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	<title>S Archives - Steuerberater Hannover</title>
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		<title>Strategische Allianzen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategische AllianzenInhaltsübersicht1.Überblick2.Motive für Netzwerkarrangements3.Die Transaktionskostentheorie4.Strategische Allianzen und strategische Netzwerke4.1Die Konfiguration strategischer Allianzen4.2Die Konfiguration strategischer Netzwerke5.Erfolgsbedingungen für Netzwerkarrangements1. ÜberblickIm internationalen Wettbewerb haben strategische Allianzen bzw. strategische Netzwerke erheblich an Bedeutung gewonnen. Obwohl sie in der letzten Zeit fast zu einer Modeerscheinung in der Wettbewerbsdiskussion geworden sind, mehren sich jedoch zunehmend kritische Stimmen, die vor den Gefahren  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Strategische Allianzen</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Motive für Netzwerkarrangements</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Die Transaktionskostentheorie</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Strategische Allianzen und strategische Netzwerke</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.1">Die Konfiguration strategischer Allianzen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.2">Die Konfiguration strategischer Netzwerke</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Erfolgsbedingungen für Netzwerkarrangements</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Im internationalen Wettbewerb haben <strong>strategische Allianzen</strong> bzw. <strong>strategische Netzwerke</strong> erheblich an Bedeutung gewonnen. Obwohl sie in der letzten Zeit fast zu einer Modeerscheinung in der Wettbewerbsdiskussion geworden sind, mehren sich jedoch zunehmend kritische Stimmen, die vor den Gefahren kooperativer Wettbewerbsmaßnahmen warnen. So berichtete zum Beispiel der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG auf dem Deutschen Betriebswirtschafter-Tag im Oktober 2000 in Berlin, dass etwa die Hälfte der strategischen Allianzen, in die die Siemens AG involviert sei, in irgendeiner Form Probleme aufwerfe.</p>
<p><strong>Strategisch motivierte Kooperationen</strong> verfolgen das Ziel, über eine Zusammenarbeit von rechtlich und grundsätzlich auch wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dabei sind unterschiedliche Formen der Kooperation zu beobachten:</p>
<ul>
<li>
<p>Verbünden sich Unternehmen <strong>auf gleicher Wertschöpfungsstufe</strong> (Wertschöpfung) spricht man von einer horizontalen Allianz. Die Zusammenarbeit erfolgt in diesem Fall funktionsspezifisch, zum Beispiel im Bereich der Forschung und Entwicklung oder des Vertriebs. Da sich die Wettbewerbsfähigkeit der Partner gegenüber Dritten vereint, verändern sich auch die Wettbewerbsbeziehungen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Vertikal ausgerichtete Kooperationen</strong> entstehen zwischen Unternehmen, die <strong>auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen</strong> tätig sind. Motiv für eine solche Kooperation ist insbesondere die Reduktion der Wertschöpfungstiefe bei gleichzeitiger Sicherung der ausgelagerten Funktionen durch vertragliche Regelungen.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Motive für Netzwerkarrangements</h2>
<p>Für strategische Kooperationen werden unterschiedliche Bestimmungsgründe genannt. Diese lassen sich im Wesentlichen auf folgende Grundmotive zurückführen:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Zugang zu Märkten</strong></p>
<p>Strategische Allianzen ermöglichen häufig erst den Zugang zu (internationalen) Märkten, die allein durch eigene Anstrengungen nicht besetzt werden können. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Zugang zu Ressourcen</strong></p>
<p>Grund für die Suche nach Kooperationspartnern kann auch der Zugang zu knappen finanziellen oder personellen Ressourcen insbesondere für Forschung und Entwicklung sein.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Spezialisierungsvorteile (Know-how-Vorteile)</strong></p>
<p>Unternehmen können sich in Unternehmensnetzwerken auf bestimmte Aktivitäten in der Wertschöpfungskette konzentrieren und sich dadurch einen <strong>Wissensvorsprung</strong> (Know-how-Vorteile) erarbeiten. Ferner lässt sich mit strategischen Allianzen ein wechselseitiger <strong>Know-how-Transfer</strong> erreichen, mit dem entstandene Wissensdefizite ausgeglichen werden können. </p>
<p>Hierzu wird zum Beispiel Know-how in der Produkttechnologie gegen solches in der Fertigungstechnologie, Kenntnisse im Vertrieb oder gegen Management-Know-how in der Produktion getauscht. Darüber hinaus sind Hersteller bestrebt, vertikale Netzwerke mit <strong>spezialisierten Zulieferanten</strong> aufzubauen, die bei bestimmten Systemkomponenten über Know-how-Vorteile verfügen. So kann sich ein Endprodukthersteller durch gezielte Netzwerkarrangements die Systemkompetenz für ein Endprodukt sichern, ohne auf allen Gebieten gleichzeitig entsprechende Fähigkeiten aufweisen zu müssen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Kostenvorteile</strong></p>
<p>Über die Spezialisierungsvorteile hinaus ermöglichen strategische Kooperation unter bestimmten Bedingungen auch die Realisierung von zum Teil erheblichen <strong>Kostenvorteilen</strong>. Durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungstätigkeit lässt sich zum Beispiel die Fixkostenbelastung drastisch reduzieren. Die konzentrierte Produktion verhilft zur Ausnutzung von <strong>Erfahrungskurveneffekten</strong> (Erfahrungskurve) und ein weiteres erhebliches Kostensenkungspotential liegt in der gemeinsamen Beschaffung und Distribution.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zeitvorteile</strong></p>
<p>Zeitvorteile sind insbesondere in der Produktentwicklung von großer Bedeutung (<a class="doklink" title="Produktlebenszyklus" href="/controlling/240532">Produktlebenszyklus</a>, <a class="doklink" title="Produktplanung" href="/controlling/240537">Produktplanung</a>). Lange Entwicklungszeiten führen nicht selten dazu, dass &#8211; unter Umständen sogar mehrfach &#8211; Anpassungen an die technische Entwicklung und an veränderte Kundenwünsche erforderlich sind. Diesen <strong>Anpassungskosten</strong> stehen zum einen keine zusätzlichen Erlöse gegenüber, zum anderen führen Verzögerungen des Markteintrittszeitpunktes häufig dazu, dass vorhandenes Marktpotenzial nicht voll ausgeschöpft werden kann und ein verspäteter Markteintritt nur zu wesentlich niedrigeren Preisen möglich ist. Gerade in den Bereichen der schnellen und effizienten Produktentwicklung sowie Verwertung der Leistungen im Markt liegen die unbestrittenen Vorteile von strategischen Kooperationsformen.</p>
</li>
</ul>
<p>In der Realität lassen sich die aufgezeigten Motive nicht immer sauber voneinander trennen. Insgesamt verspricht man sich von strategischen Kooperationsformen eine <strong>Steigerung der Reaktionsschnelligkeit</strong> der Unternehmen auf Markt- und Technologieveränderungen sowie eine <strong>Verkürzung der Amortisationszeit</strong> des investierten Kapitals (Investitionsrechnungsverfahren).</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Die Transaktionskostentheorie</h2>
<p>Zur mehr wissenschaftlichen Erklärung der zu beobachtenden Kooperationswelle wird insbesondere das <strong>Transaktionskostenkonzept</strong> herangezogen. Dieser maßgeblich von <strong>Williamson</strong> entwickelte Ansatz dient dazu, die Bildung unterschiedlicher institutioneller Arrangements wie &#8222;Markt&#8220;, &#8222;Hierarchie&#8220; und &#8222;Kooperation&#8220; zu erklären. Hierzu unterscheidet Williamson in einem ersten Schritt drei institutionelle Arrangements:</p>
<ul>
<li>
<p>Koordination durch Anweisung beziehungsweise Hierarchie (Unternehmung),</p>
</li>
<li>
<p>Koordination über den Preismechanismus (Markt) und</p>
</li>
<li>
<p>Koordination über hybride Formen (Kooperation).</p>
</li>
</ul>
<p>Hiervon ausgehend versucht Williamson in einem zweiten Schritt die <strong>Bedingungsfaktoren</strong> aufzuzeigen, unter denen die eine oder andere institutionelle Form vorteilhaft ist. Von der Vorstellung geleitet, dass der <strong>technische Fortschritt</strong> zu steigender Faktorspezifität und Unsicherheit führt, erfolgt nach Williamson die notwendige Abstimmung der interdependenten Aktivitäten nicht über den Preismechanismus. Nach seiner Auffassung sind vielmehr<strong> hybride Formen</strong> notwendig, die eine gegenseitige Anpassung ermöglichen. Beansprucht die wechselseitige Zustimmung auf Grund ständiger Datenänderung zuviel Zeit, dann geht die Hybridform über in eine <strong>Koordination durch Hierarchie</strong> und die Unternehmen streben eine vertikale Integration der Aktivitäten an. </p>
<p>Zu dieser These steht das <strong>empirisch beobachtbare Verhalten der Unternehmen</strong> allerdings in einem krassen Widerspruch. Der intensive Technologiewettbewerb führt offensichtlich eher zu einer Ausgliederung von Aufgaben und veranlasst die Unternehmen gleichzeitig, die Koordination der Aktivitäten vor allem durch wechselseitige Anpassung, Information und Kommunikation herbeizuführen. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Strategische Allianzen und strategische Netzwerke</h2>
<p>Die Begriffe strategische Allianzen und strategische Netzwerke werden in unterschiedlicher Form verwendet. Hier wird in <strong>Abhängigkeit von der Kooperationsrichtung</strong> zwischen strategischer Allianz und strategischem Netzwerk unterschieden. Strategische Allianzen sind danach horizontale, strategische Netzwerke dagegen vertikale bwz. diagonal ausgerichtete Kooperationsformen.</p>
<p>Wesentliches <strong>Kennzeichen einer strategischen Allianz</strong> ist, dass zwei oder mehr Unternehmen bestimmte Aspekte ihrer Aktivitäten miteinander verknüpfen, so dass die <strong>Austauschbeziehungen</strong>, die jene betreffen, nicht über Markttransaktionen geregelt werden. Ansonsten treten die beteiligten Unternehmen am Markt getrennt auf und stehen sich als Konkurrenten gegenüber. In diesem Sinne stellen strategische Allianzen <strong>geschäftsfeldspezifische horizontale Kooperationen</strong> dar.</p>
<p>Aus organisationstheoretischer Perspektive können strategische Allianzen auch als <strong>Action-Sets</strong> bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Organisationen, die im Allgemeinen eine zeitlich befristete Allianz zu einem bestimmten Zweck eingehen und direkte, reziproke Beziehungen untereinander unterhalten. Somit stellt das Action-Set eine eigene, abgrenzbare institutionalisierte Organisationsform dar.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl496.gif" alt="" /></div>
<p>Strategische Netzwerke bezeichnen <strong>vertikal oder diagonal ausgerichtete Kooperationsformen</strong>, bei denen zwei oder mehr Unternehmen, die in einer Kunden-Lieferanten-Beziehung zueinander stehen, zusammenarbeiten und der Leistungsaustausch über den Markt stattfindet. Die Unternehmen erbringen also im Endmarkt eine gemeinsame Leistung und stehen zu anderen Unternehmen außerhalb des Netzwerkes in Konkurrenz. Aus organisationstheoretischer Sicht handelt es sich um <strong>Organization-Sets</strong>, die sich dadurch kennzeichnen lassen, dass &#8211; anders als bei Action-Sets &#8211; direkte und indirekte Beziehungsstrukturen relevant werden.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.1">4.1 Die Konfiguration strategischer Allianzen</h3>
<p>Eine strategische Allianz wird über die Art und Richtung der Kooperation, das gewählte Kooperationsfeld, die angewandten vertraglichen und nicht vertraglichen Regelungen sowie die zur Organisation der gemeinsamen Aktivitäten eingesetzten Koordinationsmechanismen konfiguriert. </p>
<p>Man sieht in der strategischen Allianz auf der einen Seite eine <strong>Alternative zum Alleingang</strong> oder zur <strong>Fusion</strong>, auf der anderen Seite eine Möglichkeit, die Geschäftsbeziehung über eine Markttransaktion zu regeln. Ein Unternehmen kann zum Beispiel versuchen, eine Technologie allein weiterzuentwickeln oder sich mit anderen Betrieben, die auf diesem Gebiet Know-how besitzen, rechtlich zusammenzuschließen (Fusion) beziehungsweise Know-how gegen Entgelt über Lizenzverträge (Lizenzen) zu erwerben (Markttransaktion).</p>
<p>Über die <strong>konkreten</strong> Ausgestaltungsformen strategischer Allianzen gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Das <strong>Kooperationsfeld einer strategischen Allianz</strong> ist begrenzt auf bestimmte Aspekte der Geschäftstätigkeit. Die Unternehmen arbeiten in einem oder mehreren Funktionsbereichen zusammen und bilden dazu in der Regel einen <strong>gemeinsamen Ressourcen-Pool</strong>. Die Beteiligten stellen die erforderliche Management-Kapazität bereit, entscheiden über den Einsatz von Mitarbeitern und Maschinen und bringen finanzielle Mittel ein. </p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.2">4.2 Die Konfiguration strategischer Netzwerke</h3>
<p>Strategische Netzwerke dienen dazu, <strong>Wertschöpfungsaktivitäten verschiedener Stufen</strong> zu koordinieren. Sie sind nicht notwendig auf einzelne Funktionsbereiche begrenzt, sondern können sich im Extremfall auf alle ausweiten, wenn Hersteller und Zulieferer beispielsweise Entwicklungs-, Produktions-, Beschaffungs-, Distributions- und Qualitätssicherungsaktivitäten untereinander abstimmen. </p>
<p>Diese Kooperationsform wird einerseits als eine <strong>Alternative zur vertikalen Integration</strong> angesehen und andererseits gegenüber der Form einer reinen Markttransaktion abgegrenzt, bei der der Tausch allein über den Preismechanismus geregelt wird.</p>
<p>Strategische Netzwerke können sowohl kurzfristig als auch langfristig ausgelegt sein und können dabei unterschiedliche vertragliche Regelungsformen annehmen. Bereits in den achtziger Jahren haben vergleichende Untersuchungen der Zuliefererstruktur japanischer und US-amerikanischer Automobilhersteller beispielweise ergeben, dass die <strong>stärker vertikalisierten Netzwerkarrangements</strong> der japanischen Hersteller <strong>den flacheren US-Arrangements</strong> deutlich überlegen sind. Während sich im letzteren Fall die Direktlieferanten damit begnügen einfache Komponenten nach Vorgabe der Hersteller zu produzieren, übernehmen in den japanischen Netzwerken die Systemlieferanten auch die Forschung und Entwicklung von Systemkomponenten, so dass die <strong>Zulieferer von einfachen Komponenten</strong> in die Rolle von <strong>Unterlieferanten</strong> abgedrängt werden. Dies führte offensichtlich zu erheblichen Kosten- und Zeitvorteilen.</p>
<p>Innerhalb des Netzwerkes übernimmt das Herstellerunternehmen die Funktion einer sogenannten <strong>&#8222;hub firm&#8220;</strong>, die das Netzwerk strategisch führt und für die Ausrichtung der Aktivitäten im Netzwerk auf die Erfordernisse des Endmarktes Sorge trägt. Es ist maßgeblich verantwortlich für den Aufbau und die ständige Pflege der Geschäftsbeziehungen und beeinflusst direkt oder indirekt die Netzwerkstruktur.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Erfolgsbedingungen für Netzwerkarrangements</h2>
<p>Der Erfolg von strategischen Kooperationsformen hängt davon ab, inwieweit es den Beteiligten gelingt, eine <strong>Win-win-Situation</strong> zu schaffen. Dies bedingt, dass für alle Partner ein Anreiz-/Beitrags-Gleichgewicht gegeben sein muss, was insbesondere bei strategischen Allianzen nur schwer realisiert werden kann. Eine Allianz kann in der Regel nur bestehen, wenn für die Betroffenen <strong>zusätzliche Wettbewerbsvorteile</strong> gegenüber Dritten durch den Zugang zu komplementären Fähigkeiten erreicht werden und sich ergänzende Ziele überwiegen.</p>
<p><strong>Grundvoraussetzung</strong> für den Aufbau und die Aufrechterhaltung von Netzwerkarrangements, die sich durch ständige Interaktion, intensiven Informationsaustausch und wechselseitige Kommunikation auszeichnen, ist <strong>gegenseitiges Vertrauen</strong>. Weitere Maßnahmen bestehen in der sorgfältigen Auswahl der Partner sowie in der <strong>Ausnutzung von Reputation</strong>. Auch diese Bedingungen sind für strategische Allianzen nur schwer zu erfüllen, denn die Gefahr, dass eine Allianz auf Grund der notwendigen engen personellen Zusammenarbeit an kulturellen Barrieren scheitert, ist relativ hoch.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Cross Majority" href="/controlling/228752"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Cross Majority</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Erfahrungskurve</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Investitionsrechnungsverfahren</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktplanung" href="/controlling/240537"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktplanung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Wertschöpfung</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/strategische-allianzen/">Strategische Allianzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Supply Chain Management</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/supply-chain-management/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Supply Chain ManagementInhaltsübersicht1.Überblick2.Abgrenzung zu verwandten Konzepten3.Ziele von Supply Chain Management in der Praxis4.Komponenten des Supply Chain Management5.Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains1. ÜberblickIn den letzten Jahren hat sich der Begriff "Supply Chain Management" zu einem betriebswirtschaftlichen Modewort entwickelt. Trotz zahlreicher Publikationen wird jedoch vielfach nicht deutlich, was das originär Neue am Supply Chain Management  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<h1 class="stw_titel">Supply Chain Management</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Abgrenzung zu verwandten Konzepten</a></div>
</li>
<li>
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</li>
<li>
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</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>In den letzten Jahren hat sich der Begriff &#8222;Supply Chain Management&#8220; zu einem betriebswirtschaftlichen Modewort entwickelt. Trotz zahlreicher Publikationen wird jedoch vielfach nicht deutlich, was <strong>das originär Neue am Supply Chain Management</strong> ist, denn sowohl national als auch international hat sich bisher kein einheitliches Verständnis des Begriffs herausgebildet. Dies lässt sich vor allem dadurch erklären, dass es sich beim Supply Chain Management um kein in der betriebswirtschaftlichen Theorie entwickeltes Konzept, sondern um einen in der Unternehmenspraxis entstandenen Ansatz einer stärkeren unternehmensübergreifenden Integration handelt, der zu Effizienzsteigerungen in der gesamten <strong>Wertschöpfungskette</strong> führen soll.</p>
<p>Seinen Ursprung hat <strong>Supply Chain Management (SCM)</strong> in den USA. Dort prägten Anfang der 80er Jahre amerikanische Consulting Gesellschaften den Begriff. Die Theorie befasste sich erstmals in den frühen 90er Jahren mit der Thematik &#8211; wiederum zunächst in den Vereinigten Staaten. In Deutschland etablierte sich das Supply Chain Management Mitte der 90er Jahre.</p>
<p>Basierend auf der <strong>Wertschöpfungskette</strong> (<strong>Value Chain</strong>) von <strong>Michael E. Porter</strong> wird im Supply Chain Management der Gedanke einer Integration von Unternehmensaktivitäten aufgegriffen. Während die einzelnen Bereiche bislang weitgehend losgelöst voneinander standen, sollen per SCM die <strong>Verbesserungspotenziale</strong> an den <strong>unternehmensinternen und -externen Schnittstellen</strong> aufgedeckt werden (<a class="doklink" title="Efficient Consumer Response" href="/controlling/228925">Efficient Consumer Response</a>). Dabei bezieht sich das Supply Chain Management zum einen auf die Aktivitäten einer Unternehmung selbst (<strong>unternehmungsinterne Supply Chain</strong>). Zum anderen beinhaltet es die Anbindung der Unternehmung an die Umwelt, wobei inputseitig die Lieferanten und outputseitig die Kunden wesentliche Schnittstellen sind (<strong>unternehmensintegrierte Supply Chain</strong>).</p>
<p>Über die <strong>Integrationsobjekte</strong> des Supply Chain Managements bestehen unterschiedliche Auffassungen. Bei dem geringst möglichen Umfang umfasst Supply Chain Management lediglich den Material- und Güterfluss sowie einen entgegenlaufenden Informationsfluss. Supply Chain Management kann jedoch auf der anderen Seite auch wesentlich umfassender und allgemeiner aufgefasst werden, so dass potenziell <strong>alle Wertschöpfungsprozesse für eine unternehmensübergreifende Integration</strong> in Frage kommen. Beispielsweise führt das <strong>Global Supply Chain Forum</strong> in diesem Zusammenhang <strong>sieben relevante Wertschöpfungsprozesse</strong> an:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Customer Relationship Management</strong> (Identifikation von Kundengruppen, Entwicklung von Programmen und Maßnahmen mit den wichtigsten Kunden)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Customer Service Management</strong> (Versorgung des Kunden mit Informationen zum Produktions- und Distributionsstatus)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Demand Management</strong> (Abstimmung des Material- und Produktflusses auf den Kundenbedarf)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Order Fulfillment</strong> (Bearbeitung von Kundenaufträgen)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Manufacturing Flow Management</strong> (Produktionsprozessgestaltung gemäß den Kundenwünschen)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Procurement</strong> (Beziehung zu Hauptlieferanten)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Product Development and Commercialization</strong> (Produktentwicklung gemeinsam mit Lieferanten und Hauptkunden)</p>
</li>
</ul>
<p>Unterschiedliche Auffassungen bestehen ferner in Hinblick auf die <strong>Ausrichtung des Supply Chain Managements</strong>. Hierunter versteht man sowohl die Richtung als auch die Tiefe der Integration in der Wertschöpfungskette. <strong>Mögliche Integrationsrichtungen</strong> können die Beschaffungs- (upstream) und die Versorgungsseite (downstream) eines Unternehmens sein. Mittlerweile besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Richtung beim Supply Chain Management sowohl upstream als auch downstream sein muss.</p>
<p>Mit <strong>Tiefe der Integration</strong> bezeichnet man die Anzahl der in die Integrationsbestrebungen einbezogenen vor- beziehungsweise nachgelagerten Wertschöpfungsstufen eines Unternehmens. In der betrieblichen Praxis wird häufig nur ein Teil der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet. Demgegenüber reicht Supply Chain Management in der Idealvorstellung von der Gewinnung des Rohmaterials bis zum letztendlichen Konsum. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Abgrenzung zu verwandten Konzepten</h2>
<p>Die Übergänge des Supply Chain Managements zu verwandten Konzepten verlaufen fließend. Die Aktivitäten und betrachteten Objekte zwischen den Bereichen überschneiden sich insbesondere mit denen des Einkaufs, der Beschaffung, der Materialwirtschaft und der Logistik, die sich alle mehr oder weniger mit der Bereitstellung von Waren beschäftigen:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Einkauf</strong>: Der Einkauf zeichnet sich durch operative, abwickelnde Tätigkeiten aus und befasst sich beispielsweise mit Anfragen, Bestellungen, Angebotsvergleichen, Lieferantenauswahl und Preisverhandlungen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Beschaffung</strong>: Die Beschaffung ist im Vergleich zum Einkauf umfassender und beinhaltet auch strategische Aspekte. Allgemein bezieht sich die Beschaffung auf die Gewährleistung der Beschaffungsmarktsituation und der Versorgungssicherheit einer Unternehmung.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Materialwirtschaft</strong>: Die Materialwirtschaft beinhaltet den wirtschaftlichen Umgang mit Waren und ist damit wiederum weiter gefasst als die Beschaffung. Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit der Lagerbewirtschaftung, dem innerbetrieblichen Transport und der Materialbereitstellung in der Fertigung. Die gleichen Tätigkeiten werden auch im Supply Chain Management wahrgenommen. Dennoch ist Supply Chain Management umfangreicher, weil es die unternehmungsinterne Kette über alle Bereiche, vom Wareneingang bis zum Versand, abdeckt und zusätzlich die externen Schnittstellen sowie die Geld- und Informationsflüsse berücksichtigt.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Logistik</strong>: Die Logistik beschäftigt sich mit dem physischen Warenfluss (Verfügbarkeit) innerhalb der Unternehmung sowie zwischen der Unternehmung und seiner Umwelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Funktionen der Raum- und Zeitüberbrückung.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Ziele von Supply Chain Management in der Praxis</h2>
<p>Die Entwicklung des Supply Chain Managements in der Unternehmenspraxis beruht primär auf der Erkenntnis, dass sich <strong>wesentliche Effizienzsteigerungspotenziale</strong> realisieren lassen, wenn die <strong>Wertschöpfungskette in ihrer Gesamtheit optimiert</strong> werden kann. Folgende Zielsetzungen stehen hierbei im Vordergrund:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Realisierung von Kostenvorteilen</strong></p>
<p>Mit Supply Chain Management lassen sich Kostenvorteile insbesondere durch <strong>Reduzierung von Bestandskosten</strong> realisieren. Unsicherheiten in Bezug auf Nachfragemenge, Lieferzeiten oder Produktqualität führen in der Regel zum Aufbau von Beständen, so dass in der gesamten Wertschöpfungskette wesentlich höhere Bestände als notwendig gehalten werden. </p>
<p>Supply Chain Management dient dazu, die bestehende Unsicherheit durch den Austausch von Informationen (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Informationen</a>, Informationsbedarf) zu reduzieren und die Bestandsmengen so zu bestimmen, dass eine <strong>Gesamtoptimierung</strong> über die Supply Chain erzielt werden kann. Durch Integration der an der Supply Chain beteiligten Unternehmen lassen sich darüber hinaus <strong>Skalen- und Verbundeffekte</strong> in Beschaffung, Fertigung und Distribution erzielen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Realisierung von Zeitvorteilen</strong></p>
<p>Supply Chain Management unterstützt die Erreichung von <strong>Zeitzielen</strong>. Dies betrifft zum Beispiel die Verkürzung der Entwicklungszeiten von Neuprodukten durch eine frühzeitige Einbindung der Lieferanten in den Entwicklungsprozess (<strong>Simultaneous Engineering</strong>) und die Verkürzung der Auftrags- und Durchlaufzeiten durch enge logistische Anbindung von Lieferanten.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Realisierung von Qualitätsvorteilen</strong></p>
<p>In einer Supply Chain lässt sich auch die <strong>Qualität der Produkte</strong> durch enge Zusammenarbeit der Partner verbessern (Qualitätscontrolling). Während in der klassischen Marktbeziehung auf Grund von Informationsasymmetrien nur der Lieferant die Qualität seiner Produkte kennt, wird die Qualitätssicherung in Supply Chain-Beziehungen zum gemeinschaftlichen Ziel der beteiligten Unternehmen. Durch den Aufbau von Vertrauen wird gleichzeitig eine kooperative Beziehungsatmosphäre geschaffen.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Komponenten des Supply Chain Management</h2>
<p>Der Aufbau und das Management der Supply Chain wird maßgeblich durch die jeweils integrierten Wertschöpfungsprozesse bestimmt. Im Vordergrund stehen hierbei die Managementkomponenten Planung (<a class="doklink" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497">Bottom-up-Planung</a> bzw. <a class="doklink" title="Top-down-Planung" href="/controlling/232540">Top-down-Planung</a>) und Kontrolle, Arbeits-/Prozessstruktur, Bestandsmanagement und Informationsstruktur:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Planung und Kontrolle</strong></p>
<p>Bei traditionellen Marktbeziehungen verläuft die Planung in der Regel kurzfristig und transaktionsbasiert. Demgegenüber ist für das Management von Supply Chains eine <strong>gemeinsame und langfristige Planung</strong> vieler Glieder der Wertschöpfungskette kennzeichnend, denn der Erfolg einer Supply Chain hängt maßgeblich vom Ausmaß der <strong>gemeinsam durchgeführten Planung</strong> ab. </p>
<p>Auch wenn sich die Bedeutung der anderen Komponenten im Lebenszyklus der Supply Chain stark verändern kann, bleibt die Planung während der gesamten Lebenszeit der Supply Chain von erheblicher Bedeutung. Unter Kontrolle wird in diesem Zusammenhang die Messung des Erfolgs von Supply Chains (performance measurement) verstanden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Arbeits-/Prozessstruktur</strong></p>
<p>Mit Arbeits-/Prozessstruktur wird die Art und Weise bezeichnet, mit der ein Unternehmen beziehungsweise eine Supply Chain ihre Aufgaben erfüllt. Geringe Durchlaufzeiten und ein hohes Maß an Flexibilität wird in der Regel durch eine <strong>teambasierte Arbeitsstruktur</strong> gewährleistet. Das <strong>Business Process Redesign</strong> (<strong>BPR</strong>) wird häufig als Instrument zur Gestaltung der Arbeits-/Prozessstruktur in Supply Chains eingesetzt.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Bestandsmanagement</strong></p>
<p>Bei traditionellen Geschäftsbeziehungen bauen die in die Wertschöpfungskette einbezogenen Unternehmen in der Regel <strong>jeweils unabhängig voneinander Lagerbestände</strong> auf. Demgegenüber wird beim Supply Chain Management die Kapitalbindung durch Lagerbestände reduziert, indem Material- und Warenflüsse auf den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette aufeinander abgestimmt (zum Beispiel durch Just-in-time-Belieferungen) und notwendige Lagerbestände auf möglichst frühen Stufen der Wertschöpfungskette platziert werden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Informationssystem</strong></p>
<p>Im Rahmen der Integration von Informationssystemen geht es vor allem um die Festlegung, in<strong> welcher Art und in welcher Häufigkeit Informationen</strong> an andere Unternehmen in der Supply Chain weitergegeben werden sollen (Informationsbedarf). In den <strong>Informationsaustausch</strong> eingebunden sind in der Regel Umsatzzahlen, Produktionsprogrammpläne und Planungen, die neue Technologien und die langfristige Unternehmensentwicklung betreffen. Ein solcher Informationsaustausch bedingt natürlich Offenheit und gegenseitiges Vertrauen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Produktstruktur</strong></p>
<p>Bei der <strong>Neu- und Weiterentwicklung von Produkten</strong> (<a class="doklink" title="Produktplanung" href="/controlling/240537">Produktplanung</a>) ist zu entscheiden, inwieweit andere Unternehmen bei diesem Entwicklungsprozess eingebunden werden sollen. Eine umfassende Einbindung bringt einerseits die Möglichkeit, die Ressourcen anderer Unternehmen für das eigene Unternehmen zu nutzen, birgt aber andererseits auch die Gefahr, dass originäres Wissen weitergegeben wird.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Führungsstruktur</strong></p>
<p>In den meisten Supply Chains bestimmen ein oder zwei dominante Unternehmen maßgeblich den Aufbau und das Management der Supply Chains. Die Art, wie diese (Macht)Stellung genutzt wird, hat nachhaltigen Einfluss auf die <strong>Gestalt und Funktionsfähigkeit der Supply Chains</strong>. Zwar kann ein gewisses Maß an Machtausübung die Entwicklung und Durchsetzung der Gesamtstrategie der Supply Chain durchaus fördern, eine erzwungene Koordination führt jedoch häufig zu Ausstiegsbestrebungen anderer Unternehmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Unternehmenskultur</strong></p>
<p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Koordination zwischen den einzelnen Unternehmen der Supply Chain ist eine <strong>weitgehende Übereinstimmung der Unternehmenskulturen</strong>. Eine gewisse Annäherung von individuellen und organisationalen Verhaltensweisen ist für eine unternehmensübergreifende Integration in einem gewissen Ausmaß erforderlich, erweist sich in der Praxis aber als sehr zeitaufwendig und ist nur schwer zu realisieren.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Erklärungsansätze für das Entstehen von Supply Chains</h2>
<p>Für die Erklärung des Entstehens von interorganisationalen Beziehungen werden insbesondere zwei theoretische Ansätze &#8211; die <strong>Transaktionskosten-Theorie</strong> sowie der <strong>Ressourcenbasierte Ansatz</strong> &#8211; herangezogen. Da es sich bei einer Supply Chain um eine Kooperation verschiedener Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette handelt, spielen diese Ansätze auch im Zusammenhang mit der Evolution von Supply Chains eine große Rolle.</p>
<ul>
<li>
<p>Mit dem <strong>Transaktionskostenansatz</strong> werden unterschiedliche institutionelle Regelungen zur Koordination ökonomischer Aktivitäten erklärt. <strong>Analyseeinheit</strong> sind hierbei einzelne Transaktionen, die den Prozess der Anbahnung, Vereinbarung, Kontrolle und Anpassung des physischen Güteraustausches umfassen. Ziel hierbei ist es, die bei der Transaktion anfallenden Kosten durch Wahl einer geeigneten Organisationsform zu minimieren. </p>
<p>Zentrale Determinanten der Transaktionskosten sind die <strong>Spezifität einer Transaktion</strong> und der <strong>Unsicherheitsgrad</strong>, wobei angenommen wird, dass sowohl begrenzte Rationalität als auch opportunistisches Verhalten des Menschen vorliegt. Die marktliche Koordination ist bei einer niedrigen Spezifität und einem geringen Unsicherheitsgrad am effizientesten. Ein Standardprodukt (mit geringer Spezifität) wird man daher in der Regel über den Markt beziehen. Liegt dagegen eine hohe Spezifität und große Unsicherheit vor, erscheint eine hierarchische Koordination vorteilhaft. </p>
<p>Kooperationsformen wie die Supply Chain waren zunächst insbesondere dann effizient, wenn eine mittlere Ausprägung der Kosteneinflussgrößen Spezifität und Unsicherheit vorlag. Mittlerweise können durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie in einer Supply Chain allerdings auch spezifischere und durch höhere Unsicherheit gekennzeichnete Leistungen erbracht werden.</p>
</li>
<li>
<p>Der <strong>Ansatz der Kernkompetenzen</strong> (Ressourcenbasierter Ansatz) stellt die Produktionskosten in den Mittelpunkt der Betrachtung. Wettbewerbsvorteile entstehen durch permanentes Erwerben, Entwickeln und Erhalten von Ressourcen und den damit verbundenen <strong>Aufbau von Kernkompetenzen</strong>. Das Ziel liegt in der Optimierung der Leistungstiefe, einer Erhöhung der Flexibilität und Innovationsfähigkeit sowie der Realisierung von <strong>&#8222;economies of scale&#8220;</strong>.</p>
<p>Für die Leistungserstellung sind jedoch neben den Kernkompetenzen auch <strong>Komplementärkompetenzen</strong> erforderlich. Supply Chain-Partnerschaften schaffen in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, die <strong>Komplementärkompetenzen</strong> der Partner zu nutzen, ohne sie im eigenen Unternehmen aufbauen zu müssen, und gleichzeitig durch gemeinsames Lernen zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. </p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><span class="stw_verweise_stichwort_text">Customer Relationship Management</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Efficient Consumer Response" href="/controlling/228925"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Efficient Consumer Response</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bottom-up-Planung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Top-down-Planung" href="/controlling/232540"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Top-down-Planung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Information" href="/controlling/238408"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Information</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Informationsbedarf</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktplanung" href="/controlling/240537"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Warenwirtschaftssystem" href="/controlling/251319"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Warenwirtschaftssystem</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Strategische Lücke</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategische LückeDie strategische Lücke bezeichnet die Differenz zwischen strategischen Zielen und den mit maximaler Ausnutzung der operativen Mittel erzielbaren Ergebnisse. Es handelt sich hier also nicht um die Abweichung der wirklichen Situation vom gesteckten Ziel (Soll-Ist-Vergleich), sondern um die mangelnde Übereinstimmung der Unternehmensstruktur mit den strategischen Zielen.Die strategische Lücke macht deutlich, dass tiefergreifende strukturelle Veränderungen  [...]</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Strategische Lücke</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Die strategische Lücke bezeichnet die <strong>Differenz zwischen strategischen Zielen und den mit maximaler Ausnutzung der operativen Mittel erzielbaren Ergebnisse</strong>. Es handelt sich hier also nicht um die Abweichung der wirklichen Situation vom gesteckten Ziel (Soll-Ist-Vergleich), sondern um die <strong>mangelnde Übereinstimmung der Unternehmensstruktur mit den strategischen Zielen</strong>.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont023.gif" alt="" /></div>
<p>Die strategische Lücke macht deutlich, dass tiefergreifende strukturelle Veränderungen notwendig sind, um die längerfristigen Ziele zu erreichen.</p>
<p><strong>Wie kann die strategische Lücke geschlossen werden?</strong></p>
<p>Es müssen ausführliche Analysen durchgeführt werden (z.B.Wertanalyse), um grundlegende strukturelle und organisatorische Mängel zu beseitigen. Es sind <strong>neue Strategien</strong> zu entwickeln bzw. die bestehenden <strong>strategischen Zielstellungen</strong> zu überdenken und zu <strong>optimieren</strong>.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Strategisches Controlling" href="/controlling/241708"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Strategisches Controlling </span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Portfolioanalyse </span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Szenariotechnik</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Strategische Geschäftseinheiten</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/strategische-geschaeftseinheiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategische GeschäftseinheitenInhaltsübersicht1.Überblick2.Organisation von strategischen Geschäftseinheiten2.1Strategische Geschäftseinheiten in divisional organisierten Unternehmen2.2Strategische Geschäftseinheiten in funktional organisierten Unternehmen2.3Strategische Geschäftseinheiten für Klein- und Mittelbetriebe1. ÜberblickDie Bildung strategischer Geschäftseinheiten, die auch als strategische Geschäftsfelder oder als strategic business units bezeichnet werden, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Unternehmensanalyse und Anwendung von Portfoliotechniken (Portfolioanalyse). Nur in dem Maße, in dem Geschäftseinheiten  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Strategische Geschäftseinheiten</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Organisation von strategischen Geschäftseinheiten</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Strategische Geschäftseinheiten in divisional organisierten Unternehmen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Strategische Geschäftseinheiten in funktional organisierten Unternehmen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.3">Strategische Geschäftseinheiten für Klein- und Mittelbetriebe</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Die Bildung strategischer Geschäftseinheiten, die auch als strategische Geschäftsfelder oder als strategic business units bezeichnet werden, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Unternehmensanalyse und Anwendung von <strong>Portfoliotechniken</strong> (Portfolioanalyse). Nur in dem Maße, in dem Geschäftseinheiten so abgegrenzt werden können, dass sie sowohl den Bedingungen des Marktes als auch des Unternehmens entsprechen, können Analysen zu richtigen Schlussfolgerungen führen, welche wiederum die Entwicklung geeigneter Strategien gewährleisten.</p>
<p>Eine strategische Geschäftseinheit stellt einen möglichst isolierten Ausschnitt aus dem gesamten Betätigungsfeld des Unternehmens dar, für die eigene Ertragsaussichten, Chancen und Risiken bestehen und für die sich relativ unabhängig eigene Strategien entwickeln lassen. Sie werden dabei ohne Rücksicht auf bestehende organisatorische Gegebenheiten auf der Basis von Unterschieden zu den wichtigsten Konkurrenten (Konkurrenzanalyse, <a class="doklink" title="Wettbewerbsanalyse" href="/controlling/242091">Wettbewerbsanalyse</a>) definiert. Folgende wesentlichen Merkmale charakterisieren eine strategische Geschäftseinheit:</p>
<ul>
<li>
<p>Ausgehend von den Kundenproblemen kann eine eigenständige Marktaufgabe formuliert werden.</p>
</li>
<li>
<p>Die strategische Unabhängigkeit von anderen strategischen Geschäftseinheiten ist gewährleistet.</p>
</li>
<li>
<p>Es bestehen Möglichkeiten, Wettbewerbsvorteile zu realisieren.</p>
</li>
<li>
<p>Es liegt ein klar abgrenzbarer Wettbewerb vor.</p>
</li>
<li>
<p>Der relevante Markt weist eine nicht zu unterschreitende Mindestgröße auf.</p>
</li>
</ul>
<p>Entscheidende Punkte zur Bildung von strategischen Geschäftseinheiten sind die <strong>eigenständige Marktaufgabe</strong> und die Möglichkeit für das Unternehmen, <strong>Wettbewerbsvorteile</strong> in einem Markt realisieren zu können.</p>
<p>Produkt/Markt-Kombinationen sind für die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten insofern relevant, als sie Aufgaben-, Kompetenz- und Verantwortungsbereiche schaffen oder verändern und Kommunikation unter den Organisationsmitgliedern notwendig machen. Welche konkreten Aufgaben durch ihre Bildung induziert werden, ergibt sich dann aus der Entwicklung, Produktion und Verwertung von Produkten und den Hauptmerkmalen der strategischen Geschäftseinheiten &#8222;Produkt&#8220; und &#8222;Markt&#8220;.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Organisation von strategischen Geschäftseinheiten</h2>
<p>Durch die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten werden Verantwortungsbereiche festgelegt, die ähnlich dem Produkt-Management-Konzept zum Beispiel in Form einer Matrixorganisation fixiert werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es sich immer um eine <strong>Sekundärorganisation</strong> handelt, die <strong>neben der Primärstruktur</strong> des Unternehmens eingerichtet werden muss. Die Leiter der Unternehmensbereiche (des Gesamtunternehmens) sind im Allgemeinen auch Linienverantwortliche für ihre strategischen Geschäftseinheiten.</p>
<p>Je nach der Aufgabengliederung kann die Sekundärorganisation unterschiedliche Formen annehmen. Unabhängig hiervon sollten bei der Bildung dieser Organisationsstrukturen jedoch folgende Grundsätze beachtet werden:</p>
<ul>
<li>
<p>Die strategischen Geschäftseinheiten sollten ohne Rücksicht auf bereits existierende Organisationseinheiten auf Basis von <strong>Unterschieden zu Wettbewerbern</strong> als Produkt/Markt-Kombinationen definiert werden.</p>
</li>
<li>
<p>Basis für die Aufteilung der Unternehmensaktivitäten in strategische Geschäftseinheiten ist die Organisationsstruktur des Gesamtunternehmens. Die operativ orientierte Primärstruktur des Unternehmens sollte die Sekundärstruktur der strategischen Geschäftseinheiten überlagern.</p>
</li>
<li>
<p>Die Organisation von strategischen Geschäftseinheiten beschränkt sich nicht nur auf ihre Struktur (horizontale und vertikale Aufgaben- und Kompetenzgliederung), sondern umfasst ebenso die weiteren organisatorischen Elemente wie Organisationsziele, Führungssysteme, Führungsstile oder Führungskräfte.</p>
</li>
<li>
<p>Die Organisation von strategischen Geschäftseinheiten sollte sich in erster Linie an den funktionalen und führungsorganisatorischen Anforderungen orientieren, die sich aus den jeweiligen Produkt- und Marktmerkmalen ergeben. </p>
</li>
</ul>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Strategische Geschäftseinheiten in divisional organisierten Unternehmen</h3>
<p>In divisional organisierten Unternehmen ist für die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten Voraussetzung, dass ihre Strategien klar konzipiert werden. Dies gilt vor allem für Organisationsentscheidungen bei strategischen Geschäftseinheiten, die divisionsüberschreitend institutionalisiert werden (Strategische Geschäftseinheit SGE 3 in der folgenden Abbildung).</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont145.gif" alt="" /></div>
<p>Als Besonderheit ist bei divisionaler Primärgliederung zu beachten, dass strategische Geschäftseinheiten im Gegensatz zu operativen Einheiten einen Produktbereich, eine ganze Division, einen Teil einer Division oder mehrere Divisionen beinhalten können. Die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten macht daher unter Umständen Änderungen in den operativen Einheiten der Primärstruktur erforderlich.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Strategische Geschäftseinheiten in funktional organisierten Unternehmen</h3>
<p>In Unternehmen mit einer Aufgabengliederung nach Funktionsbereichen ist bei der Bildung von strategischen Geschäftseinheiten zu überlegen, wie die Aufgaben nach den Merkmalsbereichen &#8222;Produkt&#8220; und &#8222;Markt&#8220; differenziert werden können.</p>
<p>Eine solche Differenzierung ist in funktional organisierten Unternehmen sehr viel schwieriger zur realisieren als in divisional strukturierten Unternehmen, deren Führungsorganisation bereits nach Produkt- und Marktkriterien strukturiert ist.</p>
<p>Bei funktional organisierten Unternehmen fehlt hingegen das Denken und Entscheiden in Produkt-/Marktgrößen. Zwar gibt es in einzelnen Funktionsbereichen Experten für Forschung und Entwicklung, Finanzierung, Produktion oder Verkauf, jedoch im Allgemeinen keine für <a class="doklink" title="Produktgruppen" href="/controlling/240479">Produktgruppen</a> oder Märkte, deren Einfluss funktionsübergreifend ausgerichtet ist. Die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten ist in funktional organisierten Unternehmungen daher nur durch Realisierung funktionsbereichsübergreifender Kompetenzen und über die Zuordnung homogener, ganzer Produkt-/Marktgruppenkombinationen umfassender Aufgabenbereiche möglich, die sich wie in der folgenden Abbildung dargestellt, in Form einer Matrixorganisation abbilden lassen.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont146.gif" alt="" /></div>
<p>Das <strong>Hauptproblem</strong><strong>dieser Organisationsform</strong> besteht darin, die Doppelunterstellungen in den Knoten möglichst effizient und konfliktarm zu definieren. Da sowohl die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten als auch die Funktionsbereichsleiter auf gleicher hierarchischer Ebene stehen und direkt der Unternehmensleitung berichten, erfolgt eine Spezialisierung der Leitung nach Problembereichen. Zur Regelung sämtlicher Kompetenzkreuzungen zwischen den Dimensionen &#8222;Funktionsbereich&#8220; und &#8222;strategische Geschäftseinheit&#8220; ist daher eine genaue Abgrenzung der relevanten Problembereiche erforderlich, die in führungsorganisatorischer Hinsicht auftauchen können.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Strategische Geschäftseinheiten für Klein- und Mittelbetriebe</h3>
<p>Für Klein- und Mittelbetriebe, die weder Produktmanagement noch divisionale Strukturen besitzen, liegt das Hauptproblem bei der Bildung von strategischen Geschäftseinheiten in der personellen Besetzung der SGE-Leiter. Im Unterschied zu divisional organisierten Unternehmen müssen hier im Allgemeinen für die Leitung der strategischen Geschäftseinheiten zusätzliche Führungskräfte eingesetzt werden, da deren Qualifikationen in bisherigen personalpolitischen Entscheidungen nicht berücksichtigt worden sind (im Mittelpunkt der Anforderungsprofile standen immer funktionsbereichsspezifische Kriterien).</p>
<p>Für Klein- und Mittelbetriebe dieser Form ist die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten daher mit zum Teil erheblichen (zusätzlichen) Personalkosten verbunden, führt aber andererseits auch zum Schließen einer Managementlücke, die bisher in ihrer Tragweite nicht erkannt worden ist.</p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Stücklistenauflösung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/stuecklistenaufloesung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>StücklistenauflösungInhaltsübersicht1.Überblick2.Darstellung der Stücklistenauflösung3.Verfahren zur Stücklistenauflösung1. ÜberblickDie Stücklistenauflösung ist ein Verfahren der Materialbedarfsplanung, das insbesondere innerhalb der Ablaufplanung für die Serienproduktion von großer Bedeutung ist. Sie wird heute im Allgemeinen nur noch mittels EDV durchgeführt wird (PPS-System) - Die innerhalb der Fertigungssteuerung durchzuführende Materialbedarfsermittlung setzt sowohl Stücklisten als auch eine Programmplanung für die einzelnen Erzeugnisse (Produktionsplan)  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Stücklistenauflösung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Darstellung der Stücklistenauflösung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Verfahren zur Stücklistenauflösung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Die Stücklistenauflösung ist ein Verfahren der <strong>Materialbedarfsplanung,</strong> das insbesondere innerhalb der Ablaufplanung für die Serienproduktion von großer Bedeutung ist. Sie wird heute im Allgemeinen nur noch mittels EDV durchgeführt wird (<a class="doklink" title="PPS-System" href="/controlling/240342">PPS-System</a>) &#8211; Die innerhalb der Fertigungssteuerung durchzuführende <strong>Materialbedarfsermittlung</strong> setzt sowohl <strong>Stücklisten</strong> als auch eine <strong>Programmplanung</strong> für die einzelnen Erzeugnisse (Produktionsplan) voraus. Erst durch die Materialbedarfsplanung über Stücklistenauflösung und den Produktionsplan lassen sich die Bedarfsanforderungen nach Mengen und Terminen für Baugruppen, Einzelteile, Rohmaterialien bzw. Halbfabrikate ableiten.</p>
<p>Unmittelbar an die Stücklistenauflösung schließt sich die <strong>Terminplanung</strong> an. Hierbei werden die ermittelten Mengen an Gruppen und Teilen zu <strong>Losen</strong> zusammengefasst und Bewertungen im Sinne einer ABC-Analyse vorgenommen. Das <strong>Ergebnis einer ABC-Analyse</strong>, mit der die ökonomische Relevanz der Einsatzfaktoren festgestellt werden kann, dient nicht zuletzt auch der Auswahl des <strong>Verfahrens der Bedarfsermittlung</strong>:</p>
<ul>
<li>
<p>Wird aus der Stücklistenbeziehung der im Einzelnen benötigte Bedarf errechnet, spricht man von einer <strong>programmgesteuerten, deterministischen Bedarfsermittlung</strong>.</p>
</li>
<li>
<p>Wird ausgehend von dem bisherigen Verbrauch der künftig zu erwartende Bedarf prognostiziert, wird von einer <strong>verbrauchsgesteuerten, stochastischen Bedarfsermittlung</strong> gesprochen.</p>
</li>
</ul>
<p>Anschließend erfolgt die <strong>Materialbeschaffung</strong> der Rohmaterialien, Halbfertigwaren sowie der Zukaufteile. Weitere Aufgabenbereiche sind die Planung der Maschinen- bzw. Kapazitätsbelegung sowie die Materialbereitstellung.</p>
<p>Bei der <strong>Materialbedarfsermittlung mit Stücklistenauflösung</strong> wird der Bedarf im Allgemeinen programm- und verbrauchsgesteuert mithilfe leistungsfähiger <a class="doklink" title="PPS-System" href="/controlling/240342">PPS-Systeme</a> oder <a class="doklink" title="Warenwirtschaftssystem" href="/controlling/251319">Warenwirtschaftssysteme</a> bestimmt. Auf der Grundlage von Produktionsprogrammplänen lassen sich über die Stücklisten bzw. Rezepturen die entsprechenden Bedarfsmengen der Einsatzgüter EDV-technisch ermitteln. Der Materialbedarf wird dabei hauptsächlich durch die folgenden drei Arten ermittelt:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl239.gif" alt="" /></div>
<p>Ausgehend vom Produktionsplan und/oder von vorliegenden Kundenaufträgen werden die Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarfsmengen festgestellt. Beginnend mit dem innerhalb einer Periode gewünschten <strong>Primärbedarf</strong>, also den Endprodukten, werden die erforderlichen Mengen aller Einsatzprodukte bestimmt. Unter <strong>Sekundärbedarf</strong> wird der gesamte Bedarf an Rohstoffen und Vorprodukten (Halbfabrikate, Einzelteile, Baugruppen) verstanden. Mit <strong>Tertiärbedarf</strong> ist der Bedarf an Hilfs- und Betriebsstoffen, Werkzeugen und Energie gemeint. Basierend auf diesen Daten wird die so genannte Nettobedarfsermittlung durchgeführt:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl236.gif" alt="" /></div>
<p>Unter Umständen lässt sich der Nettobedarf für ein Teil zu einem bestimmten Termin mit dem Nettobedarf des gleichen Teils eines anderen Termins zu einem <strong>Los</strong> zusammenfassen. Ferner sind bei der Nettobedarfsermittlung Umterminierungen, Mengenänderungen und Stornierungen in einem so genannten <strong>Bestands- und Bestellabgleich</strong> zu berücksichtigen.</p>
<p>Die besondere <strong>Problematik der Materialbedarfsplanung mit Stücklistenauflösung</strong> liegt nicht in der eigentlichen Nettobedarfsermittlung oder den folgenden Schritten, sondern in der Sekundärbedarfsermittlung <u>in Zusammenhang</u> mit der Nettobedarfsermittlung. In Abhängigkeit von der vorliegenden Erzeugnisstruktur, der Art der Speicherung der zu Grunde liegenden Stücklisten, der Auflösungshäufigkeit und dem Änderungsdienst gibt es nämlich <strong>verschiedene Algorithmen</strong> bzw. Verfahren der Stücklistenauflösung, von denen aber keines für jeden denkbaren Fall als absolut bestes bezeichnet werden kann.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Darstellung der Stücklistenauflösung</h2>
<p>Grafisch lässt sich die Struktur eines Erzeugnisses und der Teilezusammenhang durch einen so genannten <strong>Erzeugnisbaum</strong>, der auch als Stammbaum oder Aufbauübersicht bezeichnet wird, oder in der Form des sogenannten <strong>Gozintographen</strong> darstellen. Während der Graph des Erzeugnisbaumes im Allgemeinen nur die Struktur eines Erzeugnisses zeigt, kann der Gozintograph in einer geschlossenen Darstellung mehrere Erzeugnisse umfassen.</p>
<p>In der am häufigsten verwendeten Form des <strong>Erzeugnisbaumes</strong> entsprechen die <strong>Knoten des Graphen</strong> den Einzelteilen, den Gruppen und dem Erzeugnis. Die <strong>Verbindungslinien</strong> (gerichtete Kanten, Strecken) stellen die Struktur des Erzeugnisses mit den zugehörigen Einbaustückzahlen (Relationen) dar. Zwei weitere grafische Darstellungen ergeben sich, weil die Teile und Gruppen in der Erzeugnisstruktur in unterschiedlichen Erzeugnisstufen vorkommen und überdies zusätzlich als Wiederholteile und -gruppen auftreten können.</p>
<p>Erzeugnisbäume, Gozintographen oder andere grafische Erzeugnisdarstellungen (zum Beispiel technische Zeichnungen) geben zwar einen guten Überblick über eine Erzeugnisstruktur, sind aber nur eine Ergänzung zu den unbedingt erforderlichen tabellarischen oder listenmäßigen Darstellungen in Form von <strong>Stücklisten</strong>.</p>
<p>Am geeignetsten für die Materialbedarfsplanung ist die so genannte <strong>Baukastenstückliste</strong>. Jede Position der Baukostenstückliste stellt mit der Menge ihres Vorkommens in der übergeordneten Position eine Einbaurelation dar. EDV-technisch werden die Stücklistenpositionen als <strong>Erzeugnisstruktursätze</strong> (ESS) gespeichert. Die zu den Stücklistenpositionen gehörigen nummerischen und textlichen Angaben werden demgegenüber häufig in so genannten <strong>Teilestammsätzen</strong> (TSS) oder Sachstammsätzen gespeichert.</p>
<p>Eine andere Form der tabellarischen Darstellung ist die <strong>Matrixdarstellung</strong>. Hierbei werden die Erzeugnisstrukturen und Algorithmen der Teilebedarfsermittlung aus der <strong>Graphentheorie</strong> abgeleitet und mit den Mitteln der <strong>Matrizenalgebra</strong> berechnet. Die Struktursätze, die aus der Matrix abgeleitet werden, sind identisch mit den Struktursätzen aus den Baukastenstücklisten.</p>
<p>Da ein Erzeugnis häufig aus einer Vielzahl von Gruppen und Teilen mit zahlreichen Erzeugnisstufen besteht, durchläuft die Produktion unter Umständen mehrere Stufen der Lagerhaltung, der Fertigung und der Montage. Hierdurch können <strong>verschiedene,</strong><strong>voneinander abweichende Gliederungen</strong><strong>für die Stücklisten</strong> und davon abgeleitet für die Datenorganisation wichtig werden:</p>
<ul>
<li>
<p>Die <strong>Funktions- oder Konstruktionsgliederung</strong> fasst die Teile einer konstruktiven Gruppe zusammen.</p>
</li>
<li>
<p>Die <strong>Lagerstufengliederung</strong> gliedert die Teile nach zwischenzulagernden Gruppen.</p>
</li>
<li>
<p>Die <strong>Fertigungs- oder Baustufengliederung</strong> gliedert die Teile nach der Stufenfolge der Fertigung.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Verfahren zur Stücklistenauflösung</h2>
<p>Die verschiedenen Verfahren ergeben sich aus den unterschiedlichen Auflösungsalgorithmen:</p>
<ul>
<li>
<p>ausgehend von der Reihenfolge, in der die <u>Teile</u> verarbeitet werden</p>
</li>
<li>
<p>ausgehend von der Reihenfolge, in der die <u>Daten</u> verarbeitet werden (muss nicht identisch mit der Teile-Reihenfolge sein)</p>
</li>
<li>
<p>ausgehend von der EDV-mäßigen Bearbeitung (sequenzieller oder wahlfreier Zugriff zu den Daten)</p>
</li>
<li>
<p>ausgehend von der Datenorganisation</p>
</li>
<li>
<p>ausgehend von der Verarbeitungsrichtung (entweder vom übergeordneten Teil ausgehende Stücklistenauflösung oder vom eingehenden Teil ausgehende Bedarfsermittlung über die Teileverwendung)</p>
</li>
</ul>
<p>Folgende Verfahren zur Stücklistenauflösung lassen sich grundsätzlich unterschieden:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl237.gif" alt="" /></div>
<p>Von den <strong>analytischen Verfahren</strong> der Stücklistenauflösung sind das <strong>Baustufenverfahren</strong> und auch das <strong>Renettingverfahren</strong> weitgehend bedeutungslos. Bei den <strong>Dispositionsstufenverfahren</strong> bestimmt die Dispositionsstufengliederung die Abfolge, in der die Teile die Nettobedarfsermittlung durchlaufen. Hierbei werden jedoch alle Wiederholteile, die in mehreren Stufen vorkommen, auf die unterste Stufe der Verwendung heruntergezogen, so dass jedes Teil nur auf einer Stufe &#8211; auf einer Dispositionsstufe &#8211; vorkommt. Die Nummerierung kann vom Erzeugnis zum Material und umgekehrt erfolgen. Der Nettobedarf wird ausgehend von der Erzeugnisstufe Stufe um Stufe ermittelt. Verarbeitet werden hierbei allerdings nur solche Positionen, für die sich im Ablauf ein Bedarf ergibt.</p>
<p><strong>Gozintoverfahren</strong> lösen die Stückliste vertikal mit horizontaler Überlagerung bei Wiederholteilen auf, so dass Zweig um Zweig des Erzeugnisbaums vertikal und nacheinander abgearbeitet wird.</p>
<p>Bei <strong>Matrizenverfahren</strong> entspricht der günstigste modifizierte Algorithmus dem Algorithmus der Dispositionsstufenauflösung. <strong>Synthetische Verfahren</strong> stellen über die Teileverwendung fest, welcher Bedarf sich für die Teile aus dem Bedarf der direkt übergeordneten Produkte ergibt.</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Strategische Grundbegriffe</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategische GrundbegriffeInhaltsübersicht1.Überblick2.Ziele als Voraussetzung zur Strategiebildung3.Umwelt und Strategie4.Erfolgspotenziale5.Wettbewerbsvorteile6.Geplante und emergente Strategien7.Strategiearten und Instrumente zur Abbildung von Strategien1. ÜberblickIm Gegensatz zu vielen anderen betriebswirtschaftlichen Begriffen wird der der "Strategie" vergleichsweise einheitlich definiert. Danach hängen Strategien mit den langfristigen Zielen(Ziel, Zielsystem) eines Unternehmens zusammen und beinhalten Entscheidungen und Handlungen, bei denen Merkmale des Unternehmens und seiner Umwelt  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Strategische Grundbegriffe</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Ziele als Voraussetzung zur Strategiebildung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Umwelt und Strategie</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Erfolgspotenziale</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Wettbewerbsvorteile</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">Geplante und emergente Strategien</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">7.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld7.">Strategiearten und Instrumente zur Abbildung von Strategien</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen betriebswirtschaftlichen Begriffen wird der der &#8222;Strategie&#8220; vergleichsweise einheitlich definiert. Danach hängen Strategien mit den langfristigen Zielen(<a class="doklink" title="Ziele" href="/controlling/233767">Ziel</a>, <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>) eines Unternehmens zusammen und beinhalten <strong>Entscheidungen und Handlungen</strong>, bei denen <strong>Merkmale des Unternehmens und seiner Umwelt</strong> (zum Beispiel Wettbewerb) berücksichtigt werden (Umweltanalyse, Unternehmensanalyse).</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Ziele als Voraussetzung zur Strategiebildung</h2>
<p>Bezüglich der Unternehmensziele wird seit einiger Zeit teilweise suggeriert, dass es für Unternehmen in marktwirtschaftlichen Systemen eigentlich nur ein sinnvolles langfristiges Ziel gäbe: die <strong>langfristige Maximierung des Shareholder Values</strong> (Shareholder Value-Ansatz). Bisher stehen dieser Aussage aber nicht nur die Ergebnisse der deskriptiven Zielforschung entgegen, es fehlt auch der Nachweis, dass mit einer Maximierung des Shareholder Value die <strong>berechtigten Interessen anderer Anspruchsgruppen</strong>, der so genannten <strong>Stakeholder</strong> (Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Kreditgeber, Staat, Öffentlichkeit etc.), adäquat berücksichtigt werden. </p>
<p>Insofern ist nicht abschließend geklärt, <strong>ob die Maximierung des Shareholder Value tatsächlich ein Oberziel darstellt</strong>, das mit anderen Zielen langfristig in einer Komplementaritätsbeziehung (und nicht in einer Konkurrenzbeziehung) steht.</p>
<p>Demgegenüber ist weitgehend unbestritten, dass die Unternehmensziele von vielen externen und internen Faktoren beeinflusst werden. Hierzu gehören zum Beispiel die <strong>rechtlichen und politischen Rahmenordnungen</strong>, mit denen ein Unternehmen konfrontiert ist. Von größerer Bedeutung sind auch die <strong>Unternehmenskultur</strong> und die Unternehmensvision. Unter Unternehmenskultur versteht man die Gesamtheit der Grundannahmen, Werte, Normen, Einstellungen und Überzeugungen innerhalb eines Unternehmens. In der <strong>Unternehmensvision</strong> drückt sich eine nur schwer fassbare, in Ansätzen aber dennoch vorhandene Vorstellung über die langfristige Zukunft des Unternehmens aus. </p>
<p>Nicht zu vernachlässigen ist schließlich die Art und Weise, <strong>wie in einem Unternehmen Ziele entstehen</strong>, da in Abhängigkeit von Zielbildungsprozess und Machtkonstellation einzelne Aktoren und Anspruchsgruppen des Unternehmens (z.B. Eigentümer, Top Management etc.) ihre Interessen, Wünsche und Bedürfnisse in unterschiedlichem Ausmaß einbringen können.</p>
<p>Summa summarum ist festzuhalten, dass sich <strong>Strategien nur aus den Unternehmenszielen ableiten lassen</strong>. Ohne Ziele kann es keine (sinnvollen) Strategien geben. </p>
<p>Zur Umsetzung jeglicher aus den Unternehmenszielen abgeleiteten Strategien sind die <strong>Ressourcen</strong>, <strong>Fähigkeiten</strong> und <strong>Kompetenzen</strong> eines Unternehmens von besonderer Bedeutung.</p>
<p>Unter Ressourcen versteht man alle materiellen (<em>tangiblen</em>) und immateriellen (<em>intangiblen</em>) Aktiva eines Unternehmens, also Güter, Systeme und Prozesse. In diesem Zusammenhang wird in der letzten Zeit vor allem den <strong>immateriellen Ressourcen</strong> eine große Bedeutung beigemessen, da diese ein besonders <strong>hohes Potenzial zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen</strong> beinhalten. Demgegenüber haben <strong>materielle Ressourcen</strong> &#8211; zumindest wenn es um den Aufbau, die Pflege und die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen geht &#8211; an Bedeutung verloren. Dies liegt unter anderem daran, dass sich immaterielle bzw. intangible Ressourcen von potenziellen Wettbewerbern nur <strong>schwer imitieren lassen und kaum substituierbar sind</strong>.</p>
<p>Bei den intangiblen Ressourcen unterscheidet man ferner zwischen <strong>&#8222;intangible assets&#8220;</strong> und <strong>&#8222;skills&#8220;</strong>: Während <strong>Intangible Assets</strong> Vermögenswerte wie zum Beispiel Patente (Lizenzen), Copyrights und Marken (Markenbewertung) beinhalten, werden die Fähigkeiten und Kompetenzen eines Unternehmens als <strong>Skills</strong> bezeichnet. Zu diesen <strong>Fähigkeiten</strong> zählen beispielsweise Organisations-, Innovations- und Lernfähigkeiten. </p>
<p>Besondere Bedeutung haben die <strong>dynamischen Fähigkeiten</strong> (<strong>dynamic capabilities</strong>): Dieser Begriff verweist darauf, dass Unternehmen Fähigkeiten entwickeln (müssen), die es ihnen erlauben, ihre interne Struktur im Sinne einer größeren Fortschrittsfähigkeit permanent zu verändern.</p>
<p>Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen machen jedoch alleine aber noch keine Strategie aus. Eine besondere Rolle spielt daher die <strong>Umwelt</strong>, die einen wesentlichen Einfluss darauf hat, ob Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen eines Unternehmens auch zur Geltung kommen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Umwelt und Strategie</h2>
<p>In der Literatur zum Strategischen Management finden sich zahlreiche Hinweise darauf, was die Umwelt bzw. das Umfeld eines Unternehmens ausmacht. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen <strong>Faktoren der Makroumwelt</strong> und solchen der <strong>Mikroumwelt</strong>.</p>
<p>Zu den Faktoren der <strong>Makroumwelt</strong> gehören insbesondere:</p>
<ul>
<li>
<p> Die <strong>natürliche Umwelt</strong> (Klima, Rohstoffvorkommen etc.)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>politische Umwelt</strong> (politische Stabilität, Demokratie etc.)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>rechtliche Umwelt</strong> (Rechtssicherheit, Auflagen etc.)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>staatliche Umwelt</strong> (Investitionsanreize in Form von öffentlichen Subventionen)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>steuerliche Umwelt</strong> (Steuerbelastung, Steuergerechtigkeit)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>makroökonomische Umwelt</strong> (Konjunktur, Inflation, Arbeitslosigkeit)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>technologische Umwelt</strong> (technologischer Entwicklungsstand, Innovationen)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>demografische Umwelt</strong> (die Altersstruktur der Bevölkerung)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>ausbildungsbezogene Umwelt</strong> (Niveau der Schul- und Universitätsausbildung)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>kulturelle Umwelt</strong> im engeren Sinne (das Wertesystem)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>sprachliche Umwelt</strong> (Ein- oder Mehrsprachigkeit)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>religiöse Umwelt</strong> (die Bedeutung der Religion)</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>soziopsychologische Umwelt</strong> (die Bedeutung von Familie und Verwandtschaft, Arbeit, Konsum etc.)</p>
</li>
</ul>
<p>Zu den Faktoren der <strong>Mikroumwelt</strong> bzw. Aufgabenumwelt gehören insbesondere:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Absatzmärkte</strong> (Marktgröße, Marktwachstum, Handelshemmnisse)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Beschaffungsmärkte</strong> (Rohstoffverfügbarkeit, Aufnahmebereitschaft der Kapitalmärkte, Know-how-Erwerb)</p>
</li>
<li>
<p><strong>Branche und Konkurrenz</strong> (Wettbewerbsintensität, Stellenwert der Branche etc.)</p>
</li>
</ul>
<p>Um die genannten Faktoren der Mikroumwelt zu analysieren, greift man häufig auf das <strong>Instrumentarium von Michael Porter</strong> zurück (Porters Strategiekonzept). Mit seiner <strong>Five-Forces-Analyse</strong> hat Porter ein Hilfsmittel entwickelt, mit dem sich <strong>die Aufgabenumwelt systematisch erfassen und beurteilen lässt</strong>. Dabei wird deutlich, dass man die Mikroumwelt zwar analytisch von der Makroumwelt trennen kann, diese in der Praxis aber hochgradig mit ihr verflochten ist.</p>
<p>Insofern kommt es darauf an, aus der Vielzahl möglicher Umweltelemente und -dimensionen diejenigen zu identifizieren, die für das Unternehmen und seine (künftigen) Strategien tatsächlich relevant sind.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Erfolgspotenziale</h2>
<p>Strategien sollen helfen Erfolgspotenziale zu erschließen. In diesem Zusammenhang gilt es, die Begriffe <strong>&#8222;Erfolgspotenziale&#8220;</strong> und <strong>&#8222;Erfolgsfaktoren&#8220;</strong> voneinander abzugrenzen.</p>
<p>Zu den <strong>Erfolgsfaktoren</strong> gehören alle Faktoren, die für den langfristigen Erfolg und damit für die Realisierung der langfristigen Ziele eines Unternehmens von größerer Bedeutung sind. In der betriebswirtschaftlichen Forschung zum Strategischen Management versucht man seit langem, <strong>generelle Erfolgsfaktoren</strong> von und für Unternehmen zu identifizieren. Doch die Erfolgsfaktorenforschung ist problematisch, denn es bereitet außerordentlich große Schwierigkeiten, diese Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Darüber hinaus kann man auch die Ansicht vertreten, dass es bereits von der Grundidee her fragwürdig ist, an die Existenz von &#8222;einfachen Erfolgsgesetzen&#8220; im Sinne einer <strong>Auflistung</strong> oder im Sinne einer <strong>Entwicklung von Erfolgsformeln</strong> zu glauben. </p>
<p>Gäbe es nämlich tatsächlich derartige Erfolgsgesetze, so könnten sich nach ihnen richten, sodass Unternehmen auf Grund des &#8222;gleichartigen&#8220; Verhaltens ihre Einzigartigkeit verlieren würden. Zugleich würde die Rolle des Managements darauf reduziert, diese &#8222;Erfolgsgesetze&#8220; anzuwenden.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund scheint es sinnvoller zu sein, über <strong>&#8222;Erfolgspotenziale&#8220;</strong> nachzudenken. Hierbei handelt es sich &#8211; im Sinne von Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen &#8211; um so genannte <strong>Vorsteuergrößen</strong>, die <strong>Wettbewerbsvorteile</strong> generieren und die <strong>Realisierung der langfristigen Unternehmensziele sicherstellen sollen</strong>.</p>
<p>Ein Unternehmen kann solche Erfolgspotenziale nutzen, muss es aber nicht automatisch tun. Erfolgspotenziale werden <strong>erst erfolgswirksam</strong>, wenn es gelingt, sie zu mobilisieren. Werden Erfolgspotenziale nicht aktiviert und ausgeschöpft, kann ein Unternehmen auch kaum Wettbewerbsvorteile erzielen und wird seine langfristigen Ziele nicht optimal erreichen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Wettbewerbsvorteile</h2>
<p>Unternehmen können auf der Basis von Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen Wettbewerbsvorteile erringen, die als <strong>Positionsvorteile eines Unternehmens im Vergleich zu konkurrierenden Unternehmen</strong> angesehen werden können. Zur Beurteilung, ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, ist ein <strong>Vergleich mit den Konkurrenten</strong> erforderlich (Konkurrenzanalyse, <a class="doklink" title="Wettbewerbsanalyse" href="/controlling/242091">Wettbewerbsanalyse</a>), da <strong>Wettbewerbsvorteile niemals absolut, sondern immer relativ</strong> (zu den Wettbewerbern) zu sehen sind. Zudem können Konstellationen, die aus heutiger Sicht als Wettbewerbsvorteil gelten, in Zukunft anders zu bewerten sein.</p>
<p>Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen stellen somit zunächst <strong>nur Voraussetzungen für künftige Wettbewerbsvorteile</strong> dar, sie sind keine Garantie dafür.</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Die hohe Innovationsfähigkeit eines regional operierenden Unternehmens ist wertlos, wenn die Kunden in dieser Region auf diese Innovationen keinen Wert legen</p>
</div>
<p>Um das Zusammenspiel von internen Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen einerseits und der Umwelt andererseits zu verdeutlichen, wird seit Jahrzehnten die SWOT-Analyse (Strengths-Weaknesses-Opportunities-Threats-Analyse) verwendet. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Geplante und emergente Strategien</h2>
<p>Bei Strategien handelt es sich &#8211; zumindest teilweise &#8211; um <strong>geplante Maßnahmenbündel</strong>, die nach einer umfassenden <strong>strategischen Analyse</strong> entworfen und anschließend im Unternehmen implementiert werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von <strong>intendierten und deliberaten Strategien</strong>. Der <strong>Strategiebildungsprozess</strong> enthält die Schritte <strong>Strategische Analyse</strong>, <strong>Strategieformulierung und -auswahl</strong> sowie <strong>Strategieimplementierung</strong>.</p>
<p>Im Rahmen dieses Prozesses werden zunächst die internen Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen dem Umfeld gegenübergestellt. Im nächsten Schritt sind darauf aufbauend <strong>Strategieoptionen</strong> zu entwickeln, zu bewerten und die günstigste Option auszuwählen und anschließend zu implementieren. Bei der <strong>Bewertung der verschiedenen Strategieoptionen</strong> kann man sich an den durch die Strategie voraussichtlich zu generierenden Cash-Flows orientieren, da diese einen Hinweis auf die Vorteilhaftigkeit der Strategie liefern.</p>
<p>Strategien basieren nicht notwendigerweise auf einer ausführlichen Analyse. Auch werden nicht alle Strategien ausdrücklich geplant. Vielmehr können sie sich auch als <strong>Muster</strong> in einem Strom von Entscheidungen und Handlungen des Unternehmens &#8222;ergeben&#8220;:</p>
<p> Solche <strong>emergenten Konzepte</strong> entspringen zwar keiner formalen strategischen Analyse und keiner expliziten Formulierung &#8211; <strong>dennoch entsteht faktisch eine Strategie</strong>. Einzelmaßnahmen formieren sich in diesem Fall zumindest rückblickend zu einem bestimmten Muster. Retrospektiv ist unter Umständen sogar eine vergleichsweise einheitliche, konsistente Strategie zu erkennen.</p>
<p>Die Gründe für eine derartige Emergenz sind äußerst vielschichtig. Zunächst lassen sich die generellen <strong>Grenzen der Planbarkeit</strong> dafür verantwortlich machen, die zum Beispiel aus der <strong>Komplexität</strong> und <strong>Dynamik</strong> der Umwelt, aus dem <strong>Charakter der kollektiven politischen Entscheidungsprozesse</strong> in Unternehmen und aus <strong>beschränkten Problemlösungskapazitäten</strong> von Individuen resultieren.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld7.">7. Strategiearten und Instrumente zur Abbildung von Strategien</h2>
<p>Das Spektrum von Strategien, die Unternehmen formulieren und realisieren, ist sehr breit. So lässt sich zum Beispiel zwischen </p>
<ul>
<li>
<p><strong>Entwicklungsstrategien</strong> (zum Beispiel Wachstums-, Stabilisierungs-, Schrumpfungsstrategien), </p>
</li>
<li>
<p><strong>Produkt-Markt-Strategien</strong> (zum Beispiel Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Produktentwicklung, Diversifikation), </p>
</li>
<li>
<p><strong>Wettbewerbsstrategien</strong> (zum Beispiel Kostenführerschaft, Differenzierung, Fokussierung) und </p>
</li>
<li>
<p><strong>Internationalisierungsstrategien</strong> (zum Beispiel Markteintrittsstrategien, Zielmarktstrategien, Allokationsstrategien) </p>
</li>
</ul>
<p>differenzieren. </p>
<p>Dabei können sich die einzelnen <strong>Strategien auf unterschiedliche Ebenen</strong> beziehen. Einige betreffen die oberste (Gesamt-)Unternehmensebene (&#8222;corporate level&#8220;), andere Strategien die Geschäftsbereichs- bzw. Geschäftsfeldebene (&#8222;business level&#8220;), weitere die Funktionalbereichsebenen (&#8222;functional level&#8220;) und wieder andere Strategien die Regionalbereichsebenen (&#8222;regional level&#8220;). Ferner ist zu berücksichtigen, dass in Unternehmen zumeist <strong>mehrere Strategien nebeneinander</strong> existieren.</p>
<p>Der Formulierung von (intendierten) Strategien sollte eine umfassende strategische Analyse vorausgehen. Hierzu stehen verschiedene Methoden und Verfahren zur Verfügung, wie zum Beispiel die </p>
<ul>
<li>
<p> Lebenszyklusanalysen (Lebenszyklus-Portfoliomodell, <a class="doklink" title="Produktlebenszyklus" href="/controlling/240532">Produktlebenszyklus</a>),</p>
</li>
<li>
<p> Erfahrungs- und Lernkurvenkonzepte (Erfahrungskurve),</p>
</li>
<li>
<p> Portfolioinstrumente (zum Beispiel BCG-Portfolio, Technologie-Portfolio, Portfolioanalyse),</p>
</li>
<li>
<p> Benchmarkingverfahren (Benchmarking),</p>
</li>
<li>
<p> Wertkettenanalysen (Target Cost Management),</p>
</li>
<li>
<p> Organisations- und Kulturanalyse oder</p>
</li>
<li>
<p> Prognoseverfahren (z. B. Szenariotechnik).</p>
</li>
</ul>
<p>Zwar sind der Planbarkeit Grenzen gesetzt, doch sollte die strategische Analyse im Unternehmen niemals zu kurz kommen. Allerdings wird der Formulierung von Strategien in vielen Betrieben mehr Aufmerksamkeit geschenkt als einer fundierten strategischen Analyse. In solchen Fällen sind Implementierungsprobleme bereits vorprogrammiert.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><span class="stw_verweise_stichwort_text">Benchmarking</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Erfahrungskurve</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Lebenszyklus-Portfoliomodell</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Porters Strategiekonzept</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Szenariotechnik</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Umweltanalyse</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Unternehmensanalyse</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Zielsystem" href="/controlling/233780"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Zielsystem</span></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/strategische-grundbegriffe/">Strategische Grundbegriffe</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Strategisches Controlling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strategisches ControllingStrategisches Controlling umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Vorgänge, die die längerfristige Ausrichtung (fünf Jahre und länger) des gesamten Unternehmens und damit auch seine Existenzsicherung betreffen. Strategisches Controlling bezieht sich auf Ziele, eigenes Erfolgspotenzial, Chancen und Risiken sowie notwendige Maßnahmen. Hierzu zählen vor allem Entscheidungen über Investitionen, Produkte, Personal, die sich über viele  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Strategisches Controlling</h1>
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<p>Strategisches Controlling umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Vorgänge, die die <strong>längerfristige Ausrichtung</strong> (fünf Jahre und länger) <strong>des gesamten Unternehmens und damit auch seine Existenzsicherung betreffen</strong>. Strategisches Controlling bezieht sich auf Ziele, eigenes Erfolgspotenzial, Chancen und Risiken sowie notwendige Maßnahmen. Hierzu zählen vor allem Entscheidungen über Investitionen, Produkte, Personal, die sich über viele Jahre hin auswirken. Damit geht der Bereich über messbare Größen hinaus und berücksichtigt <strong>auch qualitative Aspekte</strong>. Strategisches Controlling bezieht dazu auch unternehmensexterne Entwicklungen in die Überlegungen ein.</p>
<p>Folgende <strong>Faktoren</strong> muss das <strong>strategische Controlling</strong> berücksichtigen:</p>
<ul>
<li>
<p>allgemeine Wirtschaftslage</p>
</li>
<li>
<p>politische und soziale Faktoren</p>
</li>
<li>
<p>Marktlage (Branche)</p>
</li>
<li>
<p>Konkurrenzsituation</p>
</li>
<li>
<p>Absatzmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Beschaffungsmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Arbeitsmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Kapitalmarkt</p>
</li>
<li>
<p>Technologie</p>
</li>
</ul>
<p><strong>Instrumente des strategischen Controlling</strong> sind u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Erfahrungskurve (Erfahrungskurveneffekt)</p>
</li>
<li>
<p>Konkurrenzanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Logistik (Logistik-Controlling)</p>
</li>
<li>
<p>Portfolioanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Potenzialanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Kurve des <a class="doklink" title="Produktlebenszyklus" href="/controlling/240532">Produktlebenszyklus</a></p>
</li>
<li>
<p>Stärken- und Schwächenanalyse</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Strategische L&#xFC;cke" href="/controlling/241722">strategische Lücke</a></p>
</li>
<li>
<p>Szenariotechnik</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Zielkostenmanagement" href="/controlling/233776">Zielkostenmanagement</a></p>
</li>
</ul>
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