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	<title>B Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<description>Oliver Bletgen &#38; Kollegen</description>
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	<title>B Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<item>
		<title>Bauabzugssteuer &#8211; Baubetriebe-Verordnung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/bauabzugssteuer-baubetriebe-verordnung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bauabzugssteuer - Baubetriebe-Verordnung Normen §§ 48 ff EStG Information Unternehmen sind verpflichtet, eine Bauabzugssteuer für Bauleistungen einzubehalten und abzuführen. Zur Beantwortung der Frage, wann eine Bauleistung vorliegt, hat der Gesetzgeber eine Hilfestellung geben: Nach der Definition des § 48 Abs. 1 S. 2 EStG versteht man unter Bauleistungen alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung oder  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/bauabzugssteuer-baubetriebe-verordnung/">Bauabzugssteuer &#8211; Baubetriebe-Verordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Bauabzugssteuer &#8211; Baubetriebe-Verordnung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§§ 48 ff EStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Unternehmen sind verpflichtet, eine <a class="doklink" title="Bauabzugssteuer" href="/steuerlexiko/153992">Bauabzugssteuer</a> für Bauleistungen einzubehalten und abzuführen. Zur Beantwortung der Frage, wann eine Bauleistung vorliegt, hat der Gesetzgeber eine Hilfestellung geben: Nach der Definition des § 48 Abs. 1 S. 2 EStG versteht man unter Bauleistungen alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung oder -haltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen. Diese Definition entspricht der Regelung in § 211 Abs. 1 Satz 2 SGB III, die wiederum auf die einschlägigen Regelungen der Baubetriebe-Verordnung (BauBetrV) zurückgreift. Entscheidend sind in diesem Zusammenhang § 1 BauBetrV u. § 2 BaubetrV. Der Unterschied bei der Bauabzugsbesteuerung ist allerdings der, dass die von der Winterbauförderung gem. § 2 BauBetrV ausgeschlossenen Branchen und Leistungen auch zu den Bauleistungen gehören, die der Bauabzugssteuer unterliegen.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bauabzugssteuer" href="/steuerlexiko/153992"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bauabzugssteuer - Leistungsempf&#xE4;nger" href="/steuerlexiko/630917"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Leistungsempfänger</span></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/bauabzugssteuer-baubetriebe-verordnung/">Bauabzugssteuer &#8211; Baubetriebe-Verordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Berücksichtigung früherer Erwerbe von derselben Person</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/beruecksichtigung-frueherer-erwerbe-von-derselben-person-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berücksichtigung früherer Erwerbe von derselben Person Normen § 14 ErbStG Information Inhaltsübersicht1.Allgemeines2.Tatbestand des § 14 ErbStG3.Berechnung des Zehnjahreszeitraums, § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG4.Berechnung der abziehbaren fiktiven Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 2 ErbStG5.Tatsächlich für die früheren Erwerbe zu entrichtende Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 3 ErbStG6.Anrechnung ausländischer Schenkungsteuer bei mehreren Erwerben7.Möglichkeiten  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Berücksichtigung früherer Erwerbe von derselben Person</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 14 ErbStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Allgemeines</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Tatbestand des § 14 ErbStG</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Berechnung des Zehnjahreszeitraums, § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Berechnung der abziehbaren fiktiven Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 2 ErbStG</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Tatsächlich für die früheren Erwerbe zu entrichtende Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 3 ErbStG</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">Anrechnung ausländischer Schenkungsteuer bei mehreren Erwerben</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">7.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld7.">Möglichkeiten der Steuerersparnis</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">8.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld8.">Rückwirkendes Ereignis i.S.d. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Allgemeines</h2>
<p>Erlangt jemand nicht zum ersten Mal von derselben Person einen Vermögensvorteil, so stellt sich die Frage, ob die Steuer für diesen (letzten) Erwerb nach § 14 ErbStG zu berechnen ist. Der Zweck dieser Regelung besteht darin, bei mehrfachem Erwerb von derselben Person die persönlichen Freibeträge innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren nur einmal zur Anwendung kommen zu lassen. Ferner soll ein Progressionsvorteil (durch niedrigere Steuersätze) vermieden werden, der sich bei mehreren kleineren Erwerben im Unterschied zu einem größeren &#8211; einheitlichen &#8211; Erwerb ergeben könnte. Zu beachten ist, dass § 14 ErbStG lediglich die Berechnung der Steuer betrifft und nichts daran ändert, dass die einzelnen Erwerbe selbständige &#8211; jeweils für sich der Steuer unterliegende &#8211; Vorgänge sind.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Tatbestand des § 14 ErbStG</h2>
<p>Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG werden mehrere innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile in der Weise zusammengerechnet, dass dem letzten Erwerb die früheren Erwerbe nach ihrem früheren Wert (z.B. damaliger Kurswert) zugerechnet werden. Soweit es sich um Vorerwerbe mit negativem Steuerwert handelt, sind diese von der Zusammenrechnung ausgenommen (vgl. § 14 Abs. 1 Satz 5, ErbStG, R E 14.1 Abs. 2 ErbStR 2011).</p>
<p>Gem. § 14 Abs. 1 Satz 2 ErbStG wird dann von der Steuer für den Gesamtbetrag die Steuer abgezogen, die für die früheren Erwerbe nach den persönlichen Verhältnissen des Erwerbers und auf der Grundlage der geltenden Vorschriften zur Zeit des letzten Erwerbs zu erheben gewesen wäre. Ist jedoch die tatsächlich für die in die Zusammenrechnung einbezogenen früheren Erwerbe zu entrichtende Steuer höher, so ist diese von der Steuer für den Gesamtbetrag abzuziehen (§ 14 Abs. 1 Satz 3 ErbStG).</p>
<p>Die Steuer, die sich für den letzten Erwerb ohne Zusammenrechnung mit früheren Erwerben ergibt, darf allerdings durch den Abzug der Steuer nach § 14 Abs. 1 Satz 2 oder Satz 3 ErbStG nicht unterschritten werden (§ 14 Abs. 1 Satz 4 ErbStG)., Daher fällt für den Erwerber mindestens in diesem Umfang Steuer an. Zu beachten ist insoweit aber auch § 14 Abs. 3 ErbStG, wonach die Steuer nicht mehr betragen darf als 50 % des Letzterwerbs.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Berechnung des Zehnjahreszeitraums, § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG</h2>
<p>Der Zehnjahreszeitraum ist gem. § 108 Abs. 1 AO i.V.m. § 187 Abs. 2, § 188 Abs. 2 Alt. 2 BGB. &#8211; ausgehend vom letzten Erwerb rückwärts &#8211; zu berechnen. Die Frist beginnt mit dem Ende des Tages, an dem der letzte Erwerb erfolgt ist. Sie endet mit dem Beginn desjenigen Tages des letzten Monats der Frist, welcher dem Tage nachfolgt, der durch seine Benennung oder seine Zahl dem Anfangstag der Frist entspricht (analog § 188 Abs. 2 Alt. 2 BGB). Fällt das Ende der so zu berechnenden Frist auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, so kommt § 108 Abs. 3 AO &#8211; wonach die Frist dann mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags endet &#8211; nicht zur Anwendung (BFH, 28.3.2012 &#8211; II R 43/11, BStBl II 2012, 599).</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Erfolgte der erste Erwerb am 31.12 2001 und der letzte Erwerb am 31.12.2011, so begann die Frist i.S.d. § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG am 31.12.2011 um 24 Uhr zu laufen und endete am 1.1.2002 um 0 Uhr. Damit fand der erste Erwerb nicht innerhalb des &#8211; ausgehend vom letzten Erwerb zu berechnenden &#8211; Zehnjahreszeitraums statt. Daher ist die Steuer für den Letzterwerb nicht gem. § 14 ErbStG zu berechnen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Berechnung der abziehbaren fiktiven Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 2 ErbStG</h2>
<p>Bei der Berechnung der nach § 14 Abs. 1 Satz 2 ErbStG abziehbaren fiktiven Steuer ist ein Freibetrag vom Wert der Vorschenkungen nur in der Höhe abzuziehen, in der ihn der Steuerpflichtige innerhalb von zehn Jahren vor dem letzten Erwerb tatsächlich für Erwerbe von derselben Person verbraucht hat. Die Hinzurechnung eines wieder auflebenden Freibetrags&#8220; bei Schenkungsketten über zehn Jahre hinaus entfällt (BFH, 02.03.2005 &#8211; II R 43/03, BStBl II 2005, 728).</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>M hatte seiner Lebensgefährtin F im Jahr 2005 einen Geldbetrag i.H.v. 100.000 EUR geschenkt. Nach der Eheschließung im Jahr 2011 wendete M der F nochmals einen Geldbetrag &#8211; diesmal i.H.v. 750.000 EUR &#8211; zu (Beispiel nach Hinweis E 14.1 (3) ErbStH 2011).</p>
<div class="wide-table">
<table border="1" width="100%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="40%" span="1" />
<col width="30%" span="1" />
<col width="30%" span="1" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top"><strong>Erwerb 2005</strong></td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Barvermögen</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">100.000 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Persönlicher Freibetrag Steuerklasse III</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">5.200 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">94.800 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuersatz 23 %</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuer 2005</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">21.804 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top"><strong>Erwerb 2011</strong></td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Barvermögen 2011</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">750.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Barvermögen 2005</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">100.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Gesamterwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">850.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Persönlicher Freibetrag Steuerklasse I</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">500.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">350.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuersatz 15 %</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuer auf Gesamterwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">52.500 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Fiktive Abzugssteuer 2011 auf Vorerwerb 2005</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Barvermögen 2005</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">100.000 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Persönlicher Freibetrag 2011 (500.000 EUR), höchstens beim Erwerb 2005 verbrauchter Freibetrag der Steuerklasse III</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">5.200 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">94.800 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuersatz 2011 11 %</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Fiktive Steuer 2011</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">10.340 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Anzurechnen ist die höhere tatsächliche Steuer 2005</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">21.804 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top"><strong>Festzusetzende Steuer 2011</strong></td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">30.696 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Mindeststeuer 2011 (vgl. § 14 Absatz 1 Satz 4 ErbStG)</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Erwerb 2011</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">750.000 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Persönlicher Freibetrag</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">500.000 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">250.000 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Steuersatz 11 %</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Mindeststeuer</td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">27.500 EUR</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:40%" rowspan="1" valign="top">Festzusetzende Steuer 2011</td>
<td style="width:30%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:30%" rowspan="1" valign="top">30.696 EUR</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</div>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Vgl.zur Berechnung der abziehbaren fiktiven Steuer auch den Erlass des FinMin Saarland vom 21.07.2008 (B/5-2-133/2008-S 3820)</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Tatsächlich für die früheren Erwerbe zu entrichtende Steuer, § 14 Abs. 1 Satz 3 ErbStG</h2>
<p>Nach Ansicht des BFH (09.07.2009 &#8211; II R 55/08, BStBl II 2009, 969) ist unter der tatsächlich für die früheren Erwerbe zu entrichtenden Steuer die Steuer zu verstehen, die bei zutreffender Beurteilung der Sach- und Rechtslage festzusetzen gewesen wäre. Damit kommt es nicht auf die für die früheren Erwerbe wirklich festgesetzte Steuer an.</p>
<p>Ist eine Schenkungskette gegeben, die über einen Zeitraum von zehn Jahren hinausgeht (z.B. Schenkungen in den Jahren 1999, 2004 und 2011), so ist eine sog. Überprogression &#8211; wegen der mehrfachen Berücksichtigung des mittleren Erwerbs &#8211; nach Ansicht des BFH (14.01.2009 &#8211; II R 48/07, BStBl 2009, 538) ausschließlich durch den Abzug der tatsächlich zu entrichtenden Steuer für den Vorerwerb zu korrigieren.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Anrechnung ausländischer Schenkungsteuer bei mehreren Erwerben</h2>
<p>Handelt es sich um einem Letzterwerb, für dessen Besteuerung mehrere Erwerbe von Auslandsvermögen nach § 14 Abs. 1 ErbStG zusammenzurechnen sind, so ist nur die ausländische Schenkungsteuer &#8211; oder Erbschaftsteuer &#8211; nach § 21 ErbStG anzurechnen, die für diesen Letzterwerb gezahlt wurde (BFH, 7.9.2011 &#8211; II R 58/09, BStBl. II 2012, 40).</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld7.">7. Möglichkeiten der Steuerersparnis</h2>
<h3 class="stw_praxistipp_head">Praxistipp:</h3>
<div class="stw_praxistipp">
<p>Wer erhebliches Vermögen z.B. auf seine Kinder übertragen will, sollte langfristig planen. Unter Ausnutzung der Zehnjahresfrist lassen sich erhebliche Beträge an Erbschaftsteuer einsparen. Wird den Kindern nämlich bereits zu Lebzeiten im Wege von Schenkungen Vermögen übertragen, können alle zehn Jahre wieder die vollen Freibeträge angesetzt werden.</p>
</div>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Vater V stirbt und hinterlässt seinem 48-jährigen Sohn</p>
<div class="wide-table">
<table border="1" width="100%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="7%" span="1" />
<col width="74%" span="1" />
<col width="19%" span="1" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top"><strong>Steuerersparnis Fall b gegenüber Fall a:</strong></td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right"><strong>16.500 EUR</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1" valign="top">a):</td>
<td style="width:93%" colspan="2" rowspan="1" valign="top">ein Barvermögen von<br />550.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1" valign="top">b):</td>
<td style="width:93%" colspan="2" rowspan="1" valign="top">ein Barvermögen von<br />150.000 EUR, hatte aber seinem Sohn seit dessen 17. Lebensjahr jeweils im<br />Abstand von zehn Jahren 100.000 EUR geschenkt, zuletzt als der Sohn 47 Jahre<br />alt war</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:93%" colspan="2" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top"><strong>Lösung</strong></td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1" valign="top"><strong>a)</strong></td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Erwerb von Todes wegen</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">550.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">./.persönlicher<br />Freibetrag</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">–––––––</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">150.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Erbschaftsteuer bei einem<br />Steuersatz von 11 % (StKl I)</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">16.500 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1" valign="top"><strong>b)</strong></td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Schenkungen 4 x<br />100.000 EUR</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">./. Freibeträge 4 x<br />400.000 EUR</td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">(Erwerbe jeweils nach 10<br />Jahren)</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">1.600.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">–––––––</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">steuerpflichtige Schenkungen</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">0 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Erwerb von Todes wegen</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">150.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Hinzurechnung (hinzugerechnet wird allein<br />die Schenkung im 47. Lebensjahr, da noch keine 10 Jahre vergangen sind)</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">100.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">––––––-</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Erwerb</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">250.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">./. Freibetrag</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">––––––-</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">0 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1" valign="top">Erbschaftsteuer bei einem<br />Steuersatz von 7 % (StKl. I)</td>
<td style="width:19%" rowspan="1" valign="top" align="right">0 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:7%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:74%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:19%" rowspan="1"> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Die Freibeträge gelten jeweils für Erwerbe von einem Schenker oder Erblasser. Sind Ehegatten z.B. gemeinschaftlich Eigentümer des Vermögens (z.B. gemeinsame Bankguthaben, Grundstücke), verdoppeln sich die Freibeträge für Schenkungen an Kinder.</p>
</div>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Eheleute E sind u.a. zu gleichen Teilen Eigentümer eines Wertpapierdepots. Der Wert beträgt 900.000 EUR. Sie schenken dieses Depot ihrem 32jährigen Sohn.</p>
<p>Lösung</p>
<div class="wide-table">
<table border="1" width="100%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="52%" span="1" />
<col width="26%" span="1" />
<col width="22%" span="1" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:48%" colspan="2" rowspan="1" valign="top"><strong>Erwerb von</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top"><strong>Mutter</strong></td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top"><strong>Vater</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1" valign="top">Wert der<br />Schenkung</td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top" align="right">450.000 EUR</td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top" align="right">450.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1" valign="top">abzgl.<br />persönlicher Freibetrag</td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top" align="right">–––––-</td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top" align="right">–––––-</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1" valign="top">steuerpflichtiger<br />Erwerb</td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top" align="right">50.000 EUR</td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top" align="right">50.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:52%" rowspan="1" valign="top">Erbschaftsteuer<br />jeweils 7 %</td>
<td style="width:26%" rowspan="1" valign="top" align="right">3.500 EUR</td>
<td style="width:22%" rowspan="1" valign="top" align="right">3.500 EUR</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Wäre der Vater Alleineigentümer des Depots gewesen, hätte sich folgendes Bild ergeben:</p>
<div class="wide-table">
<table border="1" width="100%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="79%" span="1" />
<col width="21%" span="1" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="width:79%" rowspan="1" valign="top">Wert der Schenkung</td>
<td style="width:21%" rowspan="1" valign="top" align="right">900.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:79%" rowspan="1" valign="top">abzgl. Freibetrag</td>
<td style="width:21%" rowspan="1" valign="top" align="right">400.000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:79%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:21%" rowspan="1" valign="top" align="right">–––––––</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:79%" rowspan="1" valign="top">steuerpflichtiger Erwerb</td>
<td style="width:21%" rowspan="1" valign="top" align="right">500000 EUR</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:79%" rowspan="1" valign="top">Erbschaftsteuer 15 %</td>
<td style="width:21%" rowspan="1" valign="top" align="right">75.000 EUR</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Bei Schenkung von gemeinsamem Eigentum beträgt die Steuerersparnis hier also 68.000 EUR.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld8.">8. Rückwirkendes Ereignis i.S.d. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO</h2>
<p>Ändert sich der Wert eines dem Letzterwerb hinzuzurechnenden früheren Erwerbs später durch den Eintritt eines Ereignisses mit steuerlicher Rückwirkung, so ist dies auch hinsichtlich des Letzterwerbs relevant.</p>
<p>§ 14 Absatz 2 ErbStG regelt insoweit den Ablauf der Festsetzungsfrist. Die Festsetzungsfrist für die Änderung des Bescheids über die Steuerfestsetzung für den Letzterwerb endet nicht vor dem Ende der für eine Änderung des Bescheids für den früheren Erwerb maßgebenden Festsetzungsfrist (vgl. insoweit § 175 Abs. 1 Satz 2 AO, wonach bei Vorliegen eines rückwirkenden Ereignisses i.S.d. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr.2 AO die Festsetzungsfrist mit Ablauf des Kalenderjahres beginnt, in dem das Ereignis eintritt). Dieselben Konsequenzen hat der Eintritt eines Ereignisses mit Wirkung für die Vergangenheit, soweit dieses lediglich zu einer Änderung der anrechenbaren Steuer führt. Daraus ergibt sich, dass eine Aufhebung oder Änderung des Steuerbescheids für den Vorerwerb nach § 175 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 AO auch eine Änderung des Steuerbescheids für den Letzterwerb erforderlich macht (R E 14.3 Abs. 3 ErbStR 2011).</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bilanzgliederung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/bilanzgliederung-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bilanzgliederung Normen § 266 HGB Information Gliederung der Bilanz einer Kapitalgesellschaft nach § 266 HGB (in der ab 29.05.2009 gültigen Fassung)AktivaPassivaA. AnlagevermögenI.Immaterielle Vermögensgegenstände1.Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte2.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten3.Geschäfts- oder Firmenwert4.geleistete AnzahlungenII.Sachanlagen1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Bilanzgliederung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 266 HGB</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Gliederung der Bilanz einer Kapitalgesellschaft nach § 266 HGB (in der ab 29.05.2009 gültigen Fassung)</p>
<table border="1" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="50%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1" align="center"><strong>Aktiva</strong></td>
<td style="width:50%" rowspan="1" align="center"><strong>Passiva</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top">
<p><strong>A. Anlagevermögen</strong></p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">I.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Immaterielle Vermögensgegenstände</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Geschäfts- oder Firmenwert</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>geleistete Anzahlungen</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">II.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Sachanlagen</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>technische Anlagen und Maschinen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">III.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Finanzanlagen</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Anteile an verbundenen Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Ausleihungen an verbundene Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Beteiligungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">5.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Wertpapiere des Anlagevermögens</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">6.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>sonstige Ausleihungen</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
<p><strong>B. Umlaufvermögen</strong></p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">I.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Vorräte</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>fertige Erzeugnisse und Waren</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>geleistete Anzahlungen</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">II.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Forderungen aus Lieferungen und Leistungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Forderungen gegen verbundene Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>sonstige Vermögensgegenstände</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">III.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Wertpapiere</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Anteile an verbundenen Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>sonstige Wertpapiere</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">IV.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks</p>
</div>
</li>
</ol>
<p><strong>C. Rechnungsabgrenzungsposten</strong></p>
<p><strong>D. Aktive latente Steuern</strong></p>
<p><strong>E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung</strong></p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top">
<p><strong>A. Eigenkapital</strong></p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">I.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Gezeichnetes Kapital</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">II.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Kapitalrücklage</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">III.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Gewinnrücklagen</p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>gesetzliche Rücklage</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>satzungsmäßige Rücklagen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>andere Gewinnrücklagen</p>
</div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">IV.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Gewinnvortrag/Verlustvortrag</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">V.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag</p>
</div>
</li>
</ol>
<p><strong>B. Rückstellungen</strong></p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Steuerrückstellungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>sonstige Rückstellungen</p>
</div>
</li>
</ol>
<p><strong>C. Verbindlichkeiten</strong></p>
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">1.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Anleihen davon konvertibel</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">2.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">3.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">4.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">5.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">6.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">7.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">8.</div>
<div class="listenpunkt">
<p>sonstige Verbindlichkeiten, davon aus Steuern, davon im Rahmen der sozialen Sicherheit</p>
</div>
</li>
</ol>
<p><strong>D. Rechnungsabgrenzungsposten</strong></p>
<p><strong>E. Passive latente Steuern</strong></p>
</td>
</tr>
</table>
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		<title>Bauabzugssteuer</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bauabzugssteuer Normen §§ 48 ff EStG Information Die illegale Betätigung im Baugewerbe war dem Gesetzgeber schon immer ein Dorn im Auge. Mit dem Gesetz zur Eindämmung der illegalen Betätigung im Baugewerbe vom 30. August 2001 (BGBl. I S. 2267) wurde zur Sicherung von Steueransprüchen bei Bauleistungen ein neuer Steuerabzug eingeführt (Bauabzugssteuer - Abzugspflichtige Bauleistungen). Die  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Bauabzugssteuer</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§§ 48 ff EStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Die <strong>illegale Betätigung im Baugewerbe</strong> war dem Gesetzgeber schon immer ein Dorn im Auge. Mit dem Gesetz zur Eindämmung der illegalen Betätigung im Baugewerbe vom 30. August 2001 (BGBl. I S. 2267) wurde zur Sicherung von Steueransprüchen bei Bauleistungen ein <strong>neuer Steuerabzug</strong> eingeführt (<a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630910">Bauabzugssteuer &#8211; Abzugspflichtige Bauleistungen</a>). Die Regelungen hierzu sind als neuer Abschnitt VII in das Einkommensteuergesetz aufgenommen worden (§§ 48 bis 48d EStG). Ab 1. Januar 2002 haben danach unternehmerisch tätige Auftraggeber von Bauleistungen (Leistungsempfänger, vgl. <a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630917">Bauabzugssteuer &#8211; Leistungsempfänger</a>) im Inland einen Steuerabzug von 15 v.H. der Gegenleistung für Rechnung des die Bauleistung erbringenden Unternehmers (Leistender) vorzunehmen (vgl. <a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Bemessungsgrundlage" href="/steuerlexiko/630914">Bauabzugssteuer &#8211; Bemessungsgrundlage</a>). Dieser Abzug ist nicht vorzunehmen, wenn eine gültige, vom zuständigen Finanzamt des Leistenden ausgestellte Freistellungsbescheinigung vorliegt oder bestimmte Freigrenzen nicht überschritten werden, vgl. <a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630915">Bauabzugssteuer &#8211; Freistellung</a>, <a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630912">Bauabzugssteuer &#8211; Bagatellregelung</a>.</p>
<p>Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass, wer Bauleistungen in Anspruch nimmt, dem (Bau-)Unternehmer nur <strong>85 %</strong> der von ihm verlangten Summe ausbezahlen darf, den Restbetrag erhält das Finanzamt des Auftragnehmers. Der (Bau-)Unternehmer muss sich dann diese 15 % von &#8222;seinem&#8220; Finanzamt zurückholen (vgl. <a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630911">Bauabzugssteuer &#8211; Anrechnung</a> sowie <a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Abrechnung" href="/steuerlexiko/630909">Bauabzugssteuer &#8211; Abrechnung</a>).</p>
<p>Von dem Steuerabzug kann nur <strong>abgesehen werden</strong>, wenn dem Leistungsempfänger (Bauherrn) im Zeitpunkt der Gegenleistung eine gültige <strong>Freistellungsbescheinigung</strong> seines Bauunternehmens vorliegt oder die <strong>Bagatellgrenzen</strong> nicht überschritten werden. Diese Bagatellgrenzen betragen <strong>15.000 EUR</strong> pro Jahr für den Fall, dass der Leistungsempfänger steuerfreie Vermietungsumsätze ausführt und <strong>5.000 EUR</strong> pro Jahr in den übrigen Fällen (<a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630915">Bauabzugssteuer &#8211; Freistellung</a> sowie <a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630912">Bauabzugssteuer &#8211; Bagatellregelung</a>).</p>
<p>Als Unternehmer sind grundsätzlich auch <strong>Vermieter</strong> anzusehen, die lediglich steuerfreie Umsätze, z.B. Vermietungsleistungen, erbringen. Insoweit gilt die besondere <strong>Freigrenze</strong> von <strong>15.000 EUR</strong>. Vermietet der Leistungsempfänger Wohnungen, so ist ein Abzug aber nur vorzunehmen, wenn <strong>mehr als zwei Wohnungen</strong> vermietet werden (Klarstellung durch das Steueränderungsgesetz 2001). Leer stehende Wohnungen, für die Vermietungsabsicht besteht, sind für die Überprüfung bezgl. der Zweitwohnungsfreigrenze mit zu zählen.</p>
<p>Für die Ermittlung der Bagatellgrenzen sind alle von demselben Unternehmer für den Leistungsempfänger ausgeführten sowie voraussichtlich auszuführenden Bauleistungen zusammenzurechnen. Es handelt sich um Freigrenzen. Werden sie auch nur geringfügig überschritten, unterliegt der gesamte Betrag der Abzugsbesteuerung.</p>
<p>Ist der Leistungsempfänger der Anmeldung und Abführung der Abzugsteuer (<a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630908">Bauabzugssteuer &#8211; Abführung</a>) nachgekommen, kann er die durch die Bauleistung veranlassten Aufwendungen grundsätzlich in voller Höhe als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehen. Kommt er dagegen der Verpflichtung nicht nach, kann er für die nicht abgeführten Beträge in Haftung genommen werden bzw. es kann ein Bußgeld von bis zu 25.000 EUR festgesetzt werden (<a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Haftung" href="/steuerlexiko/630916">Bauabzugssteuer &#8211; Haftung</a>).</p>
<p>Einzelheiten vgl. a. BMF, 27.12.2002 &#8211; IV A 5 &#8211; S 2272 &#8211; 1/02.</p>
<h2 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h2>
<div class="stw_hinweis">
<p>Die Bauabzugssteuer gilt nur für Bauleistungen im Inland. Ein Ferienhaus im Ausland ist nicht betroffen, auch wenn die Arbeiten von einem deutschen Unternehmen ausgeführt werden.</p>
</div>
<p>Im Zusammenhang mit der Einführung des Steuerabzugs wurde für Unternehmen des Baugewerbes, die ihren Sitz oder ihre Geschäftsleitung im Ausland haben, jeweils eine zentrale örtliche <strong>Zuständigkeit</strong> von Finanzämtern im Bundesgebiet geschaffen. Diese umfasst auch das Lohnsteuerabzugsverfahren sowie die Einkommensbesteuerung der von diesen Unternehmen im Inland beschäftigten Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Ausland (<a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630918">Bauabzugssteuer &#8211; Zuständiges Finanzamt</a>).</p>
<h2 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h2>
<div class="stw_hinweis">
<p>Das <strong>FG Berlin</strong> hat im Wege einer rechtskräftig gewordenen einstweiligen Anordnung ein Finanzamt verpflichtet, einer Firma unverzüglich eine Freistellungsbescheinigung gemäß § 48b EStG zu erteilen (FG Berlin, 21.12.2001 &#8211; 8 B 8408/01; EFG 2002, 330).</p>
<p>Das FG Berlin stellte in seiner Anordnung u.a. fest, dass es für die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung nicht erforderlich sei, dass der Leistende tatsächlich Bauleistungen im Sinne des § 48 EStG erbringe. Obwohl der Leistende mehrere Steuererklärungen nicht rechtzeitig abgegeben und verschiedene Steuerschulden nicht rechtzeitig und teilweise erst auf Grund von Vollstreckungsmaßnahmen bezahlt hatte, verpflichtete das FG das Finanzamt, eine Freistellungsbescheinigung zu erteilen. Da die Versagung einer Freistellungsbescheinigung einem Entzug der Gewerbeerlaubnisse gleichkomme, sei dies nur dann geboten, wenn der Leistende nicht gewillt sei, seinen steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen und den Steuergesetzen Folge zu leisten. Im Urteilsfall wurde das Finanzamt verpflichtet, eine auf neun Monate beschränkte Bescheinigung zu erteilen.</p>
<p>Mit Datum vom 04.03.2002 (FG Düsseldorf, 04.03.2002 &#8211; 10 V 1007/02 AE(E); EFG 2002, 688) hat das <strong>FG Düsseldorf</strong> einen Antrag auf einstweilige Anordnung zur Erteilung einer Freistellungsbescheinigung abgelehnt. Der Leistende hatte Steuerschulden, die das FG als beträchtlich und nicht nur vorübergehend einstufte. Gerade die Lohnsteuerrückstände würden sich als nachhaltig darstellen, weil sie die Zeit von Mai 2001 bis Januar 2002 beträfen. Der Leistende sei also selbst erfüllbaren Steuerzahlungsverpflichtungen ohne erkennbaren Entschuldigungsgrund nicht nachgekommen.</p>
</div>
<p>Nach dem Urteil des FG Berlin-Brandenburg, 08.07.2008 &#8211; 13 V 9389/07, ist es ernstlich zweifelhaft, ob die sog. Bauabzugssteuer mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht vereinbar ist. Hierin liegt möglicherweise eine nach Art. 49, 50 EG-Vertrag unzulässige Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs, da mit der EG-Beitreibungsrichtlinie bereits ein hinreichendes Mittel zur Sicherstellung der Besteuerung von im Ausland ansässigen Bauunternehmern besteht.</p>
<p>In der folgenden <strong>Checkliste</strong> werden die wichtigsten <strong>Fragen</strong> im Zusammenhang mit den neuen Regelungen aufgeführt und angegeben, in welchen Stichworten Sie die jeweiligen Antworten finden:</p>
<p><strong>Checkliste</strong></p>
<table id="frg_tb1" border="0" width="80%" class="doc_table" summary="Fragen und Antworten zur Bauabzugssteuer"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="50%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<thead>
<tr>
<th style="width:50%" rowspan="1">
<p><strong>Frage</strong></p>
</th>
<th style="width:50%" rowspan="1">
<p><strong>Antwort unter</strong><br /><strong>Stichwort:</strong></p>
</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Besteht überhaupt eine</p>
<p>Abzugsverpflichtung?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630917">Bauabzugssteuer &#8211; Leistungsempfänger</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Abzugspflicht besteht für welche<br />Bauleistungen?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630910">Bauabzugssteuer &#8211; Abzugspflichtige Bauleistungen</a></p>
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630913">Bauabzugssteuer &#8211; Baubetriebe-Verordnung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Von welchem Betrag ist die</p>
<p>Bauabzugssteuer zu erheben?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Bemessungsgrundlage" href="/steuerlexiko/630914">Bauabzugssteuer &#8211; Bemessungsgrundlage</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Wer erhält ggf. eine<br />Freistellungsbescheinigung?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630915">Bauabzugssteuer &#8211; Freistellung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Freistellung trotz fehlender<br />Freistellungsbescheinigung wegen Bagatellgrenze?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630912">Bauabzugssteuer &#8211; Bagatellregelung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Betrifft die Bauleistung den unternehmerischen<br />Bereich?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630917">Bauabzugssteuer &#8211; Leistungsempfänger</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Gibt es ein Haftungsrisiko?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Haftung" href="/steuerlexiko/630916">Bauabzugssteuer &#8211; Haftung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Wie ist über den einbehaltenen Abzugsbetrag<br />zwischen Leistungsempfänger und Leistendem abzurechnen?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="Bauabzugssteuer - Abrechnung" href="/steuerlexiko/630909">Bauabzugssteuer &#8211; Abrechnung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Wie ist der Abzugsbetrag durch den<br />Leistungsempfänger anzumelden/abzuführen?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630908">Bauabzugssteuer &#8211; Abführung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Wie bekommt der Leistende/Auftragnehmer sein Geld<br />zurück?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630911">Bauabzugssteuer &#8211; Anrechnung</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Welches Finanzamt ist zuständig?</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p><a class="doklink" title="OK" href="/steuerlexiko/630918">Bauabzugssteuer &#8211; Zuständiges Finanzamt</a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630908"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Abführung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bauabzugssteuer - Abrechnung" href="/steuerlexiko/630909"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Abrechnung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630910"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Abzugspflichtige Bauleistungen</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630911"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Anrechnung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630912"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Bagatellregelung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bauabzugssteuer - Bemessungsgrundlage" href="/steuerlexiko/630914"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Bemessungsgrundlage</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630915"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Freistellung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bauabzugssteuer - Haftung" href="/steuerlexiko/630916"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Haftung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630917"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Leistungsempfänger</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/steuerlexiko/630918"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bauabzugssteuer &#8211; Zuständiges Finanzamt</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchführungspflicht nach § 140 AO</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/buchfuehrungspflicht-nach-%c2%a7-140-ao/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Buchführungspflicht nach § 140 AO Normen § 140 AO Information Inhaltsübersicht1.Inhalt2.Funktion3.Verhältnis von § 140 AO zu § 141 AO4.Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht nach dem Handelsrecht5.Spezialvorschriften1. InhaltNach § 140 AO hat derjenige, der nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Buchführungspflicht nach § 140 AO</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 140 AO</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Inhalt</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Funktion</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Verhältnis von § 140 AO zu § 141 AO</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht nach dem Handelsrecht</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Spezialvorschriften</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Inhalt</h2>
<p>Nach § 140 AO hat derjenige, der nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen. Damit werden insbesondere die handelsrechtlichen Regelungen zur Buchführung (§§ 238 ff. HGB) im Grundsatz auf das Steuerrecht übertragen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Funktion</h2>
<p>Im Rahmen der allgemeinen Verfahrensgrundsätze der AO ist in § 90 geregelt, dass der Steuerpflichtige zur Mitwirkung an der Sachverhaltsermittlung verpflichtet ist. Dabei hat er Beweismittel (§ 92 AO) anzugeben.</p>
<p>Solche Beweismittel sind u.a. die in § 140 AO genannten Bücher und Aufzeichnungen; die Verpflichtung, diese zu führen, ist also eine Konkretisierung der Mitwirkungspflicht des § 90 Abs. 1 AO.</p>
<p>Die Bücher und Aufzeichnungen haben insbesondere nach § 158 AO für die Steuerfestsetzung Beweiskraft. Sie sind, wenn sie den Vorschriften der §§ 140 ff. AO entsprechen, der Besteuerung zu Grunde zu legen, sofern kein Anlass besteht, ihre sachliche Richtigkeit zu beanstanden. Im Umkehrschluss heißt dies, dass eine Buchführung, die nicht den Vorschriften der §§ 140 ff. AO entspricht, <strong>nicht</strong> der Besteuerung zu Grunde zu legen ist. Dies ist insbesondere gegeben, wenn gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (<a class="doklink" title="GoB" href="/steuerlexiko/306426">GoB</a>) verstoßen wurde oder deren sachliche Richtigkeit zu beanstanden ist. In diesem Fall greift die Schätzungsbefugnis der Finanzbehörden nach § 162 AO.</p>
<p>Ein Verstoß gegen handelsrechtliche Buchführungsvorschriften kann also dazu führen, dass die Finanzbehörde den ermittelten Gewinn nicht als Besteuerungsgrundlage anerkennt und stattdessen den Gewinn in geeigneter Weise schätzt.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Verhältnis von § 140 AO zu § 141 AO</h2>
<p>§ 141 AO kodifiziert als Spezialvorschrift originäre steuerrechtliche Buchführungsvorschriften und betrifft einen Personenkreis, der durch § 140 AO nicht erfasst wird (siehe <a class="doklink" title="Buchf&#xFC;hrungspflicht nach &#xA7; 141 AO" href="/steuerlexiko/281942">Buchführungspflicht nach § 141 AO</a>). Durch § 140 AO hingegen werden alle außersteuerlichen Buchführungspflichten zu steuerlichen Pflichten erklärt (abgeleitete Buchführungspflicht); vgl. auch Buchführungspflicht &#8211; Prüfungsschema.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht nach dem Handelsrecht</h2>
<p>Nach § 238 HGB ist jeder <a class="doklink" title="Kaufmann" href="/steuerlexiko/282066">Kaufmann</a> verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) ersichtlich zu machen.</p>
<p>Der Begriff des Kaufmanns ergibt sich aus § 1 HGB: Kaufmann im Sinne des HGB ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.</p>
<p>Die handelsrechtliche Buchführungspflicht ergibt sich somit</p>
<ol>
<li>
<p>für jede Handelsgesellschaft und</p>
</li>
<li>
<p>für jeden Gewerbetreibenden, bei dem die Art und der Umfang des Unternehmens einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb (zum Begriff: siehe <a class="doklink" title="Kaufmann" href="/steuerlexiko/282066">Kaufmann</a>) erfordert, vgl. auch Buchführungspflicht &#8211; Prüfungsschema. </p>
</li>
</ol>
<h3 class="stw_hinweis_head">Wichtig:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Nach § 241a HGB (Fassung des BilMoG) sind <strong>Einzelkaufleute</strong>, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren<u> nicht mehr als 500.000 Euro Umsatzerlöse und 50.000 Euro Jahresüberschuss</u> aufweisen, von den handelsrechtlichen Buchführungspflichten der §§ 238 bis 241ab 2008 <strong>befreit</strong> (erstmalige Anwendung auf Jahres- und Konzernabschlüsse für das nach dem 31. Dezember 2007 beginnende Geschäftsjahr).</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Spezialvorschriften</h2>
<p>§ 140 AO führt nicht nur auf Grund der Buchführungspflicht nach dem Handelsrecht zu steuerlichen Buchführungs- und Aufzeichnungsverpflichtungen, sondern auch auf Grund von Buchführungs- und insbesondere Aufzeichnungsvorschriften bestimmter Branchen und Geschäftszweige.</p>
<p>Einige wichtige <strong>Spezialvorschriften</strong> für bestimmte Geschäftszweige sind im Folgenden aufgeführt:</p>
<table id="frg_tb1" border="1" width="80%" class="doc_table" summary="Spezialvorschriften"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="50%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Alten(wohn)heime, Pflegeheime</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 13 HeimG</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Apotheken</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 6 ApBetrO</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Bauträger</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 34c Abs. 3 GewO i.V.m. § 10 MaBV</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Detekteien</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 38 GewO</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Edelmetallhändler</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 38 GewO</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Fahrschulen</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 18 FahrlG</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Finanzdienstleistungsinstitute</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 25a KWG</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Gebrauchtwagenhändler</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 38 GewO</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Hotel-, Gaststätten- u. Pensionsgewerbe</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>MeldeG der Länder</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Makler</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 34c Abs. 3 GewO i.V.m. § 10 MaBV</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Mietwagen- und Busverleihunternehmen</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 49 PBefG</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Reisebüros</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§ 38 GewO</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Schornsteinfeger</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§§ 14, 19 SchfG</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Tierärzte</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>§§ 5, 13 TÄHAV</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Betriebseinnahmen</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/betriebseinnahmen-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/Steuerlexikon/betriebseinnahmen-2/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Betriebseinnahmen Normen § 4 Abs. 1 u. 3 EStG§ 5 Abs. 1 EStG§ 8 EStG§ 11 EStG§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGBR 6.5 Abs. 2 EStR Information Inhaltsübersicht1.1. Begriff2.2. Erfassung der Betriebseinnahmen2.12.1 Betriebsvermögensvergleich2.22.2 Einnahmenüberschussrechnung3.3. Keine Korrespondenz der Erfassung beim Leistenden und Leistungsempfänger4.4. Ersparte Aufwendungen5.5. Betriebliche Veranlassung6.6. Betriebseinnahmen-ABC1. 1. BegriffIm Unterschied zu den Betriebsausgaben (§  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Betriebseinnahmen</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 4 Abs. 1 u. 3 EStG</p>
<p>§ 5 Abs. 1 EStG</p>
<p>§ 8 EStG</p>
<p>§ 11 EStG</p>
<p>§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB</p>
<p>R 6.5 Abs. 2 EStR</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">1. Begriff</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">2. Erfassung der Betriebseinnahmen</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">2.1 Betriebsvermögensvergleich</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">2.2 Einnahmenüberschussrechnung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">3. Keine Korrespondenz der Erfassung beim Leistenden und Leistungsempfänger</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">4. Ersparte Aufwendungen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">5. Betriebliche Veranlassung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">6. Betriebseinnahmen-ABC</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. 1. Begriff</h2>
<p>Im Unterschied zu den Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) fehlt für die Betriebseinnahmen eine gesetzliche Begriffsbestimmung. Die Rechtsprechung des BFH legt den Begriff der Betriebseinnahmen auf der Grundlage des Begriffs der Betriebsausgaben und der Einnahmen bei den Überschusseinkünften (§ 8 EStG) aus. Hiernach sind Betriebseinnahmen Zugänge von Wirtschaftsgütern in Form von Geld oder Geldeswert, die durch den Betrieb veranlasst sind (BFH, 14.03.1989 &#8211; I R 83/85, BStBl II 1989, 650).</p>
<p>Unmittelbare Bedeutung haben die Betriebseinnahmen bei der Ermittlung des Gewinns als <strong>Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben</strong> (§ 4 Abs. 3 EStG). Da bei der <strong>Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich</strong> der Unterschied zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahrs und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs zugrundegelegt wird, werden hier die Betriebseinnahmen quasi mittelbar berücksichtigt, da sie das Betriebsvermögen erhöhen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. 2. Erfassung der Betriebseinnahmen</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 2.1 Betriebsvermögensvergleich</h3>
<p>Im Betriebsvermögensvergleich werden die Betriebseinnahmen erfasst, sobald sie dem Unternehmen wirtschaftlich zuzurechnen sind. Nach den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen, die als Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung auch in der Steuerbilanz maßgebend sind (§ 5 Abs. 1 Satz 1 HGB), sind Erträge unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung im Jahresabschluss zu berücksichtigen (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB).</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Unternehmer BV ermittelt seinen Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG. Er liefert an seinen Kunden am 05.12.01 Waren, die der Kunde am 10.05.02. durch Banküberweisung begleicht. BV bucht zum 05.12.01: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Erlöse. Der Ertrag aus der Warenlieferung wird also beim Betriebsvermögensvergleich bereits im Zeitpunkt der Lieferung erfasst.</p>
</div>
<p>Bei der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich ist nicht erforderlich, dass es sich bei den erfassten Vorteilen um Wirtschaftsgüter im Sinne des Bilanzrechts handelt, die den Ertrag erhöhen (BFH, 26.06.1991 &#8211; XI R 24/89, BStBl II 1991, 877). Sind sie nicht zur betrieblichen Nutzung geeignet oder bestimmt, so werden sie bei einem bilanzierenden Steuerpflichtigen außerhalb der Bilanz als Betriebseinnahmen erfasst (BFH, 20.04.1989 &#8211; IV R 106/87, BStBl II 1989, 641).</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Ein Geschäftsfreund wendet einem bilanzierenden Unternehmer einen geldwerten Vorteil durch Finanzierung einer Geschäftsreise zu. Wird der Vorteil dem Mitunternehmer einer Personengesellschaft gewährt, mit der der Geschäftsfreund Geschäftsbeziehungen unterhält, so kommt es zu einer unmittelbaren Zuwendung des Vorteils an die Personengesellschaft und dieser ist daher bei der Personengesellschaft als Betriebseinnahme zu erfassen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 2.2 Einnahmenüberschussrechnung</h3>
<p>In der Einnahmenüberschussrechnung werden die Betriebseinnahmen erst im Zeitpunkt des Zuflusses erfasst (§ 11 EStG).</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Unternehmer EÜ ermittelt seinen Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG. Wie im vorstehenden Beispiel liefert er am 05.12.01, der Kunde überweist den Rechnungsbetrag am 10.05.02 auf das Bankkonto des EÜ. Dieser bucht erst bei ihrem Zufluss zum 10.05.02 die Betriebseinnahme als Ertrag.</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. 3. Keine Korrespondenz der Erfassung beim Leistenden und Leistungsempfänger</h2>
<p>Es kommt für die Erfassung als Betriebseinnahme nicht darauf an, wie die Leistung beim Geber zu behandeln ist. Wird daher beim Geber eine Leistung steuerrechtlich als nicht abzugsfähiges Geschenk behandelt, kann sie beim Empfänger als Betriebseinnahme gewinnerhöhend behandelt werden.</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Großhändler G schenkt K, einem seiner Hauptabnehmer, zur Förderung der weiteren Geschäftsbeziehungen zu Weihnachten einen Präsentkorb im Wert von 90 EUR. G kann das betrieblich veranlasste Geschenk wegen Überschreitens der 35 EUR-Grenze nicht als Betriebsausgabe abziehen (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG). Gleichwohl ist der Wert des Präsentkorbs für K eine steuerpflichtige Betriebseinnahme i.H.v. 90 EUR.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. 4. Ersparte Aufwendungen</h2>
<p>Betriebseinnahmen setzen einen Zugang in Geld oder Geldeswert voraus (siehe Abschnitt 1). Erspart ein Unternehmer Aufwendungen, kommt das zwar seinem Unternehmen zugute, indem entsprechend der Gewinn gesteigert wird. Es fließt jedoch dem Unternehmen in Höhe der Aufwandsersparnis kein Geldeswert zu. Auf der anderen Seite fallen für den Unternehmer auch keine Betriebsausgaben an.</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Fleischermeister M betreibt eine Metzgerei. Seine Ehefrau E ist Fleischerfachverkäuferin und hilft gelegentlich unentgeltlich in &#8222;Stoßzeiten&#8220; aus. Weder muss M den Wert der Arbeitskraft der E als Betriebseinnahme erfassen, noch kann er ersparte Lohnaufwendungen als Betriebsausgaben abziehen.</p>
</div>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Wird die Arbeitskraft vom Ehepartner unentgeltlich gewährt, beruht das auf der persönlichen Beziehung zwischen den Eheleuten. In diesem Fall kann die steuerliche Wirksamkeit des Abzug als Betriebsausgaben nur durch Abschluss eines Arbeitsvertrages sowie laufender Lohn-, Lohnsteuer- und ggf. Sozialversicherungsleistungen, wie sie bei untereinander fremden Vertragspartnern üblich sind, erreicht werden.</p>
</div>
<p>Zum Abzug unentgeltlich zugewendeter Leistungen Dritter und Nutzungen aus eigenem Privatvermögen siehe Drittaufwand.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. 5. Betriebliche Veranlassung</h2>
<p>Voraussetzung für den Ansatz einer Einnahme als Betriebseinnahme ist, dass sie durch den Betrieb veranlasst ist. Hierfür ist entscheidend, dass ein objektiver wirtschaftlicher oder tatsächlicher Zusammenhang der Einnahme mit dem Betrieb besteht (Lippross Basiskommentar Steuerrecht, § 4 EStG Rz. 249 ff.).</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<ul>
<li>
<p>laufende, einmalige und außerordentliche Einnahmen aus der betrieblichen Tätigkeit</p>
</li>
<li>
<p>Einnahmen aus Neben- und Hilfsgeschäften, z. B. aus der Veräußerung von Anlagevermögen</p>
</li>
<li>
<p>Einnahmen aus der Veräußerung von Wirtschaftsgütern, die unter § 4 Abs. 5 EStG fallen</p>
</li>
</ul>
</div>
<p>Nicht betrieblich veranlasst sind Einnahmen aus der Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens, und zwar auch dann nicht, wenn eine vorherige betriebliche Mitbenutzung als Aufwandseinlage behandelt worden ist.</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>G hat seinen privaten Pkw zu 30 % betrieblich genutzt, aber nicht als gewillkürtes Betriebsvermögen ausgewiesen. Die anteiligen betrieblichen Aufwendungen buchte er als Nutzungseinlage. Der Veräußerungserlös führt auch nicht in Höhe von 30 % zu einer Betriebseinnahme.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. 6. Betriebseinnahmen-ABC</h2>
<p>Im Folgenden folgt eine beispielhafte Auflistung von Zuwendungen und Zuflüssen und ihre Zuordnung zu den Betriebseinnahmen oder Nicht-Betriebseinnahmen:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Abfindungen</strong>, z.B. Vertragsstrafen bei Abwicklung von Verträgen etc. oder wenn das Recht oder die Rechtsposition, die durch die Abfindung abgelöst worden ist, zum betrieblichen Bereich gehörte, stellen Betriebeinnahmen dar.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Aufwandsentschädigungen</strong> an für eine Berufskammer ehrenamtlich Tätige, wenn hierdurch die Nachteile aus der betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit abgegolten werden, sind für die Empfänger Betriebseinnahmen (BFH, 26.02.1988 &#8211; III R 241/84, BStBl II 1988, 615).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Beitragszuschüsse</strong> einer Versicherungsgesellschaft an ihre selbstständigen Versicherungsvertreter für deren Kranken- und Lebensversicherungen stellen Betriebseinnahmen dar (BFH, 27.02.1991 &#8211; XI R 24/88, BFH/NV 1991, 453).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Bestechungsgelder</strong> sind zwar für den Geber nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 10 EStG nicht als Betriebsausgaben abziehbar, für den Empfänger sind es aber Betriebseinnahmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Darlehenszinsen</strong> für betriebliche Darlehn oder für betriebliche Bank- und Wertpapierguthaben sind als Betriebseinnahmen zu erfassen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Durchlaufende</strong> Posten sind keine Betriebseinnahmen, da sie im Namen und für Rechnung eines Dritten vereinnahmt werden (BFH, 18.12.1975 &#8211; IV R 12/72, BStBl II 1976,370).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Einnahmen aus Hilfsgeschäften</strong>, die nicht zum eigentlichen Betriebszweck gehören, z.B. Verkauf von betrieblichen Pkw oder anderer betrieblicher Wirtschaftsgüter, sind Betriebseinnahmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Entschädigungen</strong> für entgehende Einnahmen, für die Aufgabe oder Nichtausübung einer betrieblichen Tätigkeit oder als Ausgleichszahlung für Handelsvertreter nach § 89b HGB stellen Betriebseinnahmen dar.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Ersparte Aufwendungen</strong> sind keine Betriebseinnahmen (siehe unter 4.).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Geschenke</strong> und andere kostenlose Zuwendungen können Betriebseinnahmen sein (siehe unter 3.).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Incentivereisen</strong>, Belohnungsreisen, z.B. von Großunternehmen (Versicherungen Automobilwerken etc.) für ihre besten Verkäufer, größten Abnehmer etc., stellen Betriebseinnahmen dar.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Preise</strong> im Zusammenhang mit einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit, z.B. bei Architektenwettbewerben, sind Betriebseinnahmen. Keine Betriebseinnahmen sind dagegen Preise, die das Gesamtwerk oder die Forschungstätigkeit des Empfängers honorieren sollen (z.B. Goethepreis, Nobelpreis, Theodor-Wolff-Preis bei Journalisten, Friedenspreis des Buchhandels u.ä.).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Schadenersatz</strong> für einen im betrieblichen oder beruflichen Bereich angefallenen Schaden ist für den Geschädigten eine Betriebseinnahme.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Trinkgelder</strong>, die anlässlich einer Arbeitsleistung dem Arbeitnehmer von Dritten freiwillig zusätzlich zu dem Betrag gegeben werden, der für diese Arbeitsleistung zu zahlen ist, sind für den Arbeitnehmer steuerfrei (§ 3 Nr. 51 EStG). Bei einem Nichtarbeitnehmer stellen sie aber eine zusätzliche Vergütung für die Bedienung dar und sind damit Betriebseinnahmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Schmiergelder</strong>, wenn sie aus betrieblichen Gründen vereinnahmt werden, sind Betriebseinnahmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Vergütungen</strong> für die Inanspruchnahme betrieblicher Grundstücke für öffentliche Zwecke, Entschädigungen sowie Zinsen auf solche Vergütungen und Entschädigungen sind Betriebseinnahmen (§ 24 Nr. 3 EStG).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Versicherungsentschädigungen</strong>, z.B. Zahlung einer Betriebsausfallversicherung nach einem Brand, sind Betriebseinnahmen, wenn sie wirtschaftlich mit dem Betrieb zusammenhängen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Versicherungsvertreter</strong> haben alle Provisionen, auch die für Geschäftsabschlüsse für sich und eigene Familienangehörige gezahlten, als Betriebseinnahmen zu erfassen (BFH, 27.05.1998 &#8211; X R 17/95, BStBl II 1998, 618). Ebenso gehören Leistungen zu den Betriebseinnahmen, die der Geschäftsherr außerhalb der Provisionen zahlt, z. B. freiwillige soziale Leistungen (BFH, 26.10.1977 &#8211; I R 110/76, BStBl II 1978, 137).</p>
</li>
<li>
<p><strong>Wertpapiere:</strong> Die laufenden Erträge, aber auch die Erträge aus Wertsteigerungen beim Verkauf betrieblicher Wertpapiere und Beteiligungen, sind Betriebseinnahmen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zuschüsse</strong>, z.B. Ertragszuschüsse zur Stärkung der Liquidität, Zuschüsse zu bestimmten Betriebsausgaben, sind Betriebseinnahmen. Andererseits besteht bei sog. Investitionszuschüssen zu den Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern ein Wahlrecht, ob sie als Betriebseinnahme oder als Kürzung der Anschaffungskosten berücksichtigt werden sollen (R 6.5 Abs. 2 EStR).</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Betriebsausgaben" href="/steuerlexiko/154045"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Betriebsausgaben</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Drittaufwand</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Einlagen" href="/steuerlexiko/154129"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Einlagen</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchführungspflicht &#8211; Beginn</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/buchfuehrungspflicht-beginn-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Buchführungspflicht - Beginn Information Zum Beginn der Buchführungspflicht nach § 141 AO vgl. Buchführungspflicht nach § 141 AO.Der Beginn der Buchführungspflicht nach Handelsrecht ergibt sich wie folgt:PersonBeginn der Buchführungspflicht Kaufleute im Sinne des § 1 HGBmit den vorbereitenden Geschäften Kaufleute im Sinne des § 2 HGBmit Eintragung ins Handelsregister Personenhandelsgesellschaftenmit Aufnahme des gemeinschaftlichen Betriebs Kapitalgesellschaftenspätestens  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Buchführungspflicht &#8211; Beginn</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Zum Beginn der Buchführungspflicht nach § 141 AO vgl. <a class="doklink" title="Buchf&#xFC;hrungspflicht nach &#xA7; 141 AO" href="/steuerlexiko/281942">Buchführungspflicht nach § 141 AO</a>.</p>
<p>Der Beginn der Buchführungspflicht nach Handelsrecht ergibt sich wie folgt:</p>
<table id="frg_tb1" border="0" width="80%" class="doc_table" summary="Beginn der Buchf&#xFC;hrungspflicht"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="50%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<thead>
<tr>
<th style="width:50%" rowspan="1">
<p><strong>Person</strong></p>
</th>
<th style="width:50%" rowspan="1">
<p><strong>Beginn der Buchführungspflicht</strong></p>
</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Kaufleute im Sinne des § 1 HGB</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>mit den vorbereitenden Geschäften</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Kaufleute im Sinne des § 2 HGB</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>mit Eintragung ins Handelsregister</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Personenhandelsgesellschaften</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>mit Aufnahme des gemeinschaftlichen Betriebs</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:50%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>Kapitalgesellschaften</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1">
<p>spätestens mit Eintragung ins Handelsregister; (auch die<br />Vorgesellschaft (z.B. GbR) ist nach h. M. bereits<br />buchführungspflichtig) </p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Kosten, die auf den Zeitraum vor Erstellung der Eröffnungsbilanz entfallen, sind</p>
<ol>
<li>
<p>handelsrechtlich aktivierungsfähig (§ 269 HGB entsprechend) und auf bis zu 5 Jahre abzuschreiben (§ 282 HGB), </p>
</li>
<li>
<p>steuerrechtlich im Jahr der Entstehung als Betriebsausgabe abzugsfähig. </p>
</li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/buchfuehrungspflicht-beginn-2/">Buchführungspflicht &#8211; Beginn</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Betriebl. Altersversorgung &#8211; Arbeitgeberpflichten</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/betriebl-altersversorgung-arbeitgeberpflichten-2/</link>
					<comments>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/betriebl-altersversorgung-arbeitgeberpflichten-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Betriebl. Altersversorgung - Arbeitgeberpflichten Normen § 10a EStG§§ 79 ff EStG Information Inhaltsübersicht1.Allgemeines2.Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten des Arbeitgebers3.Mitteilungspflichten des Arbeitgebers3.1Allgemeines3.2Mitteilungspflicht zur Riester-Förderung1. AllgemeinesAb 2007 sind die Aufzeichnungs-, Mitteilungs- und Aufbewahrungspflichten des Arbeitgebers im Hinblick auf die zutreffende steuerliche Behandlung der Beiträge und der späteren Versorgungsleistungen bei Durchführung einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Betriebl. Altersversorgung &#8211; Arbeitgeberpflichten</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 10a EStG</p>
<p>§§ 79 ff EStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Allgemeines</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten des Arbeitgebers</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Mitteilungspflichten des Arbeitgebers</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Allgemeines</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Mitteilungspflicht zur Riester-Förderung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Allgemeines</h2>
<p>Ab 2007 sind die Aufzeichnungs-, Mitteilungs- und Aufbewahrungspflichten des Arbeitgebers im Hinblick auf die zutreffende steuerliche Behandlung der Beiträge und der späteren Versorgungsleistungen bei Durchführung einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung neu geregelt worden.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten des Arbeitgebers</h2>
<p>Für die Pflichten des Arbeitgebers maßgebend ist, ob die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung aufgrund einer Versorgungszusage geleistet werden, die vor dem 01.01.2005 (= Altzusage; Beibehaltung der alten Pauschalierung nach § 40b EStG) oder nach dem 31.12.2004 erteilt wurde (= Neuzusage; Erhöhungsbetrag bei Steuerfreiheit der Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG von 1.800 EUR zu den 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung).</p>
<p>Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet, gesondert je Versorgungszusage und Arbeitnehmer den Zeitpunkt der Erteilung der Zusage aufzuzeichnen, wenn der zusätzliche Steuerfreibetrag von 1.800 EUR in Anspruch genommen wird (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 LStDV).</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber A hat dem Arbeitnehmer am 31.12.2006 eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktversicherung zugesagt. Er zahlt in den Jahren 2006 und 2007 jeweils Beiträge in Höhe von 4.320 EUR (4% von 63 000 EUR = 2.520 EUR zuzüglich 1.800 EUR) steuerfrei an ein Versicherungsunternehmen. Der Arbeitgeber hat den Zeitpunkt der Erteilung der Versorgungszusage (31.10.2006) aufzuzeichnen.</p>
</div>
<p>Ferner hat der Arbeitgeber je Versorgungszusage und Arbeitnehmer bei einer Änderung einer vor dem 01.01.2005 erteilten Versorgungszusage (= Altzusage) alle Änderungen nach dem 31.12.2004 aufzuzeichnen (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 LStDV).</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber führt die betriebliche Altersversorgung für seine Arbeitnehmer seit 2002 (= Altzusage) über eine Pensionskasse durch. Zum 01.05.2007 erhöht sich der für den einzelnen Arbeitnehmer zu zahlende Beitrag von 2.000 EUR auf 2.400 EUR. Der Arbeitgeber hat die zum 01.05.2007 eingetretene Beitragsänderung aufzuzeichnen.</p>
</div>
<p>Bei Beibehaltung der Pauschalierungsmöglichkeit für Altzusagen (§ 40b EStG a.F.) hat der Arbeitgeber je Versorgungszusage und Arbeitnehmer den Inhalt der am 31.12.2004 bestehenden Versorgungszusage aufzuzeichnen (§ 5 Abs. 1 Nr. 2 LStDV). Ebenfalls aufzuzeichnen ist eine erforderliche Verzichtserklärung des Arbeitnehmers betreffend die Steuerfreiheit der Beiträge.</p>
<h3 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h3>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber führt die betriebliche Altersversorgung für seinen Arbeitnehmer seit 1990 über eine Direktversicherung durch. Als Versorgungsleistung ist eine einmalige Kapitalauszahlung vorgesehen. Der jährliche Beitrag beträgt seit Jahren konstant 1.500 EUR.<br />Der Arbeitgeber hat den Inhalt der am 31.12.2004 bestehenden Versorgungszusage aufzuzeichnen. Eine Verzichtserklärung des Arbeitnehmers ist nicht erforderlich, da die Voraussetzungen für eine Steuerfreistellung der Beiträge mangels lebenslanger Altersversorgung nicht erfüllt sind.</p>
</div>
<p>Kommt es zu einer Übertragung der betrieblichen Altersversorgung nach dem „Abkommen zur Übertragung von Direktversicherungen oder Versicherungen in eine Pensionskasse bei Arbeitgeberwechsel“ oder zu einer entsprechenden Übertragung nach vergleichbaren Regelungen, ist der Zeitpunkt der Übertragung aufzuzeichnen (§ 5 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 LStDV). Bei weiterer Anwendung der Pauschalierungsmöglichkeit für Altzusagen ist auch die Erklärung des ehemaligen Arbeitgebers aufzuzeichnen, dass es sich bei der Versorgungszusage um eine Altzusage handelt (= Versorgungszusage, die vor dem 01.01.2005 erteilt wurde), die auch als solche behandelt worden ist (§ 5 Abs. 1 Nr. 2 LStDV). Entsprechende Aufzeichnungen sind zu führen, wenn die Zusage vom neuen Arbeitgeber übernommen wird (z.B. Schuldnerwechsel durch Umschreiben der Police für die Direktversicherung; § 4 Abs. 2 Nr. 1 BetrAVG).</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Für die Aufzeichnungen des Arbeitgebers gilt die allgemeine Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren (§ 41 Abs. 1 Satz 10 EStG).</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Mitteilungspflichten des Arbeitgebers</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Allgemeines</h3>
<p>Der Arbeitgeber hat gewisse Mitteilungspflichten, damit die betriebliche Versorgungseinrichtung ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen kann. Der Arbeitgeber hat der kapitalgedeckten betrieblichen Versorgungseinrichtung (Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung) spätestens zwei Monate nach Ablauf des Kalenderjahres bzw. Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Kalenderjahres gesondert je Versorgungszusage die für den einzelnen Arbeitnehmer geleisteten Beiträge mitzuteilen, die</p>
<ul>
<li>
<p>steuerfrei belassen wurden (§ 3 Nr. 63 EStG; entsprechendes gilt für nach § 3 Nr. 66 EStG steuerfrei belassene Leistungen),</p>
</li>
<li>
<p>pauschal besteuert wurden (§ 40b EStG i.d.F. am 31.12.2004) oder</p>
</li>
<li>
<p>individuell besteuert wurden.</p>
</li>
</ul>
<p>Die Mitteilungspflicht kann auch durch einen beauftragten Dritten (z.B. Steuerberater) erfüllt werden. Eine besondere Form für die Erfüllung der Mitteilungspflicht ist übrigens nicht vorgeschrieben.</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber zahlt je Arbeitnehmer 1.800 EUR steuer- und sozialversicherungsfrei in einen Pensionsfonds ein. Der Arbeitgeber hat dem Pensionsfonds bis zum 28.02. des Folgejahres den steuerfreien Betrag von 1.800 EUR gesondert je Arbeitnehmer mitzuteilen.</p>
</div>
<p>Die Mitteilung kann unterbleiben, wenn die Versorgungseinrichtung die steuerliche Behandlung der für den einzelnen Arbeitnehmer im Kalenderjahr geleisteten Beiträge bereits kennt oder aus den bei ihr vorhandenen Daten feststellen kann und dies ihrerseits dem Arbeitgeber mitgeteilt hat.</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber zahlt je Arbeitnehmer jährlich den Höchstbetrag von 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei in einen Pensionsfonds ein. Nach der Satzung des Pensionsfonds sind für den einzelnen Arbeitnehmer nur steuerfreie Beitragszahlungen im Sinne des § 3 Nr. 63 EStG zulässig. Dies hat der Pensionsfonds dem Arbeitgeber auch mitgeteilt.<br /><strong>Lösung:</strong> Eine Mitteilung des Arbeitgebers kann unterbleiben, da der Pensionsfonds die steuerliche Behandlung der Beiträge kennt.</p>
</div>
<p>Vorsicht ist geboten, wenn eine Mitteilung nicht abgegeben wird. Unterbleibt eine Mitteilung des Arbeitgebers, ohne dass ihm eine entsprechende Mitteilung der Versorgungseinrichtung, dass sie die steuerliche Behandlung der Beiträge kennt, vorliegt, geht diese bis zum Höchstbetrag von steuerfreien Beiträgen aus mit der Folge, dass die späteren Versorgungsleistungen insoweit voll steuerpflichtig sind (§ 5 Abs. 3 LStDV).</p>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber zahlt je Arbeitnehmer aufgrund einer Altzusage (= Versorgungszusage, die vor dem 01.01.2005 erteilt wurde) einen Beitrag in Höhe von 1.752 EUR in eine Direktversicherung ein. Der Beitrag wird weiterhin mit 20 % pauschal besteuert. Dies ist dem Versicherungsunternehmen nicht bekannt. Unterbleibt eine Mitteilung über die Pauschalbesteuerung der Beiträge an das Versicherungsunternehmen, geht dieses von steuerfreien Beiträgen aus.<br /><strong>Folge:</strong> Die späteren Versorgungsleistungen sind insoweit voll steuerpflichtig.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Mitteilungspflicht zur Riester-Förderung</h3>
<p>Die steuerliche Förderung über Zulage und ggf. zusätzlichen Sonderausgabenabzug gem. § 10a EStG (sog. Riester-Rente) kann unter weiteren Voraussetzungen auch für Beiträge aus individuell versteuerten Arbeitslohn zur betrieblichen Altersversorgung in Anspruch genommen werden (§ 82 Abs. 2 EStG).<br />Der Arbeitgeber hat daher der für die betriebliche Altersversorgung zuständigen Versorgungseinrichtung (Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung) spätestens zwei Monate nach Ablauf des Kalenderjahres oder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Kalenderjahres gesondert je Versorgungszusage mitzuteilen, in welcher Höhe die für den einzelnen Arbeitnehmer geleisteten Beiträge individuell besteuert wurden (§ 6 Abs. 1 AltvDV). Dies ist erforderlich, damit die Versorgungseinrichtung ihrerseits ihren Bescheinigungspflichten nachkommen und die Finanzverwaltung prüfen kann, ob die Voraussetzungen für die Zulagengewährung und den Sonderausgabenabzug gem. § 10a EStG vorliegen.</p>
<p>Die Mitteilung kann unterbleiben, wenn die Versorgungseinrichtung dem Arbeitgeber mitgeteilt hat, dass</p>
<ul>
<li>
<p>sie die Höhe der individuell versteuerten Beiträge bereits kennt oder aus den bei ihr vorhandenen Daten feststellen kann oder</p>
</li>
<li>
<p>eine Riester-Förderung nicht möglich ist (§ 6 Abs. 2 AltvDV).</p>
</li>
</ul>
<h4 class="stw_beispiel_head">Beispiel:</h4>
<div class="stw_beispiel">
<p>Der Arbeitgeber zahlt für seinen Arbeitnehmer einen Beitrag in Höhe von 1.752 EUR in eine Direktversicherung ein. Der Beitrag ist individuell über die Lohnsteuerkarte versteuert worden. Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält der Arbeitnehmer eine Kapitalauszahlung.<br />Es besteht keine Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Versicherungsunternehmen, da eine Förderung der Beiträge über Zulagen und ggf. zusätzlichem Sonderausgabenabzug wegen der fehlenden lebenslangen Altersversorgung nicht möglich ist (vgl. § 82 Abs. 2 EStG).</p>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Betriebsausgaben</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/betriebsausgaben-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/Steuerlexikon/betriebsausgaben-2/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Betriebsausgaben Normen § 4 Abs. 4 EStG§ 4 Abs. 5 EStG Information Inhaltsübersicht1.Begriff2.Gemischt genutzte Wirtschaftsgüter3.Gemischte Aufwendungen4.Nicht abziehbare und beschränkt abziehbare Betriebsausgaben4.1Nicht abziehbare Betriebsausgaben4.2Beschränkt abziehbare Betriebsausgaben4.3Besondere Aufzeichnungen5.Vorweggenommene und nachtägliche Betriebsausgaben5.1Vorweggenommene Betriebsausgaben5.2Nachträgliche Betriebsausgaben6.Teil der Gewinnermittlung6.1Einnahmenüberschussrechnung6.2Betriebsvermögensvergleich1. BegriffBetriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind (§ 4 Abs. 4 EStG). Sie werden bei der Gewinnermittlung im Rahmen  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/steuerlexikon/betriebsausgaben-2/">Betriebsausgaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Betriebsausgaben</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 4 Abs. 4 EStG</p>
<p>§ 4 Abs. 5 EStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Begriff</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Gemischt genutzte Wirtschaftsgüter</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Gemischte Aufwendungen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Nicht abziehbare und beschränkt abziehbare Betriebsausgaben</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.1">Nicht abziehbare Betriebsausgaben</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.2">Beschränkt abziehbare Betriebsausgaben</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.3">Besondere Aufzeichnungen</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Vorweggenommene und nachtägliche Betriebsausgaben</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.1">Vorweggenommene Betriebsausgaben</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.2">Nachträgliche Betriebsausgaben</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">Teil der Gewinnermittlung</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.1">Einnahmenüberschussrechnung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.2">Betriebsvermögensvergleich</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Begriff</h2>
<p>Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind (§ 4 Abs. 4 EStG). Sie werden bei der Gewinnermittlung im Rahmen der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG), Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) und selbstständiger Arbeit (§ 18 EStG) abgezogen. Als Betriebsausgaben können alle Vermögensabflüsse in Geld- oder Sachwerten berücksichtigt werden, die in einem tatsächlichen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Betrieb stehen.</p>
<table border="1" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="50%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="2" rowspan="1" valign="middle">
<p>Betriebsausgaben</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="middle">
<p>Betriebliche Mittel</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="middle">
<p>Betrieblich veranlasster Abfluss von Geld oder</p>
<p>betrieblich veranlasster Abgang von Geldeswert</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="middle">
<p>Ergebnis</p>
</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="middle">
<p>Sofort erfolgswirksamer Aufwand oder</p>
<p>vermögensumschichtender Wertzugang</p>
</td>
</tr>
</table>
<p>Es fließt entweder Geld ab &#8211; aus der Kasse oder der Bank &#8211; oder Geldeswert, indem eine Verbindlichkeit begründet wird. Hierdurch kann</p>
<ol>
<li>
<p>das Betriebsvermögen, das Eigenkapital, sofort gemindert werden: Aufwand,</p>
</li>
<li>
<p>ein Wirtschaftsgut neu erworben oder geschaffen werden: Anschaffungs- oder Herstellungskosten für ein neues Wirtschaftsgut oder</p>
</li>
<li>
<p>ein bestehendes Wirtschaftsgut erweitert oder wesentlich verbessert werden: nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf ein vorhandenes Wirtschaftsgut.</p>
</li>
</ol>
<p>In den Fällen 2 und 3 wirken sich die Betriebsausgaben aufwandsmäßig und damit gewinnmindernd erst im Wege der Abschreibung während der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder durch Teilwertabschreibung aus.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Gemischt genutzte Wirtschaftsgüter</h2>
<p>Wird ein Wirtschaftsgut, das zum Betriebsvermögen gehört, auch privat genutzt, sind die auf die private Nutzung entfallenden Aufwendungen einschließlich AfA keine Betriebsausgaben, sondern als Privatentnahmen zu buchen. Wird hingegen ein zum Privatvermögen gehörendes Wirtschaftsgut betrieblich genutzt, sind die durch die betriebliche Nutzung entstehenden Aufwendungen einschließlich der AfA Betriebsausgaben (R 4.7 Abs. 1 Satz 1 und 2 EStR).</p>
<p>Wird ein zum Betriebsvermögen gehörendes Wirtschaftsgut zerstört, während es privat genutzt wird, tritt hinsichtlich der stillen Reserven, die sich bis zu seiner Zerstörung gebildet haben, keine Gewinnrealisierung ein. In Höhe des Restbuchwerts liegt eine Nutzungsentnahme vor (R 4.7 Abs. 1 Satz 3 und 4 EStR).</p>
<p>Eine Schadensersatzforderung für ein während einer Privatnutzung zerstörtes Wirtschaftsgut ist eine Betriebseinnahme, wenn und soweit sie über den Restbuchwert hinausgeht (R 4.7 Abs. 1 Satz 5 EStR).</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Gemischte Aufwendungen</h2>
<p>Besteht bei Aufwendungen für die Lebensführung (§ 12 Nr. 2 EStG) ein Zusammenhang mit der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit, handelt es sich um sogenannte gemischte Aufwendungen. Diese sind insoweit als Betriebsausgaben abziehbar, als sie betrieblich oder beruflich veranlasst sind und dieser Teil sich nach objektiven Merkmalen und Unterlagen von den Ausgaben, die der privaten Lebensführung gedient haben, leicht und einwandfrei trennen lässt.<br />Ist in diesen Fällen der Anteil der privat veranlassten Ausgaben von untergeordneter Bedeutung, kommt es nicht darauf an, ob er sich leicht und einwandfrei trennen lässt (R 12.1 Satz 1 EStR).</p>
<p>Der betrieblich oder beruflich veranlasste Anteil an den gemischten Aufwendungen kann ggf. geschätzt werden (R 12.1 Satz 2 EStR).</p>
<p>Der gesamte Betrag einer gemischten Aufwendung ist nicht abziehbar nach § 12 Nr. 1 EStG wenn</p>
<ul>
<li>
<p>sich eine Trennung nicht leicht und einwandfrei durchführen lässt oder</p>
</li>
<li>
<p>nur schwer erkennbar ist, ob die Aufwendung mehr betrieblich/beruflich oder mehr privat veranlasst ist, R 12.1 Satz 3 EStR.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Nicht abziehbare und beschränkt abziehbare Betriebsausgaben</h2>
<p>Nach § 4 Abs. 5 EStG sind darin aufgeführte betrieblich veranlasste Aufwendungen nicht oder nicht in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Es sind zwar Betriebsausgaben, allerdings dürfen sie den steuerlichen Gewinn nicht oder nicht in vollem Umfang mindern.</p>
<p>Es handelt sich um Aufwendungen, welche die Lebensführung berühren. Es ist daher vorab zu prüfen, ob die als Betriebsausgaben geltend gemachten Aufwendungen bereits zu den nicht abziehbaren Kosten der Lebenshaltung im Sinne von § 12 Nr. 1 EStG gehören.</p>
<p>Die Aufwendungen sind keine Entnahmen im Sinne von § 4 Abs. 1 Satz 2 EStG (R 4.10 Abs. 1 EStR). Sie werden daher zunächst als Betriebsausgaben gebucht und dann außerbilanziell dem Gewinn hinzugerechnet.</p>
<p>Diese nicht abziehbaren Aufwendungen sind auch nicht als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abziehbar, weil hierfür Voraussetzung ist, dass es sich dem Grunde nach nicht um Betriebsausgaben handelt (§ 10 Abs. 1, § 33 Abs. 2 Satz 2 EStG).</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.1">4.1 Nicht abziehbare Betriebsausgaben</h3>
<p>Nicht abziehbar sind Aufwendungen für</p>
<ul>
<li>
<p>Gästehäuser, Jagd, Fischerei, Segel- oder Motorjachten und ähnliche Zwecke und hiermit zusammenhängende Bewirtungen (§ 4 Abs. 5 Nr. 3 und 4 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Geldstrafen, Geldbußen, Ordnungsgelder, Verwarnungsgelder (§ 4 Abs. 5 Nr. 8 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Bestechungs- und Schmiergelder (§ 4 Abs. 5 Nr. 10 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Zinsen auf hinterzogene Steuern (§ 4 Abs. 5 Nr. 8a EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Gewerbesteuer auf nach dem 31.12.2007 endende Erhebungszeiträume (§ 4 Abs. 5b EStG).</p>
</li>
<li>
<p>Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer und die Kosten der Ausstattung, wenn ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG).</p>
</li>
</ul>
<p>Andere Aufwendungen, die die Lebensführung berühren sind nicht abziehbar, soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind (§ 4 Abs. 5 Nr. 7 EStG). Hierbei ist zu prüfen, ob die Aufwendungen zur Verfolgung des mit der Maßnahme erstrebten Zieles notwendig und durch wirtschaftlich vernünftige Gründe zu rechtfertigen sind (BFH, 04.03.1986 &#8211; VIII R 188/84, BStBl II 1986, 373).</p>
<p>Probleme mit dem Betriebsausgabenabzug können sich daher z.B. ergeben beim Abzug von</p>
<ul>
<li>
<p>Aufwendungen für die Benutzung besonders aufwändiger Beförderungsmittel (Schiffsreise statt Flug; privat gechartertes Flugzeug statt Linienflug),</p>
</li>
<li>
<p>Aufwendungen für die Unterhaltung von firmeneigenen Flugzeugen oder Booten,</p>
</li>
<li>
<p>Aufwendungen für die Unterhaltung einer firmeneigenen Jagd,</p>
</li>
<li>
<p>Pkw-Kosten für besonders luxuriöse oder exotische Fahrzeuge (z.B. extrem teure Sportwagen),.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.2">4.2 Beschränkt abziehbare Betriebsausgaben</h3>
<p>Der Höhe nach beschränkt abziehbar sind insbesondere</p>
<ul>
<li>
<p>Aufwendungen für Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer sind (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Bewirtungsaufwendungen aus geschäftlichem Anlass (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Mehraufwendungen für Verpflegung auf Geschäftsreisen (§ 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte sowie für Familienheimfahrten (§ 4 Abs. 5 Nr. 6 EStG),</p>
</li>
<li>
<p>Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, das Arbeitszimmer aber nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG).</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.3">4.3 Besondere Aufzeichnungen</h3>
<p>Soweit Aufwendungen nicht bereits nach § 4 Abs. 5 EStG vom Abzug ausgeschlossen sind, dürfen sie bei der Gewinnermittlung nur berücksichtigt werden, wenn sie einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufgezeichnet sind (§ 4 Abs. 7 EStG).</p>
<p>Dieses Erfordernis ist erfüllt, wenn für jede Gruppe der Aufwendungen ein besonderes Konto oder eine besondere Spalte geführt wird. Es reicht aber auch aus, wenn für alle unter die besondere Aufzeichnungspflicht fallenden Aufwendungen ein Konto oder eine Spalte geführt wird und sich aus jeder einzelnen Buchung oder Aufzeichnung die Art der Aufwendung ergibt (R 4.11 Abs. 1 EStR).</p>
<p>Da die Abziehbarkeit der Aufwendungen für Geschenke davon abhängt, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger in dem betreffenden Wirtschaftsjahr zugewendeten Gegenstände 35 EUR nicht übersteigen (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG), müssen aus Gründen der Überprüfbarkeit dieser Voraussetzungen die Namen der Empfänger aus der Buchung oder dem Sammelbeleg zu ersehen sein. Handelt es sich um Geschenke gleicher Art, kann der Gesamtbetrag hierfür gebucht werden, wenn die Namen der Empfänger in dem Buchungsbeleg aufgeführt sind. Ergibt sich aus der Art der zugewendeten Gegenstände und ihrem geringen Wert (Beispiele: Taschenkalender, Kugelschreiber), dass der Betrag von 35 EUR bei dem einzelnen Empfänger im Wirtschaftsjahr nicht überschritten wird, brauchen die Namen der Empfänger nicht angegeben zu werden (R 4.11 Abs. 2 EStR).</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Vorweggenommene und nachtägliche Betriebsausgaben</h2>
<p>Der Abzug von Betriebsausgaben setzt nicht in jedem Fall einen bestehenden Betrieb voraus. Denkbar ist, dass Betriebsausgaben z.B. schon vor der eigentlichen Betriebseröffnung (vorweggenommene Betriebsausgaben) oder noch nach der endgültigen Aufgabe des Betriebes (nachträgliche Betriebsausgaben) anfallen.</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld5.1">5.1 Vorweggenommene Betriebsausgaben</h3>
<p>Als vorweggenommene Betriebsausgaben kommen vor allem in Betracht</p>
<ul>
<li>
<p>Gründungs- und Anlaufkosten,</p>
</li>
<li>
<p>Rechtsberatungskosten,</p>
</li>
<li>
<p>Finanzierungskosten,</p>
</li>
<li>
<p>Reisekosten, z.B. zur Besichtigung eines zum Kauf angebotenen Unternehmens,</p>
</li>
<li>
<p>Planungskosten für ein Betriebsgebäude, wenn es letztlich nicht zur Verwirklichung des Bauvorhabens kommt.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld5.2">5.2 Nachträgliche Betriebsausgaben</h3>
<p>Nachträgliche Betriebsausgaben liegen demgegenüber häufig vor, wenn nach Betriebsaufgabe bzw. Konkurs der bisherige Inhaber oder Beteiligte (an einer Personengesellschaft) für nicht getilgte betriebliche Schulden in Anspruch genommen wird. In diesem Fall können die auf die verbleibenden Verbindlichkeiten zu zahlenden Schuldzinsen als nachträgliche Betriebsausgaben abgezogen werden, nicht aber die Tilgungsleistungen.</p>
<p>Voraussetzung ist allerdings, dass das gesamte Betriebsvermögen zur Schuldentilgung eingesetzt wurde. Keine nachträglichen Betriebsausgaben liegen daher vor, wenn im Rahmen der Betriebsaufgabe ein Betriebsgrundstück in das Privatvermögen überführt wird, anstatt es zu verwerten und den Erlös zur Schuldentilgung zu verwenden. In einem solchen Fall zurückbleibende Betriebsschulden verlieren dadurch den für den Betriebsausgabenabzug der Schuldzinsen erforderlichen betrieblichen Zusammenhang (BFH, 27.11.1984 &#8211; VIII R 2/81, BStBl II 1985, 323).</p>
<p>Als nachträgliche Betriebsausgaben abzugsfähig kann in Ausnahmefällen die Begleichung betrieblicher Verbindlichkeiten sein, wenn sie in der Schlussbilanz nicht passiviert waren und dies nicht rechtsmissbräuchlich (bewusst) erfolgt ist. Denkbar ist dies z.B., wenn bei einer Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) in der zwingend aufzustellenden Schlussbilanz betriebliche Steuerschulden versehentlich nicht durch eine Rückstellung erfasst wurden (BFH, 28.02.1990 &#8211; I R 205/85, BStBl II 1990, 537).</p>
<p>Wegen der Behandlung von Drittaufwand, d.h. Betriebsausgaben für Wirtschaftsgüter, die ganz oder zum Teil im Eigentum Dritter stehen, z.B. Abschreibung von Büroräumen im Gebäude des Ehegatten.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Teil der Gewinnermittlung</h2>
<p>Betriebsausgaben werden bei den Gewinneinkünften berücksichtigt, also bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft und selbstständiger Arbeit (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG). Hier wird der Gewinn entweder durch Betriebsvermögensvergleich oder durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt</p>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld6.1">6.1 Einnahmenüberschussrechnung</h3>
<p>Bei der Einnahmenüberschussrechnung ist der Gewinn der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 3 Satz 1 EStG). Es wird der Saldo, die Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gebildet.</p>
<p>Sind die Betriebseinnahmen höher als die Betriebsausgaben, ist das Ergebnis ein Gewinn. Übersteigen die Betriebsausgaben die Betriebseinnahmen, ergibt sich als Geschäftserfolg ein Verlust.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld6.2">6.2 Betriebsvermögensvergleich</h3>
<p>Bei der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich (auch Bestandsvergleich) gemäß § 4 Abs. 1, § 5 EStG wird der Gewinn als Unterschiedsbetrag zwischen dem Kapital am Schluss des Wirtschaftsjahrs und am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen, ermittelt, wobei nach § 4 Abs. 1 Satz 8 EStG die Vorschriften über Betriebsausgaben zu befolgen sind.</p>
<p>Die Betriebsausgaben werden als Aufwendungen auf Aufwandskonten gebucht, deren Salden über Gewinn- und Verlustkonto und dessen Saldo über Kapitalkonto abgeschlossen werden. Der Saldo des Kapitalkontos ist das Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahrs. So wirken sich die Betriebsausgaben mindernd auf das Betriebsvermögen und damit auf den durch Betriebsvermögensvergleich ermittelten Gewinn aus.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Einlagen" href="/steuerlexiko/154129"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Einlagen</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Betriebseinnahmen" href="/steuerlexiko/154046"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Betriebseinnahmen</span></a></p>
</div>
</div>
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		<title>Betreuungsentgeld</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Betreuungsentgeld Normen § 3 Nr. 10 EStG Information Mit dem Jahressteuergesetz 2009 vom 19.12.2008 ist in § 3 Nr. 10 EStG eine neue Steuerbefreiungsvorschrift für Betreuungsentgelt, das behinderte Menschen im Rahmen des betreuten Wohnens an die Gastfamilien zahlen, geschaffen worden. Die grundsätzlich dem § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG zuzuordnenden Einnahmen, die die Gastfamilie  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Betreuungsentgeld</h1>
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</div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Normen</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>§ 3 Nr. 10 EStG</p>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Information</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Mit dem Jahressteuergesetz 2009 vom 19.12.2008 ist in § 3 Nr. 10 EStG eine neue Steuerbefreiungsvorschrift für Betreuungsentgelt, das behinderte Menschen im Rahmen des betreuten Wohnens an die Gastfamilien zahlen, geschaffen worden. Die grundsätzlich dem § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG zuzuordnenden Einnahmen, die die Gastfamilie für die Aufnahme eines behinderten oder von einer Behinderung bedrohten Menschen erhält, sind bis zur Höhe der Leistungen nach SGB XII steuerfrei. Dies gilt unabhängig davon, ob die Geldleistungen vom Sozialleistungsträger oder &#8211; im Rahmen eines persönlichen Budgets &#8211; vom behinderten Menschen selbst gezahlt werden.</p>
<p>Die gesetzliche Regelung des § 3 Nr. 10 EStG ist nach § 52 Abs. 1 EStG i.d.F. des JStG 2009 erstmals für den VZ 2009 anzuwenden. Nach einer Absprache der Einkommensteuer-Referatsleiter auf Bund-/Länderebene ist die Steuerbefreiungsvorschrift auch auf offene Fälle der Veranlagungszeiträume vor 2009 anzuwenden (OFD Münster, 09.07.2009 &#8211; S 2121- 38 &#8211; St 22-33, StbW 15/2009, 9).</p>
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