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	<title>M Archives - Steuerberater Hannover</title>
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		<title>Management Support System</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Management Support SystemInhaltsübersicht1.Überblick2.Arten von Management Support Systemen2.1Management-Informationssysteme und EIS2.2Executive Support System3.Decision Support System4.Data-Warehouse-Systeme5.Allgemeine Anforderungen an Management Support Systeme6.Entwicklungstendenzen1. ÜberblickManagement Support Systeme, die auch als Managementunterstützungssysteme bezeichnet werden, sind der Oberbegriff für aller Einsatzformen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) zur Unterstützung von Fach- und Führungskräften.Management-Support-Systeme sind fast so alt wie die zentrale Datenverarbeitung: Schon bald nach  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Management Support System</h1>
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<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
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</li>
<li>
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<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
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</li>
<li>
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</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
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</li>
<li>
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<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Data-Warehouse-Systeme</a></div>
</li>
<li>
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</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">Entwicklungstendenzen</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Management Support Systeme, die auch als Managementunterstützungssysteme bezeichnet werden, sind der Oberbegriff für aller Einsatzformen von <strong>Informations- und Kommunikationstechnologien</strong> (IuK) zur Unterstützung von Fach- und Führungskräften.</p>
<p>Management-Support-Systeme sind fast so alt wie die zentrale Datenverarbeitung: Schon bald nach Einsatz von Datenbanken entstand der Wunsch nach Software, die dem Management die für Analyse und Planung benötigten Informationen zeitnah zur Verfügung stellt. Die zunächst euphorischen Versuche zur Entwicklung solcher Systeme in den Sechzigerjahren scheiterten jedoch, weil die Speicher- und Verarbeitungskapazitäten der Hardware nicht ausreichte und die eingesetzten Programmiertools sich als ungeeignet erwiesen.</p>
<p>Die Informationen, die von Management Support Systemen bereitgestellt werden, sind sowohl unternehmensinterner als auch unternehmensexterner Art. <strong>Unternehmensinterne Informationen</strong> stammen zum größten Teil aus den operativen Anwendungssystemen der einzelnen Funktionsbereiche wie Rechnungswesen, Produktion, Vertrieb, Personalabteilung oder auch Controlling. Als operative Anwendungssysteme werden in der Industrie vorwiegend PPS-Systeme (<a class="doklink" title="PPS-System" href="/controlling/240342">PPS-System</a>), im Handel überwiegend <a class="doklink" title="Warenwirtschaftssystem" href="/controlling/251319">Warenwirtschaftssysteme</a> eingesetzt. Problemrelevante Daten dieser Systeme gehen in verdichteter Form in die Management Support Systeme ein.</p>
<p><strong>Unternehmensexterne Daten</strong> werden von verschiedenen Quellen außerhalb des Unternehmens bereitgestellt. In Frage kommen hier vor allem Wirtschafts-, Markt- und Branchendaten, die über elektronische Medien entweder offline (zum Beispiel CD-ROM) oder online (zum Beispiel <strong>Internet</strong>, <strong>Online-Datenbanken)</strong> genutzt werden sollen. Dementsprechend müssen Management Support Systeme über geeignete Schnittstellen verfügen, um auch solche Informationen zur verarbeiten.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Arten von Management Support Systemen</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Management-Informationssysteme und EIS</h3>
<p>Sowohl <a class="doklink" title="Management-Informationssystem" href="/controlling/238883">Management-Informationssysteme</a> als auch <a class="doklink" title="Executive Information System" href="/controlling/237531">Executive Information Systems</a> (EIS) stellen spezielle Ausprägungen von Management Support Systemen dar, sind aber beide eher datenorientiert und dienen vor allem der Informationsversorgung.</p>
<p>Aus historischer Sicht stellen die Management-Informationssysteme, die im Allgemeinen kurz als <strong>&#8222;MIS&#8220;</strong> bezeichnet werden, die Ersten Bemühungen um eine EDV-Unterstützung des Managements dar. Auslöser war die Abspeicherung immer größerer Datenmengen und der hieraus resultierende Wunsch nach automatisch generierten Führungsdaten. Dementsprechend übernehmen Management-Informationssysteme detaillierte und verdichtete Informationen aus den operativen Systemen und stellen diese entweder in periodischen Berichtssystemen oder nach gezielter Abfrage dar.</p>
<p>Bei <em>Executive Information Systems</em> handelt es sich um rechnergestützte, dialog- und datenorientierte Informationssysteme, die einzelnen Entscheidungsträgern aktuelle entscheidungsrelevante interne und externe Informationen anbieten. Die Hauptfunktionen lassen sich wie folgt beschreiben:</p>
<ul>
<li>
<p>Die so genannte <strong>Exception-Reporting-Funktion</strong> übernimmt als Überwachungs- und Kontrollinstrument die Aufgabe, die entsprechenden Mitarbeiter frühzeitig auf Soll-Ist-Abweichungen aufmerksam zu machen. Bei der Datenpräsentation werden zur Verdeutlichung des Ausmaßes von Abweichungen im Allgemeinen unterschiedliche Farben eingesetzt.</p>
</li>
<li>
<p>Durch das <strong>Drill-Down-Verfahren</strong> können relevante Sachverhalte auf frei wählbaren Verdichtungsstufen visualisiert und Detailinformationen gezielt abgerufen werden.</p>
</li>
<li>
<p>Bei der Suche in den vorhandenen Datenbeständen dient der so genannte <strong>Navigator</strong> als Orientierungshilfe. Darüber hinaus wird der für die Informationsrecherche beschrittene Weg dokumentiert.</p>
</li>
<li>
<p>Über den <strong>News-Bereich</strong> werden die am EIS beteiligten Mitarbeiter sowohl mit unternehmensinternen als auch mit unternehmensexternen Daten versorgt.</p>
</li>
<li>
<p>Um Zahlenwerte methodisch für <strong>Prognosen</strong> aufbereiten zu können, stellen EIS im Allgemeinen ein entsprechendes Instrumentarium zur Verfügung.</p>
</li>
<li>
<p>Über <strong>E-Mail-Funktionen</strong> werden Nachrichten auf elektronischem Weg versendet und empfangen (Electronic Mailbox System).</p>
</li>
<li>
<p>Durch das so genannte <strong>&#8222;paperclip&#8220;</strong> wird das Weiterleiten von Dokumenten mit persönlichen Markierungen und Randbemerkungen ermöglicht.</p>
</li>
</ul>
<p>EIS werden als Weiterentwicklung von Management-Informationssystemen gesehen und bieten hervorragende Unterstützungsmöglichkeiten für das Management und Controlling. Im Vergleich zu den Decision Support Systemen (DSS) sind sie jedoch eher methodenarm.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Executive Support System</h3>
<p>Der Begriff <em>Executive Support System</em> wird oft mit <em>Executive Information System</em> gleichgesetzt. Der hier gemeinte Support geht aber über die reine Informationsbereitstellung hinaus. Am ehesten können diese Systeme als Zusammenfassung von <em>Executive Information System</em> und dem im Anschluss vorgestellten <em>Decision Support System</em> charakterisiert werden.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Decision Support System</h2>
<p>Anders als Management-Informationssysteme und Executive Information Systeme orientieren sich Decision Support Systeme (<a class="doklink" title="Decision Support System" href="/controlling/236862">Decision Support System</a>), die auch als DSS oder Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS) bezeichnet werden, stärker am Verhalten des Entscheidungsträgers bei der Lösung von Fachproblemen. Dementsprechend steht auch nicht die Informationsversorgung, sondern die effektive Unterstützung im Planungs- und Entscheidungsprozess im Vordergrund der Decision Support Systeme.</p>
<p>Für diese Form der Management Support Systeme ist vor allem die ausgeprägte Modell- und Methodenorientierung charakteristisch. Daher besitzen diese Systeme neben der eigentlichen Datenbank noch eine <strong>Modelldatenbank</strong> und eine <strong>Methodenbank</strong>, in denen die Modelle bzw. Methoden für die Planung und Entscheidungsunterstützung gespeichert und verwaltet werden.</p>
<p>Häufig basieren Decision Support Systeme auf leistungsfähigen Planungssprachen und Tabellenkalkulationsprogrammen, die Schnittstellen zu mächtigen Datenbanksystemen aufweisen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Data-Warehouse-Systeme</h2>
<p>Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Management Support Systemen, problemrelevante Informationen den entsprechenden Führungskräften zeitnah zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung, Verdichtung und Selektion dieser entscheidungsrelevanten Informationen kann dabei nur auf der Basis einer konsistenten unternehmensweiten Datenhaltung durchgeführt werden. Bedingt durch die Heterogenität der im Unternehmen eingesetzten Systeme müssen die Daten aber im Allgemeinen aus den unterschiedlichen Systemplattformen zusammengetragen werden. Dieser Aspekt wird unter der Bezeichnung &#8222;Data Warehouse&#8220; zurzeit heftig diskutiert.</p>
<p>Data-Warehouse-Systeme greifen auf unterschiedliche Datenquellen (beispielsweise verschiedene Datenbanksysteme) zu und haben die Aufgabe, Informationen aus diesen verschiedenen Systemen zu sammeln, zusammenzufassen und zu präsentieren. Dabei sind sowohl strukturierte und unstrukturierte als auch unternehmensinterne und unternehmensexterne Daten zu berücksichtigen. Nach Zusammentragen der erforderlichen Informationen sind diese <strong>themenorientiert</strong> und <strong>inhaltsorientiert</strong> aufzubereiten, wobei nicht nur die aktuellen Werte berücksichtigt werden, sondern auch auf historische Daten zurückgegriffen wird. Im Gegensatz zu den anderen Management Support Systemen bieten Data-Warehouse-Systeme damit wichtige Instrumente für das Unternehmens- bzw. <strong>Informationsmanagement</strong>.</p>
<p>Durch die themen- bzw. inhaltsorientierte Datenzusammenführung wird die Gefahr einer &#8222;Informationsüberfrachtung&#8220; vermieden oder zumindest vermindert.</p>
<p>Bei der Übernahme der Daten aus den operativen Systemen werden diese mithilfe von <a class="doklink" title="Transformationsprogramm" href="/controlling/232571">Transformationsprogrammen</a> zur Schaffung der benötigten Kompatibilität umgewandelt. Die Aktualisierungsfrequenz ist dabei abhängig von der Art des Unternehmens und den dort gestellten Anforderungen. Heute eingesetzte Systeme können den Datenabgleich wahlweise tage-, wochen- oder monatsweise durchführen.</p>
<p>Für den praktischen Einsatz von Data-Warehouse-Systemen spielen <strong>Analyse- und Visualisierungstools</strong> eine wichtige Rolle. Dementsprechend enthalten solche Systeme Werkzeugsammlungen mit Programmen zur multimedialen Darstellung komplexer Zusammenhänge. Mit ihrer Hilfe lassen sich im Allgemeinen auf einfache Weise auch komplexe Abfragen ohne Programmierarbeiten auf grafischem Wege formulieren.</p>
<p>Bedingt durch steigende Anforderungen an die Verfügbarkeit von Informationen ist die Zahl der Einsatzgebiete von Data-Warehouse-Konzepten sehr groß.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Allgemeine Anforderungen an Management Support Systeme</h2>
<p>An alle hier vorgestellten Management Support Systeme werden folgende Anforderungen gestellt:</p>
<ul>
<li>
<p>Das Management Support System soll die angeschlossenen Mitarbeiter auch bei ihren allgemeinen Tätigkeiten unterstützen. Wünschenswert ist daher die Integration einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation, einer Grafikbearbeitung und eines Terminplaners.</p>
</li>
<li>
<p>Des Weiteren sollte das Managementunterstützungssystem eine Möglichkeit zur Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens bieten. Informationen, bei denen es sich um Texte, Daten oder Grafiken handeln kann, müssen hierzu jederzeit versandt und empfangen werden können.</p>
</li>
<li>
<p>Das jeweilige System muss gewährleisten, dass in einfacher und schneller Form auf die gewünschten Daten zugegriffen werden kann. Der Informationsbegriff ist dabei entsprechend weit auszulegen, sodass er sich nicht nur auf Daten im engeren Sinn, sondern auch auf Grafiken, Dokumente, Abbildungen usw. bezieht.</p>
</li>
<li>
<p>Neben der Verarbeitung von internen Unternehmensdaten muss das Management Support System über Schnittstellen zur Einbindung von unternehmensexternen Daten verfügen.</p>
</li>
<li>
<p>Durch geeignete Techniken bzw. Werkzeuge soll das eingesetzte System den Entscheidungsträger bei der Planung, Entscheidung und Kontrolle unterstützen. Hierzu ist das System entsprechend benutzerfreundlich anzulegen.</p>
</li>
<li>
<p>Das Management Support System muss das Arbeiten in Gruppen und Projektteams unterstützen. Die integrierte bzw. integrierbare so genannte <strong>&#8222;Groupware&#8220;</strong> (Software für die Arbeit in Gruppen) muss daher gewährleisten, dass betriebliche Vorgänge von mehreren Personen in verteilten Systemen bearbeitet werden können (distributed processing).</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Entwicklungstendenzen</h2>
<p>Bereits mit den Data-Warehouse-Systemen wurde ein neuer Ansatz moderner analyseorientierter Anwendungssysteme aufgezeigt. Weitere Leistungssteigerungen sind durch wissensbasierte bzw. Expertensysteme zu erreichen. Auch die so genannten Knowledge Based Decision Support Systeme <strong>(KBDSS)</strong> stellen einen neuen innovativen Ansatz zur Entscheidungsunterstützung dar.</p>
<p>Weitere Leistungssteigerungen erhofft man sich ebenfalls von lernenden und neuronalen Systemen, die voraussichtlich einen großen Einfluss auf zukünftige Entwicklungen im Bereich analyseorientierter Anwendungssysteme haben werden. Speziell die Konzepte des <strong>Data Mining</strong> eröffnen ein hohes Erfolgspotenzial für die Informationsrecherche, Informationsaufbereitung und Informationsanalyse. Darüber hinaus werden zukünftig wohl auch Multimediasysteme eine wichtigere Rolle in der DV-Anwendung spielen. Schließlich werden auch noch die Fortschritte im Bereich der Kommunikationssysteme in Internet und Intranet die weitere Entwicklung entscheidend mitbestimmen.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/management-support-system/">Management Support System</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Messung des Unternehmenserfolgs</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/messung-des-unternehmenserfolgs/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Messung des UnternehmenserfolgsInhaltsübersicht1.Überblick2.Probleme bei der Messung des Unternehmenserfolgs3.Operationalisierung des Unternehmenserfolges3.1Determinanten einer validen Erfolgsmessung3.2Der Return on Investment (ROI)3.3Zwischenfazit4.Der Zielansatz zur Erfolgsmessung5.Zusammenfassung1. ÜberblickDie Frage nach den Ursachen für den Erfolg von unternehmerischem Handeln berührt einen der wichtigsten Gegenstände der Betriebswirtschaftslehre. So existieren zahlreiche Studien, die der Erfolgsfaktorenforschung zugeordnet werden können und die die Erfolgswirkung verschiedener Parameter ermitteln  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Messung des Unternehmenserfolgs</h1>
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</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
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</li>
<li>
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</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Operationalisierung des Unternehmenserfolges</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.1">Determinanten einer validen Erfolgsmessung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.2">Der Return on Investment (ROI)</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.3">Zwischenfazit</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Der Zielansatz zur Erfolgsmessung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Zusammenfassung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Die Frage nach den <strong>Ursachen für den Erfolg von unternehmerischem Handeln</strong> berührt einen der wichtigsten Gegenstände der Betriebswirtschaftslehre. So existieren zahlreiche Studien, die der <strong>Erfolgsfaktorenforschung</strong> zugeordnet werden können und die die <strong>Erfolgswirkung verschiedener Parameter</strong> ermitteln wollen.</p>
<p>Natürlich ist auch die Unternehmenspraxis stark an solchen Forschungsergebnissen interessiert, da diese die Ursachen des Unternehmenserfolges aufzeigen und nach Möglichkeit erklären wollen. Allerdings stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, <strong>wie der Unternehmenserfolg überhaupt gemessen werden kann</strong> und <strong>welche Indikatoren</strong> dazu herangezogen werden sollen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Probleme bei der Messung des Unternehmenserfolgs</h2>
<p>Obwohl der <strong>Unternehmenserfolg</strong> zweifelsfrei zu den <strong>Schlüsselbegriffen</strong> in der Betriebswirtschaftslehre gehört, ist es bisher &#8211; trotz oder möglicherweise auch wegen dieser großen Bedeutung &#8211; nicht gelungen, einen gemeinsamen Konsens hinsichtlich der Vorgehensweise bei der Erfolgsmessung zu erzielen. Dies manifestiert sich unter anderem in der <strong>Verwendung unterschiedlicher Erfolgsmaße</strong>, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von verschiedenen Arbeiten nicht unerheblich einschränken. Dieses Fehlen eines Konsenses bei der Erfolgsmessung beruht insbesondere auf folgenden zwei Ursachen:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Zum einen</strong> existiert bis zum heutigen Tage keine umfassende Theorie des Unternehmens, sodass es auch keine umfassende Konzeptualisierung des Unternehmenserfolgs geben kann. Diesbezüglich sei auch darauf hingewiesen, dass sich die Erfolgskriterien in Abhängigkeit von der Perspektive, aus der man ein Unternehmen betrachtet, unterscheiden lassen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zum anderen</strong> handelt es sich beim Unternehmenserfolg eher um ein theoretisches Konstrukt, das sich einer direkten Beobachtung vollkommen entzieht. Um eine solche latente Variable erfassen zu können, müssen beobachtbare Indikatoren (so genannte manifeste Variablen) abgeleitet werden.</p>
</li>
</ul>
<p>Hinsichtlich des ersten Punktes lässt sich feststellen, dass sich die <strong>Bewertung des Unternehmenserfolges häufig in Abhängigkeit davon unterscheidet</strong>, ob die Beurteilung durch die Eigentümer, das Management, die Arbeitnehmer, die Kunden, die Lieferanten oder gesellschaftliche oder sonstige Anspruchsgruppen vorgenommen wird. So propagiert der <strong>System-Ansatz</strong> etwa eine breite Berücksichtigung der Interessen verschiedener Anspruchsgruppen, sodass hier der Erfolg ein mehrdimensionales und abstraktes Konstrukt darstellt. </p>
<p>Ein solcher <strong>Perspektivenpluralismus</strong> scheitert bei der Durchführung empirischer Untersuchungen aber im Regelfall an forschungsökonomischen Erwägungen. Daher dominiert in der Forschungspraxis häufig ein Erfolgsbegriff, der den Blickwinkel der <strong>Eigentümer</strong> bzw. des <strong>Managements</strong> zu Grunde legt. Dies lässt sich auch damit begründen, dass Erfolg im Allgemeinen mit der Erreichung von Zielen gleichgesetzt wird und Unternehmen in aller Regel <a class="doklink" title="Gesetze/SGB_VI/76e" href="/controlling/233767">Ziele</a> (<a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>) verfolgen, die sich durch dominante Koalitionen ergeben. Zu diesen dominanten Koalitionen gehören üblicherweise die Eigentümer und das Management.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Legt man der Erfolgsmessung eine <strong>eigentümerorientierte Perspektive</strong> zu Grunde, muss man sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man hiermit andere Perspektiven vollkommen ausklammert und sich daraus Einschränkungen für die gewonnenen Erkenntnisse ergeben können. Somit ist das Problem der Erfolgsmessung mit der Entscheidung für eine Orientierung aus dem Eigentümer-Blickwinkel keinesfalls gelöst. Zusätzlich ist &#8211; mit Blick auf den zweiten Punkt &#8211; auch die Frage der <strong>Operationalisierung</strong> zu beantworten. Im Wesentlichen geht es hierbei darum, diejenigen Indikatoren zu bestimmen, die man zur Messung des Erfolges heranziehen will.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Operationalisierung des Unternehmenserfolges</h2>
<p>Häufig lässt sich bei der Auswahl von Variablen zur Messung des Unternehmenserfolges eine <strong>ad hoc-Vorgehensweise</strong> beobachten, bei der sich die <strong>Indikatorselektion</strong> an mehr oder weniger plausiblen Überlegungen orientiert. Insbesondere bei der Analyse von Sekundärdaten richtet sich die Operationalisierung darüber hinaus stark an <strong>Kriterien der Verfügbarkeit von Daten</strong> aus.</p>
<p>Ein <strong>ungeeigneter Erfolgsmaßstab</strong> schränkt die Aussagekraft empirischer Erkenntnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen naturgemäß stark ein. Daher ist zumindest im Rahmen der <strong>Primärforschung</strong> ein systematisches Vorgehen erforderlich. Folgende Punkte bieten daher lediglich ein Raster, das dabei helfen soll, die Vorgehensweise bei der Erfolgsmessung zu strukturieren (vgl. Abbildung).</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl588.gif" alt="" /></div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.1">3.1 Determinanten einer validen Erfolgsmessung</h3>
<p> Zur Festlegung des <strong>Messbereiches</strong> ist darauf zu achten, dass das Erfolgskonstrukt dem jeweiligen Erkenntnisgegenstand angepasst ist. So ist ein <strong>zu breit gewähltes Erfolgskonstrukt</strong> insofern problematisch, als hierbei ein Großteil der Erfolgsvarianz durch Variablen erklärt wird, deren Einfluss sich nicht kontrollieren lässt. Es besteht daher die Gefahr, dass Scheinkorrelationen oder der Einfluss nicht beobachteter Variablen zu erheblichen Verzerrungen führt. Daher kommt es insbesondere darauf an, dass theoretische Überlegungen einen hinreichenden Erklärungsbeitrag der unabhängigen Variablen in Hinblick auf das gewählte Erfolgsmaß ermöglichen.</p>
<p>Bei der Festlegung des Messbereichs zur Analyse des Unternehmenserfolgs ist die <strong>Unterscheidung zwischen der Unternehmens- und Geschäftsebene</strong> insbesondere bei diversifizierten Unternehmen von großer Bedeutung (Geschäftsbereichsstrategien). So ist die Unternehmensebene bei der Untersuchung des Einflusses der Diversifikation auf den Erfolg relevant. Demgegenüber sollte bei der Analyse des <strong>Erfolgseinflusses der Marktbearbeitungsstrategie</strong> (Marketingplanung) oder bestimmter Fähigkeiten eher der Erfolg einzelner Geschäftsfelder analysiert werden, da die Einflussfaktoren hier häufig große geschäftsfeldspezifische Unterschiede aufweisen.</p>
<p> Bezüglich des <strong>Messzeitpunktes</strong> lässt sich feststellen, dass eine Messung des Unternehmenserfolgs in der Regel nur ex post erfolgen kann. Untersuchungen, die darauf abzielen, auf Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse Handlungsempfehlungen abzuleiten, können natürlich nur Auskunft über die Existenz von Zusammenhängen in der Vergangenheit liefern. Dieser &#8222;Nachteil&#8220; betrifft allerdings <strong>alle empirischen Forschungsarbeiten</strong>, da Ergebnisse zum Zeitpunkt ihres Vorliegens immer nur die in der Vergangenheit ermittelten Zusammenhänge abbilden können. Die Gültigkeit von empirisch gewonnenen Ergebnissen ist somit neben einer <strong>räumlichen</strong> immer auch einer <strong>zeitlichen Einschränkung</strong> unterworfen.</p>
<h4 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h4>
<div class="stw_hinweis">
<p>Vor diesem Hintergrund ist ferner zu bedenken, dass sich die Wirkung bestimmter Maßnahmen erst nach einer bestimmten Zeitspanne einstellt und somit auch erst nach dieser Zeitspanne ermittelt werden kann. So erfordert zum Beispiel der <strong>Aufbau von neuen Marken</strong> (Markenbewertung) langfristig angelegte Investitionen, die sich erst nach einem gewissen Zeitraum amortisieren (Investitionsrechnungsverfahren). Bei einem <strong>zu frühen Messzeitpunkt</strong> kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Erfolgswirkung noch nicht in vollem Umfang eingestellt hat. Demgegenüber besteht bei einem <strong>zu späten Messzeitpunkt</strong> die Gefahr einer selektiven oder verzerrten Wahrnehmung der Auskunftsperson. Dies verdeutlicht, dass der Messzeitpunkt immer in Abhängigkeit von dem jeweiligen Untersuchungsgegenstand zu bestimmen ist.</p>
</div>
<p> Bei der Bestimmung von <strong>Referenzgrößen</strong> kann man zunächst davon ausgehen, dass der <strong>Erfolg per se eine relevante Größe darstellt</strong>. So genannte Referenzpunkte beeinflussen in der betrieblichen Praxis sowohl das Anspruchsniveau des Handelnden als auch die Erfolgsbeurteilung durch Außenstehende. Derartige Referenzpunkten sind beispielsweise die in der Vergangenheit insgesamt erzielten Erfolge oder die Erfolge einzelner Geschäftsfelder.</p>
<p>Da überdurchschnittlich erfolgreiche Unternehmen in einer oder in mehreren Branchen identifiziert werden sollen, sind <strong>interne Referenzpunkte</strong> bei der Erfolgsmessung in der Regel wenig geeignet. Einen wichtigen Referenzpunkt stellt etwa der <strong>Erfolg von Wettbewerbern in einer ähnlichen Situation</strong> dar. Um Ansatzpunkte für die Identifikation konkurrenzbezogener Referenzpunkte zu finden, bietet u.a. die <strong>Par-ROI-Analyse</strong> der <strong>PIMS-Datenbank</strong> (PIMS), bei der die Rentabilität von Geschäftsfeldern mit einem vergleichbaren Profil ermittelt wird, einen ersten Ansatzpunkt.</p>
<p> Zur Bestimmung des <strong>Messsubjektes</strong> kann man <strong>zwischen zwei Alternativen</strong> wählen. </p>
<ul>
<li>
<p>Der Erfolg lässt sich <strong>erstens</strong> auf der Basis subjektiver Einschätzungen ermitteln.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zweitens</strong> besteht für die Erfolgsmessung die Möglichkeit, objektive Indikatoren heranzuziehen. </p>
</li>
</ul>
<p>Das Erfassen von objektiven Erfolgsindikatoren &#8211; zum Beispiel in Form von Kennzahlen &#8211; setzt allerdings voraus, dass entsprechende Daten auch zur Verfügung stehen (Kennzahlen, Kennzahlensysteme). Selbst wenn das <a class="doklink" title="Rechnungswesen" href="/controlling/231987">Rechnungswesen</a> eines Unternehmens solche Daten für einzelne Geschäftsfelder zur Verfügung stellt, lassen sich Aufwendungen und Erträge nicht immer eindeutig zurechnen. Ferner sind viele Unternehmen nicht bereit, detaillierte Auskunft über Kennzahlen auf dieser Ebene zu liefern, sodass in wissenschaftlichen Untersuchungen häufig subjektive Verfahren der Erfolgsmessung eingesetzt werden müssen.</p>
<p>Solche <strong>subjektiven Erhebungsverfahren</strong> basieren auf der Annahme, dass die Auskunftspersonen das Untersuchungsobjekt im Hinblick auf die interessierenden Eigenschaften beurteilen können. Hierzu ist zunächst einmal die Frage zu klären, ob <strong>unternehmensinterne oder unternehmensexterne Auskunftspersonen</strong> befragt werden sollen. Anschließend ist festzulegen, ob der interessierende Sachverhalt durch die Befragung <strong>einer Schlüsselperson</strong> erfasst werden kann oder ob <strong>mehrere Personen</strong> befragt werden müssen. Für die Befragung einer einzelnen Person ist Voraussetzung, dass diese einen tiefen Einblick in die interessierende Tätigkeit hat. Demgegenüber lassen sich bei der Befragung mehrerer Auskunftspersonen verschiedene Einschätzungen berücksichtigen, die sich in einem Mittelwert zusammenfassen lassen.</p>
<p>Allerdings ist auch bei mehreren befragten Personen die <strong>Validität der subjektiven Messverfahren ein kritischer Aspekt</strong>. Auskunftspersonen könnten bewusst falsche Angaben über den Erfolg machen. Sie können zudem einer Wahrnehmungsverzerrung unterliegen, die zu ungewollten Verfälschungen führt.</p>
<p>Insgesamt zeigen die Ergebnisse empirischer Untersuchungen aber, dass die Verwendung objektiver und subjektiver Ansätze der Erfolgsmessung zu ähnlichen Ergebnissen führt. Man kann daher davon ausgehen, <strong>dass subjektive Einschätzungen zumindest über das Potenzial verfügen, ein valides Ergebnis der Erfolgsmessung zu liefern</strong>.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.2">3.2 Der Return on Investment (ROI)</h3>
<p> Unter den <strong>Erfolgsindikatoren</strong> nimmt der <strong>Return on Investment (ROI)</strong> &#8211; unter anderem aufgrund der Verwendung im Rahmen des <strong>PIMS-Projektes</strong> &#8211; eine wichtige Rolle ein. Neben den erzielten Erträgen berücksichtigt diese <strong>Kennzahl</strong> auch die getätigten Investitionen. Kritisiert wird allerdings, dass die Konzentration auf den ROI einer <strong>kurzfristigen Betrachtung</strong> zu sehr Vorschub leistet und <strong>langfristige Aspekte weitgehend vernachlässigt</strong> werden. Man muss in diesem Zusammenhang aber berücksichtigen, dass bei zahlreichen unternehmerischen Projekten die kurz- oder mittelfristige Maximierung des ROI nur von untergeordneter Bedeutung ist. So wird der ROI durch Investitionen in den Aufbau von Ressourcen und Fähigkeiten oder die Verfolgung einer Wachstumsstrategie kurzfristig zwar belastet, die Wettbewerbsfähigkeit aber langfristig gestärkt.</p>
<p>Bedingt durch die zunehmende Konkurrenz auf den Kapitalmärkten und die damit in Zusammenhang stehende starke Berücksichtigung der Eigentümerbelange bei börsennotierten Unternehmen, wird seit einiger Zeit der <strong>Shareholder Value</strong> (Shareholder Value-Konzept) intensiv diskutiert (Globalisierung). Die alleinige Orientierung am Shareholder Value ist allerdings nicht unumstritten, da für die Bewertung von Aktivitäten eine hinreichend lange Zeitspanne erforderlich ist, um die Ergebnisse von strategischen Entscheidungen beurteilen zu können. Daraus ergeben sich jedoch bei Investitionen, die kurzfristig keinen Ertrag abwerfen und den Erwerb von Wissen bzw. den Prozess des Lernens unterstützen, einige Probleme. Die Steigerung des Shareholder Value kann daher nicht für jede unternehmerische Aktivität ein unmittelbar handlungsleitendes Ziel darstellen.</p>
<p>Um die langfristigen Aspekte stärker zu berücksichtigen, wird auch die <strong>Erfassung des Marktwertes</strong> vorgeschlagen (Unternehmensbewertung, Markenbewertung), denn der Unterschied zwischen Markt- und Buchwert stellt durchaus ein Indiz dafür dar, wie sich die langfristige Erfolgsaussicht eines Unternehmens aus Sicht der Finanzmärkte einschätzen lässt. Im Rahmen einer empirischen Analyse lässt sich der Marktwert allerdings <strong>nur für börsennotierte Unternehmen</strong> annäherungsweise ermitteln. Ferner ergeben sich Einschränkungen dadurch, dass sich der <strong>Börsenkurs nicht allein an unternehmensspezifischen Kriterien orientiert</strong>. Darüber hinaus müssen die Erwartungen, die zum Beispiel mit hohen Börsenkursen verbunden sind, nicht in jedem Fall auch tatsächlich eintreten.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld3.3">3.3 Zwischenfazit</h3>
<p>Die dargestellten Probleme verdeutlichen die Schwierigkeit, den <strong>Erfolg anhand eines einzigen Kriteriums ermitteln zu wollen</strong>. Insbesondere die alleinige Orientierung an eher vergangenheitsbezogenen, monetären Kennzahlensysteme ist in der Regel nicht geeignet, das Leistungsvermögen eines Unternehmens zur Schaffung langfristiger Werte abzubilden. Ähnlichen Überlegungen tragen auch die <strong>in jüngerer Zeit intensiv diskutierten Ansätze der Balanced Scorecard und des Performance Measurement</strong> Rechnung. Das Konzept der Balanced Scorecard beispielsweise berücksichtigt neben finanziellen Erfolgsfaktoren auch andere Einflussgrößen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Der Zielansatz zur Erfolgsmessung</h2>
<p>Bei der Messung des Unternehmenserfolgs hat der <strong>Zielansatz</strong> mittlerweile einen hohen Stellenwert erlangt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass es sich bei Unternehmen um zweckgerichtete Systeme handelt, die <strong>eindeutig identifizierbare Ziele verfolgen</strong>. Dabei wird der Erfolg als Erreichungsgrad der selbst gesetzten Ziele interpretiert.</p>
<p>Die Berücksichtigung mehrerer Erfolgsindikatoren ist insbesondere wegen der dargestellten Probleme bei der Konzentration auf einzelne Erfolgsindikatoren empfehlenswert. Daraus resultiert aber auch die <strong>Notwendigkeit einer Selektion</strong>, da Unternehmen bekanntlich eine ganze Anzahl von Zielen verfolgen. Allerdings zeigt die Analyse empirisch ermittelter Zielkataloge, dass die meisten Ziele mit direktem ökonomischen Bezug einigen grundlegenden Zieldimensionen zugeordnet werden können. Zu nennen sind hier die <strong>Effizienz</strong>, die <strong>Effektivität</strong> und die <strong>Anpassungsfähigkeit</strong>.</p>
<ul>
<li>
<p> Mit dem Begriff der <strong>Effektivität</strong> wird auf die grundsätzliche Eignung einer Maßnahme zur Erreichung eines Zieles abgestellt. Ein typischer Indikator zur Messung der Effektivität von Unternehmen beziehungsweise Geschäftsfeldern ist der Marktanteil. Ein ebenso bedeuten-des Kriterium für die Effektivität ist in der Erzielung von Kundenzufriedenheit zu sehen (Customer Relationship Management). </p>
</li>
<li>
<p>Der Begriff der <strong>Effizienz</strong> beinhaltet im Unterschied zur Effektivität ein relationales Element, da hier die Eignung einer Maßnahme zur Erreichung eines bestimmten Zieles mit dem erforderlichen <a class="doklink" title="Lexikon/Unternehmensbewertung" href="/controlling/227886">Aufwand</a> in Beziehung gesetzt wird. Dies ermöglicht Aussagen über den relativen Zielbeitrag von Maßnahmen, sodass man eine Rangordnung der verschiedenen Maßnahmen im Hinblick auf ihre Eignung bilden kann. Als Indikator für die Effizienz eines Unternehmens verwendet man in der Regel Gewinn- beziehungsweise Rentabilitätsmaße (Kennzahlen).</p>
</li>
<li>
<p> Die Fähigkeit, sich an veränderte Umweltbedingungen flexibel anzupassen, ist bei der Bewertung des Unternehmenserfolgs von größer werdender Bedeutung. Während die Effizienz und die Effektivität tendenziell vergangenheitsorientiert sind, ist die <strong>Anpassungsfähigkeit</strong> vor allem im Rahmen einer dynamischen, zukunftsorientierten Analyse wichtig. Hier wird besonders dem Nutzen von solchen Investitionen Rechnung getragen, die auf die Wahrnehmung von Chancen oder die Minimierung von Risiken (<a class="doklink" title="KonTraG" href="/controlling/3317919">KonTraG</a>, <a class="doklink" title="Aufwand" href="/controlling/240679">Risk Management</a>) zielen und damit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen.</p>
</li>
</ul>
<p>In <strong>Entscheidungssituationen unter Mehrfachzielsetzung</strong> wird man nur in Ausnahmefällen für alle Kriterien hohe Realisationsgrade erreichen. Ferner sind einzelne Ziele in verschiedenen Unternehmen von unterschiedlicher Bedeutung. Daher erscheint es sinnvoll, die <strong>Zielkriterien zu gewichten</strong>, um der tatsächlichen Ziel- und Präferenzstruktur der Entscheidungsträger Rechnung zu tragen. Hierzu wird in einem ersten Schritt die <strong>Bedeutung der skizzierten Ziele erfasst</strong>, um dann einen gewichteten Indexwert zu bilden, in dem die Erreichungsgrade der Ziele mit den zugehörigen Gewichtungsfaktoren multipliziert werden. In einem zweiten Schritt werden die gewichteten Zeilerreichungsgrade schließlich zu einem <strong>Gesamterfolgswert</strong> addiert.</p>
<p>Diese Konstruktion eines Indexes beruht zwar auf verschiedenen Prämissen, die in der Forschungspraxis nur selten erfüllt werden. Allerdings sollte die <strong>Verletzung einzelner Prämissen nicht generell zur Ablehnung dieser Indexkonstruktion führen</strong>.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Zusammenfassung</h2>
<p>Der <strong>Unternehmenserfolg stellt ein theoretisches Konstrukt dar</strong>, zu dessen Messung Indikatoren erforderlich sind. Der Unternehmenserfolg kann auch nur näherungsweise ermittelt werden. Selbst die Orientierung an <strong>objektiven Indikatoren</strong> bietet diesbezüglich keine wirkliche Lösung, da Unternehmen bei der Festlegung des Bilanzgewinns einen nicht zu unterschätzenden Gestaltungsspielraum haben und der ausgewiesene Gewinn überdies nicht alle Facetten des Erfolges widerspiegelt (<a class="doklink" title="Jahresabschluss" href="/controlling/230295">Jahresabschluss</a>, Jahresabschlussanalyse).</p>
<p>Ein grundsätzlich geeignetes Instrument zur Erfolgsmessung ist hingegen der Zielansatz, zumal empirische Ergebnisse auf eine zufrieden stellende Validität der auf diesem Weg ermittelten Ergebnisse hindeuten.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Jahresabschluss" href="/controlling/230295"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Jahresabschluss</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Jahresabschlussanalyse</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Kennzahlen</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Kennzahlensysteme</span><span class="stw_verweise_stichwort_text">Return on Investment (ROI)</span></p>
</div>
</div>
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		<title>Meilensteinplanung</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MeilensteinplanungIm Rahmen der Netzplantechnik wird jede einzelne Aufgabe aufgrund ihrer Reihenfolgebeziehung terminiert. Meilensteine sind nur erforderlich, um eindeutige Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen aufbauen zu können. Es entstehen Puffer, kritische Pfade und präzise Termine, was mit einem hohen Planungsaufwand verbunden ist. Die Aufgabenplanung ist damit ein mathematisches Planungswerkzeug. Sie ist stark taktisch-kurzfristig orientiert, weil langfristige Planungen mit  [...]</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Meilensteinplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Im Rahmen der Netzplantechnik wird jede einzelne Aufgabe aufgrund ihrer Reihenfolgebeziehung terminiert. <strong>Meilensteine</strong> sind nur erforderlich, um eindeutige Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen aufbauen zu können. Es entstehen Puffer, kritische Pfade und präzise Termine, was mit einem hohen Planungsaufwand verbunden ist. Die <strong>Aufgabenplanung</strong> ist damit ein mathematisches Planungswerkzeug. Sie ist stark taktisch-kurzfristig orientiert, weil langfristige Planungen mit exakten Terminen meist unmöglich sind. Beim Einsatz von Projektmanagementsoftware entsteht eine genaue Gesamtplanung &#8211; oder zumindest die Illusion einer solchen.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl799.gif" alt="" /></div>
<p>Eine Meilensteinplanung erhält man, indem man alle Aufgaben weglässt und nur noch Linien zwischen den Meilensteinen zeichnet. An den Linien zwischen den Meilensteinen stehen nunmehr Aufgabengruppen. Zentrales gedankliches Element sind damit die Meilensteine, die dazu dienen, das Projekt zu gliedern und die Komplexität der Darstellung und der Planung zu bestimmen, sodass Meilensteine auch ohne theoretische Notwendigkeit eingefügt werden. Eine exakte Planung der Aufgabengruppen findet im Allgemeinen nicht mehr statt. Lediglich die Endtermine werden fixiert. </p>
<p>Damit ist die <strong>Meilensteinplanung ein strategisch-langfristiges Planungswerkzeug</strong>. Sie ist nicht quantitativ, sondern qualitativ orientiert. Sie verzichtet auf exakte Planung, ermöglicht aber viel längerfristige Planungshorizonte. </p>
<p>Der <strong>Vorteil</strong> dieser alternativen Planungsmethode (vgl. Abbildung 1) liegt in ihrer Flexibilität. Da nicht jedes Detail geplant ist, gibt es auch weitaus weniger Bürokratie. Die Aufgabengruppen lassen Spielräume für Kreativität, flexible Teambildung und individuelle Entfaltung. Allerdings determiniert dieses Planungsverfahren die innerbetrieblichen Organisationsstrukturen und Führungsmethoden. Zentrale Begriffe sind das Team und die Task Force. Bevorzugte Struktur der Projektorganisation ist die so genannte &#8222;reine&#8220; Projektorganisation. Hierbei sollte die <strong>Teamstruktur</strong> so gewählt werden, dass einem Team in sich geschlossene Aufgabengruppen zugewiesen werden können, um einheitliche Verantwortlichkeiten für Termine zu erhalten. Hierbei sind ständige Änderungen der Teams impliziert, mindestens bei jedem Aufgabenwechsel, was die großen Anforderungen dieses Systems an die Mitarbeiter bedingt, zugleich aber dessen Effizienz und Schnelligkeit begründet. </p>
<p>Das hier skizzierte Verfahren ist besonders für Konzepte der so genannten Lean Production geeignet. Es tendiert dazu, Unternehmens- und Marktgrenzen zu verwischen, weil ständig neue Faktorkombinationen erforderlich sind. Das macht es schwer zu handhaben und konkurrenzwidrig. Es ist daher und wegen der Prädeterminierung der Mentalität durch vorherrschende Planungswerkzeuge nur wenig verbreitet, wäre jedoch ein interessanter Ansatz für künftige Unternehmenskonstruktionen.</p>
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		<item>
		<title>Maschinenbelegungsplanung</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MaschinenbelegungsplanungInhaltsübersicht1.Überblick2.Aufstellen eines Maschinenbelegungsplanes2.1Faustregeln2.2Mathematische Methoden der Maschinenbelegungsplanung 2.3Zahlenbeispiel zum Maschinenbelegungsplan1. ÜberblickProjekte werden in unterschiedlichen Gestaltungsbereichen von unterschiedlichen Auftraggebern mit unterschiedlichen Zielsetzungen ausgelöst und von unterschiedlichen Auftragnehmern durchgeführt. Die besondere Problematik der Planung und Steuerung von Projekten insbesondere mit hoher Komplexität resultiert in erster Linie aus der Notwendigkeit, eine Vielzahl von Schnittstellen zwischen völlig unterschiedlichen Fachbereichen der  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Maschinenbelegungsplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Aufstellen eines Maschinenbelegungsplanes</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Faustregeln</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Mathematische Methoden der Maschinenbelegungsplanung </a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.3">Zahlenbeispiel zum Maschinenbelegungsplan</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Projekte werden in unterschiedlichen Gestaltungsbereichen von unterschiedlichen Auftraggebern mit unterschiedlichen Zielsetzungen ausgelöst und von unterschiedlichen Auftragnehmern durchgeführt. Die besondere Problematik der <strong>Planung und Steuerung von Projekten</strong> insbesondere mit hoher Komplexität resultiert in erster Linie aus der Notwendigkeit, eine Vielzahl von Schnittstellen zwischen völlig unterschiedlichen Fachbereichen der traditionell differenzierten und hierarchisch koordinierten Organisation handhaben zu müssen.</p>
<p>Die &#8222;<a class="doklink" title="Projektplanung" href="/controlling/2141464">Projektplanung</a>&#8220; ist ein wichtiger Teil des umfassenden, über den gesamten Projektzeitraum hinweg reichenden Aufgabenkomplexes &#8222;<strong>Projektmanagement</strong>&#8220; und lässt sich in folgende Teilaufgaben untergliedern:</p>
<ul>
<li>
<p> Planung von Teil- oder Unterzielen</p>
</li>
<li>
<p>Ableitung von Teilaufgaben des Projektes</p>
</li>
<li>
<p>Planung der Aufbauorganisation</p>
</li>
<li>
<p>Planung des Aufwands für Personal, Finanzen, Sachmittel, Raumbedarf etc.</p>
</li>
<li>
<p>Planung des Projektinformations- und Dokumentationssystems</p>
</li>
</ul>
<p>Aus den Projektzielen werden &#8222;Arbeitspakete&#8220; abgeleitet, die aus Gründen einer wirksamen Abwicklung nicht weiter aufgespalten werden und bestimmten Projektorganen zur Ausführung zugeordnet bzw. übertragen werden können (Projekt-Controlling). <strong>Arbeitspakete</strong> sollten sich in überschaubaren Zeitabschnitten abwickeln lassen. Dementsprechend sind bei ihrer Planung sowohl der Aspekt der inhaltlichen und zeitlichen Abgrenzbarkeit vom Rest der Arbeitspakete als auch der Aspekt des inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhangs von Aktivitäten bzw. Teilprozessen zu beachten, die eine Zusammenfassung in einem Paket nahe legen.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Zur Unterstützung der Projektplanung haben Wissenschaft und Praxis eine Reihe von Planungstechniken, Darstellungs- und Dokumentationstechniken sowie Techniken der Terminplanung zur Verfügung gestellt, wie z.B. Projektstrukturpläne, Belastungsdiagramme oder die hier dargestellte Maschinenbelegungsplanung. Von besonderer Bedeutung für die Projektplanung ist darüber hinaus die Netzplantechnik (NPT), die in der Praxis in enger Verbindung mit Projektplanung und -kontrolle eingesetzt wird.</p>
</div>
<p>Die aufgabenlogischen Zusammenhänge zwischen den abgegrenzten Arbeitspaketen, den meist knappen Ressourcen und den übrigen für ein Projekt gegebenen Randbedingungen grenzen den Spielraum ein, der für die Planung des Projektablaufs verbleibt (<a class="doklink" title="Termin- und Kapazit&#xE4;tsplanung" href="/controlling/2399203">Termin- und Kapazitätsplanung</a>). </p>
<p>Eine Termin- und Kapazitätsplanung liegt vor, wenn </p>
<ul>
<li>
<p> aus einer <strong>Projektablaufplanung ein Maschinenbelegungsplan</strong> erstellt wird, der Auskunft darüber gibt, wann welche Maschine oder Anlage für welche Aufgabe eingesetzt werden soll, und</p>
</li>
<li>
<p> aus einer <strong>Projektablaufplanung</strong> ein <strong>Personal-Einsatzplan</strong> erstellt wird, der Auskunft darüber geben soll, wer zu welcher Zeit welche Aufgabe erledigen soll. </p>
</li>
</ul>
<p>Im Rahmen der <strong>Termin- und Kapazitätsplanung</strong> kann es zu dem Ergebnis kommen, dass die zu einem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden <strong>Ressourcen nicht ausreichen</strong>, die geplanten Aufgaben zu erfüllen. So kann ein Mitarbeiter z.B. nicht gleichzeitig an mehreren Projekten arbeiten. Abbildung 1 zeigt beispielsweise den <strong>Maschinenbelegungsplan</strong> eines mittelständischen Unternehmens. Auf der vertikalen Achse sind die vorhandenen Maschinen und technischen Einrichtungen, auf der horizontalen Achse die Zeit in Tagen eingetragen. Die durch verschiedene Farben dargestellten Balken bezeichnen den Einsatz der jeweiligen Ressource für einen bestimmten Auftrag gemäß untenstehender Legende. </p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont235.gif" alt="" /></div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Aufstellen eines Maschinenbelegungsplanes</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Faustregeln</h3>
<p><strong>Basis der Termin- und der Kapazitätsplanung</strong> ist stets die Summe aller für eine Zeit relevanten Netzpläne und Projektablaufpläne. Die Aufstellung der Termin- und Kapazitätsplanung erfordert die <strong>simultane Abstimmung aller Teilplanungen</strong> und ist daher eher eine Kunst als ein exaktes Instrumentarium. Kommt es zu Terminänderungen, so haben diese durch die damit verbundenen Änderungen der Maschinen- oder Ressourcenbelegung zumeist auch Einfluss auf andere Projekte, die ansonsten mit dem verzögerten Vorhaben vollkommen unverbunden sind. </p>
<p>Obwohl hierfür exakte mathematische Planungsalgorithmen zur Verfügung stehen, ist es in der Regel für einen kleinen oder mittelständischen Betrieb weder möglich noch praktikabel, solche Verfahren anzuwenden. Vielmehr haben sich in der betrieblichen Praxis bestimmte Faustregeln bewährt: </p>
<ul>
<li>
<p> Bei der <strong>Verzugszeitregel</strong> werden die Aufträge mit dem größten zeitlichen Verzug zuerst eingeplant, d.h., es wird zuerst gemacht, was am meisten Verspätung hat. Der Vorteil dieser Variante liegt vor allem im Abbau von Wartezeiten und damit zufriedeneren Kunden. Nachteilig wirkt sich die Überlastung des Produktionsapparates aus, die nach wie vor bestehen bleibt. Häufig ist die Verzugszeitregel eine Symptomkur bei unzureichender Kapazität.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>dynamischen Wertregel</strong> bestimmt der Erzeugniswert vor Ausführung des nächsten Produktionsschrittes die Ausführungsreihenfolge. Maßstab können verschiedene betriebliche Maßgrößen sein, insbesondere der anteilige Verkaufspreis oder der erzielte anteilige Deckungsbeitrag. Während der wesentliche Vorteil in der potenziellen Gewinnmaximierung zu sehen ist, besteht der Nachteil dieses Verfahrens darin, dass Billigaufträge liegenbleiben und Kunden verärgert werden.</p>
</li>
<li>
<p> Im Rahmen der <strong>Leistungsgradregel</strong> werden die Aufträge nach Deckungsbeitrag, Reingewinn o.Ä. geordnet ausgeführt. Die Produktionsreihenfolgeplanung nach absoluten Deckungsbeiträgen ist der Grundgedanke der mathematischen Produktionsprogrammoptimierungsmodelle (z.B. Simplex-Verfahren).</p>
</li>
<li>
<p> Anwender der <strong>FIFO-Regel</strong> führen den am längsten wartenden Auftrag als Nächstes aus (first-in-first-out). Diese &#8222;gerechte&#8220; Reihenfolge (Warteschlangenmodell) ermöglicht eine leichte handels- und steuerrechtliche Bewertung der Zwischenfabrikate und Läger, führt andererseits aber auch dazu, dass Eil- oder besonders profitable Aufträge u.U. länger liegen bleiben.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>Belegungszeitregel</strong> haben Aufträge, die am schnellsten ausgeführt werden können, die höchste Priorität, d.h., Großaufträge bleiben zunächst länger liegen. Diese &#8222;kompaktere&#8220; Maschinenbelegung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn die Gewinnaufschläge bei kleineren Produkten oder Mengen branchenüblich höher sind. </p>
</li>
<li>
<p> Ziel der <strong>Schlupfzeitregel</strong> ist es, die Leerlaufzeiten zwischen den Aufträgen zu verringern, d.h., die Reihenfolgeplanung richtet sich danach, ob die zu einem Auftrag gehörenden Arbeitsschritte in die noch bestehenden zeitlichen Lücken passen. Dies führt einerseits zu einer Optimierung der Auslastung, andererseits bleiben wichtige Aufträge u.U. liegen.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>Endterminregel</strong> wird der Auftrag als Nächstes ausgeführt, der als Erstes fertiggestellt werden kann. Dies führt zu kurzen Durchlaufzeiten, aber zumeist auch zu einer suboptimalen Maschinenauslastung.</p>
</li>
<li>
<p> Anwender der <strong>Rüstzeitregel</strong> bevorzugen Aufträge mit geringen Rüstzeiten. Dieses Verfahren ist zumeist bei hoch spezialisierten, d.h. tiefen Produktionsprogrammen sinnvoller als bei wechselnden Produkten und Produktionsverfahren. Der Vorteil dieser Variante liegt vor allem in der Minimierung der Rüstkosten insbesondere in maschinenintensiven Fertigungsverfahren.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der externen <strong>Prioritätsregel</strong> bestimmen Kundenwünsche, Konventionalstrafen, absatzpolitische Erwägungen etc. die Bearbeitungsreihenfolge. Dies führt auf der einen Seite zu einer Minimierung von Ausfallkosten, auf der anderen Seite aber zu Konflikten mit produktionstechnischen Gegebenheiten und damit u.U. zu hohen Rüst- und Wartungskosten. Die externe Prioritätsregel ist zwar marktangepasst, ihr fehlt jedoch jede Gewinn- oder Deckungsbeitragsorientierung. Oftmals ist sie ein nur aus Verlegenheit angewandtes Kriterium. </p>
</li>
<li>
<p> Beim <strong>Minimization-of-regret</strong> wird die Alternative gewählt, die die geringsten negativen Kosten verursacht. Hierzu muss eine Entscheidungsmatrix aufgestellt werden, die die Konsequenzen ausweist, die durch das Unterlassen eines Handelns entstehen würden. Dieses Verfahren stellt das konzeptionell &#8222;reinste&#8220; Modell dar. Es ist aber mit einem hohen Rechenaufwand verbunden.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Mathematische Methoden der Maschinenbelegungsplanung </h3>
<p>Die <strong>Maschinenbelegungs- oder Maschineneinsatzplanung</strong> ist aus mathematischer Sicht ein lineares <strong>Optimierungsproblem</strong>, bei dem es gilt, eine <strong>Zielvariable</strong> unter Berücksichtigung <strong>linearer Nebenbedingungen</strong> zu optimieren. Das <strong>optimale Lösungsverfahren</strong> ist der <strong>Simplex-Algorithmus</strong>. Alternativ hierzu kommen noch das <strong>Gauß’sche Verfahren</strong> und die <strong>Bestimmung von Lösungen mittels Extremwerten</strong> in Betracht. </p>
<ul>
<li>
<p> Im Schritt 1 werden <strong>alle möglichen Maschinenbelegungspläne</strong> aufgestellt, die die gewählte Projektaufgabe erfüllen.</p>
</li>
<li>
<p> Im Schritt 2 geht es um die <strong>Aufstellung eines Gleichungssystems</strong> aufgrund der möglichen Produktionsvarianten, das die linearen Beschränkungen abbildet.</p>
</li>
<li>
<p> Gegenstand von Schritt 3 ist das <strong>Aufstellen einer Simplex-Basistabelle</strong> mithilfe der Dualkonversion.</p>
</li>
<li>
<p> Im Schritt 4 wird durch die Rechenschritte des Simplex-Verfahrens das <strong>Optimierungsproblem aufgelöst</strong>.</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Interpretation der Ergebnisse</strong> mit einer Ganzzahligkeitsbetrachtung ist dem abschließenden Schritt 5 vorbehalten.</p>
</li>
</ul>
<p>Zur Anwendung des skizzierten Verfahrens müssen in einem Maschinenbelegungsplan mehrere Produkte oder Projekte simultan vorkommen. Bei einem einzelnen Projekt reduziert sich das Problem auf eine Variante des <strong>reinen Reihenfolgeproblems</strong> (sogenanntes &#8222;<strong>Travelling Salesman Problem</strong>&#8222;). </p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Zahlenbeispiel zum Maschinenbelegungsplan</h3>
<p>Ein Haushaltsproduktehersteller, der von einem Lieferanten Zellstoffrollen von 80 cm Breite bezieht, will mit seinen Schneideautomaten folgende Artikel herstellen:</p>
<ul>
<li>
<p> 7.200 Rollen Toilettenpapier zu 18 cm Breite </p>
</li>
<li>
<p> 6.600 Rollen Papierhandtücher zu 30 cm Breite </p>
</li>
<li>
<p> 9.100 Küchenrollen zu 40 cm Breite </p>
</li>
</ul>
<p>Zur Vereinfachung soll jedes einzelne Produkt als Projekt betrachtet werden. Auch der mögliche Verschnitt durch den Schneideautomaten wird nicht berücksichtigt. <strong>Gesucht wird die minimale Anzahl der einzukaufenden Rollen</strong>. </p>
<p>Zur Lösung der Aufgabenstellung werden zunächst <strong>alle möglichen Produktionsprogramme aufgestellt</strong>. Dabei entspricht jedes mögliche Produktionsprogramm einem Maschinenbelegungsplan. Es werden <strong>nur solche Produktionsprogramme berücksichtigt</strong>, deren Rest (Verschnitt) kleiner als das kleinste Produkt ist. Es ergibt sich das in der folgenden Tabelle dargestellte Produktionsprogramm:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont236.gif" alt="" /></div>
<p>Hierbei entspricht jede <strong>Spalte</strong> einer eingekauften <strong>Rolle</strong>. Jedes Rohprodukt kann an allen drei Endprodukten in unterschiedlichem Maße beteiligt sein. Es ergeben sich insgesamt nur die dargestellten 6 Möglichkeiten. Ferner entspricht jede Spalte auch einer Handlungsalternative.</p>
<p>Die <a class="doklink" title="Kosten" href="/controlling/332359">Kosten</a> aller möglichen Handlungsalternativen sind stets 1, d.h., entsprechen einer eingekauften Rolle. Diese Feststellung lässt sich als Ungleichungssystem darstellen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont237.gif" alt="" /></div>
<p>Die Zielfunktion lautet:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont238.gif" alt="" /></div>
<p>Ein solches Ungleichungssystem lässt sich durch Einfügen von 3 Schlupfvariablen in ein Gleichungssystem wie folgt überführen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont239.gif" alt="" /></div>
<p>Als Simplex-Basislösung wird dieses Gleichungssystem folgendermaßen dargestellt:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont240.gif" alt="" /></div>
<p>Eine detaillierte mathematische Diskussion des Lösungsweges würde den Rahmen der vorliegenden Betrachtung sprengen. Ganz abgesehen davon wird man zur rechnerischen Lösung des Gleichungssystems auf Computerprogramme zurückgreifen.</p>
<p>Die Lösung ist nach drei Iterationen erreicht und sieht folgendermaßen aus:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont241.gif" alt="" /></div>
<p>Liest man die Lösung nach der bekannten Ableseregel für dualkonvertierte Optimierungsprobleme ab, so erhält man folgendes Ergebnis:</p>
<ul>
<li>
<p> 3.575 mal Sortiment 1</p>
</li>
<li>
<p> 1.950 mal Sortiment 3</p>
</li>
<li>
<p> 3.300 mal Sortiment 4</p>
</li>
</ul>
<p>Ob die gefundene Lösung tatsächlich das gewünschte Ergebnis erbringt, lässt sich schließlich mit einer kleinen Kontrollrechnung überprüfen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont242.gif" alt="" /></div>
<p>Die Mengenwerte in den Spalten 1, 3 und 4 ergeben sich aus der Multiplikation der Produktionsmengen aus der vorstehenden Analyse der möglichen Produktionsprogramme mit der Anzahl der tatsächlich zu fahrenden Sortimente 1, 3 und 4. Wie dargestellt, <strong>wird das Ergebnis präzise ohne ein einziges überschüssiges Produkt erreicht</strong>. </p>
<p>Die optimalen Gesamtkosten betragen 8.825 einzukaufende Rollen (8.825 Rollen multipliziert mit den Kosten für eine Rolle). Eine <strong>Ganzzahligkeitsanalyse</strong> ist entbehrlich, da die Lösung bereits ganzzahlig ist.</p>
<p>Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das skizzierte Verfahren <strong>nur mit Softwareunterstützung</strong> sinnvoll anwendbar, liefert aber <strong>bessere Ergebnisse, als sie mit Faustregeln je erreichbar wären</strong>. Beschränkungen des Sortiments etwa durch Konventionalstrafen, extern festgelegte Liefertermine, politisch gewollte Mindestmengen oder staatlich fixierte Zwangspreise lassen sich ebenfalls als singuläre oder ggfs. auch interdependente Restriktionen berücksichtigen. </p>
</div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Termin- und Kapazit&#xE4;tsplanung" href="/controlling/2399203"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Termin- und Kapazitätsplanung</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>MBNQA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MBNQAZur Bewertung von Qualitätsmanagementsystemen lassen sich unterschiedliche Beurteilungsinstrumentarien heranziehen. Neben den Kriterienkatalogen, die auf der DIN EN ISO 9001 (ISO 9000 ff.) basieren und eher operativ ausgerichtet sind, erlangen in der betrieblichen Praxis die eher strategisch ausgerichteten Kriterienkataloge der Preise European Quality Award und des Malcolm Baldrige National Quality Award(MBNQA) zunehmende Bedeutung.Der Malcolm Baldrige National  [...]</p>
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<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">MBNQA</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Zur <strong>Bewertung von Qualitätsmanagementsystemen</strong> lassen sich unterschiedliche Beurteilungsinstrumentarien heranziehen. Neben den Kriterienkatalogen, die auf der <strong>DIN EN ISO 9001</strong> (ISO 9000 ff.) basieren und eher operativ ausgerichtet sind, erlangen in der betrieblichen Praxis die eher strategisch ausgerichteten Kriterienkataloge der Preise <strong>European Quality Award</strong> und des <strong>Malcolm Baldrige National Quality Award</strong><strong>(MBNQA)</strong> zunehmende Bedeutung.</p>
<p>Der <strong>Malcolm Baldrige National Quality Award</strong> wurde 1987 von dem National Advisory Council for Quality (NAQC) ins Leben gerufen und erstmals 1987 von Präsident Ronald Reagan verliehen. Ziel des Preises ist es, das Bewusstsein für Qualität als entscheidenden Wettbewerbsfaktor zu stärken, die Notwendigkeit für hervorragende Qualität bewusst zu machen und Informationen über erfolgreiche Qualitätskonzepte und ihre Vorteile publik zu machen.</p>
<p>Der dem <strong>Malcolm Baldridge National Quality Award</strong> zu Grunde liegende <strong>Kriterienkatalog</strong> unterstützt Unternehmen bei der Einführung von <a class="doklink" title="Total Quality Management" href="/controlling/232551">Total Quality Management</a> (TQM). An ihm können Unternehmen durch Selbstbewertung untersuchen, <strong>inwiefern sie die Anforderungen für die Auszeichnung erfüllen</strong>. Ferner besteht die Möglichkeit, die Anforderungserfüllung mit anderen Teilnehmern zu vergleichen und <strong>aus deren Stärken zu lernen</strong>. Zu diesem Zweck bieten <strong>ausgezeichnete Unternehmen</strong> auch die Möglichkeit zum Benchmarking. Sie veranstalten Workshops, Seminare und Konferenzen, um andere Unternehmen bei der Arbeit mit Total Quality Management zu unterstützen. Im Rahmen der TQM-Systemumsetzung gelten ausgezeichnete Unternehmen als <strong>Best Practice</strong>.</p>
<p>Der Malcolm Baldridge Award wird in den <strong>Kategorien</strong></p>
<ul>
<li>
<p>produzierendes Gewerbe,</p>
</li>
<li>
<p>Dienstleistungen und </p>
</li>
<li>
<p>kleine Unternehmen </p>
</li>
</ul>
<p>jährlich verliehen. Untersuchungen erweisen bei Teilnehmern am MBNQA deutliche <strong>Verbesserungen</strong> im Bereich der Mitarbeiterorientierung, der Produkt- und Prozessqualität sowie der Kunden- und Finanzorientierung auf. Vor allem die Verbesserung der internen Methoden und Prozesse kann hierbei größtenteils auf Benchmarking zurückgeführt werden.</p>
<p>Das Kriterienmodell des Malcolm Baldrige National Quality Award besteht aus <strong>sieben Hauptkriterien</strong>, die jeweils <strong>in mehrere Einzelkriterien unterteilt</strong> sind. Die Kriterien sind jeweils unterschiedlich gewichtet und allgemein gehalten, damit sie auf jede Unternehmensform übertragen werden können.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl295.gif" alt="" /></div>
<p>Die <strong>Bewertung der einzelnen Kriterien</strong> erfolgt nach dem Erfüllungsgrad, der nach Methode, Umsetzungsgrad und den daraus resultierenden Ergebnissen beurteilt wird.</p>
<p>Verglichen mit der DIN EN ISO 9000 enthält der Malcolm Baldrige National Quality Award folgende zusätzliche Einzelkriterien:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl296.gif" alt="" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Markteintrittsbarrieren</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/markteintrittsbarrieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MarkteintrittsbarrierenInhaltsübersicht1.Überblick2.Der Begriff Markteintrittsbarrieren3.Mobilitätsbarrieren und strategische Gruppen4.Arten von Markteintrittsbarrieren4.1Strukturelle Markteintrittsbarrieren4.2Markteintrittsbarrieren nach Porter4.3Strategische Markteintrittsbarrieren5.Dynamische Betrachtung1. ÜberblickIn den letzten Jahren haben sich Schärfe und Tempo des Wettbewerbs drastisch erhöht, und zwar in allen Branchen. Selbst in Wirtschaftszweigen, die lange als nahezu statisch galten, etwa in der Uhrenindustrie, kam es durch plötzliche Technologieschübe (Quarz- und Digitaluhren) zu unerwarteter Dynamik  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Markteintrittsbarrieren</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Der Begriff Markteintrittsbarrieren</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Mobilitätsbarrieren und strategische Gruppen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Arten von Markteintrittsbarrieren</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.1">Strukturelle Markteintrittsbarrieren</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.2">Markteintrittsbarrieren nach Porter</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.3">Strategische Markteintrittsbarrieren</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Dynamische Betrachtung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>In den letzten Jahren haben sich Schärfe und Tempo des Wettbewerbs drastisch erhöht, und zwar in allen Branchen. Selbst in Wirtschaftszweigen, die lange als nahezu statisch galten, etwa in der Uhrenindustrie, kam es durch plötzliche Technologieschübe (Quarz- und Digitaluhren) zu unerwarteter Dynamik und Unsicherheit im Wettbewerbsumfeld. Diese Dynamik fordert von den Unternehmen eine ständige Anpassung an neue Verhältnisse. Eine wichtige Herausforderung besteht darin, durch gezielte Planung von Markteintritten neue <strong>Chancen</strong> wahrzunehmen und die hiermit <strong>verbundenen Risiken</strong> nicht aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>Beim Markteintritt beginnt ein Unternehmen mit Geschäften auf einem <strong>produkt- bzw. zielgruppenbezogenen oder räumlichen Markt</strong>, der von ihm bisher nicht bearbeitet wurde. Es kann sich dabei sowohl um eine Unternehmensneugründung als auch um diversifizierende Unternehmungen handeln, die mit neuen Produkten auf neue Märkte gehen, sowie um Unternehmungen, die mit dem bestehenden Produktionsprogramm geographisch neue Märkte erschließen.</p>
<p>Der Markteintritt eines weiteren Anbieters bedeutet für die bereits im Markt etablierten Unternehmen regelmäßig eine Gefahr, weil durch die neuen Kapazitäten die Preise gedrückt werden können und somit die Rentabilität in der Branche gesenkt wird.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Der Begriff Markteintrittsbarrieren</h2>
<p>Unter <strong>Markteintrittsbarrieren</strong> versteht man hemmende Einflussfaktoren eines erfolgreichen Markteintritts. Sie lassen sich als Summe aller Faktoren definieren, die es einer Unternehmung erschweren oder gänzlich unmöglich machen, Mitglied in einem für sie relevanten Markt zu werden. Solche <strong>Nachteile</strong>, die eintretende Unternehmung gegenüber etablierten Anbietern haben, können den Eintritt erschweren oder sogar gänzlich unmöglich machen.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Synonym zum Begriff Markteintrittsbarrieren verwendet man auch die Bezeichnungen Markteintrittsschranken oder Markteintrittshemmnisse bzw. den englischen Begriff barriers to entry. Nicht zu den Markteintrittsbarrieren zählen konsumentenbezogene Marktwiderstände, die insbesondere in jungen Märkten bedeutsam sind (z.B. Nichtkauf, weil der Konsument von dem Produkt nichts weiß).</p>
</div>
<p>Die <strong>Attraktivität eines Marktes</strong> wird maßgeblich durch die Höhe der Markteintrittsbarrieren bestimmt, insbesondere weil sie das Risiko sowie den Zeit- und Kapitalbedarf für den Markteintritt determinieren. Markteintrittsbarrieren <strong>mindern somit die Intensität des Wettbewerbs</strong>, da sie die Anzahl der Wettbewerber reduzieren bzw. niedrig halten. Ferner <strong>steigen die Gewinnmöglichkeiten</strong> der etablierten Anbieter, da unter anderem oligopolistische Übereinkünfte möglich werden und die Macht gegenüber Abnehmern und Lieferanten steigt. Demzufolge sind Eintrittsbarrieren aus wettbewerbspolitischer Sicht unerwünscht. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Mobilitätsbarrieren und strategische Gruppen</h2>
<p>Der Begriff <strong>Mobilitätsbarrieren</strong> &#8211; der maßgeblich von <strong>Michael E. Porter</strong> geprägt wurde &#8211; steht in engem Zusammenhang mit dem Konzept der <strong>strategischen Gruppen</strong>. Bei einer strategischen Gruppe handelt es sich um eine Gruppe von Unternehmen in einer Branche, die dieselbe oder eine ähnliche Strategie verfolgen. Ähnlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die <strong>strategischen Schlüsselvariablen</strong>, wie Kostenstruktur, Produktpalette, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und bediente Märkte, vergleichbare Ausprägungen aufweisen. Differenzierte strategische Gruppen entstehen u.a. durch unterschiedliche anfängliche Stärken und Schwächen der Unternehmen (Stärken- und Schwächenanalyse) oder ungleiche Markteintrittszeitpunkte. </p>
<p>Zwar herrscht innerhalb einer strategischen Gruppe ein intensiver Wettbewerb, verschiedene strategische Gruppen schützen sich aber ebenfalls durch Barrieren gegeneinander. Mobilitätsbarrieren schützen die Attraktivität einer strategischen Gruppe, indem sie be- oder verhindern, dass ein Unternehmen von einer strategischen Gruppe in eine andere wechseln kann. Insofern <strong>geht das Konzept der Mobilitätsbarrieren weiter als das der Eintrittsbarrieren</strong>, da Mobilitätsbarrieren der strategischen Gruppe nicht nur Schutz vor dem Markteintritt eines branchenfremden Unternehmens bieten, sondern auch den Wechsel brancheninterner Unternehmen aus einer anderen strategischen Gruppe verhindern.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Arten von Markteintrittsbarrieren</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.1">4.1 Strukturelle Markteintrittsbarrieren</h3>
<p>Als erster untersuchte <strong>Joe S. Bain</strong> die Ursachen bzw. Formen von Eintrittsbarrieren. Er definiert vor allem drei Ursachen für Markteintrittsbarrieren: </p>
<ul>
<li>
<p><strong>Produktdifferenzierungsvorteile</strong> liegen vor, wenn für das Angebot der bereits etablierten Unternehmen als Folge entsprechender Werbung bei den Kunden Präferenzen bestehen. Insbesondere hemmen starke Marken den Markteintritt. </p>
</li>
<li>
<p>Im Fall von <strong>absoluten Kostenvorteilen</strong> muss der Neueinsteiger weniger kostengünstig produzieren. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Betriebsgrößenvorteile</strong> sind laut Bain umso relevanter, je höher der Marktanteil ist, den ein neuer Anbieter erreichen muss, um die gleichen Kostenvorteile wie etablierte Anbieter zu erreichen. </p>
</li>
</ul>
<p>Die Untersuchung von Bain mündet in der Aufstellung der Markteintrittsbedingung, welche bestimmt wird durch das Ausmaß der Produktdifferenzierungs-, Betriebsgrößen- und absoluten Kostenvorteile. Je höher diese Barrieren sind, desto eher können etablierte Anbieter Preise über dem Wettbewerbsniveau verlangen, ohne Markteintritte zu provozieren: </p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl500.gif" alt="" /></p>
<p class="bildunterschrift">Die &#8222;Bain-Formel&#8220;</p>
</div>
<p>Der Abstand zwischen maximalem eintrittsverhindernden Preis und dem Wettbewerbspreis wird noch größer, wenn ein neuer Anbieter damit rechnen muss, durch sein zusätzliches Angebot den Marktpreis zu senken. </p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.2">4.2 Markteintrittsbarrieren nach Porter</h3>
<p>Den meisten Analysen zu Markteintrittsbarrieren liegt eine Einteilung zugrund, die auf <strong>Michael E. Porter</strong> zurückgeht. Porter erweiterte das Konzept von Bain auf sechs Ursprünge für die Barrieren: </p>
<ul>
<li>
<p><strong>Betriebsgrößenersparnisse (economies of scale)</strong></p>
<p>Von Betriebsgrößenersparnissen wird gesprochen, wenn die Stückkosten eines Produkts bei steigender absoluter Menge pro Zeiteinheit sinken (Kostenarten, Fixkosten, Variable Kosten). Betriebsgrößenersparnisse schrecken ab, indem sie den Neuanbieter zwingen, entweder mit hohem Produktionsvolumen (und damit hohen Kosten) einzusteigen und dabei das Risiko hoher Vergeltungsmaßnahmen der etablierten Wettbewerber einzugehen oder mit niedrigem Produktionsvolumen einzusteigen und somit Kostennachteile in Kauf zu nehmen. Der Aufbau großer Kapazitäten lohnt sich zudem nur, wenn auch ein hoher Absatz erzielt werden kann. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Produktdifferenzierung</strong></p>
<p>Unternehmen errichten Eintrittsbarrieren, wenn sie über bekannte Marken oder Käuferloyalität auf Grund früherer Werbung oder Ähnliches verfügen. Auch die bessere Kundenkenntnis zählt hierzu. Einen Spezialfall stellt der so genannte Pioniereffekt dar, der dem Erstanbieter große Vorteile bringt. Die Überwindung von Markteintrittsbarrieren aus Produktdifferenzierung erfordert erhebliche Mittel. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Kapitalbedarf</strong></p>
<p>Sind für den Markteintritt große Mengen Kapital aufzubringen, kann das den Einstieg wesentlich erschweren. So schuf Xerox eine erhebliche Eintrittsbarriere bei Kopiergeräten, weil man sie nicht verkaufte, sondern vermietete. Somit war auch für Neueinsteiger mehr Umlaufkapital notwendig. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Umstellungskosten</strong></p>
<p>Wechselt ein Kunde vom Produkt eines Lieferanten zu dem eines anderen, entstehen in der Regel einmalige Kosten (z.B. für Umschulung der Mitarbeiter). Bei hohen Umstellungskosten (insbesondere im Systemgeschäft) müssen neu in den Markt eintretende Anbieter deutlich preisgünstiger als die etablierten Anbieter sein oder aber qualitativ erheblich bessere Leistungen anbieten, um die Kunden zu einem Wechsel zu bewegen. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Zugang zu Vertriebskanälen</strong></p>
<p>Neu eintretende Unternehmen können daher nur versuchen, in die bestehenden Distributionskanäle zu gelangen (etwa durch Preissenkungen) oder gemeinsame Werbeaktionen mit den Distributoren durchzuführen. Gelingt dies nicht, so bleibt nur die Möglichkeit, völlig neue Vertriebswege zu schaffen. </p>
</li>
<li>
<p>Größ<strong>enunabhängige Kostennachteile (absolute Kostenvorteile der Etablierten)</strong></p>
<p>Zu den Vorteilen der etablierten Anbieter gehören insbesondere: </p>
<ul>
<li>
<p>Vorhandene Produkttechnologie (Know-how, Rezepte, Patente etc.)</p>
</li>
<li>
<p>Zugang zu billigen Rohstoffquellen oder günstige Standorte</p>
</li>
<li>
<p>Niedrigere Kapitalkosten</p>
</li>
<li>
<p>Staatliche Subventionen, die bevorzugt für etablierte Unternehmen vergeben werden</p>
</li>
<li>
<p>Durch Lern- oder Erfahrungskurve geschaffene Eintrittsbarriere</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Staatliche Politik</strong></p>
<p>Die staatliche Politik zählte nicht zu Porters ursprünglichen Eintrittsbarrieren. Auf den internationalen Märkten nimmt ihre Bedeutung aber immer mehr zu, da die Politik eines Staates in der Lage ist, den Markteintritt zu begrenzen oder gar zu verhindern, etwa durch Mittel tarifärer Art (Zölle) und nichttarifärer Art (Subventionen, Lizenzzwang, Kontingente, Vorschriften, Normen). So war der Markteintritt in die Telekommunikationsbranche wegen eines staatlich verordneten Monopols lange Zeit völlig versperrt.</p>
<p>Häufig sind staatliche Hindernisse darauf ausgerichtet, Wettbewerbern aus dem Ausland den Marktzugang zu erschweren bzw. sie ganz aus einem Markt herauszuhalten. Es gibt allerdings auch staatliche Zugangshemmnisse auf dem Binnenmarkt, beispielsweise bei Taxi-Konzessionen. Im Allgemeinen sind rechtlich-politische Barrieren besonders wirksam, weil sie mit normalen Marketingmitteln nicht überwunden werden können. </p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.3">4.3 Strategische Markteintrittsbarrieren</h3>
<p>Neben den bisher dargestellten Markteintrittsbarrieren können weitere, von den Anbietern errichtete &#8222;strategische&#8220; Markteintrittsbarrieren existieren, die in letzter Zeit immer mehr im Mittelpunkt stehen.</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Erhöhung bestehender Barrieren</strong></p>
<p>Etablierte Unternehmen profitieren von Eintrittsbarrieren. Sie haben daher einen Anreiz, die bestehenden strukturellen Barrieren weiter aufzustocken. Die Zielsetzung besteht darin, Wettbewerbsvorteile nicht nur zu besitzen, sondern sie auch zu verteidigen oder auszubauen. Der etablierte Anbieter kann etwa Distributionsbarrieren gezielt aufbauen, indem Absatzmittler vertraglich gebunden oder die Absatzkanäle so stark mit eigenen Produkten belegt werden, dass bei den Distributoren kein Interesse an zusätzlichen Produktvarianten besteht. Um Markteintritte zu vereiteln, können auch Zweit- und Billigmarken eingeführt werden</p>
</li>
<li>
<p><strong>Vergeltungsmaßnahmen</strong></p>
<p>Ob ein Unternehmen in einen Markt eintritt, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es für diesen Schritt Vergeltung erwarten muss. Dabei ist es wichtig, ob die etablierten Anbieter bereits vor einem Eintritt Vergeltungsbereitschaft glaubhaft signalisieren und kommunizieren (Signaling). Mit Vergeltungsmaßnahmen ist insbesondere in folgenden Fällen zu rechnen: </p>
<ul>
<li>
<p>Frühere Eintritte sind bereits hart vergolten wurden.</p>
</li>
<li>
<p>Etablierten Unternehmen verfügen über umfangreiche Mittel (wie hohe Liquidität, unausgeschöpfte Kapazitäten etc.)</p>
</li>
<li>
<p>Etablierte Unternehmen sind mit der Branche tief verwachsen.</p>
</li>
<li>
<p>Die Branche wächst nur langsam, so dass ein neues Unternehmen nicht eintreten kann, ohne die Umsätze der Etablierten zu schmälern.</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Reaktion auf Markteintritt</strong></p>
<p>Ein Newcomer muss immer damit rechnen, dass die etablierten Anbieter auf einen erfolgten Markteintritt reagieren. Beispielsweise können sie die Produktqualität, den Service und die Lieferbereitschaft weiter ausbauen, Preise deutlich reduzieren oder die Garantiezeiten erhöhen. Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass die meisten etablierten Unternehmen auf Fremdeintritte überhaupt nicht reagieren. Die Ursache hierfür liegt in den hohen Kosten und den daraus resultierenden Verlusten.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Strategische Preisgestaltung</strong></p>
<p>Die Eintrittswahrscheinlichkeit neuer Unternehmen kann stark über die Preisgestaltung beeinflusst werden. Die etablierten Unternehmen müssen dann in der &#8222;preentry-Phase&#8220; einen Preis gerade unter dem &#8222;Entry limit price&#8220; setzen, um den Eintritt für andere unattraktiv zu machen. Ob dieses Vorhaben zum gewünschten Erfolg führt, ist allerdings zweifelhaft, da sich potentielle Konkurrenten in erster Linie mehr von der generellen Marktattraktivität (Wachstum, Potential) als vom aktuellen Preis leiten lassen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Strategischer Investitionscharakter</strong></p>
<p>Die Frage, ob strategische Markteintrittsbarrieren errichtet werden sollen, ist langfristiger Natur. Ferner handelt es sich um eine Investitionsentscheidung, da die Errichtung von Marktbarrieren mit Kosten verbunden ist und das Unternehmen, welches im Markt etabliert ist, kurzfristig auf Gewinn verzichtet, um langfristig eine bessere Position im Markt zu erreichen. </p>
<p>Über den strategischen Aufbau und die Verteidigung von Markteintrittsbarrieren durch Unternehmen gibt es bisher nur wenige Untersuchungen. Probleme bereiten insbesondere einige Fragestellungen wie die Wirkung zusätzlicher Werbung. Sie kann durchaus als Instrument zur Produktdifferenzierung und damit zur Errichtung von Markteintrittsschranken angesehen werden. Es wird allerdings auch die Meinung vertreten, dass Werbung eher Markteintritte fördert, weil sie Kunden informiert.</p>
</li>
</ul>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Dynamische Betrachtung</h2>
<p>Bei einer statischen Betrachtungsweise haben Wettbewerber das Ziel, sichere Festungen aufzubauen, die sie ohne aktiven Kampf gegen Konkurrenten verteidigen können. Bereits 1985 wies jedoch <strong>Hartmut Berg</strong> darauf hin, dass die zunehmende Internationalisierung die von Bain festgestellten Barrieren reduziert oder sogar ganz beseitigt. Im <strong>dynamischen Wettbewerb</strong> bieten die meisten herkömmlichen Eintrittsbarrieren keine langfristige Sicherheit mehr. Zwar können Barrieren aus Produktdifferenzierung und Goodwill mitunter relativ dauerhaft sein. </p>
<p>Allerdings ist es zweifelhaft, ob sich die hohen Investitionssummen in diese Barrieren lohnen. Konnten früher Unternehmen wie <strong>IBM</strong> Eintrittsbarrieren errichteten und damit jahrzehntelang Wettbewerbsvorteile halten, haben sich diese Zyklen heute verkürzt. Es genügt in der Regel nicht mehr, errichtete Barrieren zu bewahren, denn jede Eintrittsbarriere kann zerfallen und ursprüngliche Vorteile verschieben sich mit der Zeit.</p>
<p> Neu Eintretende haben nicht nur die Möglichkeit, Eintrittsbarrieren zu überwinden, sondern können verstärkt versuchen, mit einer so genannten <strong>&#8222;new game strategy&#8220;</strong> einen völlig neuen Markt zu errichten und somit die vorhandenen Markteintrittsbarrieren zu umgehen (technologische Innovation, Marktsegmentierung). Zudem kann in einer dynamischen Umwelt die <strong>Wahrung alter Vorteile</strong> ein Unternehmen daran hindern, neue zu entwickeln. Eine solche Strategie gibt den Konkurrenten Zeit aufzuholen und stärkt sie damit ungewollt. Gelingt es dem Angreifer, einen neuen Industriestandard zu setzen, verlieren alte Markteintrittsbarrieren nicht nur ihre Bedeutung, sondern sie richten sich nunmehr gegen den Verteidiger selbst. </p>
</div>
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		<title>Management-Informationssystem</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Management-InformationssystemManagement-Informationssysteme stellen aus historischer Sicht die Ersten Bemühungen um eine EDV-Unterstützung des Managements dar. Durch das hohe Aufkommen von umfangreichen Transaktionen zu Beginn der 60er Jahre und die elektronische Speicherung von immer größeren Datenmengen wuchs der Wunsch nach automatisch generierten Führungsdaten. Die zunächst euphorischen Versuche zur Entwicklung solcher das Management unterstützenden Systeme (Management Support System)  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Management-Informationssystem</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Management-Informationssysteme stellen aus historischer Sicht die Ersten Bemühungen um eine EDV-Unterstützung des Managements dar. Durch das hohe Aufkommen von umfangreichen Transaktionen zu Beginn der 60er Jahre und die elektronische Speicherung von immer größeren Datenmengen wuchs der Wunsch nach automatisch generierten Führungsdaten. Die zunächst euphorischen Versuche zur Entwicklung solcher das Management unterstützenden Systeme (<a class="doklink" title="Management Support System" href="/controlling/238892">Management Support System</a>) scheiterten jedoch zunächst, weil die Speicher- und Verarbeitungskapazitäten der Hardware nicht ausreichte und die eingesetzten Programmiertools sich als ungeeignet erwiesen.</p>
<p>Der Ursprung der Ersten Management-Informationssysteme war meist ein vorhandenes Dateiauswertesystem, das Reports und Bewegungsdaten (Umsätze, Auftragseingänge usw.) erzeugte. Je nach den vorhandenen Möglichkeiten der Datenspeicherung und Datenverknüpfungen konnten auch solche Verdichtungen vorgenommen werden, die der Sichtweite des Managements am besten entsprachen.</p>
<p>Die wesentlichen Forderungen des Managements in Bezug auf die Bereitstellung von <a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Informationen</a> waren:</p>
<ul>
<li>
<p>periodische, standardisierte Berichte</p>
</li>
<li>
<p>hohe Verfügbarkeit auf allen Managementebenen</p>
</li>
<li>
<p>verdichtete und zentralisierte Informationen über alle (wesentlichen) Geschäftsaktivitäten</p>
</li>
<li>
<p>interaktive Beschaffung aller entscheidungsrelevanten Informationen in kurzer Zeit</p>
</li>
<li>
<p>größtmögliche Aktualität des vorhandenen Datenmaterials</p>
</li>
</ul>
<p>In den Grundsätzen konnten diese Forderungen des Managements auch erfüllt werden. Dass der MIS-Gedanke letztlich doch scheiterte, hatte insbesondere folgende Ursachen:</p>
<ul>
<li>
<p>Es wurden nicht ausschließlich die entscheidungsrelevanten Daten dargestellt. Bereits in der Anfangsphase der Management-Informationssysteme konnten rein technisch alle Informationen zugänglich gemacht werden. Demnach war man bestrebt, dem Management fast jede verfügbare Information auch zur Verfügung zu stellen, sodass ein vorhandenes <strong>Informationsdefizit</strong> durch eine <strong>Informationsflut</strong> ersetzt wurde.</p>
</li>
<li>
<p>Management-Informationssysteme konnten die entsprechenden Informationen zwar bereitstellen, halfen aber nicht bei der Datenselektion und Datenverdichtung. Die für die Informationsauswertung verwendeten so genannten <strong>MIS-Designer</strong> stellten im Allgemeinen zu viele (irrelevante) Informationen zur Verfügung, die für die Problemlösung gar nicht benötigt wurden und den Blick für das Wesentliche sogar erschwerten.</p>
</li>
<li>
<p>Durch den Einsatz von Management-Informationssystemen wurden die einzelnen Manager zwar mit Informationen versorgt. Dies führte aber nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung des Entscheidungsprozesses. Insbesondere bei gegenläufigen, konfliktären Zielen der einzelnen Abteilungen waren die zusätzlichen Informationen eher hinderlich.</p>
</li>
</ul>
<p>Aus den genannten Gründen ist der ursprüngliche MIS-Gedanke, der sich auf eine zentralistische, das gesamte Unternehmen umspannende Informationsstrategie konzentrierte, etwa zum Ende der 60er Jahre gescheitert. Sicherlich hat hierzu auch die große Diskrepanz zwischen der euphorischen Erwartungshaltung des Managements und dem technischen Vermögen der EDV-Abteilungen einiges beigetragen. Weder war die Hardware in der Lage, Datenbestände in der gewünschten Form in einem zeitlich vertretbaren Rahmen zur Verfügung zu stellen, noch verstand es das Management, seine Wünsche nach entscheidungsrelevanten Informationen in einer operativ umsetzbaren Form zu artikulieren.</p>
<p>Mitte der Achtzigerjahre wurde dann der zweite Versuch zur Implementierung von Management Support Systemen unternommen. Aus dem Management-Informationssystem der 60er Jahre wurde das <a class="doklink" title="Executive Information System" href="/controlling/237531">Executive Information System</a> der Achtzigerjahre. Adressaten waren jetzt vor allem das <strong>Topmanagement</strong> und das <strong>Controlling</strong>. Letztere hatten zwischenzeitlich auch schon erste Erfahrungen mit Planungswerkzeugen und hier vor allem Tabellenkalkulationen gemacht.</p>
<p>Als viel versprechende Weiterentwicklungen der Management-Informationssysteme bzw. der <a class="doklink" title="Executive Information System" href="/controlling/237531">Executive Information Systeme</a> werden heute zunehmend das <strong>DSS</strong> und vor allem das Data Warehouse diskutiert.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/mar307.gif" alt="" /></div>
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		<title>Markenbekanntheit und Markenimage</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Markenbekanntheit und MarkenimageMarken verfügen über eine aktive oder eine passive Bekanntheit. Dabei werden sie bildlich und/oder sprachlich erinnert. Die aktive Markenbekanntheit lässt sich durch Recalltests messen, bei denen der Konsument spontan Marken zu einer Produktkategorie nennt. Die passive Markenbekanntheit wir durch Recognitiontests ermittelt, bei denen die Marke aus einem Set vorgegebener Marken wiedererkannt werden muss.Bezüglich  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Markenbekanntheit und Markenimage</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Marken verfügen über eine aktive oder eine passive Bekanntheit. Dabei werden sie bildlich und/oder sprachlich erinnert. Die <strong>aktive Markenbekanntheit</strong> lässt sich durch <strong>Recalltests</strong> messen, bei denen der Konsument spontan Marken zu einer Produktkategorie nennt. Die <strong>passive Markenbekanntheit</strong> wir durch <strong>Recognitiontests</strong> ermittelt, bei denen die Marke aus einem Set vorgegebener Marken wiedererkannt werden muss.</p>
<p>Bezüglich der <strong>Markenbekanntheit</strong> differenziert man zwischen der <strong>Tiefe</strong> (Bekanntheitsstufen) und der <strong>Breite</strong> (Bekanntheits-Facetten). Die Tiefe bezieht sich darauf, wie hoch die Wahrscheinlichkeit und wie einfach es ist, an eine bestimmte Marke zu denken. Die Breite der Markenbekanntheit bezieht sich demgegenüber auf Kauf- und Verwendungssituationen, bei denen einem eine Marke einfällt. So reicht die Tiefe der Markenbekanntheit von einer exklusiven aktiven Markenbekanntheit als alleinige Nennung einer Marke zu einer Produktkategorie bis hin zum Wiedererkennen einer Marke bei Vorlage (vgl. Abbildung 1).</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl778.gif" alt="" /></div>
<p>Bedeutsam ist die Breite der Markenbekanntheit insofern, als nicht jede Marke das Kapital hat, eine hohe Markenbekanntheit in einer bestimmten Kategorie zu erlangen. Entscheidend ist hier die <strong>Bekanntheit in einem relevanten Bereich</strong>. So wird Harley Davidson meist nicht spontan zur Kategorie Motorräder genannt. Unter der Vorgabe &#8222;Motorräder, die Abenteuer und Freiheit vermitteln&#8220; wird die Marke hingegen sehr viel häufiger aktiv erinnert.</p>
<p>Abgelegt ist das <strong>Markenimage</strong> beim Konsumenten in Form von <strong>Gedächtnisstrukturen</strong>. Diese lassen sich durch so genannte Schemata darstellen. Hierbei handelt es sich um komplexe Wissenseinheiten, die typische Eigenschaften zu Angeboten und Marken umfassen. So denkt man zum Beispiel bei der Marke Milka an die lila Kuh, die Alpenwelt, die zarteste Versuchung usw. Dieses Markenwissen lässt sich durch folgende Merkmale charakterisieren:</p>
<ul>
<li>
<p> Die <strong>Art der Assoziationen</strong> (emotional oder kognitiv), da viele starke Marken in besonderem Maße durch emotionale Inhalte geprägt sind.</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Stärke der mit einer Marke verbundenen Assoziationen</strong> beeinflusst, wie schnell man von einer Eigenschaft auf eine Marke schließen kann (Beispiel: Frosch-Reinigungsmittel &#8211; Umweltfreundlichkeit).</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>verbale oder nonverbale Repräsentation der Assoziationen</strong>: Man kann auf nonverbale Inhalte leichter und schneller zurückgreifen und sich besser daran erinnern (Beispiel: Cowboy &#8211; Marlboro).</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Anzahl der Assoziationen</strong>, wobei es diesbezüglich nicht auf eine möglichst große Anzahl von Assoziationen ankommt. Vielmehr steht der Sinnzusammenhang zu anderen Assoziationen im Vordergrund, da sonst der Zugriff auf eine Marke durch zu viele schwach verknüpfte Assoziationen erschwert wird.</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Einzigartigkeit der Assoziationen</strong> bezieht sich auf die Unterscheidbarkeit zur Produktgruppe und zu Konkurrenzmarken. Je mehr eigenständige Assoziationen, desto klarer ist das Image einer Marke.</p>
</li>
</ul>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl779.gif" alt="" /></div>
<ul>
<li>
<p> Die <strong>Relevanz der Assoziationen</strong> zielt darauf ab, ob die Assoziationen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden treffen und für diese wichtig sind.</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Richtung der Assoziationen</strong> bezieht sich darauf, ob die Assoziationen positive oder negative Gefühle bewirken (Akzeptanz bzw. Sympathie).</p>
</li>
<li>
<p> Die <strong>Zugriffsfähigkeit der Assoziationen</strong> bestimmt, ob man zur Marke eine bestimmte Eigenschaft assoziiert und umgekehrt von dieser Eigenschaft auch unmittelbar die Marke assoziieren kann.</p>
</li>
</ul>
<p>Das <strong>Markenimage</strong> lässt sich durch <strong>klassische Imagemessungen</strong> mittels Profilen, Assoziationstests sowie durch die Messung innerer Bilder erfassen. Diese Instrumente gehören zwar zu den erfolgversprechendsten und kostengünstigsten Messverfahren, haben allerdings den Nachteil, dass sie oft zentrale Image prägende Merkmale nicht klar genug erfassen. Darüber hinaus laufen die <strong>Profile zwischen Konkurrenzmarken</strong> bei Imageuntersuchungen oft parallel zueinander. Demnach gebe es &#8211; würde man den Profilen folgen &#8211; keine differenzierenden Merkmale zwischen den Marken. Dennoch belegen ergänzende Untersuchungen mit anderen Messmethoden, dass dem meist nicht so ist.</p>
<p>Bedingt durch diese Schwächen der Imagemessungen werden zunehmend <strong>Assoziationstests</strong> durchgeführt, um tiefere Informationen zum Markenimage zu erhalten. Hierbei werden Konsumenten durch entsprechende Instruktionen dazu aufgefordert, alles zur Marke zu äußern, was ihnen in den Sinn kommt. Mit der anschließenden Auswertung werden <strong>alle Dimensionen des Markenwissens</strong> analysiert. Die daraus gewonnenen Informationen müssen für ein Brand Performance Measurement zu den von dem Unternehmen gewollten Assoziationen und zu den Gedächtnisinhalten zu Konkurrenzmarken in Beziehung gesetzt werden (Marken-Controlling).</p>
<p><strong>Innere Markenbilder der Konsumenten</strong> sind nach Erkenntnissen der Imagetheorie besonders gut zur Voraussage des Verhaltens geeignet. Daher sind klassische Imagemessungen durch die Messung innerer Markenbilder zu ergänzen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die so genannte &#8222;<strong>Vividness</strong>&#8222;, die als Superdimension innerer Bilder gilt. Die Vividness umschreibt die Klarheit und Lebendigkeit, mit der man eine Marke vor seinem inneren Auge sieht. Eine bewährte Messmethode hierzu ist die so genannte <strong>Marks-Skala</strong>, bei der die Lebendigkeit des inneren Bildes auf einer 5-poligen Skala erfasst wird.</p>
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		<item>
		<title>Marktwertorientierung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/marktwertorientierung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MarktwertorientierungInhaltsübersicht1.Überblick2.Ziele marktwertorientierter Unternehmensrechnungen3.Struktur marktwertorientierter Unternehmensrechnungen4.Konzepte marktwertorientierter Unternehmensrechnungen4.1Discounted Cash Flow-Verfahren4.2Aufbau einer Erfolgspotenzialrechnung1. ÜberblickIn den vergangenen Jahren treffen Marktwertorientierung und Shareholder Value bei vielen Unternehmungen als neue Ansätze der Unternehmensrechnung und -steuerung auf große Resonanz. Grund für die zunehmende Diskussion ist in erster Linie die stärkere Ausrichtung vieler Unternehmungen auf die nationalen und insbesondere internationalen Kapitalmärkte, wonach  [...]</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Marktwertorientierung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Ziele marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Struktur marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Konzepte marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.1">Discounted Cash Flow-Verfahren</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.2">Aufbau einer Erfolgspotenzialrechnung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>In den vergangenen Jahren treffen <strong>Marktwertorientierung</strong> und <strong>Shareholder Value</strong> bei vielen Unternehmungen als neue Ansätze der Unternehmensrechnung und -steuerung auf große Resonanz. Grund für die zunehmende Diskussion ist in erster Linie die stärkere Ausrichtung vieler Unternehmungen auf die nationalen und insbesondere internationalen Kapitalmärkte, wonach sich die Unternehmen stärker als bisher an den <strong>Zielen und Anforderungen der (potenziellen) Anteilseigner</strong> orientieren müssen.</p>
<p>Zwar ist der Ausdruck &#8222;Shareholder Value&#8220; in der deutschen Diskussion (noch) relativ neu, dennoch werden wichtige Grundelemente einer marktwertorientierten Rechnung bei uns schon lange vertreten. Auch wird die Notwendigkeit einer ertragswertorientierten Unternehmensbewertung klar erkannt.</p>
<p>Somit muss man sich die Frage stellen, worin eigentlich das gänzlich Neue an dieser Entwicklung besteht. Bei näherer Untersuchung fällt dann auf, <strong>dass es nicht ein grundsätzlich neues Konzept</strong> zu sein scheint, sondern dass das Neue eher in der <strong>deutlicheren Betonung bestimmter Aspekte</strong> und im Streben nach praktischer Umsetzbarkeit liegt. Mit dem Shareholder Value-Konzept und der Orientierung am Marktwert des Eigenkapitals wird zum Beispiel das <strong>Gewicht der Anteilseigner</strong> stärker herausgestellt, als es bisher in den Systemen der Unternehmensrechnung erkennbar war. Ferner erhält die längerfristige Betrachtung mehr Bedeutung. </p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Ziele marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</h2>
<p>Die Bereitstellung von Informationen für <strong>Planung, Durchführung und Kontrolle</strong> unternehmerischer Aktivitäten ist auch im Rahmen der marktwertorientierten Unternehmensrechnung der wesentliche <strong>Rechnungszweck</strong>. Durch die Marktwertorientierung kommt es aber zu einer Verschiebung in der Gewichtung der Rechnungszwecke. Während im traditionellen internen Rechnungswesen die <strong>Entscheidungsorientierung</strong> und damit die <strong>Informationsbereitstellung</strong> (<a class="doklink" title="Information" href="/controlling/238408">Information</a>, Informationsbedarf) für Planungszwecke im Vordergrund steht, erhält die <strong>Steuerung dezentraler Bereiche und Entscheidungsträger</strong> mit dem Konzept einer Marktwertorientierung wesentlich mehr Gewicht. Hierdurch erkennt man deutlich die Probleme der Ziel- und Informationsasymmetrie zwischen Anteilseignern und Management sowie zwischen der Unternehmensleitung einerseits und den dezentralen Einheiten andererseits. Insbesondere die Funktion der Unternehmensrechnung als <strong>Instrument der (Verhaltens-)Steuerung</strong> soll mit der Marktwertorientierung mehr genutzt werden. Ziel hierbei ist es, über die Gestaltung dieser Funktion eine stärkere Ausrichtung der betrieblichen Entscheidungsträger und Entscheidungen auf die Ziele der Anteilseigner zu erreichen.</p>
<p>Durch die stärkere Beachtung des Rechnungszwecks der Verhaltenssteuerung werden die <strong>individuellen Ziele der Principals und Agents</strong> bedeutsam und es ist das Problem zu lösen, auf welchem <strong>Erfolgsziel</strong> (<a class="doklink" title="Ziele" href="/controlling/233767">Ziel</a>, <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a>) die Unternehmensrechnung basieren soll, wie dessen Erreichung gemessen werden kann und wie über daran anknüpfende <strong>Anreizsysteme</strong> das Management auf dieses Ziel hin gesteuert werden kann.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu berücksichtigen, dass sich mit der Orientierung an einer kapitaltheoretischen Erfolgszielgröße eine <strong>Gewichtsverlagerung</strong> von der <strong>operativen</strong> zur <strong>taktischen</strong> und zur <strong>strategischen Dimension</strong> verbindet. Dies beruht zum einen auf dem Tatbestand, dass in der strategischen Ebene die für eine Unternehmung wesentlichen Entscheidungen getroffen werden. Der Unternehmenserfolg ist durch ein &#8222;Nachsteuern&#8220; im Operativen nur noch sehr begrenzt beeinflussbar. Zum anderen wachsen die Bereitschaft und der Mut, Konzepte für den strategischen Bereich trotz der damit verbundenen Probleme ernst zu nehmen und umzusetzen.</p>
<p>Die <strong>Rechnungszwecke der Verhaltenssteuerung und der Planung</strong> sind auf der strategischtaktischen Ebene eng miteinander verbunden. Die jeweiligen Zielsetzungen lassen sich durch unterschiedliche Systeme nur schwer erfüllen, da der Grad an Unsicherheit und damit der Einfluss <strong>subjektiver Einschätzungen</strong> der Entscheidungsträger zunimmt. Demgegenüber treten die Wirkungen operativer Entscheidungen und Handlungen schneller ein und sind besser zu beobachten. Die Steuerung auf dieser Ebene kann daher mehr an Kontrollmechanismen ansetzen, sodass sich Planungs- sowie Steuerungszwecke eher separieren lassen als in der strategischen Sichtweise, in der Anreizmechanismen eine größere Bedeutung besitzen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Struktur marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</h2>
<p>Die Struktur von marktwertorientierten Unternehmensrechnungen hängt von den verfolgten Rechnungszwecken, den betrachteten Zeiträumen und den Unternehmensobjekten ab, die sie erfassen soll. Nach dem <strong>Bezugszeitraum</strong> kann man zwischen strategischtaktischen und operativen Rechnungen unterscheiden. <strong>Bezugsobjekte</strong> können das gesamte Unternehmen und/oder einzelne Bereiche, Projekte oder Prozesse sein. </p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl518.gif" alt="" /></div>
<p>Eine wichtige Grundlage von marktwertorientierten Ansätzen liegt in der Unternehmensbewertung. Daher gehören <strong>strategischtaktische Rechnungen</strong> zu ihren zentralen Bestandteilen. Dies führt in der Praxis zu einem deutlich steigenden Bedarf an Konzepten, mit denen man <strong>Erfolgspotenziale</strong> und <strong>Strategien</strong> quantitativ abbilden sowie bewerten kann. Konzeptionell lassen sich derartige Rechnungen wesentlich überzeugender von den Ansätzen der Unternehmensrechnung her entwickeln, als dies durch den Ausbau der Kostenrechnung zu einer strategischen Rechnung möglich wäre.</p>
<p>Zum <strong>strategisch-taktischen Teil der Unternehmensrechnung</strong> zählen insbesondere Erfolgspotenzialrechnungen für die Planung und Steuerung der Gesamtunternehmung und ihrer wichtigsten Bereiche. Für die <strong>Projektorientierung</strong>, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, können die <strong>Investitionsrechnung</strong> (Investitionsrechnungsverfahren), die <strong>Lebenszykluskostenanalyse</strong> (Lebenszyklus-Portfoliomodell) und die <strong>Projektkostenrechnung</strong> (Projekt-Controlling) wichtige Bausteine liefern. Neben dem Gesichtspunkt der quantitativen ökonomischen Bewertung von Projekten, auf die sich die Investitionsrechnung konzentriert, sollte dabei der Anforderung, die Projektdurchführung bzw. -steuerung und die Projektkontrolle stärker zu unterstützen, ebenfalls Beachtung geschenkt werden.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Konzepte marktwertorientierter Unternehmensrechnungen</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.1">4.1 Discounted Cash Flow-Verfahren</h3>
<p>Alle Verfahren zur Bestimmung des Marktwerts eines Unternehmens bzw. seines Eigenkapitals gehen von der <strong>Diskontierung der erwarteten Cash-Flow</strong> aus. Zu den wichtigsten dieser Verfahren gehören die <strong>Bruttoverfahren</strong> (<strong>Entity-Approach</strong>) mit</p>
<ul>
<li>
<p> dem WACC-Ansatz (<em>Weighted Average Capital Costs</em>),</p>
</li>
<li>
<p> dem TCF-Ansatz (<em>Total Cash Flow</em>) und </p>
</li>
<li>
<p>dem APV-Ansatz (<em>Adjusted Present Value</em>) sowie </p>
</li>
</ul>
<p>das <strong>Nettoverfahren</strong> (<strong>Equity-Approach</strong>). Die einzelnen Verfahren unterscheiden sich in Bezug auf die Abgrenzung der Cash Flows, den Ansatz der Kapitalkosten sowie die Berücksichtigung des Marktwerts des Fremdkapitals und des Steuervorteils der Fremdfinanzierung (Tax Shield).</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl519.gif" alt="" /></div>
<p>Grundlage des <strong>WACC- und APV-Ansatzes</strong> ist der so genannte <strong>Free Cash Flow</strong> (<em>FCF</em>). Hierbei handelt es sich um das operative Ergebnis vor Zinsen und nach Steuern (<strong>NOPLAT</strong> = <em>Net Operating Profit Less Adjusted Taxes</em>), das um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen bei Anlagen und langfristigen Rückstellungen sowie die Zahlungen für Investitionen bzw. aus Desinvestitionen und Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens sowie nicht operative Cash Flows korrigiert wird.</p>
<p> Damit entspricht der Free Cash Flow dem <strong>Zahlungsüberschuss</strong> bei vollständiger Eigenfinanzierung. Zur <strong>Bestimmung des Marktwertes</strong> des Gesamtkapitals werden die Free Cash Flows bis zum Planungshorizont und der Restwert mit einem spezifischen <strong>Kapitalkostensatz</strong> diskontiert, der sich nach dem Verhältnis der Marktwerte von Eigen- und Fremdkapital richtet. Anschließend subtrahiert man vom Marktwert des Gesamtkapitals den Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals.</p>
<p>Beim <strong>TCF-Verfahren</strong> wird das <strong>Tax Shield</strong> durch Addition der Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen zum Free Cash Flow bereits bei den Zahlungen erfasst. Die sich ergebenden <strong>Total Cash Flows</strong> werden dann mit einem gewichteten Kapitalkostensatz ohne Steuerersparnis abgezinst. Damit schlagen sich die Annahmen über die <strong>Kapitalstruktur</strong> (Kapitalstrukturanalyse) in dem zu Grunde liegenden Cash Flow und nicht im Kapitalkostensatz nieder.</p>
<p>Das <strong>Adjusted Present Value-Verfahren</strong> verfolgt eine zweistufige Vorgehensweise. Zunächst werden die Free Cash Flows mit einem Kapitalkostensatz bei vollständiger Eigenfinanzierung abgezinst. Im zweiten Schritt berücksichtigt man die <strong>Auswirkungen einer Fremdfinanzierung</strong> (Finanzierung, Fremdfinanzierung durch Gesellschafter), indem die mit einem risikoadäquaten periodischen Kapitalkostensatz diskontierten künftigen Steuerersparnisse hinzugerechnet werden.</p>
<p>Ausgangsbasis des <strong>Nettoverfahrens</strong> ist der für die Anteilseigner verfügbare Zahlungsüberschuss. Der Free Cash Flow wird zu dessen Ermittlung um die Fremdkapitalzinsen vermindert, um die Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen erhöht und um die Aufnahme bzw. Tilgung von verzinslichem Fremdkapital korrigiert. Durch Diskontierung des sich ergebenden &#8222;Flow to Equity&#8220; mit den Eigenkapitalkosten erhält man den Marktwert des Eigenkapitals.</p>
<p>Alle vorgenannten Ansätze führen bei einer am Unternehmenswert orientierten Fremdfinanzierung und konsequenter Umsetzung zu demselben Ergebnis. Ein wesentliches Problem liegt bei diesen Konzepten in der <strong>Prognose der künftigen Zahlungen</strong> und dem <strong>Ansatz der Kapitalkostensätze</strong>, insbesondere unter Berücksichtigung der Interdependenzen zwischen Kapitalstruktur, Kapitalkosten und Steuerersparnis bzw. zwischen Kapitalstruktur, Steuerersparnis und Cash Flows. Bei der praktischen Anwendung werden die <strong>strengen Prämissen der theoretisch korrekten Konzepte im Allgemeinen nicht eingehalten</strong>, da man zum Beispiel konstante Eigenkapitalkosten unterstellt und die Auswirkungen einer sich im Zeitablauf ändernden Kapitalstruktur vernachlässigt. </p>
<p>Als problematisch erweist sich im Hinblick auf die Beurteilung neu aufzunehmender Investitionsprojekte vor allem die <strong>Annahme einer konstanten Kapitalstruktur</strong>. Nur das <strong>APV-Verfahren</strong> stellt &#8211; im Unterschied zu den anderen Verfahren &#8211; keine derartige explizite Finanzierungshypothese. Daher wird seine Anwendung immer dann vorgeschlagen, wenn keine am Unternehmenswert orientierte Fremdfinanzierung zu unterstellen ist. Lässt sich diese Prämisse vernachlässigen, ist das <strong>WACC-Konzept</strong> wegen der impliziten Erfassung der Fremdfinanzierung am einfachsten zu handhaben.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld4.2">4.2 Aufbau einer Erfolgspotenzialrechnung</h3>
<p>Nach überwiegender Auffassung sollte das strategische Teilsystem einer marktwertorientierten Unternehmensrechnung auf die Erfassung von <strong>Erfolgspotenzialen</strong> gerichtet sein. Dafür hat V. Breid einen ersten Vorschlag entwickelt. Dieser basiert auf dem <strong>DCF-Ansatz</strong>, weil sich strategische Potenziale in <strong>Zahlungsströmen</strong> (Zahlungsstromrechnung) niederschlagen müssen. Zwar werden durch die Konzentration auf die Zahlungswirkungen strategischer Maßnahmen wichtige qualitative Dimensionen wie die Flexibilität strategischer Investitionen nicht explizit berücksichtigt. Dies ist für die an finanziellen Erfolgszielen ausgerichtete Bewertung und die Gestaltung der Unternehmensrechnung jedoch vertretbar.</p>
<p>Eine strategische Rechnung erfordert zumindest eine <strong>Quantifizierung der mit ihr verbundenen Erwartungen</strong>. Das hierbei zu berücksichtigende Problem besteht darin, in welchem Umfang man der <strong>Subjektivität der Prognosen</strong> durch vereinfachende Pauschalannahmen (zum Beispiel über künftige Zahlungsströme, Modell- und Kapitalmarktbedingungen etc.) begegnen kann.</p>
<p>Breid verwendet als zentrale strategische Planungs-, Steuerungs- und Kontrollgröße den Cash Flow, der intern unmittelbar aus den Zahlungen ermittelt werden kann. Dabei unterstellt er eine <strong>divisional gegliederte Unternehmung</strong>. Zur Bestimmung der externen Erfolgspotenziale differenziert er als abzubildende organisatorische Einheiten die am Produktmarkt operierenden <strong>Geschäftsbereiche</strong>, einen <strong>Finanzbereich</strong> und eine <strong>Zentrale</strong>. Diese Bereiche haben mehrperiodige Finanzpläne zu erstellen, aus denen die Auswirkungen der jeweiligen Potenziale auf die mehrwertigen Erwartungen über die Ein- und Auszahlungen hervorgehen.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl520.gif" alt="" /></div>
<p>Aus den Schätzungen der Ein- und Auszahlungen werden für die am Absatzmarkt operierenden Geschäftsbereiche <strong>pessimistische</strong>, <strong>moderate</strong> und <strong>optimistische Werte</strong> für den betriebsbedingten, den Operating und den Netto (= Free) Cash Flow ermittelt. Entsprechend dem APV-Verfahren wird hierbei implizit von <strong>vollständiger Eigenfinanzierung der Geschäftsbereiche</strong> ausgegangen. Ergänzend werden &#8211; auf der Basis einer hierzu notwendigen Ergebnisplanung &#8211; fiktive bereichsspezifische ertragsabhängige Steuerauszahlungen abgezogen. Berechnet werden diese anhand eines unternehmenseinheitlichen Cash Flow-bezogenen Steuersatzes.</p>
<p>Für die <strong>Zentrale</strong> ergeben sich die Cash Flow-Größen aus den eigenverantwortlichen Auszahlungen für Personal u. a. sowie den bereichsbedingten Auszahlungen für Dienstleistungen der Zentrale an die Bereiche. Die Gegenüberstellung der zu erwartenden ertragsabhängigen Steuern der Unternehmung und der fiktiven Steuerzahlungen der Geschäftsbereiche führt zu den korrigierten Ertragsteuerzahlungen der Zentrale. Sie kann man als Indikator für den Umfang ertragsteuerlich bedingter <strong>Synergieeffekte</strong> ansehen.</p>
<p>Sämtliche Ein- und Auszahlungen der Eigen- und Fremdfinanzierung einschließlich der Finanzinvestitionen werden dem <strong>Finanzbereich</strong> zugerechnet. Zum Netto (= Free) Cash Flow vor Zinsen des Finanzbereichs gelangt man über die Addition der Cash Flows aus Fremd- sowie Eigenfinanzierung und aus Finanzinvestitionen und Korrektur um die Zinsauszahlungen, Gewinnausschüttungen und Kapitalrückzahlungen. Dieser ist mit dem <strong>Innenfinanzierungsbeitrag</strong> (Innenfinanzierung) oder Finanzbedarf der Geschäftsbereiche und der Zentrale abzustimmen.</p>
<p>Der <strong>Marktwert der Unternehmung</strong>, der aus dem Netto Cash Flow der Geschäftsbereiche sowie der Zentrale und des Finanzbereichs berechnet wird, liefert eine Bewertung des <strong>gesamten Erfolgspotenzials</strong>. Für die hierbei vorzunehmende finanzierungsbedingte Korrektur eines <strong>Marktwerts der verschuldungsfreien Unternehmung</strong> werden stark vereinfachende Annahmen in Kauf genommen. Breid verwendet zum Beispiel <strong>risikoangepasste Zinssätze auf Basis des CAPM</strong> (Capital Asset Pricing Modells).</p>
<p>Auf <strong>Unternehmensebene</strong> stehen im Rahmen der Erfolgspotenzialrechnung die Kapitalstrukturpolitik und ihre Wirkungen auf das Risiko sowie die Besteuerung im Vordergrund. Mittels Vergleich von Marktwerten für verschuldungsfreie und verschuldete Unternehmung wird der finanzierungsbedingte Marktbeitrag der Zentrale auf Basis des CAPM abgeschätzt. Dabei wird analysiert, ob der gewichtete risikoangepasste Kapitalkostensatz über eine höhere Verschuldung gesenkt und damit der Marktwert der Unternehmung gesteigert werden kann.</p>
<p>Aus den <strong>Erfolgspotenzialrechnungen der Geschäftsbereiche</strong> lassen sich Erkenntnisse für die Bewertung ihrer Produkt-Markt-Potenziale gewinnen. Sie sind auf eine ertragswertorientierte Verhaltenssteuerung ihrer Entscheidungsträger gerichtet. Die Basis hierzu bilden die mehrperiodigen Annahmen bezüglich ihrer Netto Cash-Flows, die durch Mittelwerte, Standardabweichungen und Variationskoeffizienten beschrieben sind, wobei der letzte Parameter als Indikator für die Variabilität der Cash Flow-Komponenten anzusehen ist. Durch Berechnung der Kovarianzen und Korrelationskoeffizienten der Ertragswerte der Cash-Flows von (jeweils) zwei Bereichen ergeben sich Anhaltspunkte für mögliche <strong>Synergie- und Risikodiversifikationseffekte</strong>.</p>
<p>Der <strong>Kalkulationszinsfuß</strong> wird als Steuerungsgröße zur Beeinflussung des Entscheidungs- und Informationsverhaltens der Bereiche genutzt, indem man bereichsspezifische Zuschläge auf den risikolosen Zinssatz verrechnet. Deren Höhe richtet sich nach den Variationskoeffizienten der Netto Cash-Flows jedes Bereichs während des Planungszeitraums. Der Kalkulationszinsfuß lässt sich über eine Verringerung der Standardabweichung und/oder eine Steigerung des Mittelwerts senken. Breid differenziert die Zuschlagshöhe zudem in Abhängigkeit davon, ob der Bereich eine Strategie des Angriffs, des Haltens oder des Rückzugs verfolgt. So sollen zum Beispiel durch relativ niedrige Zuschläge offensive Bereiche gefördert werden.</p>
<p>Die <strong>strategischen Leistungen</strong> werden über den Vergleich der Cash-Flow-Prognosen mit den realisierten Werten nach Ablauf jeder Periode beurteilt. Abweichungen in den Bereichen sind systematisch zu analysieren. <strong>Leistungsbewertung und Abweichungsanalyse</strong> bieten einen Ansatzpunkt für eine potenzialorientierte, anreizverträgliche Erfolgsermittlung. Eine solche Untersuchung muss jedoch von äußerst restriktiven Prämissen ausgehen, sodass sie lediglich Indikatoren für die Beurteilung des strategischen Handelns in der Unternehmung liefert.</p>
<p>Insgesamt zeigt das vorgestellte Konzept einer Erfolgspotenzialrechnung eine Richtung auf, wie ein Teilsystem der Unternehmensrechnung strukturiert werden kann, um Informationen für die Analyse und Beurteilung quantitativer Folgen strategischer Alternativen und Handlungen zu erhalten. Ansatzpunkte zur Kritik beruhen insbesondere auf der Verwendung von subjektiven Prognosen für die Cash-Flows, des CAPM für die Bestimmung risikoangepasster Zinsfüße und der weiteren für ihre Durchführung zu treffenden Annahmen. </p>
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