimmten Periode zu realisierende Qualitätsvarianten und Mengen der Produkte einschließlich zeitlicher Verteilung bzw. Produktreihenfolge und Losgrößen</p>
</li>
<li>
<p> Vorbereitung des Potentialfaktoreinsatzes und Bildung von Arbeitssystemen (AS) durch prozessbedingte Zuordnung von Arbeitskräften zu Produktionsanlagen</p>
</li>
<li>
<p> Zeitliche Abstimmung innerhalb der verfügbaren Betriebszeit zwischen Haupt- und Nebenprozessen (z.B. Umrüsten, Einfahren, Instandhalten etc.)</p>
</li>
<li>
<p> Zuordnung von Aufträgen bzw. einzelnen Arbeitsvorgängen auf die AS innerhalb der betrieblichen Nutzungszeit (Maschinenbelegung und Auftragsterminierung)</p>
</li>
<li>
<p> innerbetriebliche Steuerung und Lagerung von Fertigungsmaterial, Zwischenprodukten und Betriebsstoffen</p>
</li>
<li>
<p> Vorbereitung der Produktionskontrolle</p>
</li>
</ul>
<p>Im Folgenden wird auf diese langfristigen und kurzfristigen Teilaufgaben der Produktionsplanung näher eingegangen.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Langfristige Produktionsplanung</h3>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.1.1">2.1.1 Produktionsprogrammplanung</h4>
<p>Im Vordergrund der langfristigen Planung des Produktionsprogramms steht die <strong>Bestimmung der Produktarten</strong> (<a class="doklink" title="Produktplanung" href="/controlling/240537">Produktplanung</a>). Mit der Wahl der Branche, in der sich eine Unternehmung ansiedelt, werden die qualitativen Grenzen des Produktprogramms abgesteckt. Allerdings lässt sich nur in Ausnahmefällen die qualitative Grundstruktur des Produktprogramms für die gesamte Existenzzeit einer Unternehmung festlegen. Technischer Fortschritt, Bedarfswandlungen bei den Käufern, Veränderungen der Konkurrenzangebote und Wandlungen bei den sonstigen wirtschaftlich bedeutsamen Umweltbedingungen können Anlass zur Neuausrichtung der qualitativen Grundstruktur des Produktprogramms sein (<a class="doklink" title="Produktionsprogrammplanung" href="/controlling/2900630">Produktionsprogrammplanung</a>).</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.1.2">2.1.2 Produkt- und Verfahrensforschung</h4>
<p>Die Planung dieses Teilbereichs der Produktion gehört einerseits zu den risikostärksten, andererseits aber auch zu den erfolgsträchtigsten Aufgaben der Unternehmungsleitung. Ökonomische Einflüsse auf die Forschungsplanung werden von der Höhe des angesetzten finanziellen Budgets je Planungsperiode und von den wirtschaftlichen Entscheidungskriterien ausgeübt, die für die Auswahl der Projekte herangezogen werden.</p>
<p>Häufig wird im <strong>außerökonomischen Entscheidungsraum</strong> bereits eine Budgetaufteilung nach Verfahrens-, Produkt-, Verwendungsforschung und -entwicklung vorgenommen. Die Projektauswahl erfolgt dann nur noch im Rahmen des Teilbudgets, d. h., zum Beispiel das Budget für Produktforschung wird nach vorwiegend ökonomischen Gesichtspunkten auf Projekte der Produktforschung aufgeteilt.</p>
<p>Da Produkte und Verfahren erst nach dem fertigungstechnischen Austesten in die laufende Produktion übernommen werden können, ist es zweckmäßig und gerechtfertigt, diesen Bereich der Produktionsplanung weitgehend isoliert zu behandeln. Entscheidend für die Durchführung ist jedoch, dass von der Unternehmungsleitung Sachziele weitgehend autonom vorgegeben werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.1.3">2.1.3 Ressourcenausstattung</h4>
<p>Nach Bestimmung der längerfristig herzustellenden Güterarten und anzuwendenden Produktionsverfahren ist die Ausstattung mit Produktionsanlagen und Arbeitskräften zu planen (Produktionsanlagenplanung). Neben der Auswahl der Art von Produktionsanlagen (qualitativen Kapazitäten) geht es diesbezüglich vor allem um die Festlegung der Leistungsobergrenzen (quantitativen Kapazitäten) aller Arbeitssysteme.</p>
<p>Qualitative Kapazitäten bestimmen Präzision und Anzahl realisierbarer Werkverrichtungsarten, wobei die Entscheidung zwischen Spezialmaschinen oder Universalmaschinen den Extremfall bilden. Entsprechendes ist im Hinblick auf Ausbildung, Eignung und Anlernprozesse der Arbeitskräfte zu berücksichtigen, da die qualitativen und quantitativen Kapazitäten der Arbeitssysteme aus dem Zusammenwirken von Produktionsanlagen und Arbeitskräften resultieren.</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.1.4">2.1.4 Basisorganisation für den Produktionsvollzug</h4>
<p>Im Rahmen langfristiger Produktionsplanung ist die grundlegende Organisation des Produktionsablaufs festzulegen. Auszugehen ist dabei von der Grundstruktur des Produktprogramms. Weiterhin ist bedeutsam, ob die Produkte, die Produktionsanlagen und/oder die Rohstoffe standortgebunden oder standortungebunden sind (Fertigungsorganisation).</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Kurzfristige Produktionsplanung</h3>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.2.1">2.2.1 Produktprogramm</h4>
<p>Im Rahmen der <strong>kurzfristigen Produktplanung</strong> sind für die jeweils unmittelbar bevorstehenden Planungsperioden &#8211; dabei kann es sich um Quartale und Monate, in der Feinplanung auch um Wochen, Tage, Arbeitsschichten und Stunden handeln &#8211; folgende Einzelgrößen des Produktprogramms vorzugeben:</p>
<ul>
<li>
<p> Die <strong>Qualitätsvarianten</strong> bei Einzelprodukten und Kleinserien</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Gesamtmengen und Losaufteilungen</strong> bei Sorten- und Serienprodukten</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Produkt- bzw. Auftragsreihenfolge</strong> bei nicht gekuppelter Sorten-, Serien- und Einzelfertigung je Produktionsstufe und Arbeitssystem. Hierzu gehört auch die zeitliche Bestimmung von Produktionsbeginn und Produktionsende je Produktart, Los und/oder Auftrag (Auftragsterminierung).</p>
</li>
</ul>
<p>Die kurzfristige Produktprogrammplanung wird im Wesentlichen durch die <a class="doklink" title="Absatzplanung" href="/controlling/407280">Absatzplanung</a> bestimmt, die sich einerseits auf Auftragsbestände, andererseits auf Prognosen über erwartete Absatzmengen je Güterart stützt. </p>
<p>Eine weitere wesentliche Grundlage der Produktprogrammplanung bilden die übrigen Bereiche der Produktionsplanung. Die herstellbaren Güterarten und Gütermengen hängen von der verfügbaren qualitativen und quantitativen Kapazität der vorhandenen Arbeitssysteme ab. Die Bestimmung von Losgrößen und Produktreihenfolgen hängt unmittelbar mit der Aufteilung der vorhandenen AS-Kapazitäten auf die verschiedenen Güterarten, Lose und/oder Aufträge zusammen. Damit wird deutlich, dass Produktprogramm und Produktionsfaktoreinsatzplanung nur bei simultaner Durchführung zu einem Kostenoptimum führen können (Produktionskosten). Da dies wegen des Umfangs und hohen Komplexitätsgrades der Planungsansätze mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand in der Praxis meist nicht erreichbar ist, sollte die Produktprogrammplanung ebenfalls flexibel gehalten und in Schritten der sukzessiven Abstimmung mit dem Absatz- und den übrigen Produktionsplänen vollzogen werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.2.2">2.2.2 Potentialfaktoreinsatz</h4>
<p>Basierend auf den technischen Anforderungen der ausgewählten Produktionsverfahren sind Bereitstellung und Einsatz der Potentialfaktoren (Produktionsanlagen und Arbeitskräfte) zu planen. Da in den meisten Fertigungszweigen die Potentialfaktorkombinationen nicht limitational bestimmt sind, können im Rahmen bestehender Rechtsvorschriften und Grenzen der Technologie quantitative und zeitliche Anpassungen verwirklicht werden, zum Beispiel in Form der Ein- oder Mehrmaschinenbedienung.</p>
<p>Im Rahmen der <strong>Arbeitsvorbereitung</strong> sind für die folgenden Planungsperioden die Arbeitssysteme aus dem verfügbaren Potentialfaktorbestand zu bilden. Hierbei ist von den möglichen Produktionsverfahren und vom Produktprogramm in seiner ersten Fassung auszugehen. Daraus lassen sich die erforderlichen Teilprodukte, Arbeitsverrichtungen und geeigneten Arbeitssysteme bzw. Folgen von zusammenwirkenden Produktionsstufen ableiten. </p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.2.3">2.2.3 Produktionsterminierung</h4>
<p>Die zeitliche Koordinierung aller Teilprozesse und Phasen der Auftragsabwicklung gehört zu den schwierigsten Problemen der Produktionsplanung. Besondere Einflüsse gehen dabei von Störungen bei der Prozessrealisation, Materialzufuhr usw. aus, da sich die zeitlichen Abläufe auf schwer vorhersehbare Weise verändern können. <strong>Betriebswirtschaftliche Planungsmodelle</strong> stehen für diesen Problemkomplex nicht zur Verfügung; die zu erfassenden dynamischen Vorgänge mit zum Teil minimaler zeitlicher Ausdehnung können mithilfe statischer Modellansätze nicht bzw. nur zu sehr groben Näherungslösungen verarbeitet werden (Produktionsterminierung).</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.2.4">2.2.4 Verbrauchsfaktoreinsatz</h4>
<p>Aus dem Produktprogramm und der <strong>geplanten Einsatzweise der Potentialfaktoren</strong> lässt sich der <strong>Bedarf an Verbrauchsfaktoren</strong> grundsätzlich ableiten. Programmbestimmt ist in erster Linie der Bedarf an Fertigungsmaterial (Rohstoffe, Bauteile und Hilfsstoffe). Als sekundärer Einfluss wirkt die Anpassungsart der Arbeitssysteme (etwa die geforderte Leistung oder Intensität) auf den Ausschussanteil oder Materialverbrauch. Der Betriebsstoffbedarf richtet sich nach der geplanten Ausnutzung der Kapazitäten aller Arbeitssysteme sowie besonders nach der Einsatzweise der Potentialfaktoren. Besonders z.B. für den Bedarf an Antriebsenergie für Produktionsanlagen spielt die geforderte Leistung (Intensität) eine ausschlaggebende Rolle.</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Koordination der Teilpläne</h2>
<p>Im Rahmen der Produktionsplanung kommt der Abstimmung und Zusammenfassung der Teilpläne eine große Bedeutung zu. Hier einen Weg zu finden, der Abstimmungsverluste und Reibungen gering hält, bereitet in der Unternehmenspraxis erhebliche Schwierigkeiten. Hinzu kommt in den meisten Fällen ein umfangreicher Änderungsdienst. Zusätzliche Kundenwünsche, die sich auf in Bearbeitung befindliche Aufträge beziehen, Funktionsstörungen an den Fertigungsanlagen, Ausfälle beim Personal, Überschreitungen der Vorgabezeiten bzw. Leistungsschwankungen bei den Arbeitssystemen, Mängel bei der Materialanlieferung usw. erfordern tägliche, schicht- und stundenweise Anpassungen in fast allen behandelten Teilen der Produktionsplanung. </p>
<p>Die Koordination erstreckt sich daher einerseits auf die Zusammenführung der langfristigen und der kurzfristigen Teilpläne. Dies geschieht in der Praxis in der Regel durch das Prinzip der zeitlich revolvierenden Planaufstellung. Andererseits sind im Rahmen der kurzfristigen Planung die verschiedenen Planungsbereiche abzustimmen. </p>
<h3 class="stw_praxistipp_head">Praxistipp:</h3>
<div class="stw_praxistipp">
<p>In der Praxis hat es sich gezeigt, dass grundsätzlich alle Pläne in der Vollzugsphase vom tatsächlichen Produktionsablauf &#8222;überholt&#8220; werden. Dies schlägt sich in Abweichungen zwischen Plan- und Istgrößen nieder oder führt zu Planrevisionen. Damit werden die <strong>Grenzen sukzessiver Planungssysteme mit statischer Grundstruktur</strong> sichtbar. Sie können immer nur unvollkommene Hilfsinstrumente sein, um die dynamisch-interdependenten Abläufe, die den Inhalt einer Industrieunternehmung ausmachen, in Richtung auf die betriebswirtschaftlich ausgerichteten Ziele der Unternehmensleitung zu lenken.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Absatzplanung" href="/controlling/407280"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Absatzplanung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Beschaffungs-Controlling</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Maschinenbelegungsplanung" href="/controlling/3192022"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Maschinenbelegungsplanung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsanlagenplanung</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktionsprogrammplanung" href="/controlling/2900630"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsprogrammplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktionsterminierung" href="/controlling/2900631"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsterminierung</span></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsplanung/">Produktionsplanung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Produktgruppen</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktgruppen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ProduktgruppenUm einen besseren Überblick über den Erfolg verschiedener Bereich zu bekommen, ist es angebracht, für verschiedene Controlling-Instrumente und -Methoden (z.B. Deckungsbeitragsrechnung, Break-Even-Analyse, kurzfristige Erfolgsrechnung) vergleichbare Produkte mit ähnlicher Kostenstruktur zu größeren Produktgruppen zusammenzufassen.</p>
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<h1 class="stw_titel">Produktgruppen</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Um einen besseren Überblick über den Erfolg verschiedener Bereich zu bekommen, ist es angebracht, für verschiedene Controlling-Instrumente und -Methoden (z.B. Deckungsbeitragsrechnung, Break-Even-Analyse, kurzfristige Erfolgsrechnung) vergleichbare Produkte mit ähnlicher Kostenstruktur zu größeren Produktgruppen zusammenzufassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktgruppen/">Produktgruppen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Personalcontrolling</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>PersonalcontrollingAnders als in anderen Bereichen (Kosten-Controlling, Logistik-Controlling, Beschaffungs-Controlling etc.) lässt sich der Controlling-Gedanke nicht einfach auf den Personalbereich ausdehnen. Es kommt vielmehr darauf an, die spezifischen Problemstellungen im Personalbereich mit den Instrumenten des Controllers in Einklang zu bringen. Dementsprechend soll das Personal-Controlling in erster Linie den Personalaspekt als einen der wichtigsten unternehmerischen Gestaltungsfaktoren transparent und  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Personalcontrolling</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Anders als in anderen Bereichen (Kosten-Controlling, Logistik-Controlling, Beschaffungs-Controlling etc.) lässt sich der Controlling-Gedanke nicht einfach auf den Personalbereich ausdehnen. Es kommt vielmehr darauf an, die <strong>spezifischen Problemstellungen im Personalbereich</strong> mit den <strong>Instrumenten des Controllers</strong> in Einklang zu bringen. </p>
<p>Dementsprechend soll das Personal-Controlling in erster Linie den Personalaspekt als einen der wichtigsten unternehmerischen Gestaltungsfaktoren transparent und überschaubar machen, um die Effizienz der betrieblichen Abläufe zu erhöhen.</p>
<p>Als besonderes Kennzeichen des Personal-Controlling lässt sich herausstellen, dass es <strong>nicht nur überwiegend mit quantitativen Kosten- und Leistungsdaten</strong>, sondern auch mit <strong>qualitativen Planungs- und Kontrollverfahren</strong> arbeiten muss. Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterbefragungen, diverse Assessmentverfahren, Potenzialanalysen etc. liefern wichtige Erkenntnisse über personalwirtschaftliche Erfolgsfaktoren (Leistungsfähigkeit, Motivation, Betriebsklima etc.), die sich durch quantitative Analysen kaum gewinnen lassen. </p>
<p>Weitere Besonderheiten ergeben sich bei der <strong>Personalkostenplanung</strong> und der <strong>laufenden Abweichungsanalyse</strong>. So ist eine <strong>einfache Planung auf Kostenstellenebene</strong> (Kostenstelle) für Personalkosten in der Regel nur wenig geeignet. Schwierigkeiten treten oft schon mit dem planbaren Volumen auf (Personalbedarfsermittlung). Ferner müssen die <strong>Kostenarten der Buchhaltung</strong> auf brauchbare <strong>Unterkostenarten des Personalwesens</strong> heruntergebrochen werden (Kostenart). Ziel dabei ist es, Einheiten zu schaffen, die nach allem Ermessen einigermaßen stabil planbar sind. </p>
<p>Häufig ist dies nicht die einzelne Stelle, sondern eine <strong>Stellengruppe</strong>, die nicht unbedingt mit organisatorischen Einheiten oder gar Kostenstellen des Unternehmens identisch sein muss.</p>
<p>In der Personalplanung fällt der <strong>Festlegung der Planungseinheiten</strong> somit eine sehr gewichtige Bedeutung zu. Neben der <strong>Planungssicherheit</strong> ist dabei der <strong>Planungsaufwand</strong> ein bedeutendes Kriterium, da auch dieser zu optimieren ist. Man könnte sonst auf die Idee kommen, tatsächlich jede einzelne Stelle zu planen. Dies ist abgesehen vom öffentlichen Dienst, wo es ohne Rücksicht auf den Aufwand um die Einhaltung der Haushaltsgesetze geht, in der Praxis aber wohl kaum sinnvoll. In der Schaffung der <strong>prognostizierbaren Planungseinheiten</strong> liegt somit eine notwendige Grundfunktion der Personalkostenplanung, die nur mit einschlägiger Erfahrung zu leisten ist.</p>
<p>Nach dem Planungsprozess sind für die <strong>Abweichungsanalysen</strong> die erforderlichen Strukturen vorhanden, sodass das Abrechnungssystem die erforderlichen Informationen (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Information</a>, Informationsbedarf) &#8211; gegebenenfalls ergänzt um Daten aus <strong>nicht integrierten Systemen</strong> wie der Reisekostenabrechnung &#8211; liefern kann. Dennoch ist für die <strong>Aufwandüberwachung</strong> ein nicht unerhebliches personalspezifisches Know-how erforderlich. </p>
<p>Insbesondere zum <strong>Verständnis der Kostenabweichungen</strong> bei Leistungslöhnen, Mehrarbeit, Zuschlägen und Sonderzahlungen gehört ein entsprechendes Wissen, sodass zumindest bei größeren Personalabteilungen spezialisierte <strong>Personal-Controller</strong> zwingend erforderlich sind.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalbestands-Controlling</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalentwicklungs-Controlling</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Wertorientiertes Personal-Controlling" href="/controlling/282249"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Wertorientiertes Personal-Controlling</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 2. Definition</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 3. Aufgaben</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 4. Ebenen</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 5. Methoden</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 6. Funktionen</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 7. Organisatorische Einbindung</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalcontrolling &#8211; 8. Instrumente</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Patentmanagement</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/patentmanagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/controlling/patentmanagement/</guid>

					<description><![CDATA[<p>PatentmanagementInhaltsübersicht1.Überblick2.Patentportfolio-Analyse als Instrument des Patentmanagements3.Aufgabenbereiche des Patentmanagements3.1Patentmanagement auf der Ebene des Gesamtunternehmens3.2Patentmanagement für Teilbereiche der Unternehmensaktivität3.3Patentmanagement für einzelne technische Neuheiten4.Organisatorische Verankerung des Patentmanagements1. ÜberblickSchon länger greifen Unternehmen auf Patente zurück, um ihre technischen Neuheiten, die oftmals die Resultate langwieriger und kostspieliger F&amp;E-Prozesse sind, zu schützen. Um die mannigfaltigen Vorteile von Patenten auf effiziente Weise realisieren  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Patentmanagement</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Patentportfolio-Analyse als Instrument des Patentmanagements</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Aufgabenbereiche des Patentmanagements</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Patentmanagement auf der Ebene des Gesamtunternehmens</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Patentmanagement für Teilbereiche der Unternehmensaktivität</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.3">Patentmanagement für einzelne technische Neuheiten</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Organisatorische Verankerung des Patentmanagements</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Schon länger greifen Unternehmen auf Patente zurück, um ihre technischen Neuheiten, die oftmals die Resultate langwieriger und kostspieliger F&amp;E-Prozesse sind, zu schützen. Um die mannigfaltigen <strong>Vorteile von Patenten</strong> auf effiziente Weise realisieren zu können, bedarf es im Unternehmen eines systematisch angelegten <strong>Patentmanagements</strong>.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Patente werden für Erfindungen erteilt, die neu und gewerblich verwertbar sind. Das Patent verleiht seinem Inhaber das Recht, über seine Erfindung zu verfügen und Dritten die Nutzung der geschützten Erfindung zu verbieten. Der Inhaber des Patentes kann die Erfindung selbst anwenden oder Lizenzen vergeben. Das Patent schafft einen monopolähnlichen Schutz, und das bis zu 20 Jahre lang. Allerdings schützt ein Patent nur vor Nachahmern &#8211; einen finanziellen Gewinn kann es nicht garantieren, denn um die Verwertung eines Patents muss sich der Inhaber selbst kümmern.</p>
</div>
<p>Zu den wesentlichen <strong>Aufgaben des Patentmanagements</strong> gehört es, die patentbezogenen Erfolgsvoraussetzungen eines Unternehmens zielorientiert zu formen und auszuschöpfen. Dies beinhaltet eine <strong>aktive</strong> (auf die eigenen Schutzrechte bezogene) und <strong>reaktive</strong> (die Schutzrechte Dritter betreffende) Patentpolitik. </p>
<ul>
<li>
<p>Im Rahmen der <strong>aktiven Patentpolitik</strong> geht es einerseits im Rahmen einer Prävention darum, für die eigenen Erfindungen Schutzpositionen zu schaffen, um deren Vorteile zu sichern und Störungen der Unternehmenspolitik zu vermeiden. Andererseits ist die aktive Patentpolitik bestrebt, eigene Schutzpositionen zu behaupten. Hierzu gehört, Patente gegen Einsprüche Dritter zu verteidigen und unberechtigte Nachahmungen der Erfindung offensiv zu bekämpfen. </p>
</li>
<li>
<p>Im Rahmen einer <strong>reaktiven Patentpolitik</strong> können offensive Maßnahmen auch auf fremde Schutzrechte gerichtet sein, die vernichtet oder eingeschränkt werden sollen. Ferner zielt die reaktive Patentpolitik auf Prävention, wenn sich z.B. zeigt, dass Wettbewerbsprodukte einen geplanten eigenen Vorstoß verhindern und deren Beseitigung beabsichtigt wird.</p>
</li>
</ul>
<p>Die Patentpolitik erfordert vielfältige <a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Informationen</a> über Schutzrechte in verschiedenen technologischen Sektoren, maßgebliche Akteure oder auch den Stand der Technik einer Erfindung. Die diesbezüglich einsetzbaren Patentrecherchen stellen in informatorischer Hinsicht das wesentliche methodische Handwerkszeug des Patentmanagements dar.</p>
<p>Aus <strong>strategischer Sicht</strong> stellt das Patentmanagement einen wichtigen Teil der <strong>Unternehmensführung</strong> dar. In diesem Zusammenhang besteht die Hauptforderung des Patentmanagements darin, durch eine koordinierte strategische Planung und Kontrolle der Patentpositionen des Unternehmens <strong>Erfolgspotenziale</strong> zu schaffen und zu erhalten sowie deren Ausschöpfung mit zu gestalten. Zentrale Bedeutung hat dabei die Planung von <strong>Patentstrategien</strong> mit ihren Grundsatzentscheidungen über den Aufbau, die Sicherung und die Aufgabe von Patentpositionen. Diesbezüglich geht es inhaltlich nicht nur um die <strong>Sicherung der eigenen Aktionsräume</strong>, sondern um die umfassende Nutzung der vielfältigen erfolgsrelevanten Patentfunktionen. So ist neben der Sperr- und der Tauschfunktion etwa an die <strong>Motivationsfunktion</strong> des Patents oder die <strong>Reputationsfunktion</strong> zu denken. Die häufig detaillierten Marktkenntnisse des Patentmanagements legen es nahe, diese auch in die <strong>Gestaltung der Patentverwertung</strong> (z.B. durch Lizenzen) einzubeziehen. </p>
<p>Begleitend zur strategischen Planung werden Patentpositionen durch <strong>strategische Kontrollen</strong> fortlaufend überprüft, um entstehenden Handlungsbedarf rechtzeitig zu erkennen. Hierbei werden <strong>Planfortschritts- und Prämissenkontrollen</strong> (Beurteilung der Gültigkeit von Annahmen) sowie <strong>strategische Überwachungen</strong> eingesetzt (Frühwarnsystem, <a class="doklink" title="Fr&#xFC;haufkl&#xE4;rungssysteme" href="/controlling/407471">Frühaufklärungssysteme</a>). Allgemein werden Planung und Kontrolle an den Erfordernissen der verschiedenen Aggregationsebenen des Unternehmens (Gesamtunternehmen, bestimmte Technologien, einzelne Erfindungen u.Ä.) ausgerichtet. Die enge Abstimmung des Patentmanagements mit dem Technologie- und dem Marketingmanagement sollte dabei gewährleisten, dass bei der Gestaltung des Patentschutzes technologie- und marketingstrategische Prioritäten beachtet werden.</p>
<p>Als Informationsgrundlage eines strategisch angelegten Patentmanagements kommen &#8211; neben den Formen der Patentrecherche &#8211; vielfältige weitere Methoden in Betracht, wie z.B. die <strong>Verfahren der strategischen Analyse und Prognose</strong>. In diesem Kontext hat vor allem die Patentportfolio-Analyse eine wichtige Bedeutung, die eine vielseitig einsetzbare Planungs- und Steuerungsmethode des Patentmanagements darstellt.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Patentportfolio-Analyse als Instrument des Patentmanagements</h2>
<p>Die <strong>Patentportfolio-Analyse</strong> stellt ein ganzheitliches Verfahren zur <strong>patentbezogenen Strategieentwicklung und -überwachung</strong> dar, das im engeren Sinne drei Schritte einschließt: </p>
<ul>
<li>
<p>Im Rahmen einer <strong>Bestandsaufnahme</strong> geht es zunächst um die Erfassung der Schutzrechte des Unternehmens. Bei einer größeren Zahl von Patenten ist es dabei erforderlich, aus Patenten, die Gemeinsamkeiten aufweisen, sogenannte <strong>Patentfelder</strong> zu bilden. Dies geschieht, indem z.B. Patente zusammengelegt werden, die ein spezielles Produkt des Unternehmens betreffen.</p>
</li>
<li>
<p>Die Ist-Positionen der Patente (Patentfelder) werden in einem zweiten Schritt durch eine <strong>Bewertung</strong> anhand zweier Hauptkriterien, der Attraktivität und der Stärke, ermittelt. Die Attraktivität eines Patents lässt sich an der technischen oder ökonomischen Bedeutung der geschützten Erfindung und der des Schutzrechtes messen. Bei der Stärkebeurteilung werden dagegen die rechtliche Qualität des Patents &#8211; welche z.B. vom erreichten Stand im Erteilungsverfahren abhängt &#8211; und die finanziellen Möglichkeiten des Patentinhabers zu dessen Durchsetzung berücksichtigt. </p>
</li>
<li>
<p>Im dritten Schritt erfolgt die <strong>Darstellung der Ist-Positionen</strong> der Patente (Patentfelder) in der Patentportfolio-Matrix (vgl. Abb. 1), anhand derer Handlungsempfehlungen erarbeitet werden können.</p>
</li>
</ul>
<p>In Abbildung 1 werden die zu 13 Patentfeldern aggregierten Patente eines Unternehmens dargestellt, wobei die Kreisdurchmesser zur Anzahl der in die Patentfelder einbezogenen Patente proportional sind. Die <strong>Analyse des Patentportfolios</strong> ist für die Aufgaben des Patentmanagements auf den verschiedenen Aggregationsebenen des Unternehmens &#8211; wie im Folgenden gezeigt wird &#8211; eine bedeutende Basis.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Aufgabenbereiche des Patentmanagements</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Patentmanagement auf der Ebene des Gesamtunternehmens</h3>
<p>Dem Patentmanagement kommt auf der Ebene des Gesamtunternehmens zum einen die Aufgabe zu, die <strong>generelle Patentstrategie</strong>, die die Grundhaltung des Unternehmens gegenüber der Inanspruchnahme des Patentwesens bestimmt, zu formulieren (sogenannte <strong>patentpolitische Leitlinie</strong>). Zum anderen sollte anhand des Patentportfolios die Angemessenheit der Patentpolitik insgesamt angestrebt werden. <strong>Patentpolitische Leitlinien</strong> stellen längerfristig stabile, unter Beachtung der übergeordneten Unternehmensstrategie zutreffende Aussagen dar, die den Rahmen für die Patentpolitik auf den niedrigeren Aggregationsebenen bilden. Sie setzen sich aus einer Ziel- und einer Handlungskomponente zusammen. Ihre wichtigste <strong>Zielsetzung</strong> besteht in der Sicherung der Handlungsfreiheit des Unternehmens. Als weitere Ziele kommen z.B. der Aufbau von Machtpotenzialen oder die Beeinflussung von Märkten und Marktteilnehmern in Betracht.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont243.gif" alt="" /></div>
<p>Im Zentrum der <strong>Handlungsebene</strong> steht die Frage, wie intensiv das Patentwesen genutzt werden sollte. Als mögliche Strategien kommen z.B. in Betracht: </p>
<ul>
<li>
<p>Patentierung zur Erreichung eines Patentportfolios, das für Lizenzverhandlungen günstig ist.</p>
</li>
<li>
<p>Patentierung von Erfindungen nach kurzer Prüfung, sofern Aussicht auf technischen Erfolg besteht. </p>
</li>
<li>
<p>Patentierung von Inventionen nach eingehender Prüfung, sofern starke Aussicht auf technischen Erfolg besteht.</p>
</li>
<li>
<p>Patentierung von Erfindungen, die in einem Anwendungsbezug zu den eigenen Produkten oder Verfahren stehen.</p>
</li>
</ul>
<p>Das Patentmanagement sollte im Hinblick auf das Patentportfolio die <strong>patentpolitischen Prioritäten</strong> bestimmen und die <strong>Ausgewogenheit der Patentaktivitäten</strong> insgesamt beurteilen. Erstere legen im Einzelnen z.B. fest, welche Patentfelder besonders zu verstärken sind oder welche Objekte prinzipiell aufgegeben werden können.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Patentmanagement für Teilbereiche der Unternehmensaktivität</h3>
<p>Dieser Bereich der patentstrategischen Planung betrifft das <strong>grundsätzliche Patentverhalten</strong> bezüglich bestimmter Technologien, Geschäftsfelder oder Produkte, die sich sowohl durch wenige Patente als auch durch viele Patentfelder repräsentieren lassen. Vor allem wenn zu einem Teilbereich, wie z.B. einer spezifischen Technologie, eine große Zahl von Patenten oder Patentfeldern gehört, sollten <strong>eigenständige Planungseinheiten</strong> vorgesehen werden. Auf der <strong>Handlungsebene</strong> sollte insbesondere bestimmt werden, wie nachdrücklich die Patentpolitik in diesem Teilbereich erfolgen soll. Es wird u.a. festgelegt, wie intensiv neue Anmeldungen anzustreben, wie bestimmt Einsprüche Dritter abzuwehren sind oder wie energisch gegen Patentverletzer vorzugehen ist.</p>
<p>Auf <strong>Bereichsebene</strong> dienen <strong>strategische Kontrollen</strong> z.B. zur Überprüfung, ob sich bei wichtigen Patenten oder Patentfeldern für eine bestimmte Technologie die Verbesserungen der Patentstärken wie geplant einstellen. Diese lässt sich durch die <strong>fortlaufende Betrachtung eines Patentportfolios</strong> unterstützen, welches speziell für den fraglichen Bereich gestaltet ist und nur dessen Patente oder Patentfelder zeigt.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.3">3.3 Patentmanagement für einzelne technische Neuheiten</h3>
<p>Planung, Realisation und Kontrolle von Patentstrategien nehmen auf der Ebene einzelner technischer Neuheiten in besonderem Maße auf die <strong>Lebensgeschichte von Patenten </strong>Bezug. Die Abwägungen erfolgen inhaltlich unter Berücksichtigung der Entscheidungsbereiche der übergeordneten Ebene, die detaillierter ausgearbeitet werden müssen. Die bereits getroffenen patent-, technologie- und marketingstrategischen Entscheidungen sind zu beachten. </p>
<p>Beginn der Entwicklung einer Patentstrategie ist das Vorliegen einer &#8211; mutmaßlich &#8211; patentfähigen Neuheit im Unternehmen. Ist dies der Fall, muss zunächst geprüft werden, ob diese Erfindung überhaupt gesichert (patentiert) werden soll oder zwingende Schutzerfordernisse gegeben sind (Feststellung eines Patentbedarfs). Sofern ein Patent angestrebt wird, vollziehen sich die Planung und Realisierung einer Patentstrategie entlang einer Zeitachse, die durch das <strong>Patenterteilungsverfahren</strong> geprägt ist. </p>
<ul>
<li>
<p>Unter Einbeziehung aller Ereignisse, die zwischen der Patentanmeldung und dem Ende der Patentlaufzeit liegen, werden in der <strong>Entwurfphase</strong> zunächst patentstrategische Optionen generiert. Diese enthalten Aussagen über den Zeitpunkt einer Patentanmeldung, die Nutzung weiterer Schutzinstrumente (z.B. Gebrauchsmuster) und die räumliche Expansion des Schutzes. Sie umfassen ferner Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des Patents sowie zu Verhaltensweisen, die mit der Beendigung des Patentschutzes geboten sind. So kann als Strategie z.B. vorgesehen werden, ein Patent sehr früh und in allen EU-Staaten anzumelden, es aber aus konkurrenzpolitischen Gründen nicht zu lizenzieren und es aufgrund einer hohen Innovationsdynamik kurzfristig wieder auslaufen zu lassen.</p>
<p>Anschließend bilden Wirkungsanalysen die Grundlage für die Auswahl und Bewertung einer Patentstrategie. In der letzten Stufe geht es um die Entscheidung über die zu realisierende, die gesamte Laufzeit betreffende Strategie sowie die endgültige Festlegung des Verhaltens bei der Anmeldung. </p>
</li>
<li>
<p>In der <strong>Realisierungsphase</strong> geht es um die Umsetzung des strategischen Plans. Zeitliche Spielräume können dabei genutzt werden, um Entscheidungen durch strategische Kontrollen eine möglichst sichere Basis zu geben. Da eine Entscheidung über die internationale Ausdehnung des Patentschutzes erst ein Jahr nach einer nationalen Anmeldung erfolgen muss, kann innerhalb dieses Zeitraums die Gültigkeit der Annahmen (etwa in Bezug auf das räumliche Konkurrenzverhalten) geprüft (Prämissenkontrollen) und/oder umfassende Informationen gesammelt werden. Diese helfen, die Attraktivität der anvisierten Ländermärkte genauer zu analysieren. </p>
</li>
</ul>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Organisatorische Verankerung des Patentmanagements</h2>
<p>Ein wirksames Handeln des Patentmanagements setzt eine <strong>enge Kooperation zwischen patent-, technologie- und marktbezogenen Stellen</strong> voraus, die es den beteiligten Einheiten erlaubt, ihr jeweiliges Spezialwissen zur Lösung der relevanten Probleme einzusetzen. Zur Förderung der Zusammenarbeit bieten sich vor allem <strong>gruppenbasierte Koordinationsformen</strong> an, in denen Absatz-, Technologie- sowie Patentverantwortliche die Patentpolitik gestalten.</p>
<p>Komplexere Bedingungen, wie man sie nicht selten in internationalen Unternehmen vorfindet, erfordern hingegen sogenannte <strong>Patenting Intermediaries</strong>, die man auch als &#8222;Patent Liaison&#8220;, &#8222;Intellectual Property Manager&#8220; oder &#8222;Patent Strategy Manager&#8220; bezeichnet, und die grundlegend das wechselseitige Verständnis sowie die Interaktion zwischen Technologie, Patentabteilungen und marktorientierten Einheiten fördern. Dies kann auch eine regelmäßige Kommunikation mit den F&amp;E-Mitarbeitern, deren Schulungen in Fragen des Patentwesens u.Ä. einschließen.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/patentmanagement/">Patentmanagement</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Personalfreisetzungs-Controlling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Personalfreisetzungs-ControllingInhaltsübersicht1.Überblick2.Qualitative Aspekte der Personalfreisetzung3.Kostenaspekte der Personalfreisetzung4. Entwicklung eines Kosten-Nutzen-Kennzahlensystems1. ÜberblickUnter Personalfreisetzung wird im Allgemeinen eine Anpassung von Überhängen im Personalbedarf verstanden, der sowohl durch einen absatzmarktbedingten Beschäftigungsrückgang als auch durch das Wegfallen von Aufgaben als Konsequenz von Rationalisierungserfolgen hervorgerufen werden kann. Die Personalfreisetzung ist nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einer Kündigung. Vielmehr kann es auch zu  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Personalfreisetzungs-Controlling</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Qualitative Aspekte der Personalfreisetzung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Kostenaspekte der Personalfreisetzung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4."> Entwicklung eines Kosten-Nutzen-Kennzahlensystems</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Unter <strong>Personalfreisetzung</strong> wird im Allgemeinen eine Anpassung von <strong>Überhängen im Personalbedarf</strong> verstanden, der sowohl durch einen absatzmarktbedingten Beschäftigungsrückgang als auch durch das Wegfallen von Aufgaben als Konsequenz von <strong>Rationalisierungserfolgen</strong> hervorgerufen werden kann. </p>
<p>Die Personalfreisetzung ist <strong>nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einer Kündigung</strong>. Vielmehr kann es auch zu einer innerbetrieblichen Umsetzung des betreffenden Mitarbeiters kommen oder die erforderliche Anpassung des Personalbestandes wird über die Fluktuation, die Nichtverlängerungen von Zeitverträgen, natürliche Abgänge (Ruhestand, Tod etc.) oder Vorruhestandsregelungen realisiert.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>In diesen Fällen sind allerdings die mitunter langen Reaktionszeiten zu berücksichtigen, da die Mitarbeiter im Extremfall über Jahre gehalten werden müssen, auch wenn deren Stellen zum Beispiel durch Aufgabenwegfall überflüssig geworden sind.</p>
</div>
<p>Die wichtigste Aufgabe des Personalfreisetzungs-Controlling besteht darin, <strong>Personalfreisetzungsentscheidungen</strong> durch die <strong>Generierung und Aufbereitung der relevanten Informationen</strong> &#8222;rechenbar&#8220; zu machen (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Information</a>, Informationsbewertung). Hierbei sind sowohl qualitative bzw. soziale Aspekte als auch quantitative bzw. kostenbezogene Aspekte zu beachten.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Qualitative Aspekte der Personalfreisetzung</h2>
<p>Eine Personalfreisetzung bedeutet immer eine nachhaltige Zäsur sowohl für den freigesetzten Arbeitnehmer als auch für den jeweiligen Betrieb. Diese Wirkung verstärkt sich, wenn <strong>betriebsbedingte Kündigungen</strong> anstehen, die z.B. durch <strong>permanente Unterauslastungen</strong> (Planbeschäftigung) bestimmter Funktionen erforderlich werden, oder wenn es gar zu <strong>Massenentlassungen</strong> kommt, die durch den Wegfall oder das Outsourcing kompletter Funktionsbereiche verursacht werden (<a class="doklink" title="Outsourcing" href="/controlling/231754">Outsourcing</a>, <a class="doklink" title="Outsourcing-Prozess" href="/controlling/231753">Outsourcing-Prozess</a>). </p>
<p>Gemäß § 17 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) spricht man von Massenentlassungen, wenn innerhalb eines Monats</p>
<ul>
<li>
<p> in Betrieben mit in der Regel mehr als 20 und weniger als 60 Arbeitnehmern mehr als fünf Arbeitnehmer,</p>
</li>
<li>
<p> in Betrieben mit in der Regel mindestens 60 und weniger als 500 Arbeitnehmern 10 vom Hundert der im Betrieb regelmäßig beschäftigten Arbeitnehmer oder aber mehr als 25 Arbeitnehmer,</p>
</li>
<li>
<p> in Betrieben mit in der Regel mindestens 500 Arbeitnehmern mindestens 30 Arbeitnehmer</p>
</li>
</ul>
<p>durch ordentliche Kündigung entlassen werden. Da dem Arbeitnehmer im Falle der <strong>Kündigung auf Grund dringender betrieblicher Erfordernisse</strong> der Weg für eine Überprüfung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage versperrt ist, sind bei der Auswahl der freizusetzenden Mitarbeiter <strong>soziale Gesichtspunkte</strong> wie Alter, Familienverhältnisse, Dauer der Betriebszugehörigkeit etc. zu berücksichtigen. </p>
<p>Dies ist schon wegen des im <strong>Kündigungsschutzgesetz</strong> verankerten Grundsatzes der <strong>sozialen Angemessenheit</strong> zwingend erforderlich. Hierzu werden in der betrieblichen Praxis häufig Punktwertsysteme eingesetzt, die mit dem jeweiligen <strong>Betriebsrat</strong> in Form von Betriebsvereinbarungen abgestimmt werden.</p>
<p>Die <strong>Beachtung der Kriterienkataloge</strong> führt regelmäßig dazu, dass in erster Linie jüngere Mitarbeiter entlassen werden, die relativ unabhängig sind (unverheiratet, keine Kinder) und dem Betrieb noch nicht allzu lange angehören.</p>
<table id="frg_tb1" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="40%" span="1" />
<col width="45%" span="1" />
<col width="15%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="3" rowspan="1" align="center"><strong>Kriterienkatalog für die Sozialauswahl im Kündigungsfall</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="3" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:85%" colspan="2" id="th1tb1" rowspan="1"><strong>Kriterien:</strong></th>
<th style="width:15%" id="th2tb1" rowspan="1" align="center"><strong>Punkte:</strong></th>
</tr>
<tr>
<td style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1" id="th3tb1" rowspan="1"><u>Lebensalter</u></th>
<td style="width:15%" headers="th1tb1 th3tb1 th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1">bis 40 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">0</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1">40 bis unter 45 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">5</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1">45 bis unter 50 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">10</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1">50 bis unter 55 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">15</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1 th3tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1" id="th4tb1" rowspan="1"><u>Betriebzuhörigkeit</u></th>
<td style="width:15%" headers="th1tb1 th4tb1 th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">bis zu einem Jahr</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">0</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">ein bis unter zwei Jahren</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">zwei bis unter fünf Jahren</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">2</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">sechs bis unter zehn Jahren</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">4</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">elf bis unter 25 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">6</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1">über 25 Jahre</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">10</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1 th4tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<th style="width:85%" colspan="2" headers="th1tb1" id="th5tb1" rowspan="1"><u>Unterhaltsverpflichtungen</u></th>
<td style="width:15%" headers="th1tb1 th5tb1 th2tb1" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1">Ehegatte</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">4</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1">ein Kind</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">4</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1">zwei Kinder</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">8</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1">drei Kinder</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">12</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1"> </td>
<td style="width:45%" headers="th1tb1 th5tb1" rowspan="1">mehr als drei Kinder</td>
<td style="width:15%" headers="th2tb1" rowspan="1" align="center">16</td>
</tr>
</table>
<p>Die auf eine solche Weise organisierten Kündigungen können mit folgenden Konsequenzen verbunden sein:</p>
<ul>
<li>
<p> Die Altersstruktur des Unternehmens verschlechtert sich.</p>
</li>
<li>
<p> Es entstehen Kosten für eventuell später noch erforderliche Entlassungen und mögliche Neueinstellungen durch Abgang älterer Mitarbeiter.</p>
</li>
<li>
<p> Es kommt zu einem nicht zu unterschätzenden Know-how-Verlust.</p>
</li>
<li>
<p> Das Betriebsklima verschlechtert sich nachhaltig.</p>
</li>
<li>
<p> Das Image des Unternehmens nimmt Schaden.</p>
</li>
</ul>
<p>Bei der <strong>Analyse möglicher Auswirkungen</strong> ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Existenz einer bestimmten <strong>Altersstruktur</strong> im Unternehmen prinzipiell keinen besonderen Vorteil darstellen muss. Vielmehr kommt es auf die durchschnittliche <strong>Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft</strong> der Mitarbeiter an. </p>
<p>Diese ist ihrerseits in hohem Maße von individuellem Fachwissen und individueller Erfahrung der einzelnen Beschäftigten abhängig. Insofern ist der <strong>Know-how-Verlust</strong> als eine <strong>entscheidende Folge von Personalfreisetzungsentscheidungen</strong> zu betrachten.</p>
<p>Versteht man aber <strong>Know-how als Summe aus Wissen und Erfahrung</strong>, so führt das Halten älterer Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit nicht per se zu Nachteilen für das Unternehmen. Insofern kann die Punktwertsystematik zur Sozialauswahl im Kündigungsfalle zu Entscheidungen führen, die auch durch eine nutzenorientierte Betrachtung im Rahmen des <strong>Personalerhaltungs-Controlling</strong> (Personalbestands-Controlling, Personalentwicklungs-Controlling) gestützt werden kann. </p>
<p>Negative Folgen für das Betriebsklima und Imageverluste des Unternehmens lassen sich durch <strong>Outplacementberatungen</strong> der Mitarbeiter mildern, indem z. B. aktive Hilfestellung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz geleistet wird.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Kostenaspekte der Personalfreisetzung</h2>
<p>Personalfreisetzungsmaßnahmen verfolgen generell das <strong>Ziel</strong> (<a class="doklink" title="Ziele" href="/controlling/233767">Ziel</a>, <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>), Kosteneinsparungseffekte zu realisieren. Für viele Unternehmen gehört der Abbau von Personalkosten zu den Hauptansatzpunkten für Kostenreduzierungen. Dennoch dürfen <strong>nicht nur die positiven Kostenwirkungen</strong> des Personalabbaus betrachtet werden, denn in vielen Fällen sind mit dem Abbau von Personal erhebliche Kosten verbunden. Derartige Kosten können z.B. in Form von <strong>Abfindungszahlungen</strong> auftreten, die aus <strong>Sozialplänen</strong> resultieren.</p>
<p><strong>Sozialpläne</strong> können im Kündigungsfalle vom Unternehmen freiwillig aufgestellt werden, sind bei der Erfüllung bestimmter Kriterien aber auch erzwingbar. Dies trifft gemäß § 112 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zu, wenn es sich im betreffenden Fall um eine Betriebsänderung handelt, die ausschließlich aus Massenentlassungen besteht. Die Höhe der aus dem Sozialplan resultierenden Abfindungszahlungen richtet sich in der Regel nach bestimmten Abfindungsstaffeln (vgl. Abbildung).</p>
<p>Generell werden <strong>Abfindungszahlungen auch dann erforderlich</strong>, wenn Kündigungen als sozial ungerechtfertigt eingestuft werden, das heißt die Gründe in der Person des Arbeitnehmers liegen oder keine dringenden betrieblichen Erfordernisse erkennbar sind. Dieser Fall kommt in der Praxis relativ häufig vor, da es den Unternehmen regelmäßig schwer fällt, den Nachweis eines dringenden betrieblichen Erfordernisses zu erbringen. </p>
<p>Gemäß Urteil des Bundesarbeitsgerichtes müsste der Arbeitgeber hierzu glaubhaft machen, dass weder technische, organisatorische noch wirtschaftliche Maßnahmen geeignet sind, die betriebliche Lage zu verbessern.</p>
<p>Daher ist im Rahmen eines kostenorientierten Personalfreisetzungs-Controlling ein <strong>Vergleichskalkül</strong> zu entwickeln, welches eine <strong>Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Personalfreisetzungsmaßnahmen</strong> anhand monetärer Größen zulässt, indem die positiven den negativen Kostenwirkungen des Personalabbaus gegenübergestellt werden. </p>
<p>Ein entsprechendes Kalkül muss <strong>neben den eingesparten Personalkosten und den Abfindungskosten</strong> auch den entstehenden <strong>Nutzenentgang</strong> in Form des Verlustes an Wissen und Erfahrung in monetarisierter Form erfassen. Zur Ermittlung der letztgenannten Komponente kann man z.B. auf das <strong>Scoring-Verfahren</strong> bzw. die daraus resultierenden <strong>Nutzenwertzuwachskurven</strong> zurückgreifen.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl570.gif" alt="" /></div>
<p>Die <strong>Abfindungskosten</strong> stellen (einmalige) Folgekosten eines Personalabbaus dar. Sie mindern die Cash-Wirkung, auf die das freistellende Unternehmen durch die Einsparung von Personalkosten abstellt. Die Abfindungskosten stellen quasi eine Art &#8222;<strong>Kosten-Pool</strong>&#8220; dar, der periodisch durch die eingesparten Personalkosten verringert wird. Stellt man der Abfindung die <strong>einsparfähigen Personalkosten</strong> (direktes Personalentgelt, Personalzusatzkosten und Weiterbildungskosten) gegenüber, so erhält man die entsprechende Zeitspanne, ab der die eingesparten Kosten größer sind als die gezahlte Abfindung. </p>
<p>Diesen Zeitpunkt bezeichnet man als <strong>Break-Even-Time</strong> (<strong>BET</strong>). Vergleicht man die Ausprägung der BET z. B. mit dem Zeitraum, für den ein konjunktureller Einbruch erwartet wird (hier mit TKE bezeichnet), so lässt sich ermitteln, ob ein Personalabbau unter Berücksichtigung der Folgekosten betriebswirtschaftlich vorteilhaft ist. Es muss gelten: </p>
<p><strong>BET &lt; TKE</strong></p>
<p>Findet der Personalabbau nicht in einem Bereich statt, für den eine totale Stilllegung geplant ist, und denkt das Unternehmen in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung durchaus an eine <strong>spätere Wiederbesetzung</strong> der Stelle, so sind <strong>zusätzliche Folgekosten</strong> zu berücksichtigen. </p>
<p>Als <strong>kalkulatorische Zusatzkosten</strong> (Kalkulatorische Kosten, Zusatzkosten, Kostenrechnung &#8211; Grundbegriffe) sind insbesondere Auswahl-, Einstellungs- und Einarbeitungskosten für den möglichen Stellennachfolger zu berücksichtigen. Gemäß dem <strong>Identitätsprinzip</strong> müssen diese Kosten im Rahmen der heute evidenten Personalabbauüberlegung berücksichtigt werden, da sie nicht anfallen würden, wenn der zu entlassende Mitarbeiter weiterbeschäftigt würde (Relevante Kosten). </p>
<p>Da die einsparfähigen Kosten in diesem Fall nicht nur die Abfindungen des alten Mitarbeiters (Folgekosten bezüglich des Stelleninhabers), sondern auch die zukünftigen Investitionsmittel zum Aufbau der &#8222;Betriebsbereitschaft&#8220; des neuen Mitarbeiters (Folgekosten des Personalabbaus, Vorlaufkosten des Personallebenszyklus des Stellennachfolgers) verdienen müssen, ermittelt sich die so genannte <strong>Break-Even-Time 1</strong> wie folgt: </p>
<p><strong>BET 1</strong> = (Abfindungskosten + kalk. Zusatzkosten) / einsparfähige Personalkosten</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p> Ein Arbeitnehmer, der das fünfundfünfzigste Lebensjahr überschritten hat und seit über zwanzig Jahren dem Betrieb zugehörig ist, hat im Kündigungsfalle gemäß der obigen Abfindungsstaffel einen Anspruch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von 16 Monatsverdiensten. Bei einem Bruttogehalt von z.B. 2.500 EUR und zu berücksichtigenden Personalzusatzkosten von zum Beispiel 2.000 EUR je Monat, hat sich der Personalabbau bereits im neunten Monat amortisiert:</p>
</div>
<p>16 * 2.500 EUR Abfindung = 40.000 EUR Abfindungskosten</p>
<p> 9 * 4.500 EUR Einsparung = 40.500 EUR eingesparte Kosten</p>
<p>Sind neben den Abfindungskosten noch kalkulatorische Zusatzkosten von z.B. 40.000 EUR zu berücksichtigen, dann ergibt sich als erweiterter BET 1 ein Wert von 18 Monaten:</p>
<table id="frg_tb2" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="8%" span="1" />
<col width="92%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:8%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:92%" rowspan="1"><strong>16 * 2.500 EUR Abfindung</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:8%" rowspan="1" align="center">+</td>
<td style="width:92%" rowspan="1">40.000 EUR kalkulatorische Kosten</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:8%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:92%" rowspan="1">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:8%" rowspan="1" align="center">=</td>
<td style="width:92%" rowspan="1"><strong>80.000 EUR Gesamtkosten</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:8%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:92%" rowspan="1"> </td>
</tr>
</table>
<p>18 * 4.500 EUR Einsparung = 81.000 EUR eingesparte Kosten</p>
<p>Bei dieser Konstellation handelt das Unternehmen dann kostenpolitisch rational, wenn es infolge einer konjunkturpolitischen Belebung einige Zeit nach einem Personalabbau wieder alte Mitarbeiter einstellt (sofern diese noch zur Verfügung stehen), um die Zusatzkostenbelastung für Auswahl-, Einstellungs- und Einarbeitungsaktivitäten zu vermeiden.</p>
<p>Die vorgestellte Analyse berücksichtigt mit den Abfindungskosten und den kalkulatorischen Zusatzkosten als belastende und den einsparfähigen Personalkosten als entlastende Komponenten sämtliche <strong>direkt zahlungswirksamen Kosten des Personalabbaus</strong>. </p>
<p>Noch nicht berücksichtigt sind allerdings diejenigen Opportunitätskosten, die dadurch entstehen, dass das Unternehmen durch den Abgang von Mitarbeitern einen <strong>gravierenden Nutzenentgang an Know-how im Sinne von Wissen und Erfahrung in Kauf nehmen muss</strong>. Die hierdurch möglicherweise entstehenden strategischen Folgekosten können durchaus nennenswerte Auswirkungen auf das geplante Personalabbauvorhaben haben.</p>
<p>Das Entwickeln einer Maßgröße, die <strong>mitarbeiterbezogen einen Geldbetrag pro Nutzeneinheit</strong> angibt, erfordert die Gegenüberstellung von Wert- und Mengengrößen. Ein solcher <strong>Nutzenverrechnungssatz</strong> kann im Wesentlichen drei Funktionen erfüllen:</p>
<ul>
<li>
<p> Die <strong>Dokumentationsfunktion</strong> erlaubt es, durch Gegenüberstellung von Kosten und Leistungen die oftmals rein niveauorientierte Personalkostendiskussion im Unternehmen zu versachlichen. Intuitive personalpolitische Kosten-/Nutzenbeurteilungen werden auf eine methodische Basis gestellt. </p>
<p>Eine solche Monetarisierung des Nutzens ist bedeutsam, weil &#8222;harte&#8220; Zahlen des Rechnungswesens als dokumentierte bzw. dokumentierende Resultate bei den Entscheidungsverantwortlichen eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen und die wirtschaftliche Natur von Personalentscheidungen in Unternehmen hervorgehoben wird.</p>
</li>
<li>
<p> Durch die <strong>Ermittlungsfunktion</strong> lässt sich aus der Differenz des Ist- und Plannutzenverrechnungssatzes die Preiskomponente eines Kalküls zur Ermittlung eines strategischen Nutzendeckungsbeitrags ermitteln. Nutzenverrechnungssatzausprägungen wirken damit opportunitätskostendeterminierend.</p>
</li>
<li>
<p> Im Rahmen der <strong>Anregungs- und Steuerungsfunktion</strong> können durch einen Nutzenverrechnungssatzvergleich Anregungs- und Steuerungsinformationen im Hinblick auf die kostenpolitische Vorteilhaftigkeit bestimmter Weiterbildungsmaßnahmen für bestimmte Mitarbeiter gegeben werden. </p>
<p>Weiterbildungsmaßnahmen sind danach dann vorteilhaft, wenn ihr isolierter Nutzenverrechnungssatz gleich dem (überperiodisch kumulierten) Nutzenverrechnungssatz des entsprechenden Mitarbeiters ist.</p>
</li>
</ul>
<p>Bei der Ermittlung des Mengengerüstes greift man auf die in <strong>Scoring-Tableaus</strong> ermittelten kumulierten Nutzenwerte zurück. Das <strong>Wertgerüst</strong> ergibt sich aus den kumulierten direkten Personalentgelten (Brutto-Löhne und -Gehälter) zuzüglich der kumulierten Weiterbildungskosten. Dieses Vorgehen basiert auf folgender Überlegung: Das einem Mitarbeiter gewährte Entgelt ist aus der Sicht des Unternehmens als <strong>Kompensationszahlung für die überlassene Arbeitsleistung</strong> zu verstehen. Das Unternehmen verspricht sich aus der Beschäftigung einen Nutzenzuwachs im Sinne eines Wissens- und Erfahrungszuwachses. Somit stellt das Entgelt den Preis für die Überlassung des individuellen Wissens- und Erfahrungspotenzials dar. </p>
<p>Da ein Unternehmen daran interessiert ist, den Nutzen zu steigern, verlangt dieses Ziel neben organisatorischen Anstrengungen auch eine <strong>gezielte Förderung und damit Investition in Humankapital</strong> (<a class="doklink" title="Human Resource Accounting" href="/controlling/270463">Human Resource Accounting</a>). Hierzu zählen insbesondere <strong>Kosten für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen</strong>. </p>
<p>Eine <strong>negative Nutzenverrechnungssatzdifferenz</strong> präsentiert den &#8222;Mehrwert&#8220; je Nutzenwerteinheit, den ein Arbeitnehmer im IST gegenüber dem PLAN bzw. SOLL erwirtschaftet hat. Dieser Mehrwert geht im Falle eines Personalabbaus verloren. Hierbei handelt es sich um Opportunitätskosten, die die potenziellen Einsparungen (kalkulatorisch) mindern.</p>
<p>Die Nutzenverrechnungssatzdifferenz ermittelt lediglich einen stückbezogenen, das heißt nutzenwerteinheitenbezogenen Verlust. Die <strong>gesamten Opportunitätskosten</strong> lassen sich aber berechnen, indem die Preiskomponente mit dem relevanten Mengengerüst multipliziert wird, wobei das Mengengerüst dem kumulierten Istnutzen entspricht, den ein Mitarbeiter während seiner Betriebszugehörigkeit erwirtschaftet hat. Der <strong>strategische Nutzendeckungsbeitrag</strong> (SNDB in EUR) ergibt sich wie folgt:</p>
<p><strong>SNDB = Nutzenverrechnungssatzdifferenz (NVD) x kum. Ist-Nutzenwert (NW)</strong></p>
<p>Um die Opportunitätskosten in das Konzept der Break-Even-Time zu integrieren, ergibt sich die so genannte <strong>Break-Even-Time 2</strong> wie folgt:</p>
<table id="frg_tb3" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="10%" span="1" />
<col width="5%" span="1" />
<col width="85%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:10%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:5%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:85%" rowspan="1" align="center">(Abfindungskosten + kalk. Zusatzkosten &#8211; strategischer Nutzen-DB)</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:10%" rowspan="1" align="center"><strong>BET 2</strong></td>
<td style="width:5%" rowspan="1" align="center">=</td>
<td style="width:85%" rowspan="1" align="center">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:10%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:5%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:85%" rowspan="1" align="center">Einsparfähige Personalkosten</td>
</tr>
</table>
<p>Mit der <strong>BET 2</strong> wird die Zeitspanne (in Monaten) ermittelt, die erforderlich ist, um die gesamten Kosten &#8211; inklusive der Opportunitätskosten &#8211; eines Personalabbaus zu amortisieren. </p>
<p>Allerdings kann in Extremfällen auch der Fall eintreten, dass <strong>SNDB &gt; 0</strong> ist. Prinzipiell ist es durchaus möglich, dass daraus auch eine <strong>negative Ausprägung von BET 2</strong> resultiert. Dies ist dann möglich, wenn gilt: </p>
<p><strong>SNDB &gt; 0 und SNDB &gt; Abfindungskosten + kalkulatorische Zusatzkosten.</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick wäre eine solche Ausprägung unsinnig, da sie impliziert, dass sich der Personalabbau scheinbar bereits vor der konkreten Realisation der Personalfreistellung amortisiert hat. Dennoch besitzt die sich dahinter verbergende Grundaussage Signalcharakter: </p>
<p>Ein Personalabbau ist nachdrücklich geboten, da die Beeinträchtigung der Folgekostenbelastungen durch den Vorteil des Verzichtes auf einen bewerteten &#8222;Negativ-Nutzen&#8220; überkompensiert wird. Die Entwicklung des BET 2 ist daher vor diesem Hintergrund in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen, wenn eine (kumulierte) Plannutzen-Unterdeckung evident wird.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Entwicklung eines Kosten-Nutzen-Kennzahlensystems</h2>
<p>Wie in vielen anderen Controlling-Gebieten (Bereichscontrolling) lassen sich auch bei Personalabbauüberlegungen sinnvolle Kennzahlen als Entscheidungshilfe heranziehen. Als <strong>Spitzenkennzahl</strong> (Kennzahlensysteme, Du Pont-Kennzahlensystem) eines entsprechenden <strong>Kennzahlensystems</strong> dient dabei die Break-Even-Time 2, die die verschiedenen Elemente der (abbaurelevanten) Personalkosten aggregiert und sich sukzessive weiter aufsplitten lässt. </p>
<p>Auf der unteren Ebene repräsentieren die darunter liegenden Kennzahlen die operativen Plan- und Ist-Kosten (<em>statische Analyse</em>) und auf der oberen Verzweigung die strategischen Opportunitätskosten (<em>dynamische Analyse</em>). Folgende Abbildung illustriert die Struktur eines möglichen Kennzahlensystems:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl569.gif" alt="" /></div>
<p>Die bisherigen Überlegungen verdeutlichen, dass <strong>mit Personalabbauentscheidungen komplexe Folgewirkungen</strong> verbunden sind, die nicht nur positive Wirkungen in Form von Kosteneinsparungen für das betreffende Unternehmen mit sich bringen. Im Extremfall kann sich die Vorteilhaftigkeit der Personalfreisetzung sogar umkehren, wenn es sich bei den freizusetzenden Mitarbeitern um echte Leistungsträger handelt. </p>
<p>Als <strong>Leistungsträger</strong> kommen insbesondere Mitarbeiter in Betracht, deren Ist-Nutzen größer ist als die von ihnen (durchschnittlich) geforderten Plannutzen. Wird dieser Mengeneffekt nicht durch den Preiseffekt überkompensiert, so ergibt sich ein negativer <strong>strategischer Nutzendeckungsbeitrag</strong>. Dieser weist auf eine bewertete Nutzeneinbuße hin, die durch die kosten- bzw. liquiditätspolitischen Vorteile eines Personalabbaus nicht kompensiert wird. </p>
<p>In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass ein <strong>Verlust von Leistungsträgern</strong> für ein Unternehmen betriebswirtschaftlich in der Regel alles andere als vorteilhaft ist. Vielmehr sind Leistungsträger prinzipiell <strong>förderungswürdig und förderungswillig</strong>.</p>
<p>Somit lässt sich abschließend festhalten, dass der Auf- bzw. Ausbau eines leistungsfähigen Personal-Controlling zukünftig zu den zentralen Aufgaben von Unternehmen gehört, und das sicher nicht nur, wenn es um Personalfreisetzungen geht.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/personalfreisetzungs-controlling/">Personalfreisetzungs-Controlling</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>PPS-System</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/pps-system/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/controlling/pps-system/</guid>

					<description><![CDATA[<p>PPS-SystemInhaltsübersicht1.Produktionsprogrammplanung2.Mengenplanung3.Termin- und Kapazitätsplanung3.1Seriengrößenplanung3.2Terminplanung3.3Maschinenbelegungsplanung3.4Produktionssteuerung und -kontrolle3.5Problembereiche traditioneller PPS-Systeme3.6Neuere Konzepte von PPS-Systemen3.6.1PPS-Systeme mit belastungsorientierter Auftragsfreigabe3.6.2MRP-II (Manufacturing Resource Planning)-Systeme3.6.3OPT (Optimized Production Technology)3.7PPS-Systeme als CIM-Komponente3.8AusblickIn den meisten produzierenden Unternehmen werden die Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung (kurz: PPS) EDV-gestützt wahrgenommen. Mit dem Einsatz von PPS-Systemen sind insbesondere folgende Zielsetzungen verknüpft:Minimierung von DurchlaufzeitenMinimierung von TerminabweichungenHohe KapazitätsauslastungNiedrige LagerbeständeHohe FertigungsflexibilitätUm diese Ziele  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">PPS-System</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Produktionsprogrammplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Mengenplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Termin- und Kapazitätsplanung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Seriengrößenplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Terminplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.3">Maschinenbelegungsplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.4">Produktionssteuerung und -kontrolle</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.5</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.5">Problembereiche traditioneller PPS-Systeme</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.6</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.6">Neuere Konzepte von PPS-Systemen</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.6.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.6.1">PPS-Systeme mit belastungsorientierter Auftragsfreigabe</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.6.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.6.2">MRP-II (Manufacturing Resource Planning)-Systeme</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.6.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.6.3">OPT (Optimized Production Technology)</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.7</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.7">PPS-Systeme als CIM-Komponente</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.8</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.8">Ausblick</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<p>In den meisten produzierenden Unternehmen werden die Aufgaben der <a class="doklink" title="Produktionsplanung" href="/controlling/2900629">Produktionsplanung</a> und -steuerung (kurz: <strong>PPS</strong>) EDV-gestützt wahrgenommen. Mit dem Einsatz von PPS-Systemen sind insbesondere folgende Zielsetzungen verknüpft:</p>
<ul>
<li>
<p>Minimierung von Durchlaufzeiten</p>
</li>
<li>
<p>Minimierung von Terminabweichungen</p>
</li>
<li>
<p>Hohe Kapazitätsauslastung</p>
</li>
<li>
<p>Niedrige Lagerbestände</p>
</li>
<li>
<p>Hohe Fertigungsflexibilität</p>
</li>
</ul>
<p>Um diese Ziele zu erfüllen, werden seit etwa 1960 computergestützte PPS-Systeme eingesetzt. Diese (traditionellen) Systeme beruhen in der Regel auf einem sukzessiven Planungskonzept, das die Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung in Teilprobleme (Module) zerlegt und diese dann schrittweise abarbeitet. Im Allgemeinen werden folgende Module unterschieden:</p>
<ul>
<li>
<p>Produktionsprogrammplanung</p>
</li>
<li>
<p>Mengenplanung</p>
</li>
<li>
<p>Termin- und Kapazitätsplanung</p>
</li>
<li>
<p>Produktionssteuerung und -kontrolle</p>
</li>
</ul>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Produktionsprogrammplanung</h2>
<p>Hiermit ist nicht die Festlegung aller im Betrieb zu erzeugenden Produktarten im Sinne einer Planung des Leistungsangebotes gemeint. Diese Aufgabe hat vielmehr grundsätzlichen Charakter und ist dem Einsatz eines PPS-Systems zeitlich vorgelagert.</p>
<p>Vielmehr wird unter Produktionsprogrammplanung die Festlegung der herzustellenden Erzeugnisse eines <u>vorgegebenen Leistungsprogramms</u> verstanden. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Produktionskapazitäten (insbesondere Maschinen, maschinelle Anlagen, Personal) werden die zu fertigenden Erzeugnisse nach Art, Menge und Wert bestimmt.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Mengenplanung</h2>
<p>Ausgehend vom Produktionsprogramm werden die Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarfsmengen festgestellt. Beginnend mit dem innerhalb einer Periode <strong>gewünschten Primärbedarf</strong>, also den Endprodukten, werden die erforderlichen Mengen aller Einsatzprodukte bestimmt. Unter <strong>Sekundärbedarf</strong> wird der gesamte Bedarf an Rohstoffen und Vorprodukten (Halbfabrikate, Einzelteile, Baugruppen) verstanden. Mit <strong>Tertiärbedarf</strong> ist der Bedarf an Hilfs- und Betriebsstoffen, Werkzeugen und Energie gemeint.</p>
<p>Das Ergebnis einer ABC-Analyse, mit dem die ökonomische Relevanz der Einsatzfaktoren festgestellt werden kann, dient der Auswahl des <strong>Verfahrens der Bedarfsermittlung</strong>:</p>
<ul>
<li>
<p>Wird aus der Stücklistenbeziehung der im Einzelnen benötigte Bedarf errechnet, spricht man von einer <strong>programmgesteuerten, deterministischen Bedarfsermittlung</strong>.</p>
</li>
<li>
<p>Wird ausgehend von dem bisherigen Verbrauch der künftig zu erwartende Bedarf prognostiziert, wird von einer <strong>verbrauchsgesteuerten, stochastischen Bedarfsermittlung</strong> gesprochen.</p>
</li>
</ul>
<p>Als Ergebnisse der Mengenplanung ergeben sich sowohl Bestell- als auch Fertigungsaufträge.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Termin- und Kapazitätsplanung</h2>
<p>Die Termin- und Kapazitätsplanung bildet den Kern eines PPS-Systems. Es handelt sich hierbei um einen mehrstufigen Planungsprozess, der aus den Bereichen Seriengrößenplanung, Terminplanung und Maschinenbelegungsplanung besteht.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Seriengrößenplanung</h3>
<p>Rüstkosten und -zeiten stellen teilweise einen erheblichen Kostenblock dar. Unter Berücksichtigung der unternehmenseigenen Rahmenbedingungen (z.B. Werkzeugwechsel nur während der Nachtschicht, Fertigungslos nur ganzzahliges Vielfaches des Fassungsvermögens von Behältern) werden daher tendenziell möglichst große Fertigungslose gebildet.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Terminplanung</h3>
<p>Die Terminplanung vollzieht sich zunächst in Form der so genannten <strong>Durchlaufterminierung</strong>, bei der &#8211; zunächst ausgehend von unbeschränkten Kapazitäten &#8211; für jeden Arbeitsgang die Start- und Endzeitpunkte errechnet werden. Als methodisches Instrument der Planung wird die Netzplantechnik genutzt.</p>
<p>In der <strong>Grobplanung</strong> wird im Anschluss die Durchlaufterminierung unter Berücksichtigung des Auftragsbestandes mit groben Kapazitätsbeschränkungen (z.B. auf wöchentlicher Basis) zur so genannten <strong>Kapazitätsterminierung</strong> verfeinert. Typischerweise handelt es sich dabei um eine rollierende Planung, bei der Angebot und Nachfrage einander gegenübergestellt und so weit wie möglich durch Verschieben von Fertigungsaufträgen oder Arbeitsvorgängen, Überstunden usw. zum Ausgleich gebracht werden.</p>
<p>Dem Vertrieb dient das Ergebnis der Kapazitätsterminierung häufig als Grundlage für Auftragsbestätigungen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.3">3.3 Maschinenbelegungsplanung</h3>
<p>Ohne genaue Abstimmung mit den vorhandenen und einsatzbereiten Betriebsmitteln ist eine Terminfeinplanung nicht möglich. Im Rahmen dieses Planungsschrittes wird daher letztendlich festgelegt, welche Arbeitsgänge auf welchen Maschinen zu welchen Zeiten ausgeführt werden sollen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.4">3.4 Produktionssteuerung und -kontrolle</h3>
<p>Nach Planungsabschluss hat die nachfolgende <strong>Produktionssteuerung</strong> die Aufgabe, die Fertigung der Aufträge zu veranlassen und bei Störungen regelnd in das Fertigungsgeschehen einzugreifen.</p>
<p>Das Veranlassen der Aufgabendurchführung, d.h. das Erstellen von Arbeitsunterlagen, die Bereitstellung von Produktionsfaktoren, die Auftragsfreigabe usw. werden unmittelbar dem Bereich der <strong>Produktionssteuerung</strong> zugeordnet. Der <strong>Produktionskontrolle</strong> obliegt die laufende Überwachung des Produktionsprozesses, z.B. durch eine Betriebsdatenerfassung (BDE) oder andere Formen der Rückmeldung.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.5">3.5 Problembereiche traditioneller PPS-Systeme</h3>
<p>Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass der oben beschriebene Planungsablauf klassischer PPS-Systeme zu langen, stark schwankenden realen Durchlaufzeiten führt. Deshalb werden hier Fertigungsaufträge häufig früher als erforderlich freigegeben, sodass die Werkstattbestände (und damit die mittleren Durchlaufzeiten) weiter ansteigen. Im Planungsprozess reagiert man hierauf häufig mit einer Erhöhung der geplanten Durchlaufzeiten, wodurch die Aufträge noch früher freigegeben werden usw.</p>
<p>Um die beschriebenen Nachteile zu vermeiden, werden teilweise neue Ansätze bei PPS-Systemen verfolgt. Einige werden im Folgenden vorgestellt.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.6">3.6 Neuere Konzepte von PPS-Systemen</h3>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld3.6.1">3.6.1 PPS-Systeme mit belastungsorientierter Auftragsfreigabe</h4>
<p>Eine Erweiterung der traditionellen PPS-Systeme stellen die<strong> PPS-Systeme mit belastungsorientierter Auftragsfreigabe</strong> dar, bei denen die Auftragsfreigabe in folgenden Schritten abläuft:</p>
<ul>
<li>
<p>Zunächst werden alle Aufträge bestimmt, bei denen der Soll-Starttermin um nicht mehr als eine vom Management vorgegebene Zeitspanne (so genannter <strong>Vorgriffshorizont)</strong> in der Zukunft liegt.</p>
</li>
<li>
<p>Aus den so ermittelten Aufträgen werden diejenigen bestimmt, die tatsächlich freigegeben werden sollen. Kriterium ist in der Regel der Soll-Starttermin, wobei ein Auftrag freigegeben werden kann, wenn hierdurch keine vom Management vorgegebene <strong>Belastungsschranke</strong> überschritten wird.</p>
</li>
</ul>
<p>Der <strong>Vorteil</strong> dieses Konzepts liegt in der <strong>Vermeidung von Zwischenlagerbeständen</strong> und der damit verbundenen <strong>Limitierung von Durchlaufzeiten</strong>. Als <strong>Nachteil</strong> wird angesehen, dass die eigentliche Auftragsfreigabe lediglich einen eingeschränkten Planungszeitraum (z.B. eine Woche) umfasst. Daher sollte dieses System für eine längerfristige variierende Inanspruchnahme der Kapazitäten durch schwankende Absatzverläufe nicht eingesetzt werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld3.6.2">3.6.2 MRP-II (Manufacturing Resource Planning)-Systeme</h4>
<p>Bei diesem Konzept basiert der gesamte Material- und Warenfluss auf einem<strong> hierarchischen Planungskonzept</strong>, bei dem sich die folgenden Planungsstufen unterscheiden lassen:</p>
<ul>
<li>
<p>Aus vorgegebenen Budgets werden im Rahmen der <strong>Geschäftsplanung</strong> Ergebnis- und Finanzpläne erstellt.</p>
</li>
<li>
<p>Aus den Absatzplänen für die einzelnen <a class="doklink" title="Produktgruppen" href="/controlling/240479">Produktgruppen</a> werden deren <strong>Produktionsprogramme</strong> abgeleitet und die daraus resultierenden Kapazitäts- und Ressourcenbelastungen ermittelt.</p>
</li>
<li>
<p>Die <strong>Materialbedarfsplanung</strong> entspricht im Wesentlichen der Mengenplanung traditioneller PPS-Systeme und wird entsprechend durchgeführt.</p>
</li>
<li>
<p>Im Rahmen der <strong>Termin- und Ablaufplanung</strong> werden bei Fälligkeit die Planungsaufträge aus der übergeordneten Materialbedarfsplanung in konkrete Fertigungsaufträge umgewandelt. Die dazugehörigen Arbeitsvorgänge werden genau zeitlich erfasst und den Arbeitssystemen zugeordnet.</p>
</li>
</ul>
<p>MRP-II-Systeme kommen vor allem in der operativen Produktionsplanung der Fertigungsindustrie zum Einsatz, wenn die Prognostizierbarkeit des Bedarfs zumindest auf Produktgruppenebene gewährleistet ist.</p>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld3.6.3">3.6.3 OPT (Optimized Production Technology)</h4>
<ul>
<li>
<p>Optimized Production Technology geht von der Erkenntnis aus, dass vor allem <strong>Engpässe</strong> (z.B. Absatz- oder Kapazitätsbeschränkungen, Materialverfügbarkeiten usw.) die Material- und Warenflüsse eines Unternehmens bestimmen.</p>
</li>
<li>
<p>In einem Ersten Schritt wird das <strong>OPT-Produkt-Netzwerk</strong> festgelegt.</p>
</li>
<li>
<p>Durch Kombination der Stücklisten und Arbeitsplandaten wird hier der Produktionsprozess für alle Produkte vollständig beschrieben. </p>
</li>
<li>
<p>Anschließend wird die Kapazitätsbelastung für alle Arbeitssysteme durch Rückwärtsterminierung ermittelt. Dabei wird von dem vorgesehenen Produkt-Mix und den geplanten Endterminen der Aufträge ausgegangen. Liegt bei bestimmten Arbeitssystemen die Arbeitsbelastung über 100 %, wird versucht, diese Überbelastung durch Ausweichen auf andere Alternativen zu vermeiden.</p>
</li>
<li>
<p>Im Anschluss daran wird das OPT-Produkt-Netzwerk in einen <strong>kritischen</strong> und einen <strong>nicht-kritischen Bereich</strong> unterteilt. Alle Engpass-Arbeitssysteme und die diesen im Produktionsablauf folgenden Arbeitssysteme stellen den kritischen, alle anderen Arbeitssysteme den unkritischen Bereich dar. </p>
</li>
</ul>
<p>Schwerpunkt des OPT-Verfahrens ist die Belegungsplanung für den kritischen Bereich Mit ihr wird versucht, bei der Planung des Waren- und Mengenflusses den Durchsatz möglichst groß zu machen. Erst im letzten Schritt wird der nicht-kritische Teil des OPT-Netzwerks terminiert.</p>
<p>Der Anwendungsbereich von OPT entspricht in etwa dem des MRP-II-Konzepts.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.7">3.7 PPS-Systeme als CIM-Komponente</h3>
<p>PPS-Systeme bilden den wesentlichen Bestandteil von CIM, das den integrierten EDV-Einsatz in allen mit der Produktion zusammenhängenden Betriebsbereichen beschreibt. CIM umfasst das informationstechnische Zusammenwirken zwischen PPS, CAD, CAP, CAM und CAQ. Die einzelnen CA-Techniken (CA = computer aided bzw. computer assisted) können wie folgt abgegrenzt werden:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>CAD: </strong> Computergestützte Entwicklung und Konstruktion </p>
</li>
<li>
<p><strong>CAP: </strong> Computergestützte Planung der Arbeitsvorgänge und der Arbeitsvorgangsfolgen </p>
</li>
<li>
<p><strong>CAM</strong>: Computergestützte technische Steuerung und Überwachung von Betriebsmitteln bei der Herstellung der Artikel im Fertigungsprozess </p>
</li>
<li>
<p><strong>CAQ:</strong> Computergestützte Planung und Durchführung der Qualitätssicherung</p>
</li>
</ul>
<p>Die Kopplung von CAD bzw. CAP und PPS kann mit vielen Vorteilen für das Unternehmen verbunden sein. Beispielsweise lassen sich Stücklisten und Arbeitspläne automatisch in das PPS übertragen.</p>
<p>Solche Kopplungen führen aber in der Regel zu einer Dezentralisierung der PPS-Funktionen, bei der die Feinplanung vor Ort durch die durchführenden Produktionsstellen vorgenommen wird. Sinnvolles Anwendungsgebiet sind daher vor allem Fertigungsinseln und Fertigungszellen, die eine solche Dezentralisierung von PPS-Funktionen nahe legen.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.8">3.8 Ausblick</h3>
<p>Neben der weiteren Integration von PPS-Systemen und CA-Systemen ist im Zuge der weiter steigenden Planungsanforderungen vor allem damit zu rechnen, dass <strong>Simulationsmöglichkeiten</strong> auf allen Planungsebenen (Grob- und Feinplanung) an Bedeutung gewinnen werden. Weiterhin spielt die <strong>weitere Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit</strong> von PPS-Systemen eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Dazu gehören die Visualisierung der Maschinenbelegungen und eine bessere Benutzerführung bei der Arbeit mit dem System.</p>
<p>Die <strong>Möglichkeiten der Datenfernübertragung</strong> zum Anschluss an die EDV-Systeme von Kunden und Lieferanten müssen noch besser genutzt werden als bisher. Möglich wäre auch eine Anbindung an das unternehmenseigene Intranet oder das Internet.</p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Produktionsprogrammplanung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionsprogrammplanung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ProduktionsprogrammplanungIm Vordergrund der langfristigen Planung des Produktionsprogramms steht die Bestimmung der Produktarten (Produktplanung). Mit der Wahl der Branche, in der sich eine Unternehmung ansiedelt, werden die qualitativen Grenzen des Produktprogramms abgesteckt. Allerdings lässt sich nur in Ausnahmefällen die qualitative Grundstruktur des Produktprogramms für die gesamte Existenzzeit einer Unternehmung festlegen. Technischer Fortschritt, Bedarfswandlungen bei den Käufern,  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Produktionsprogrammplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Im Vordergrund der <strong>langfristigen Planung des Produktionsprogramms</strong> steht die Bestimmung der Produktarten (<a class="doklink" title="Produktplanung" href="/controlling/240537">Produktplanung</a>). Mit der Wahl der Branche, in der sich eine Unternehmung ansiedelt, werden die qualitativen Grenzen des Produktprogramms abgesteckt. Allerdings lässt sich nur in Ausnahmefällen die qualitative Grundstruktur des Produktprogramms für die gesamte Existenzzeit einer Unternehmung festlegen. Technischer Fortschritt, Bedarfswandlungen bei den Käufern, Veränderungen der Konkurrenzangebote und Wandlungen bei den sonstigen wirtschaftlich bedeutsamen Umweltbedingungen können Anlass zur Neuausrichtung der qualitativen Grundstruktur des Produktprogramms sein.</p>
<p>Stellen Unternehmen Massen-, Sorten- oder Serienprodukte her, bleibt die <strong>Programmstruktur</strong> aber in der Regel für längere Zeitabschnitte, die meist über ein Jahr hinausgehen, konstant. Bei <strong>Kleinserien und Einzelfertigung</strong> treten demgegenüber wesentlich kurzfristigere Änderungen bei einzelnen Qualitätsmerkmalen der Produkte auf. Die zu ihrer Herstellung erforderliche Kette von Teilprozessen wird nur einige Male oder &#8211; bei Einzelfertigung &#8211; gar nicht identisch wiederholt. Allerdings werden meist standardisierte Teile (Einzelteile, Teilefamilien und Baugruppen) verwendet, die ihrerseits durch entsprechende Prozesswiederholung als Sorten- oder Serienprodukte hergestellt werden, soweit sie nicht über den Markt bezogen werden. Dementsprechend ist zwischen der qualitativen Programmstruktur für die absatzfähigen Endprodukte (Programmbreite) und Vorprodukte bzw. Bauteile hierfür zu differenzieren (<a class="doklink" title="Produktionsplanung" href="/controlling/2900629">Produktionsplanung</a>).</p>
<p>In einer Wettbewerbswirtschaft gehört die grundsätzliche Programmentscheidung zu den spezifischen Unternehmerleistungen, denn sie sind von wesentlicher Bedeutung für den <a class="doklink" title="Messung des Unternehmenserfolgs" href="/controlling/303592">Unternehmenserfolg</a>. In diese Entscheidung gehen nur diejenigen Alternativen ein, die den Entscheidungssubjekten kraft ihrer Intuition und systematischen Umweltanalyse aus der grundsätzlich beliebig großen Zahl denkbarer Produktqualitäten bekannt sind. Ökonomische Einflüsse auf die Programmwahl können überwiegend nur sekundär zur Geltung gebracht werden, insbesondere durch Aussonderung von Programmvarianten, deren erwarteter Zielerfüllungsgrad dem gesetzten Anspruchsniveau nicht entspricht.</p>
<p>Umfasst das Produktprogramm absatzfähige Güter, muss darüber hinaus grundsätzlich der <strong>Umfang der Vorfabrikate- und Teileherstellung</strong> festgelegt und separat geplant werden. Von einer selbstständigen Produktionsstufe soll in diesem Zusammenhang gesprochen werden, sobald ein Prozess oder eine Prozessfolge zu Produkten führt, die am Markt abgesetzt werden können (marktgängige Produkte). Langfristig kann die Entscheidung über <a class="doklink" title="Eigenfertigung-Fremdbezug" href="/controlling/228949">Eigenfertigung oder Fremdbezug</a> grundsätzlich nur mit investitionstheoretischen Instrumenten vorbereitet werden. Bei existierenden Unternehmen spielt neben der Angliederung von vorgelagerten Produktionsstufen auch die Erweiterung der Fertigung in nachgelagerte Produktbereiche hinein eine Rolle.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist die <strong>Kapazitätsabstimmung</strong> zwischen den Produktionsstufen von besonderer Bedeutung. Die <strong>Feinabstimmung der Leistungsabgabe und Leistungsaufnahme</strong> von Teilbetrieben und Produktionsstufen liegt im kurzfristigen Planungsbereich, innerhalb dessen die quantitative, zeitliche und intensitätsmäßige Anpassung der Arbeitssysteme sowie der mengenmäßige Umfang aller Fremdbezüge festzulegen sind.</p>
<p>Neben der <strong>qualitativen Zusammensetzung des Produktprogramms</strong> in horizontaler (Programmbreite) und vertikaler Richtung (Programmtiefe) sind <strong>Höchst- und Mindestmengen je Produktart und Planungsperiode</strong> weitgehend autonom festzulegen. Hierbei sind neben technologischen vor allem absatzpolitische Gründe zu berücksichtigen. Derartige Begrenzungen gehen in Investitionskalküle als Nebenbedingungen ein (Investitionsrechnungsverfahren). Die endgültige Festlegung von Höchstmengen ergibt sich aufgrund der Investitionsentscheidungen, mit denen u. a. auch die Kapazitäten der Fertigungsanlagen bzw. der zu realisierenden Arbeitssysteme bestimmt werden.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktionsplanung" href="/controlling/2900629"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktplanung" href="/controlling/240537"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktionsterminierung" href="/controlling/2900631"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsterminierung</span></a></p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Produktionssteuerung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/produktionssteuerung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ProduktionssteuerungInhaltsübersicht1.Überblick2.Bereiche der Produktionssteuerung2.1Bedarfsermittlung2.2Ermittlung des Nettobedarfs2.3Materialdisposition und Bestellrechnung2.4Terminplanung2.4.1Durchlaufterminierung2.4.1.1Durchlaufzeitreduzierung2.4.1.2Kapazitätsausgleich2.4.2Kapazitätsterminierung2.5Auftragsfortschreibung und Kontrolle1. ÜberblickDie Produktionssteuerung, die man auch als Fertigungssteuerung bezeichnet, umfasst alle Entscheidungen und Maßnahmen, die unmittelbar vor, während und nach der Durchführung eines vorgegebenen Produktionsplanes notwendig sind. Als Bestandteil der Produktionsplanung beinhaltet sie die Durchsetzung und die Kontrolle der im Produktionsplanungsprozess gefällten Entscheidungen.Die Produktionssteuerung ist über die  [...]</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Produktionssteuerung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Bereiche der Produktionssteuerung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Bedarfsermittlung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Ermittlung des Nettobedarfs</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.3">Materialdisposition und Bestellrechnung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4">Terminplanung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4.1">Durchlaufterminierung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4.1.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4.1.1">Durchlaufzeitreduzierung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4.1.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4.1.2">Kapazitätsausgleich</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4.2">Kapazitätsterminierung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.5</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.5">Auftragsfortschreibung und Kontrolle</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Die <strong>Produktionssteuerung</strong>, die man auch als Fertigungssteuerung bezeichnet, umfasst alle Entscheidungen und Maßnahmen, die unmittelbar vor, während und nach der Durchführung eines vorgegebenen Produktionsplanes notwendig sind. Als <strong>Bestandteil der Produktionsplanung</strong> beinhaltet sie die Durchsetzung und die Kontrolle der im <strong>Produktionsplanungsprozess</strong> gefällten Entscheidungen.</p>
<p>Die Produktionssteuerung ist über die Produktionsplanung mit der <a class="doklink" title="Absatzplanung" href="/controlling/407280">Absatzplanung</a>, der <strong>Planung der Forschung und Entwicklung</strong> sowie mit der <strong>Kosten- und Beschaffungsplanung</strong> verbunden (<a class="doklink" title="Budgetierung" href="/controlling/236578">Budgetierung</a>). Somit stellt die Produktionssteuerung ein Modul des umfassenden Systems der Produktionsplanung dar. Dabei stehen die einzelnen Bereiche im Planungsprozess untereinander in Beziehung, da sie <strong>wechselseitig Informationen</strong> erhalten bzw. verteilen. So werden z. B. für die Produktionsplanung über die Absatzplanung Informationen in Form von Absatzplänen und über die Forschungs- und Entwicklungsplanung Informationen in Form von Produktplänen gewonnen, während die Produktionsplanung bzw. Produktionssteuerung wiederum Informationen für die Kosten- und Beschaffungsplanung liefert.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Bereiche der Produktionssteuerung</h2>
<p>Die Produktionssteuerung beschäftigt sich mit der Lösung sehr komplexer Probleme. Darüber hinaus kann &#8211; wegen der <strong>Interdependenzen der einzelnen Teilaufgaben</strong> der Produktionssteuerung &#8211; nur eine <strong>simultane Betrachtung und Optimierung</strong> zu theoretisch befriedigenden Lösungen führen. So ergeben sich z. B. für die aus den Bedarfswerten abgeleiteten optimalen Losgrößen Realisationsprobleme, wenn Kapazitätsengpässe Abweichungen von den optimalen Serien erforderlich machen. Ferner treten <strong>rechnerische Schwierigkeiten</strong> auf, wenn die entscheidungsrelevanten Rüstkosten von der Sortenschaltung (Reihenfolgeplanung) abhängen.</p>
<p>Insgesamt beeinflussen somit vielfältige Probleme des Produktionsverbundes, der <a class="doklink" title="Instandhaltungsstrategie" href="/controlling/238516">Instandhaltungsplanung</a>, der Abstimmung zwischen Absatzprogramm, Produktionsprogramm und Lagerhaltung eine Gesamtoptimierung der Produktionssteuerung.</p>
<p>Da aber bereits die <strong>einzelnen Optimierungskomplexe</strong> bei praxisnahen Prämissen zu Modellansätzen führen, die mit vertretbarem Rechenaufwand nicht gelöst werden können, gilt dies erst recht für eine simultane Optimierung der gesamten Produktionssteuerung. In der Praxis wird daher <strong>anstelle der simultanen Optimierung</strong> gewöhnlich nur eine <strong>sequentielle Betrachtung</strong> der einzelnen Bereiche der Fertigungssteuerung mit dem Ziel befriedigender Lösungen durchgeführt.</p>
<p>Hierzu bietet sich ein <strong>modularer Aufbau der Produktionssteuerung</strong> an, da die einzelnen Aufgabenkomplexe der Fertigungssteuerung bei mehrstufiger <strong>Fertigung in mehreren Fertigungsstufen</strong> auftreten können. So besteht z.B. die Produktionssteuerung für ein aus Baugruppen, Teilen und Materialien zusammengesetztes Produkt aus drei Subsystemen. Das niedrigste Subsystem umfasst als Grundlage für die Zusammensetzung der Teile die Bedarfsermittlung, die Materialwirtschaft, die Terminplanung, die Fertigungsveranlassung und die Kontrolle. Das nächste Subsystem enthält dieselben Module für die Zusammensetzung der Baugruppen aus den Teilen. Das höchste Subsystem umfasst schließlich die Zusammensetzung der Produkte aus den Baugruppen.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Bedarfsermittlung</h3>
<p>Ausgehend vom Produktionsprogramm werden die Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarfsmengen festgestellt. Beginnend mit dem innerhalb einer Periode gewünschten <strong>Primärbedarf</strong>, also den Endprodukten, werden die erforderlichen Mengen aller Einsatzprodukte bestimmt. Unter <strong>Sekundärbedarf</strong> wird der gesamte Bedarf an Rohstoffen und Vorprodukten (Halbfabrikate, Einzelteile, Baugruppen) verstanden. Mit <strong>Tertiärbedarf</strong> ist der Bedarf an Hilfs- und Betriebsstoffen, Werkzeugen und Energie gemeint.</p>
<p>Das Ergebnis einer ABC-Analyse, mit dem die ökonomische Relevanz der Einsatzfaktoren festgestellt werden kann, dient der Auswahl des Verfahrens der Bedarfsermittlung:</p>
<ul>
<li>
<p> Wird aus der Stücklistenbeziehung der im Einzelnen benötigte Bedarf errechnet, spricht man von einer <strong>programmgesteuerten, deterministischen Bedarfsermittlung</strong>.</p>
</li>
<li>
<p> Wird ausgehend von dem bisherigen Verbrauch der künftig zu erwartende Bedarf prognostiziert, wird von einer <strong>verbrauchsgesteuerten, stochastischen Bedarfsermittlung</strong> gesprochen.</p>
</li>
</ul>
<p>Ausgangspunkt der <strong>deterministischen Bedarfsauflösung</strong> ist ein nach Art, Menge und Zeit fixierter Produktionsplan. Ausgehend vom Primärbedarf wird der Sekundärbedarf über die <a class="doklink" title="St&#xFC;cklistenaufl&#xF6;sung" href="/controlling/241772">Stücklistenauflösung</a> ermittelt. Die verschiedenen <strong>Verfahren zur Stücklistenauflösung</strong> ergeben sich aus den unterschiedlichen Auflösungsalgorithmen:</p>
<ul>
<li>
<p> Ausgehend von der Reihenfolge, in der die Teile verarbeitet werde</p>
</li>
<li>
<p> Ausgehend von der Reihenfolge, in der die Daten verarbeitet werden (muss nicht identisch mit der Teile-Reihenfolge sein)</p>
</li>
<li>
<p> Ausgehend von der Bearbeitung per EDV (sequenzieller oder wahlfreier Zugriff zu den Daten)</p>
</li>
<li>
<p> Ausgehend von der Datenorganisation</p>
</li>
<li>
<p> Ausgehend von der Verarbeitungsrichtung (entweder vom übergeordneten Teil ausgehende Stücklistenauflösung oder vom eingehenden Teil ausgehende Bedarfsermittlung über die Teileverwendung)</p>
</li>
</ul>
<p>Unmittelbar an die Stücklistenauflösung schließt sich die <strong>Terminplanung</strong> an.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Ermittlung des Nettobedarfs</h3>
<p>Der <strong>Bruttobedarf</strong> an Vormaterial ergibt sich aus der Summe des über Stücklisten und/oder über Bedarfsprognosen ermittelten Bedarfs. Dieser Bruttobedarf wird im Allgemeinen um Zuschläge für Ausschuss und um den Bedarf an Ersatzteilen erhöht. Durch Vergleich der Bruttobedarfswerte mit den Lagerbeständen ergibt sich jeweils der für die Bestellrechnung relevante <strong>Nettobedarf</strong>.</p>
<p>Im Rahmen einer EDV-gestützten Produktionssteuerung (<a class="doklink" title="PPS-System" href="/controlling/240342">PPS-System</a>) unterscheidet man diesbezüglich häufig zwischen dem Lagerbestand, dem Werkstattbestand und dem Bestellbestand. Als <strong>Lagerbestände</strong> werden die zu bestimmten Zeitpunkten gelagerten Mengen bezeichnet. Für die Durchführung der Produktionssteuerung wird der Lagerbestand in einen bereits für bestimmte Fertigungsaufträge reservierten und einen noch verfügbaren Lagerbestand aufgeteilt. Zum <strong>Werkstattbestand</strong> gehören die in der Fertigung bzw. im innerbetrieblichen Transportsystem befindlichen Mengen.</p>
<p>Der <strong>Bestellbestand</strong> enthält alle aufgegebenen, aber noch nicht eingegangenen Bestellungen. Der verfügbare Lagerbestand, der nicht verplante Werkstattbestand und der bis zum Fertigungsbeginn eingegangene Bestellbestand ergeben den für Dispositionszwecke insgesamt <strong>verfügbaren Bestand</strong>. Aus der Gegenüberstellung dieses verfügbaren Bestandes mit dem ermittelten Bruttobedarf resultiert <strong>der für die Bestellung relevante Nettobedarf</strong> einer Periode.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Materialdisposition und Bestellrechnung</h3>
<p>Der Nettobedarf geht in das Modul Materialdisposition bzw. Bestellrechnung ein. Welche Teile selbst gefertigt und welche von außen bezogen werden, wird gewöhnlich vorab bei der <strong>Produktionsprogrammplanung</strong> entschieden (<a class="doklink" title="Eigenfertigung-Fremdbezug" href="/controlling/228949">Eigenfertigung/Fremdbezug</a>). Allerdings können Terminaspekte eine Revision dieser Entscheidung erforderlich machen.</p>
<p>Aus dem Bedarf an Eigenteilen werden optimale Losgrößen ermittelt und zu von der Materialdisposition bestimmten Eingangsterminen als Fertigungsaufträge in die Produktion gegeben. Damit verbunden ist stets eine <strong>Verfügbarkeitsrechnung</strong> für das Ausgangsmaterial, da das Auslösen eines Fertigungsauftrages nur dann sinnvoll ist, wenn das Ausgangsmaterial auch verfügbar ist.</p>
<p>Der Bedarf an Fremdteilen und Materialien wird mit dem Ziel der mengen- und termingerechten Bereitstellung über die Bestellrechnung verwaltet. Dabei werden Bestellzeitpunkte und Bestellmengen vor allem unter dem Gesichtspunkt der Kostenwirtschaftlichkeit betrachtet.</p>
<p>Zur Durchführung der Materialdisposition und Bestellrechnung werden in der Regel Lagerhaltungsmodelle eingesetzt, die an die Bedarfsermittlung angeschlossen werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.4">2.4 Terminplanung</h3>
<p>Die <strong>Terminplanung</strong> umfasst alle Funktionen, die sich mit der Planung des zeitlichen Ablaufs der Fertigung befassen. Die zu fertigenden Aufträge sind so einzuplanen, dass die Einhaltung von Terminen bei wirtschaftlicher Durchführung der Produktion gewährleistet ist. Gewöhnlich wird die Terminplanung wegen ihrer Komplexität unter mehr oder minder weitgehendem Verzicht auf eine Optimierung in zwei Stufen durchgeführt: Durchlaufterminierung und Kapazitätsterminierung.</p>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.4.1">2.4.1 Durchlaufterminierung</h4>
<p>Die Terminplanung vollzieht sich zunächst in Form der so genannten <strong>Durchlaufterminierung</strong>, bei der &#8211; ausgehend von unbeschränkten Kapazitäten &#8211; für jeden Arbeitsgang die Start- und Endzeitpunkte errechnet werden. Als methodisches Instrument für die Planung wird die Netzplantechnik genutzt.</p>
<p>Bei der <strong>Vorwärtsterminierung</strong> wird der Endtermin eines Auftrages ausgehend vom ersten Arbeitsgang über alle notwendigen Arbeitsoperationen ermittelt. Diese Vorgehensweise kann zu unnötigen Lagerzeiten führen, wenn alle Teile zum frühest möglichen Termin produziert werden. Demgegenüber geht man bei der <strong>Rückwärtsterminierung</strong> von einem vorgegebenen Endtermin aus und ermittelt die notwendigen Starttermine in den einzelnen Fertigungsstufen. Zu diesen Startterminen müssen die einzelnen Operationen spätestens beginnen, damit der vorgegebene Endtermin eingehalten werden kann.</p>
<div class="stw_gld4">
<h5 class="stw_gld4_head" id="gld2.4.1.1">2.4.1.1 Durchlaufzeitreduzierung</h5>
<p>Die <strong>Durchlaufzeit eines Auftrages</strong> setzt sich aus Operationszeiten, Zwischenlagerzeiten und Transportzeiten zusammen. Falls sich bei der Vorwärtsterminierung eine Überschreitung des geplanten Endtermins bzw. bei der Rückwärtsterminierung eine Unterschreitung des frühest möglichen Starttermins ergibt, müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Durchlaufzeit der Aufträge ergriffen werden.</p>
<p><strong>Operationszeiten</strong> lassen sich durch Anpassung in punkto Intensität im Allgemeinen nur in geringem Umfang und unter Inkaufnahme von Kostenerhöhungen beeinflussen. Daher richten sich entsprechende Maßnahmen zur Verkürzung der Durchlaufzeit vor allem auf Lager- und Transportzeiten.</p>
<p>Bei nicht durchlaufender Fertigung lässt sich durch Sonderarbeitszeiten (Überstunden, Sonderschichten) eine <strong>kalenderzeitbezogene Reduzierung der Durchlaufzeiten</strong> erreichen. Allerdings entstehen dabei in der Regel Kostensteigerungen durch Lohnzuschläge.</p>
<p>Da man bei der Durchlaufterminierung im Allgemeinen von der Annahme ausgeht, dass Aufträge oder Lose geschlossen von einem Arbeitsplatz zum nächsten übergeben werden, kann die Durchlaufzeit u.U. durch die <strong>überlappte Bearbeitung eines Loses</strong> an zwei Arbeitsplätzen reduziert werden. Falls optimale Transportlose unterschritten werden, können dadurch allerdings Transportkostensteigerungen verursacht werden.</p>
<p>Beim <strong>Splitten von Losen</strong> werden gleiche Arbeitsoperationen nebeneinander an mehreren Maschinen vorgenommen. Voraussetzung hierzu ist, dass die benötigten Maschinen, Werkzeuge und Arbeitskräfte mehrfach verfügbar sind. Nachteilig wirkt sich aus, dass dadurch Rüst- und Anlaufkosten entsprechend der Zahl der Teillose vervielfacht werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld4">
<h5 class="stw_gld4_head" id="gld2.4.1.2">2.4.1.2 Kapazitätsausgleich</h5>
<p>Der im Rahmen der Durchlaufterminierung ermittelte Kapazitätsbedarf je Maschinengruppe und Periode kann zu einer <strong>ungleichgewichtigen Kapazitätsbelastung</strong> führen. Diese Ungleichgewichte lassen sich unter Berücksichtigung terminmäßiger und technischer Grenzen durch zeitliche Verschiebung von Aufträgen oder durch eine Umverteilung von Aufträgen innerhalb des verfügbaren Maschinenbestandes beseitigen oder zumindest abschwächen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld3">
<h4 class="stw_gld3_head" id="gld2.4.2">2.4.2 Kapazitätsterminierung</h4>
<p>Im Rahmen der Kapazitätsterminierung werden die Reihenfolge der für die Feinplanung freigegebenen Aufträge und damit die exakten Starttermine der einzelnen Aufträge für jede Maschine bzw. Maschinengruppe festgelegt. Planungszeiteinheit der Kapazitätsterminierung können Fertigungsstunden, aber auch Fertigungsminuten sein.</p>
<p>Die Bearbeitungsreihenfolge der Aufträge an den einzelnen Maschinen ist unter Berücksichtigung vorgegebener Ziele festzulegen. Als <strong>Optimierungskriterien</strong> können verwendet werden:</p>
<ul>
<li>
<p> Minimierung der Durchlaufzeit,</p>
</li>
<li>
<p> Minimierung produktiv nutzbarer Maschinenstillstandszeiten,</p>
</li>
<li>
<p> Minimierung von Terminüberschreitungen, </p>
</li>
<li>
<p> Minimierung von Umrüstzeiten,</p>
</li>
<li>
<p> Minimierung des in der Fertigung gebundenen Kapitals.</p>
</li>
</ul>
<p>Zur Erreichung eines oder mehrerer dieser Ziele ist eine Vielzahl von <strong>Reihenfolgemodellen</strong> entwickelt worden, die auf analytischen oder heuristischen Methoden beruhen. </p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.5">2.5 Auftragsfortschreibung und Kontrolle</h3>
<p>Im Anschluss an die Terminplanung können Fertigungsdokumente ausgestellt und innerbetriebliche Aufträge ausgeführt werden. Die Maschinenbelegungs- und Auftragsablaufpläne bilden dabei die Basis für die <strong>Auftragsfortschritts- und die Terminkontrolle</strong>.</p>
<p>Durch ein <strong>Rückmeldesystem</strong> kann der jeweilige Ist-Zustand mit dem Planungssoll verglichen werden. Abweichungen machen u. U. eine erneute Untersuchung der gesamten Terminierung aller noch zu durchlaufenden Fertigungsstufen erforderlich, um über entsprechende Umdispositionen eine möglichst weitgehende Einhaltung der Termine sicherzustellen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Absatzplanung" href="/controlling/407280"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Absatzplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Budgetierung" href="/controlling/236578"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Budgetierung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Gesch&#xE4;ftsprozessanalyse" href="/controlling/631361"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Geschäftsprozessanalyse</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Instandhaltungsstrategie" href="/controlling/238516"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Instandhaltungsplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Maschinenbelegungsplanung" href="/controlling/3192022"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Maschinenbelegungsplanung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Netzplantechnik</span></p>
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