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	<title>T / U Archives - Steuerberater Hannover</title>
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	<description>Oliver Bletgen &#38; Kollegen</description>
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	<title>T / U Archives - Steuerberater Hannover</title>
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		<title>Trends im Controlling &#8211; Allgemeines</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Trends im Controlling - Allgemeines1. ÜberblickNichts ist beständiger als der Wandel! Diese oft zitierte Weisheit beschreibt durchaus treffend die Realität, in der sich die Unternehmen zurzeit befinden. Wollen Unternehmen langfristig erfolgreich sein, müssen sie - und mit ihnen das Controlling - flexibel auf neue Anforderungen reagieren.Trotz dieser allgemeingültigen Feststellung ist es dennoch unverkennbar, dass sich  [...]</p>
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<h1 class="stw_titel">Trends im Controlling &#8211; Allgemeines</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Nichts ist beständiger als der Wandel! Diese oft zitierte Weisheit beschreibt durchaus treffend die Realität, in der sich die Unternehmen zurzeit befinden. Wollen Unternehmen langfristig erfolgreich sein, müssen sie &#8211; und mit ihnen das Controlling &#8211; flexibel auf neue Anforderungen reagieren.</p>
<p>Trotz dieser allgemeingültigen Feststellung ist es dennoch unverkennbar, dass sich der Controller-Dienst wohl nie zuvor einem derart starken <strong>Veränderungsdruck</strong> ausgesetzt sah. Die verschärfte Wettbewerbssituation in allen Märkten, bedingt durch Globalisierung, Liberalisierung und die aktuelle &#8211; durch die Finanzkrise hervorgerufene &#8211; Konjunkturkrise, sorgt für verstärkte Anforderungen an die Controller. Immer schneller und genauer müssen Situation und Perspektiven der Unternehmen und seiner Bestandteile analysiert werden. Von heute auf morgen sind Alternativen für bestimmte Szenarien zu entwickeln und verstärkt müssen die Controller selbst ihre <strong>Existenzberechtigung</strong> durch entsprechende Leistungsnachweise erbringen. Daneben beschleunigt das Internet alle Geschäftsprozesse, sowohl des Unternehmens als auch des Controllings mit seinen Planungs- und Berichtszyklen (Einsatz von XBRL im Rechnungswesen).</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Aktuelle Entwicklungen</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Controlling als Führungsunterstützung</h3>
<p>Hinsichtlich ihrer inhaltlichen Dimensionierung ist kaum eine betriebswirtschaftliche Funktion so umstritten wie das Controlling. Die unterschiedlichen Auffassungen reichen von einer einfachen Bereitstellung von Kennzahlen über die umfassende Koordination des Unternehmensgeschehens mithilfe geeigneter Planungs- und Anreizsysteme bis hin zu einer umfassenden Rationalitätssicherung. Insgesamt dominiert heute aber &#8211; trotz dieser unterschiedlichen theoretischen Erklärungsansätze &#8211; der <strong>koordinationsorientierte Controllingansatz.</strong></p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont472.gif" alt="" /></div>
<p>Danach kommt dem Controlling vor allem die Aufgabe zu, das Führungssystem des Unternehmens zu unterstützen, um die <strong>ergebniszielorientierte Steuerung</strong> sicherzustellen. Dabei erstreckt sich das Ausmaß der Koordination auf die Koordination des Planungs- und Kontrollsystems mit dem Informationsversorgungssystem. Somit stellt Controlling eine Unterstützung der Führung dar und ermöglicht dieser, das Gesamtsystem zielorientiert an Umweltänderungen anzupassen.</p>
<p>Bedingt durch die sich kontinuierlich verändernde Umwelt ist natürlich auch das Controlling gefordert, sich auf diese Veränderungen einzustellen. Daher gehört es heute zu den <strong>vorrangigen Controlling-Zielen,</strong> die Anpassungsfähigkeit und damit die Steuerungsfähigkeit der Unternehmen zu gewährleisten. Damit verbunden ist eine Erweiterung und Verlagerung der Koordinationsaufgaben. Nicht mehr das Tagesgeschäft steht im Vordergrund, sondern die strategische Planung und Kontrolle.</p>
<p>Auch das Verständnis des Controllings unterliegt Veränderungen. So wird zunehmend die <strong>Sicherstellung der Rationalität</strong> der Führung als Kern des Controllings angesehen. Dabei wird Rationalität als Zweckrationalität verstanden, die auf die Effizienz und Effektivität des Handelns der Akteure zielt. Nach dieser Auslegung führen kognitive Begrenzungen (Könnensdefizite) bzw. opportunistische Zielsetzungen der Manager zu Rationalitätsdefiziten, denen das Controlling entgegenzuwirken hat. Kritisch zu sehen ist hierbei die implizite Annahme, dass der Controller rationaler und weniger opportun handelt als alle anderen Akteure des Unternehmens.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Rahmenbedingungen im Wandel</h3>
<p>Das Umfeld der Unternehmen zeichnet sich zunehmend durch Komplexität und Dynamik aus, die durch Unternehmenskonzentration, Globalisierung und eine immer schneller wachsende informations- und kommunikationstechnologische Vernetzung ausgelöst wurden. Ursache hierfür sind vor allem drei Einflussfaktoren, die nicht nur eine Herausforderung an das Management stellen, sondern auch an die Führungsunterstützungsfunktion Controlling:</p>
<ul>
<li>
<p>die voranschreitende Globalisierung,</p>
</li>
<li>
<p>die Entstehung neuer gesetzlicher und rechtlicher Regelungen,</p>
</li>
<li>
<p>die Wandlung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft.</p>
</li>
</ul>
<p>Der voranschreitenden Globalisierung, die sich in einer Verschärfung der Wettbewerbssituation widerspiegelt, begegnet das Controlling durch eine <strong>verstärkte marktorientierte Ausrichtung</strong> auf Kunden, Lieferanten und Wettbewerber. Zusätzlich werden die internationalen Dimensionen als wichtige Analyse- und Betrachtungsweisen des Controllings in das bestehende Controllingsystem implementiert &#8211; etwa die regionale Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und des regionalen Standes der Wissensentwicklung.</p>
<p>Für die <strong>Unternehmensführung</strong> ergeben sich weitere Herausforderungen durch neue gesetzliche bzw. rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen. So gewinnen durch die Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) und Basel II im Controlling Aspekte des Risikomanagements und Unternehmensratings eine zunehmende Bedeutung.</p>
<p><strong>Immaterielle Vermögensgegenstände</strong> haben durch die Wandlung von der Industrie- zur Dienstleistungs- bzw. Wissensgesellschaft deutlich an Bedeutung gewonnen. So basieren Wertschöpfungsprozesse zunehmend auf Wissen, auf produktiven Beziehungen zu Geschäftspartnern, auf dem Bekanntheitsgrad eines Unternehmens, seiner Produkte und Marken sowie vor allem auf seiner Innovationskraft und neuen Technologien.</p>
<p>Diese kontinuierlichen Veränderungen führen nicht nur zu einer anderen inhaltlichen Dimension des Controllings, sondern es sind auch organisatorische Entwicklungen zu verzeichnen, denn die <strong>Dezentralisierung der Controllerbereiche</strong> schreitet weiter voran.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont473.gif" alt="" /></div>
<p>Diese Veränderungen erfordern Anpassungen in allen drei Dimensionen des Controllings:</p>
<ul>
<li>
<p>Organisation,</p>
</li>
<li>
<p>Aufgabenverständnis und</p>
</li>
<li>
<p>Instrumente.</p>
</li>
</ul>
</div>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Trends im Controlling - Controllingorganisation" href="/controlling/3940879"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Trends im Controlling - Instrumente und Aufgaben" href="/controlling/3940880"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Instrumente und Aufgaben</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Transformationsprogramm</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/transformationsprogramm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>TransformationsprogrammNeben der eigentlichen Datenbasis umfasst ein Data-Warehouse-Konzept (Data Warehouse) unter anderem auch so genannte Transformationsprogramme, die unternehmensinterne und unternehmensexterne Daten in ein einheitliches, für das Data Warehouse konformes Format transformieren.Da in Unternehmen häufig mehrere Systeme eingesetzt werden, liegen zum großen Teil unterschiedliche Datenstrukturen vor, sodass die Daten durch die Transformation in ein einheitliches Format gebracht  [...]</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Transformationsprogramm</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Neben der eigentlichen Datenbasis umfasst ein <strong>Data-Warehouse-Konzept</strong> (Data Warehouse) unter anderem auch so genannte <strong>Transformationsprogramme</strong>, die unternehmensinterne und unternehmensexterne Daten in ein einheitliches, für das Data Warehouse konformes Format transformieren.</p>
<p>Da in Unternehmen häufig mehrere Systeme eingesetzt werden, liegen zum großen Teil unterschiedliche Datenstrukturen vor, sodass die Daten durch die <strong>Transformation</strong> in ein <strong>einheitliches Format</strong> gebracht werden müssen. Wegen der Vielzahl der heute in Unternehmen eingesetzten Systeme und den daraus resultierenden unterschiedlichen Datenformaten sind immer aufwändigere Transformationen erforderlich. Beispielsweise können für das Attribut Geschlecht die Abkürzungen &#8222;m&#8220; für männlich oder &#8222;w&#8220; für weiblich, aber beispielsweise auch die Zahlen &#8222;0&#8220; und &#8222;1&#8220; verwendet werden. Noch sehr viel extremer ist diese Problematik, wenn es darum geht, Datumswerte abzuspeichern.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont223.gif" alt="" /></div>
<p>Externe Daten werden beispielsweise von Wirtschaftsverbänden oder Marktforschungsinstituten zur Verfügung gestellt. Durch die zentrale Speicherung unternehmensexterner Daten im Data Warehouse wird sichergestellt, dass alle notwendigen, im Unternehmen vorhandenen unternehmensexternen Daten auch zur Verfügung stehen und die Entscheidungsträger mit einer <strong>einheitlichen Datenbasis</strong> arbeiten.</p>
<p>Externe Daten liegen nicht nur als Zahlen oder Text, sondern häufig auch als Grafiken, Bilder, Ton- oder Videosequenzen vor. Da sich letztere nicht oder nur schwer in Datenbanksysteme einbinden lassen, werden diese Daten in Abhängigkeit von ihrem Volumen und der zu erwartenden Nutzungshäufigkeit entweder in digitalisierter Form als separates Dokument im Data Warehouse gespeichert oder in ihrer ursprünglichen Form belassen und in geeigneten Archiven für die Entscheidungsträger bereitgehalten.</p>
<p>Die Häufigkeit, mit der die Daten aktualisiert werden, richtet sich nach den unternehmensindividuellen Anforderungen. Nur wenn tagesaktuelle Daten benötigt werden, erfolgt die Datenübernahme ebenfalls täglich (in der Regel nachts), ansonsten wöchentlich oder monatlich. Unabhängig von diesen regelmäßigen Aktualisierungen wird bei der Einrichtung eines Data Warehouse ein großer Teil von Altdaten übernommen, die sich meistens aus bereits archivierten Datenbeständen zusammensetzen. Nachfolgende Übersicht zeigt die wichtigsten Datenbank-Typen</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl269.gif" alt="" /></div>
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<p>Data Warehouse</p>
<p>OLAP</p>
<p>ROLAP</p>
<p>Wissensmanagement</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Top-down-Planung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/top-down-planung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Top-down-PlanungZur Unterscheidung von Planungsarten finden sich in der betriebswirtschaftlichen Literatur zahlreiche Klassifikationsmöglichkeiten. Eine hiervon ist die Differenzierung nach der Planungsrichtung inretrograde Planung (Top-down-Planung),progressive Planung (Bottom-up-Planung) und inGegenstromplanung (Gegenstromverfahren, Top-down/Bottom-up-Planung).Bei der Top-down-Planung werden die Pläne von oben nach unten abgeleitet, das heißt, der von der Unternehmensleitung vorgegebene Rahmenplan wird in den nachfolgenden Planungsstufen in Teilpläne zerlegt  [...]</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Top-down-Planung</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Zur Unterscheidung von Planungsarten finden sich in der betriebswirtschaftlichen Literatur zahlreiche Klassifikationsmöglichkeiten. Eine hiervon ist die Differenzierung nach der Planungsrichtung in</p>
<ul>
<li>
<p>retrograde Planung (Top-down-Planung),</p>
</li>
<li>
<p>progressive Planung (<a class="doklink" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497">Bottom-up-Planung</a>) und in</p>
</li>
<li>
<p><strong>Gegenstromplanung</strong> (Gegenstromverfahren, Top-down/Bottom-up-Planung).</p>
</li>
</ul>
<p>Bei der Top-down-Planung werden die Pläne <strong>von oben nach unten</strong> abgeleitet, das heißt, der von der Unternehmensleitung vorgegebene Rahmenplan wird in den nachfolgenden Planungsstufen in Teilpläne zerlegt und präzisiert und dient den nachfolgenden Planungsebenen wiederum als Rahmenplan.</p>
<p>Die Top-down-Planung hat den Vorteil, dass die Zielsetzungen aller Teilpläne in hohem Maße der Zielsetzung des Gesamtunternehmens entsprechen. Es besteht jedoch grundsätzlich die Gefahr, dass die vorgelagerte Planungsebene den nachfolgenden Ebenen Plandaten vorgibt, die diese von vornherein nicht erfüllen können. Darüber hinaus lässt sich nicht immer vermeiden, dass bei unteren Planungsebenen der Eindruck entsteht, &#8222;verplant&#8220; zu werden.</p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Bottom-up-Planung" href="/controlling/236497"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Bottom-up-Planung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Gegenstromverfahren</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/top-down-planung/">Top-down-Planung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Total Productive Maintenance (TPM)</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/total-productive-maintenance-tpm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Total Productive Maintenance (TPM)Inhaltsübersicht1.Überblick2.Bausteine des TPM-Konzeptes2.1Überblick2.2Autonome Instandhaltung2.3Totales Anlagenmanagement2.4Vorbeugende Instandhaltung1. ÜberblickAufgrund der zunehmenden Automatisierung des Herstellungsprozesses und der steigenden Komplexität der Fertigungsanlagen werden an die Instandhaltungsorganisation eines modernen Unternehmens hohe Anforderungen gestellt. Da jeder Maschinenstillstand die Produktivität und Kapazitätsauslastung verringert und mit bedeutenden Ausfallkosten verbunden ist, gewinnt die Verfügbarkeit der Produktionseinrichtungen eine außerordentlich große Bedeutung.Die heute  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/total-productive-maintenance-tpm/">Total Productive Maintenance (TPM)</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Total Productive Maintenance (TPM)</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Bausteine des TPM-Konzeptes</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.1">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.2">Autonome Instandhaltung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.3">Totales Anlagenmanagement</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.4">Vorbeugende Instandhaltung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Aufgrund der zunehmenden Automatisierung des Herstellungsprozesses und der steigenden Komplexität der Fertigungsanlagen werden an die <strong>Instandhaltungsorganisation</strong> eines modernen Unternehmens hohe Anforderungen gestellt. Da jeder Maschinenstillstand die Produktivität und Kapazitätsauslastung verringert und mit bedeutenden Ausfallkosten verbunden ist, gewinnt die Verfügbarkeit der Produktionseinrichtungen eine außerordentlich große Bedeutung.</p>
<p>Die heute weitgehend vorhandenen Instandhaltungsstrukturen stoßen vielfach an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und können den ständig wachsenden Anforderungen kaum gerecht werden, da sie <strong>abteilungsübergreifende Synergieeffekte</strong> bei der Aufgabenbewältigung wesentlich erschweren und sich <strong>ausschließlich auf den technischen Nutzungsgrad</strong> der Produktionsanlagen konzentrieren. Verbesserungspotenziale, die sich im betrieblichen Gesamtsystem &#8222;Mensch-Produktionsanlage-Umfeld&#8220; ergeben, bleiben weitgehend ungenutzt (Synergiepotenziale ).</p>
<p>Demgegenüber handelt es sich beim <strong>Total Productive Maintenance (TPM)</strong> um ein Konzept, das die Maximierung von Produktivität, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Arbeitssicherheit über die systematische und kontinuierliche Verbesserung der Wirksamkeit der Produktionsanlagen anstrebt. Wichtigstes Element bei der Umsetzung des TPM-Konzeptes ist die Belegschaft in ihrer Gesamtheit.</p>
<h3 class="stw_hinweis_head">Anmerkung: </h3>
<div class="stw_hinweis">
<p>Erstmals wurde das TPM-Konzept 1971 bei der japanischen Firma Nippondenso Corporation Ltd. eingesetzt. Es kann als Ergebnis eines 20-jährigen kontinuierlichen Weiterentwicklungs- und Optimierungsprozesses im Bereich der Instandhaltung interpretiert werden, der Anfang der 50er Jahre mit der Einführung des amerikanischen Konzeptes der vorbeugenden Instandhaltung (Preventive Maintenance oder american style PM) in Japan einsetzte.</p>
<p>Vor dieser Zeit wurde in japanischen Werken die so genannte störfallbedingte Instandhaltung praktiziert, das heißt, den Instandhaltungsmaßnahmen gehen Anlagenstörungen voraus. Das TPM-Konzept breitete sich Mitte der 80er Jahre auf Grund der geographischen Nähe zu Japan zunächst in südostasiatische Industrieländer wie Korea, China, Taiwan oder Singapur aus. In Großbritannien wurde TPM über die dortigen japanischen Transplants (Toyota in Burnaston, Nissan in Sunderland, Honda in Swindon) bekannt. Erst gegen Ende der 80er Jahre verbreitete sich TPM in Nordamerika und dem Rest Europas (Ford Motor, 3M, Motorola, AT&amp;T, Eastman Kodak, Opel).</p>
</div>
<p><strong>Productive Maintenance</strong> stellte eine totale produktive Instandhaltung dar. Mit ihr soll die gesamte Effektivität der Betriebsanlagen unter aktiver Beteiligung aller Mitarbeiter verbessert werden. Dabei umfasst TPM die folgenden <strong>fünf Kernelemente</strong>:</p>
<ul>
<li>
<p>Maximierung der Anlageneffektivität</p>
</li>
<li>
<p>Produktive Instandhaltung über die gesamte Lebensdauer der Anlagen</p>
</li>
<li>
<p>Einbeziehen aller Abteilungen der Unternehmung </p>
</li>
<li>
<p>Beteiligung aller Mitarbeiter (unabhängig von ihrer hierarchischen Stellung)</p>
</li>
<li>
<p>Motivierendes Management der autonomen Kleingruppenaktivitäten</p>
</li>
</ul>
<p>Zur Steigerung der Anlageneffektivität setzt sich TPM konsequent mit der Beseitigung der so genannten <strong>&#8222;sechs großen Verlustquellen&#8220;</strong> auseinander.</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Verluste durch Anlagenstillstände</strong> entstehen durch ungeplante Standzeiten, die entweder auf Grund maschinenabhängiger oder maschinenunabhängiger Ausfälle auftreten. Bei <strong>maschinenabhängigen Ausfällen</strong> werden sporadische oder chronische Störungen der Anlagenfunktion hervorgerufen. Sporadisches Maschinenversagen ist im Allgemeinen leicht in der Handhabung und tritt nach einmal vorgenommener Reparatur nicht mehr auf. Demgegenüber lassen sich die Ursachen von chronischem (das heißt dauernd wiederkehrendem) Versagen oft nur schwer identifizieren und beseitigen. Zu den <strong>maschinenunabhängigen</strong> Ausfällen zählen Anlagenstillstandszeiten, die auf produktionstechnische Probleme organisatorischer oder logistischer Natur (fehlendes Personal bzw. Material, fehlende Werkzeuge etc.) zurückzuführen sind.</p>
</li>
<li>
<p>Bei <strong>Rüst- und Einrichtverlusten</strong> handelt es sich um Stillstandszeiten oder nicht produktiv genutzte Maschinenlaufzeiten, die durch Werkzeugwechsel, Austausch von Formen, Einricht- und Nachjustierarbeiten entstehen. </p>
</li>
<li>
<p><strong>Leerlauf und Kurzstörungen</strong> führen zu kurzen Bearbeitungsunterbrechungen, obwohl der Antrieb der Maschine noch läuft. Sie werden durch zeitweilige Funktionsstörungen hervorgerufen. Als Ursachen kommen zum Beispiel das Auslösen von falschem Alarm beim regelwidrigen Betrieb von Sensoren, das Blockieren von Werkstücken in der Maschine, der Stau am Anfang oder am Ende eines Transportbandes und Ähnliches in Betracht. Dramatische Auswirkungen haben Leerläufe und Kurzstörungen bei einer verketteten hochautomatisierten Produktion (Fertigungsorganisation), da ein Leerlauf oder eine Störung einer einzigen Maschine zur Produktionsunterbrechung in der gesamten Fertigungsstraße führt.</p>
</li>
</ul>
<p><strong>Abbildung 1: Verlustfaktoren</strong></p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl422.gif" alt="" /></div>
<ul>
<li>
<p>Bei <strong>Verlusten durch verringerte Taktgeschwindigkeit</strong> handelt es sich um Leistungsdefizite, die durch Abweichungen zwischen Soll-(Plan-) und Ist-Taktgeschwindigkeit oder zwischen theoretisch möglicher und wirklicher Geschwindigkeit der produzierenden Maschinen entstehen. Ursache sind häufig schlecht gewartete, abgenutzte oder verschmutzte Anlagen, Qualitätsmängel an Bauteilen der Anlagen, Schwächen im Design, ungenügende Genauigkeit oder Angst, die Maschine bei einer höheren Taktgeschwindigkeit zu überlasten.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Verluste durch Anlaufschwierigkeiten</strong> stellen Produktivitätsverluste dar, die in der Zeit von der Inbetriebnahme der Produktionsanlage bis zum stabilen Prozess auftreten. Sie äußern sich durch eine reduzierte Ausbringung und/oder ausschussbehaftete Produktion. Das Ausmaß solcher Verluste hängt sowohl vom technischen Zustand der betreffenden Maschine als auch von dem technischen Niveau und der Effektivität der Zusammenarbeit des Produktions- und Instandhaltungspersonals ab.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Verluste durch Ausschuss und Nacharbeit</strong> sind auf Maschinenfunktionsfehler, Werkzeugfehler, Handlingfehler, Bedienungsfehler oder Arbeitsfehler zurückzuführen. Das Abstellen der zu Grunde liegenden Fehlerursachen ist nicht unproblematisch und erfordert eine genaue Analyse der Umstände, die beim Auftreten des Fehlers herrschen.</p>
</li>
</ul>
<p><strong>Ausgangsbasis für TPM</strong> ist eine eindeutige Identifikation der oben aufgeführten Verlustfaktoren und ihre präzise messtechnische Erfassung.</p>
<p>Der von TPM eingeführte Maßstab zur Messung der Anlagenwirksamkeit unter Berücksichtigung ihres Produktivitäts-, Leistungs- und Qualitätsniveaus ist die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness OEE oder Total Effective Equipment Productivity TEEP). Abbildung 1 enthält eine Übersicht zu Verlustfaktoren und den daraus resultierenden Kennwerten.</p>
<p>Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass in der konsequenten Beseitigung der so genannten <strong>versteckten Verlustquellen</strong>, nämlich der Leerläufe, der kurzen Produktionsstopps und der verringerten Taktgeschwindigkeit, beträchtliche Potenziale zur Steigerung des anlagenspezifischen Produktivitätsbeitrages vorhanden sind.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Bausteine des TPM-Konzeptes</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.1">2.1 Überblick</h3>
<p>Ein störungsfreier Maschinenlauf und eine Steigerung der Leistungsfähigkeit der Produktionseinrichtungen mithilfe von TPM setzt die Einleitung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses voraus, der aus folgenden Bausteinen besteht:</p>
<p><strong>Abbildung 2: Bausteine des TPM-Konzeptes</strong></p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl423.gif" alt="" /></div>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.2">2.2 Autonome Instandhaltung</h3>
<p>Bei einer autonomen Instandhaltung erfolgt eine stufenweise Übertragung der routinemäßigen Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungstätigkeiten vom Instandhaltungspersonal auf die Anlagenbediener, die dann bestimmte Instandhaltungsarbeiten in Eigenregie durchführen. Hierzu gehören insbesondere die folgenden Aufgaben:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Wartungsmaßnahmen</strong></p>
<ul>
<li>
<p>tägliches Reinigen, Schmieren und Festziehen von Schrauben</p>
</li>
<li>
<p>Umrüst- und Einrichtarbeiten </p>
</li>
<li>
<p>Dokumentation von Betriebsstörungen und anderen Fehlfunktionen</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Inspektionsmaßnahmen</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Durchführung von Inspektionen, die ohne Einsatz von komplizierter Gerätschaft erfolgen können</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Instandsetzungsmaßnahmen</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Durchführung kleiner Reparaturen (zum Beispiel Austausch einfacher Teile)</p>
</li>
<li>
<p>Unterstützung der Instandhaltungsmitarbeiter bei Reparaturarbeiten</p>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Die tägliche und intensivere Beschäftigung mit den Maschinen <strong>steigert die Sensibilität der Maschinenbediener</strong> gegenüber betrieblichen Unregelmäßigkeiten und Anomalien. Größere Störungen und damit verbundene längere Maschinenstillstandszeiten lassen sich somit oftmals vermeiden.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.3">2.3 Totales Anlagenmanagement</h3>
<p>Beim totalen Anlagenmanagement geht es insbesondere um die <strong>Realisierung von instandhaltungsarmen und instandhaltungsgerechten Anlagen</strong> unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Hierzu ist ein Managementprogramm zur kontinuierlichen Verbesserung von Qualität, Zuverlässigkeit und Instandhaltbarkeit der industriellen Produktionseinrichtungen aufzubauen. Abbildung 3 stellt die zur präventiven Anlagenverbesserung einsetzbaren Methoden dar.</p>
<p><strong>Abbildung 3: Methoden für das totale Anlagenmanagement</strong></p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl424.gif" alt="" /></div>
<p>Die Managementaktivitäten zur Instandhaltungsprävention erstrecken sich <strong>über den gesamten Lebenszyklus der Produktionsanlagen</strong> und lassen sich in drei Perioden einteilen:</p>
<ul>
<li>
<p>Instandhaltungsprävention <strong>in der Entwurfs- und Konstruktionsphase</strong> (so genanntes Maintenance Prevention Design oder MP Design)</p>
</li>
<li>
<p>Instandhaltungsprävention <strong>während der Herstellungs-, Installations- und Anlaufphase</strong> (Early Equipment Management &#8211; frühes Anlagenmanagement)</p>
</li>
<li>
<p>Instandhaltungsprävention <strong>während der regulären Betriebsphase</strong></p>
</li>
</ul>
<p>Da die Qualität der Abläufe einer jeden Phase maßgeblich von der Qualität der Abläufe in der jeweils vorhergegangenen Phase abhängt, können die einzelnen Perioden trotz dieser Einteilung nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Vielmehr sind sie als <strong>Kreislauf</strong> zu verstehen, in dem die einzelnen Phasen ineinander greifen und sich gegenseitig beeinflussen.</p>
<p>Zur Zielerreichung werden <strong>spezielle Projektgruppen</strong> (Projekt-Controlling ) gebildet, deren Mitglieder über einen hohen technischen Kenntnisstand verfügen. Neben den Mitarbeitern der Planung und Konstruktion bzw. dem Maschinenhersteller werden die Bereiche Produktion und Instandhaltung in das Projekt einbezogen. Hierdurch ist gewährleistet, dass theoretisches Ingenieurwissen durch direkte praktische Erfahrungen im Umgang mit den Produktionsanlagen komplettiert wird.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld2.4">2.4 Vorbeugende Instandhaltung</h3>
<p>Die vorbeugende Instandhaltung setzt sich aus Aktivitäten zusammen, die das Aufstellen eines durchstrukturierten periodischen <strong>Instandhaltungsplans</strong> für die Instandhaltungsabteilung sowie seine konsequente Einhaltung zum Ziel haben. Durch das Übertragen bestimmter routinemäßiger Instandhaltungsaufgaben auf die Fertigungsmitarbeiter entstehen <strong>für die Instandhalter Freiräume</strong>, die ihnen eine Umstrukturierung und/oder Erweiterung ihrer Aktivitäten ermöglicht.</p>
<p><strong>Ziel der vorbeugenden Instandhaltung</strong> ist es, durch präventive Instandhaltungsmaßnahmen die Aufrechterhaltung eines einwandfreien Anlagenzustands sicherzustellen. Hierzu gehören die folgenden Tätigkeiten:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Wartungsmaßnahmen</strong>, die den Einsatz spezieller Hilfsstoffe oder Werkzeuge erfordern, welche aus Kostengründen nicht allen Fertigungsbereichen zur Verfügung stehen können oder vom Anwender ein spezielles Know-how voraussetzen</p>
</li>
<li>
<p><strong>Inspektionsmaßnahmen</strong>, für die spezielle technische Gerätschaften zur Feststellung und Messung des Ist-Zustands erforderlich sind</p>
</li>
<li>
<p><strong>Überholungsmaßnahmen</strong>, die einen größeren technischen und zeitlichen Aufwand erforderlich machen und außerhalb der regulären Produktionszeit durchgeführt werden müssen</p>
</li>
<li>
<p><strong>Sonstige Instandhaltungsmaßnahmen</strong>, die &#8211; zum Beispiel aus Gründen der Arbeitssicherheit &#8211; nicht durch die Anlagenbediener durchgeführt werden können</p>
</li>
<li>
<p><strong>Maßnahmen zur Diagnose und Vorhersage eines möglichen Maschinenversagens</strong>, die auf Grund des erforderlichen datentechnischen und zeitlichen Aufwands nicht in den Produktionsablauf integrierbar sind (zum Beispiel Vibrationsanalysen, thermographische Analysen, spektrographische Ölanalysen, Infrarottests etc.)</p>
</li>
</ul>
<p>Zur Sicherstellung eines zeitgerechten und kontrollierten Einsatzes von Instandhaltungsmaßnahmen werden von der Instandhaltungsabteilung <strong>Instandhaltungspläne</strong> aufgestellt:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Instandhaltungs-Jahrespläne</strong> beziehen sich auf die gesamte vorhergesagte Lebensdauer der Produktionsanlagen (von der Installation bis zur Entsorgung) und erstrecken sich somit auf einen Zeitraum von mehreren Jahren.</p>
</li>
<li>
<p>Ein <strong>Monats-Instandhaltungsplan</strong> beinhaltet vorbeugende und verbessernde Instandhaltungsmaßnahmen sowie die dafür angesetzten Termine für jede einzelne Produktionsanlage. Er erstreckt sich über einen Zeitraum von zwölf Monaten und stellt ein mittelfristiges Planungs- und Steuerungsinstrument dar, um die geplanten Instandhaltungsarbeiten gleichmäßig unter den Mitarbeitern aufzuteilen.</p>
</li>
<li>
<p>Der <strong>Instandhaltungs-Wochenplan</strong> gibt einen Überblick über die Instandhaltungstätigkeiten einer Woche und unterstützt die Instandhalter beim Managen ihrer Arbeit.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Instandhaltungspläne für größere Projekte</strong> umfassen Termine und Aufgaben für größere Instandhaltungsmaßnahmen, wie zum Beispiel den Umbau ganzer Anlagensysteme.</p>
</li>
</ul>
<p>Die Planung dieser und der Instandhaltungsaktivitäten sowie das Aufstellen von Instandhaltungsprogrammen wird heute im Allgemeinen durch den <strong>Einsatz von EDV-Systemen</strong> unterstützt.</p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Termin- und Kapazitätsplanung</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/termin-und-kapazitaetsplanung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Termin- und KapazitätsplanungInhaltsübersicht1.Überblick2.Mathematische Methoden der Maschineneinsatzplanung3.Zahlenbeispiel1. ÜberblickVon der Projektablaufplanung (Projektplanung) unterscheidet sich die Termin- und Kapazitätsplanung nur insoweit, als dass auf der vertikalen Achse eines Gantt-Diagrammes nun nicht mehr die Aufgaben, sondern die Aufgabenträger dargestellt sind. Eine Termin- und Kapazitätsplanung liegt vor, wenn aus einer Projektablaufplanung ein Maschinenbelegungsplan erstellt wird, der Auskunft darüber geben soll,  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Termin- und Kapazitätsplanung</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Überblick</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Mathematische Methoden der Maschineneinsatzplanung</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Zahlenbeispiel</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Überblick</h2>
<p>Von der Projektablaufplanung (<a class="doklink" title="Gesetze/BGB/356" href="/controlling/2141464">Projektplanung</a>) unterscheidet sich die <strong>Termin- und Kapazitätsplanung</strong> nur insoweit, als dass auf der vertikalen Achse eines <strong>Gantt-Diagrammes</strong> nun nicht mehr die Aufgaben, sondern die Aufgabenträger dargestellt sind. Eine Termin- und Kapazitätsplanung liegt vor, wenn </p>
<ul>
<li>
<p> aus einer Projektablaufplanung ein <strong>Maschinenbelegungsplan</strong> erstellt wird, der Auskunft darüber geben soll, welche Maschine oder Anlage zu welcher Zeit für welche Aufgabe eingesetzt werden soll, oder</p>
</li>
<li>
<p> aus einer Projektablaufplanung ein <strong>Personal-Einsatzplan</strong> erstellt wird, der Auskunft darüber gibt, wer zu welcher Zeit welche Aufgabe zu erledigen hat (<a class="doklink" title="Personalcontrolling" href="/controlling/282122">Personal-Controlling</a>, Personalbedarfsermittlung).</p>
</li>
</ul>
<p>Basis der Termin- und der Kapazitätsplanung ist stets die Summe aller für eine Zeit relevanten Netzpläne und Projektablaufpläne. Die Aufstellung der Termin- und Kapazitätsplanung erfordert die simultane Abstimmung aller Teilplanungen und ist daher eher eine Kunst denn ein exaktes Instrumentarium. Kommt es zu Terminänderungen, so haben diese durch die damit verbundenen Änderungen der Maschinen- oder Ressourcenbelegung zumeist auch Einfluss auf andere Projekte, die ansonsten mit dem verzögerten Vorhaben vollkommen unverbunden sind. </p>
<p>Obwohl hierfür exakte <strong>mathematische Planungsalgorithmen zur Verfügung stehen</strong>, ist es in der Regel für einen kleinen oder mittelständischen Betrieb weder möglich noch praktikabel, solche Verfahren anzuwenden. Vielmehr haben sich in der betrieblichen Praxis bestimmte Faustregeln bewährt: </p>
<ul>
<li>
<p> Bei der <strong>Verzugszeitregel</strong> werden die Aufträge mit dem größten zeitlichen Verzug zuerst eingeplant, d. h., es wird zuerst gemacht, was am meisten Verspätung hat. Der Vorteil dieser Variante liegt vor allem im Abbau von Wartezeiten und damit zufriedeneren Kunden. Nachteilig wirkt sich die Überlastung des Produktionsapparates aus, die nach wie vor bestehen bleibt. Häufig ist die Verzugszeitregel eine Reaktion auf unzureichende Kapazitäten und der Versuch, diese temporär zu kaschieren.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>dynamischen Wertregel</strong> bestimmt der Erzeugniswert vor Ausführung des nächsten Produktionsschrittes die Ausführungsreihenfolge. Maßstab können verschiedene betriebliche Maßgrößen sein, insbesondere der anteilige Verkaufspreis oder der erzielte anteilige Deckungsbeitrag. Während der wesentliche Vorteil in der potenziellen Gewinnmaximierung zu sehen ist, besteht der Nachteil dieses Verfahrens darin, dass Billigaufträge liegen bleiben und Kunden verärgert werden.</p>
</li>
<li>
<p> Im Rahmen der <strong>Leistungsgradregel</strong> werden die Aufträge nach Deckungsbeitrag, Reingewinn o. Ä. geordnet ausgeführt. Die Produktionsreihenfolgeplanung nach absoluten Deckungsbeiträgen ist der Grundgedanke der mathematischen Produktionsprogrammoptimierungsmodelle (z. B. Simplex-Verfahren).</p>
</li>
<li>
<p> Anwender der <strong>FIFO-Regel</strong> führen den am längsten wartenden Auftrag als nächstes aus (first-in-first-out). Diese &#8222;gerechte&#8220; Reihenfolge (Warteschlangenmodell) ermöglicht eine leichte handels- und steuerrechtliche Bewertung der Zwischenfabrikate und Läger, führt andererseits aber auch dazu, das Eil- oder besonders profitable Aufträge u. U. länger liegen bleiben.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>Belegungszeitregel</strong> haben Aufträge, die am schnellsten ausgeführt werden können, die höchste Priorität, d. h., Großaufträge bleiben zunächst länger liegen. Diese &#8222;kompaktere&#8220; Maschinenbelegung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn die Gewinnaufschläge bei kleineren Produkten oder Mengen branchenüblich höher sind. </p>
</li>
<li>
<p> Ziel der <strong>Schlupfzeitregel</strong> ist es, die Leerlaufzeiten zwischen den Aufträgen zu verringern, d. h., die Reihenfolgeplanung richtet sich danach, ob die zu einem Auftrag gehörenden Arbeitsschritte in die noch bestehenden zeitlichen Lücken passen. Dies führt einerseits zu einer Optimierung der Auslastung, andererseits bleiben wichtige Aufträge u. U. liegen.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>Endterminregel</strong> wird der Auftrag als nächstes ausgeführt, der als erstes fertig gestellt werden kann. Dies führt zu kurzen Durchlaufzeiten, aber zumeist auch zu einer suboptimalen Maschinenauslastung.</p>
</li>
<li>
<p> Anwender der <strong>Rüstzeitregel</strong> bevorzugen Aufträge mit geringen Rüstzeiten. Dieses Verfahren ist zumeist bei hochspezialisierten, d. h. tiefen Produktionsprogrammen sinnvoller als bei wechselnden Produkten und Produktionsverfahren. Der Vorteil dieser Variante liegt vor allem in der Minimierung der Rüstkosten insbesondere in maschinenintensiven Fertigungsverfahren.</p>
</li>
<li>
<p> Bei der <strong>externen Prioritätsregel</strong> bestimmen Kundenwünsche, Konventionalstrafen, absatzpolitische Erwägungen etc. die Bearbeitungsreihenfolge. Dies führt auf der einen Seite zu einer Minimierung von Ausfallkosten, auf der anderen Seite aber zu Konflikten mit produktionstechnischen Gegebenheiten und damit u. U. zu hohen Rüst- und Wartungskosten. Die externe Prioritätsregel ist zwar marktangepasst, ihr fehlt jedoch jede Gewinn- oder Deckungsbeitragsorientierung. Oftmals ist sie ein nur aus Verlegenheit angewandtes Kriterium. </p>
</li>
<li>
<p> Beim <strong>Minimization-of-regret</strong> wird die Alternative gewählt, die die geringsten negativen Kosten verursacht. Hierzu muss eine Entscheidungsmatrix aufgestellt werden, die die Konsequenzen ausweist, die durch das Unterlassen eines Handelns entstehen würden. Dieses Verfahren stellt das konzeptionell &#8222;reinste&#8220; Modell dar. Es ist aber mit einem hohen Rechenaufwand verbunden.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Mathematische Methoden der Maschineneinsatzplanung</h2>
<p>Aus mathematischer Sicht handelt es sich bei der Maschineneinsatzplanung um ein <strong>lineares Optimierungsproblem</strong>, bei dem es gilt, eine <strong>Zielvariable</strong> unter Berücksichtigung <strong>linearer Nebenbedingungen</strong> zu <strong>optimieren</strong>. Das optimale Verfahren zur Lösung dieses Problems ist der <strong>Simplex-Algorithmus</strong>. Alternativ kommen das Gauß&#8217;sche Verfahren und die Bestimmung von Lösungen mittels Extremwerten in Frage. </p>
<p>Da die Umsetzung aufwendig ist und mangels Know-how in der Praxis nur selten angewandt wird, soll die Vorgehensweise im Folgenden an einem vereinfachten Beispiel dargestellt werden. Die grundsätzliche Vorgehensweise gliedert sich dabei in folgende Schritte:</p>
<ul>
<li>
<p> In einem ersten Schritt werden alle möglichen <strong>Maschinenbelegungspläne</strong> aufgestellt, die die gewählte Projektaufgabe erfüllen.</p>
</li>
<li>
<p> Anschließend wird ein <strong>Gleichungssystem</strong> aufgestellt, das unter Berücksichtigung der Produktionsvarianten die linearen Beschränkungen abbildet.</p>
</li>
<li>
<p> Im Schritt 3 wird die <strong>Simplex-Basistabelle</strong> mithilfe der Dualkonversion aufgestellt.</p>
</li>
<li>
<p> Als nächstes wird das Optimierungsproblem durch die <strong>Rechenschritte</strong> des Simplex-Verfahrens aufgelöst.</p>
</li>
<li>
<p> Als letztes werden die <strong>Ergebnisse interpretiert</strong>.</p>
</li>
</ul>
<p>Zur Anwendung dieses Verfahrens müssen in einem Maschinenbelegungsplan mehrere Produkte oder Projekte simultan vorkommen. Wird nur ein einzelnes Projekt gefahren, so reduziert sich das Problem auf eine Variante des reinen <strong>Reihenfolgeproblems</strong> (so genanntes &#8222;Travelling Salesman Problem&#8220;), welches hier nicht näher betrachtet werden soll.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Zahlenbeispiel</h2>
<p>Ein Hersteller von Haushaltsprodukten bezieht von einem Lieferanten Zellstoffrollen von 80 cm Breite. Daraus sollen mit einem Schneideautomaten folgende Artikel hergestellt werden:</p>
<ul>
<li>
<p> 7.200 Rollen Toilettenpapier zu 18 cm Breite</p>
</li>
<li>
<p> 6.600 Rollen Papierhandtücher zu 30 cm Breite</p>
</li>
<li>
<p> 9.100 Küchenrollen zu 40 cm Breite</p>
</li>
</ul>
<p>Aus Vereinfachungsgründen wird jedes einzelne Produkt als Projekt betrachtet. Verschnitt durch den Schneideautomaten soll nicht betrachtet werden. Ermittelt werden soll die minimale Anzahl der einzukaufenden Rollen. </p>
<p>Zur Lösung des Problems werden zunächst alle möglichen Produktionsprogramme aufgestellt. Jedes mögliche Produktionsprogramm entspricht dabei einem Maschinenbelegungsplan. Es sind nur solche Produktionsprogramme zu berücksichtigen, deren Rest (Verschnitt) kleiner als das kleinste Produkt ist.</p>
<table id="frg_tb1" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="14%" span="1" />
<col width="15%" span="1" />
<col width="14%" span="1" />
<col width="14%" span="1" />
<col width="14%" span="1" />
<col width="15%" span="1" />
<col width="14%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="7" rowspan="1" align="center"><strong><u>Mögliche Produktionsprogramme </u></strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:15%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:14%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:14%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:14%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:15%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:14%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">Produkt</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">1</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">2</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">3</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">4</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">5</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">6</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">40 cm</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">2 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">1 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">1 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">30 cm</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">1 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">2 St</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">1 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">18 cm</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">0 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">2 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">1 St</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">2 St</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">4 St</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">Summe</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">80 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">70 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">76 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">78 cm</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">66 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">72 cm</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:14%" rowspan="1">Rest</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">0 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">10 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">4 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">2 cm</td>
<td style="width:15%" rowspan="1" align="right">14 cm</td>
<td style="width:14%" rowspan="1" align="right">8 cm</td>
</tr>
</table>
<p>Hierbei entspricht jede Spalte einer eingekauften Rolle. Jedes Rohprodukt kann an allen drei Endprodukten (Projekten) in unterschiedlichem Maße beteiligt sein. Insgesamt gibt es nur die in Abbildung 1 dargestellten 6 Möglichkeiten.</p>
<p>Jede Spalte entspricht dabei auch einer Handlungsalternative. Eine spezifische Kombination der möglichen Handlungsalternativen ist aufzufinden. Die Kosten aller möglichen Handlungsalternativen sind stets 1, d. h., entsprechen einer eingekauften Rolle. Dieses Ergebnis lässt sich als Ungleichungssystem wie folgt darstellen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl789.gif" alt="" /></div>
<p>Die Zielfunktion lautet:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl790.gif" alt="" /></div>
<p>Das <strong>Ungleichungssystem</strong> lässt sich durch Einfügen von 3 <strong>Schlupfvariablen</strong> in ein <strong>Gleichungssystem</strong> überführen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl791.gif" alt="" /></div>
<p>Als <strong>Simplex-Basislösung</strong> lässt sich dieses Gleichungssystem wie folgt darstellen:</p>
<table id="frg_tb2" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="10%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="11" rowspan="1" align="center"><strong><u>Simplex-Basislösung </u></strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:10%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>1</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>1</sub></td>
<td style="width:10%" rowspan="1">Y<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>4</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>5</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>6</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">R</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>1</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">2</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">2</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>4</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">2</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>5</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">2</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>6</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">4</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-9100</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-6600</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-7200</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
</tr>
</table>
<p>Die Lösung ist nach drei Iterationen erreicht und sieht folgendermaßen aus:</p>
<table id="frg_tb3" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="10%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" />
<col width="9%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="11" rowspan="1" align="center"><strong><u>Lösung</u></strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:10%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>1</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">X<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>1</sub></td>
<td style="width:10%" rowspan="1">Y<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>4</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>5</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">Y<sub>6</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">R</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>1</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,5</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">5</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>2</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,625</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,25</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,5</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,125</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>3</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,25</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,5</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,25</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>4</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,125</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,25</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,5</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,375</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>5</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0,375</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,75</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-0,5</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">3125</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z<sub>6</sub></td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">-2</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:9%" rowspan="1">Z</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">3575</td>
<td style="width:10%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">1950</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">3300</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:9%" rowspan="1">8825</td>
</tr>
</table>
<p>Liest man die Lösung nach der bekannten Ableseregel für dualkonvertierte Optimierungsprobleme ab, so erhält man folgendes Ergebnis:</p>
<ul>
<li>
<p> 3.575 mal Sortiment 1</p>
</li>
<li>
<p> 1.950 mal Sortiment 3</p>
</li>
<li>
<p> 3.300 mal Sortiment 4</p>
</li>
</ul>
<p>Mit einer kleinen <strong>Kontrollrechnung</strong> lässt sich überprüfen, ob diese Lösung tatsächlich das gewünschte Ergebnis erbringt:</p>
<table id="frg_tb4" border="0" width="80%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="17%" span="1" />
<col width="16%" span="1" />
<col width="17%" span="1" />
<col width="17%" span="1" />
<col width="16%" span="1" />
<col width="17%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:100%" colspan="6" rowspan="1" align="center"> Kontrollrechnung</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:16%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:17%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:17%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:16%" rowspan="1"> </td>
<td style="width:17%" rowspan="1"> </td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1">Produkt</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">Soll</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">1</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">3</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">4</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">Ist-Ergebnis</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1">40 cm</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">9.100</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">7.150</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">1.950</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">9.100 St</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1">30 cm</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">6.600</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">6.600</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">6.600 St</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1">18 cm</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">7.200</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">0</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">3.900</td>
<td style="width:16%" rowspan="1">3.300</td>
<td style="width:17%" rowspan="1">7.200 St</td>
</tr>
</table>
<p>Die Mengenwerte in den Spalten &#8222;1&#8220;, &#8222;3&#8220; und &#8222;4&#8220; ergeben sich aus der Multiplikation der Produktionsmengen aus der vorstehenden Analyse der möglichen Produktionsprogramme mit der Anzahl der tatsächlich zu fahrenden Sortimente &#8222;1&#8220;, &#8222;3&#8220; und &#8222;4&#8220;.</p>
<p>Das Ergebnis wird also präzise ohne ein einziges überschüssiges Produkt erreicht. Die optimalen Gesamtkosten betragen 8.825 einzukaufende Rollen, d. h., Kosten einer Rolle multipliziert mit 8.825. Da die Lösung ganzzahlig ist, ist eine Ganzzahligkeitsanalyse entbehrlich.</p>
<p>Insgesamt entspricht dieses Verfahren dem, was man als &#8222;zeitgemäße&#8220; Lösung bezeichnen kann. Das Verfahren ist zwar nur mit <strong>Softwareunterstützung</strong> anwendbar, liefert aber <strong>bessere Ergebnisse</strong>, als sie mit Faustregeln je erreichbar wären. Diesbezüglich ist noch zu erwähnen, dass sich Beschränkungen des Sortiments etwa durch Konventionalstrafen, extern festgelegte Liefertermine, politisch gewollte Mindestmengen oder staatlich fixierte Zwangspreise als singuläre oder ggf. auch interdependente Restriktionen in das System integrieren lassen.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Maschinenbelegungsplanung" href="/controlling/3192022"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Maschinenbelegungsplanung</span></a><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personalbedarfsermittlung</span><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Personalcontrolling" href="/controlling/282122"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Personal-Controlling</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Produktionsplanung" href="/controlling/2900629"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Produktionsplanung</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Gesetze/BGB/356" href="/controlling/2141464"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Projektplanung</span></a></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Trends im Controlling &#8211; Instrumente und Aufgaben</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trends-im-controlling-instrumente-und-aufgaben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trends-im-controlling-instrumente-und-aufgaben/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trends im Controlling - Instrumente und AufgabenInhaltsübersicht1.Neue Aufgaben des Controllings1.1Lean Controlling1.2Der Controller als Risiko-Manager1.3Der Controller und das Rating1.4Immaterielle Werte im Controlling1.5Der Controller im Value based Management2.Moderne Instrumente des Controllings3.Zusammenfassung1. Neue Aufgaben des Controllings1.1 Lean ControllingVon kleinen Unternehmen einmal abgesehen ist das Thema Lean Management weiterhin ausgesprochen aktuell. Scheinbar natürliche Konsequenz von Lean Management ist als  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Trends im Controlling &#8211; Instrumente und Aufgaben</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Neue Aufgaben des Controllings</a></p>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.1</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.1">Lean Controlling</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.2</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.2">Der Controller als Risiko-Manager</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.3</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.3">Der Controller und das Rating</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.4</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.4">Immaterielle Werte im Controlling</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.5</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.5">Der Controller im Value based Management</a></div>
</li>
</ol>
</div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Moderne Instrumente des Controllings</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Zusammenfassung</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Neue Aufgaben des Controllings</h2>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld1.1">1.1 Lean Controlling</h3>
<p>Von kleinen Unternehmen einmal abgesehen ist das Thema Lean Management weiterhin ausgesprochen aktuell. Scheinbar natürliche Konsequenz von Lean Management ist als Analogieschluss das <strong>Lean Controlling.</strong> Die Hauptursachen hierfür sind vor allem darin zu sehen, dass im Rahmen der flexiblen Gestaltung von immer schlankeren und kürzeren Prozessen und bei der Realisierung von ganzheitlichem Denken und Handeln die Prozessverantwortlichen selbst sehr viel mehr das Gedankengut des Controllings praktizieren müssen. Im Zuge dieser Entwicklung breitet sich der Controlling-Gedanke weiter aus und das &#8222;Controlling-Geschäft&#8220; wird zunehmend auch von ursprünglich nicht gelernten Controllern betrieben.</p>
<p><strong>Für den Controller bedeutet dies,</strong> dass er im Rahmen einer Coaching-Funktion die Linien-Manager dahin führt, dass sie das operative Controlling-Geschäft selbst professionell betreiben können. Zwar wird damit der interne Kunde Manager zum Wettbewerber, dennoch müssen Controller diesen Prozess aktiv fördern. Mit der daraus resultierenden &#8222;Entlastung&#8220; kann sich der Controller neuen Aufgaben zuwenden. Diese Aufgabenverlagerung geht in Richtung <strong>Entscheidungsunterstützung</strong> und <strong>Beschäftigung mit Unternehmensvision und Strategien.</strong></p>
<p>Bei dieser Tendenz zum <strong>Selbstcontrolling der Linien-Manager</strong> sind zwei Faktoren zu beachten, die bei der Umsetzung dieser Sichtweise immer wieder Probleme bereiten können:</p>
<ul>
<li>
<p>unzureichende Zeit der Manager und</p>
</li>
<li>
<p>fehlende Methodenkompetenz der Manager.</p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld1.2">1.2 Der Controller als Risiko-Manager</h3>
<p>Eine ganze Reihe von neuen Aufgabengebieten und Herausforderungen ergeben sich für das Controlling durch neue gesetzliche bzw. rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen. Zu nennen sich hier vor allem das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG), das am 01.05.1998 in Kraft getreten ist. Mit dem KonTraG hat der Gesetzgeber die Pflicht der Vorstände börsennotierter Aktiengesellschaften gesetzlich verankert, ein Risikomanagement zu installieren. Insgesamt wurden durch das KonTraG zehn Gesetze beziehungsweise Verordnungen geändert, die schwerpunktmäßig das Aktiengesetz (AktG) und das Handelsgesetzbuch (HGB) betreffen. </p>
<h4 class="stw_hinweis_head">Hinweis:</h4>
<div class="stw_hinweis">
<p>Auslöser und Hintergrund der seit Jahren diskutierten Reformbemühungen waren verschiedene spektakuläre Unternehmenskrisen in der jüngeren Vergangenheit, die nach Auffassung des Gesetzgebers durch fehlendes Risikobewusstsein und nicht ausreichende Kontroll- und Informationsmechanismen verursacht wurden.</p>
</div>
<p>Wörtlich spricht der Gesetzgeber dabei von einem &#8222;Überwachungssystem&#8220;, das dazu beitragen soll, &#8222;den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen&#8220; frühzeitig aufzuzeigen. Da sowohl der Wortlaut des Gesetzes als auch dessen Begründung keinen Aufschluss darüber geben, wie das geforderte Überwachungssystem im Detail auszusehen hat, muss sich der Vorstand zur praktischen Umsetzung mit der in § 93 Abs. 1 S. 1 AktG gebotenen Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers an betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten orientieren. Allerdings wird durch die Formulierung des neuen § 91 AktG verdeutlicht, dass die Einrichtung eines Risikomanagements zur Pflicht des Vorstands als Teil der allgemeinen Leitungsaufgabe gehört.</p>
<p>Aber auch wenn der Gesetzgeber die konkrete Ausgestaltung eines Risikomanagementsystems offen gelassen hat, bietet es sich an, die <strong>Aufgaben zur Wahrnehmung dieser Funktion in das Controlling zu integrieren.</strong> Controlling als Führungskonzept zur zukunftsorientierten Unternehmenssteuerung mit den Funktionen Planung, Kontrolle, Steuerung und Informationsversorgung kann als Partner des Managements die erforderliche Risikotransparenz sicherstellen.</p>
<p>Die Beherrschung unternehmerischer Unsicherheiten erfordert aber nicht nur die Implementierung eines einseitigen Risikomanagements. Vielmehr muss es auch um eine <strong>Betrachtung von Chancen</strong> gehen, da ansonsten eine risikoaverse, Chancen auslassende Unternehmensführung zu erwarten wäre.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont476.gif" alt="" /></div>
<p>Dabei müssen Chancen und Risiken sowohl für das gesamte Unternehmen als auch für einzelne Teilbereiche systematisch erkannt, analysiert und gehandhabt werden. Hierzu bedarf es eines Prozesses, der </p>
<ul>
<li>
<p>die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen sicherstellt, nämlich dass die <strong>Risiken</strong> einzeln dokumentiert und sachgerecht gehandhabt werden und</p>
</li>
<li>
<p>dabei <strong>Chancen</strong> konsequent mitbetrachtet, um so eine Eingliederung in die operativen und strategischen Planungsprozesse des Unternehmens zu ermöglichen.</p>
</li>
</ul>
<p>Selbstverständlich ist das Thema Risikomanagement nicht nur für Aktiengesellschaften interessant. Mit der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) wird Risikomanagement vielmehr auch zum Thema für den Mittelstand.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld1.3">1.3 Der Controller und das Rating</h3>
<p>Aus Basel II ergeben sich unmittelbare Konsequenzen für alle Unternehmen, die sich mittels Bankkrediten fremd finanzieren, denn in Abhängigkeit von der Bonität verändern sich die Finanzierungskosten eines Unternehmen sehr deutlich.</p>
<p>Die Festlegung der Bonität, das Rating, läuft nach bestimmten Regeln ab und bezieht gezielt Informationen aus dem kreditnehmenden Unternehmen ein.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont477.gif" alt="" /></div>
<p>Bedingt durch die <strong>steigende Bedeutung des Ratings auf die Kreditkonditionen</strong> haben viele Unternehmen die zu erwartenden Ratingprozesse in Verbindung mit Basel II zu einer &#8222;Controlling-Sache&#8220; erklärt. Was bedeutet dies für die Controller im Unternehmen?</p>
<p>Im Gegensatz zu den traditionellen, meist bilanzorientierten Kreditwürdigkeitsprüfungen werden beim Bonitätsrating nicht nur <strong>quantitative Aspekte</strong> (Performance, Profitabilität, Stabilität), sondern auch <strong>qualitative Aspekte</strong> (Qualität des Managements/Rechnungswesens/Controllings) analysiert. Um auch diese Gesichtspunkte beim Ratingprozess zu berücksichtigen, sind eine effektive Informationsversorgung sowie wirksame Planungs- und Controllinginstrumente erforderlich. Hierzu gehören u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Liquiditätsplanung und -steuerung,</p>
</li>
<li>
<p>Soll-Ist-Vergleich und Analyse der Ertragslage nach Risiko- und Erfolgsfaktoren,</p>
</li>
<li>
<p>Einbeziehung potenzieller Markt- und Wettbewerbsänderungen in die Planung,</p>
</li>
<li>
<p>regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung.</p>
</li>
</ul>
<p>Demnach ist das Controlling für die Bereitstellung aller für das Rating benötigten Informationen verantwortlich. Diese Informationen sind gleichzeitig Voraussetzung dafür, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall gegenzusteuern.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld1.4">1.4 Immaterielle Werte im Controlling</h3>
<p>Heute gewinnen immaterielle Werte in vielen Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Wertschöpfungsprozesse basieren immer mehr auf Wissen, Geschäfts- und Kundenbeziehungen, auf dem Bekanntheitsgrad eines Unternehmens, seiner Produkte und Marken sowie vor allem auf seiner Innovationskraft und neuen Technologien.</p>
<p>Die wachsende Lücke zwischen dem Marktwert eines Unternehmens und dem, was in seiner Bilanz als Eigenkapital ausgewiesen wird, zeigt, dass sich immer mehr Werttreiber nicht mehr durch klassische Bewertungsinstrumente erfassen lassen. Daher lassen sich Unternehmen heute nicht mehr ausschließlich auf Basis traditioneller Informationen steuern oder gar extern beurteilen.</p>
<p>Eine intensive Auseinandersetzung mit der Behandlung dieser immateriellen Werttreiber, die im angelsächsischen Sprachraum als Intangible Assets, Intellectual Capital oder Intangibles bezeichnet werden, gehört daher auch in den Bereich des Controllings. Der Controller unterscheidet dabei häufig zwischen den folgenden vier Potenzialgebieten:</p>
<ul>
<li>
<p>Unter <strong>Humanpotenzial</strong> versteht man die Fähigkeit der Organisation, Mitarbeiter so zu entwickeln, dass ihre Kompetenz (Wissen, Fertigkeiten und der Umgang miteinander) den Anforderungen der Arbeit gewachsen ist.</p>
</li>
<li>
<p>Das <strong>Markt- und Reputationspotenzial</strong> kennzeichnet die Fähigkeit, bei Kunden und Kooperationspartnern die Bereitschaft zu wecken, dauerhafte und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten.</p>
</li>
<li>
<p>Das <strong>Innovationspotenzial</strong> bezieht sich auf die Fähigkeit, Entwicklungs- und Veränderungsprozesse zu initiieren bzw. den Aufbau von Systemkontexten so zu gestalten, dass Selbstentfaltung und damit sozialer Wandel gefördert wird.</p>
</li>
<li>
<p>Grundlage des <strong>Finanz- und Controlling-Potenzials</strong> ist die Fähigkeit, ausreichende Verfügbarkeit an finanziellen Ressourcen zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist das Verständnis für betriebswirtschaftliche Prozesse und Beziehungen zu Investoren.</p>
</li>
</ul>
<p>Zur <strong>Bewertung der entsprechenden immateriellen Werte</strong> setzt der Controller moderne Verfahren ein, die sowohl analytische als auch synthetische Bewertungen ermöglichen:</p>
<ul>
<li>
<p>Potenzialbilanzen</p>
</li>
<li>
<p>Effizienzkennziffern</p>
</li>
<li>
<p>Effektivitätskennziffern</p>
</li>
<li>
<p>Portfolios, Indizes und Scorecards als Erklärungs- und Kommunikationssysteme</p>
</li>
</ul>
<p>Der <strong>immaterielle Wert eines Unternehmens</strong> ergibt sich aus der Multiplikation der Potenziale mit der Effizienz der Nutzung und der Effektivität:</p>
<p>Immaterieller Wert = Potenziale x Effizienz der Nutzung x Effektivität</p>
<p>Der <strong>gesamte Unternehmenswert</strong> lässt sich schließlich mithilfe folgender Formel bestimmen:</p>
<p>Unternehmenswert = (Buchwert + immaterieller Wert) x Kommunikation</p>
<p>Damit ist der Wert, der Unternehmen (von Investoren und anderen Stakeholdern) zugeordnet wird, nicht nur von der Summe aus Buchwert und immateriellem Wert abhängig. Da die Messung von Kommunikationskenngrößen allerdings sehr schwierig ist, wird oft darauf verzichtet.</p>
</div>
<div class="stw_gld2">
<h3 class="stw_gld2_head" id="gld1.5">1.5 Der Controller im Value based Management</h3>
<p>International handelnde Unternehmen werden durch die zunehmende Globalisierung der Märkte und die Liberalisierung der Kapitalmärkte zunehmend gezwungen, auch die <strong>Kapitalbeschaffungsseite</strong> als einen Wettbewerbsfaktor anzusehen. Dies macht eine Unternehmensbewertung aus der Sicht der Anteilseigner notwendig.</p>
<p>Auch diese Entwicklung stellt das Controlling vor neue Herausforderungen, denn es muss sich neben dem Gewinn als Ergebnisziel auch an der <strong>Zielgröße &#8222;Unternehmenswert&#8220;</strong> ausrichten. Aus dieser Orientierung an den Interessen der Kapitalgeber resultieren zunehmend bedeutsame Anforderungen an das Controlling. Hierzu gehören u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Identifikation aller wichtigen Werttreiber im Unternehmen,</p>
</li>
<li>
<p>Aufbau eines wertorientierten Kennzahlensystems,</p>
</li>
<li>
<p>Definition von übergreifenden wertorientierten quantitativen und qualitativen Steuerungsgrößen,</p>
</li>
<li>
<p>Verknüpfung von wertorientierten Steuerungsgrößen mit wirksamen Anreiz- und Vergütungssystemen,</p>
</li>
<li>
<p>Verbesserung des internen und externen Value Reporting.</p>
</li>
</ul>
<p>Dabei muss sich das wertorientierte Controlling primär mit der Frage nach der Erfolgsentstehung und -messung beschäftigen.</p>
</div>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Moderne Instrumente des Controllings</h2>
<p>Um die skizzierten Aufgaben erfüllen zu können, muss das Controlling die geeigneten Instrumente zur Verfügung haben und einsetzen. Als Controllinginstrumente werden dabei alle betriebswirtschaftlichen und DV-technischen Instrumente verstanden, die zur Wahrnehmung der Controllingaufgaben dienen. Diesbezüglich kann man zwischen Planungs-, Kontroll- und Informationsversorgungsinstrumenten unterscheiden.</p>
<p>Controller haben von Anfang an eine Vielzahl von Werkzeugen für ihre Zwecke eingesetzt. Dabei sind <strong>spezielle Controlling-Werkzeuge</strong> entstanden oder in anderen Disziplinen der Betriebswirtschaftslehre entwickelte <strong>Instrumentarien sind übernommen</strong> worden. Da der Controller Methodenkompetenz für sich beansprucht, ist eine seiner Aufgaben, diese Kompetenz durch Kenntnis der verfügbaren Instrumente aktuell zu halten. Damit wird deutlich, dass die <strong>&#8222;Controlling-Toolbox&#8220;</strong> lebt und ständigen Veränderungen unterworfen ist. Die laufend neu entwickelten betriebswirtschaftlichen Methoden sind stets auf ihre Eignung zu überprüfen und gegebenenfalls in die Toolbox einzubeziehen.</p>
<table border="1" width="90%" class="doc_table"><!-- CF: 0 --></p>
<colgroup span="1">
<col width="17%" span="1" />
<col width="16%" span="1" />
<col width="17%" span="1" />
<col width="50%" span="1" /></colgroup>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left"><strong>Instrument</strong></td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Intensive theoretische Diskussion seit</strong></td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Praktische Verbreitung</strong></td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="center"><strong>Einflussfaktoren auf die praktische Verbreitung</strong><br />+ positiv<br />&#8211; negativ</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left">Prozesskostenrechnung</td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center">Mitte 1980er</td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center">niedrig bis mittel</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="left">
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">+</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Steigende Kosten in &#8222;indirekten&#8220; Bereichen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">+</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Steigende Bedeutung des Dienstleistungssektors</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Mangelnde EDV-Unterstützung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Bedenken, zwei &#8222;parallele&#8220; Kostenrechnungssysteme zu führen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Problematische Koste-Nutzen-Einschätzung im Mittelstand</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Theoriestreit verunsichert Praktiker</p>
</div>
</li>
</ol>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left">Target Costing</td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center">Anfang 1990er</td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center">niedrig</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="left">
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Festhalten an alten Kalkulationsmechanismen</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Breite und Kurzlebigkeit des Leistungsspektrums lassen Target Costing als zu aufwändig erscheinen</p>
</div>
</li>
</ol>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left">Life-Cycle-Costing</td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center">Anfang 1990er</td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center">niedrig</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="left">
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Dominanz kurzfristiger Ergebnisoptimierung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Mangelndes Verständnis für Barwertmethoden</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Probleme, das Life-Cycle-Stadium zu beurteilen</p>
</div>
</li>
</ol>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left">Wertorientierte Ansätze</td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center">Anfang 1990er</td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center">niedrig bis mittel</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="left">
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">+</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Allgemeiner Trend zur Strategiequantifizierung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">+</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Steigende Bedeutung der Finanzierung über Kapitalmärkte</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Dominanz kurzfristiger Erfolgsoptimierung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Methodenvielfalt</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Spezifische Eignung einzelner Methoden</p>
</div>
</li>
</ol>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="left">Balanced Scorecard</td>
<td style="width:16%" rowspan="1" valign="top" align="center">Mitte 1990er</td>
<td style="width:17%" rowspan="1" valign="top" align="center">mittel bis hoch</td>
<td style="width:50%" rowspan="1" valign="top" align="left">
<ol class="num_liste">
<li>
<div class="listnum">+</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Hohe intuitive Verständlichkeit</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Hohe Anforderungen an die Datenbereitstellung</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="listnum">&#8211;</div>
<div class="listenpunkt">
<p>Software-Investitionskosten</p>
</div>
</li>
</ol>
</td>
</tr>
</table>
<p>Moderne Controllinginstrumente, die derzeit in der Unternehmenspraxis diskutiert und angewendet werden, sind u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Balanced Scorecard,</p>
</li>
<li>
<p>Benchmarking,</p>
</li>
<li>
<p>Beyond Budgeting,</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Executive Information System" href="/controlling/237531">Executive Information System (EIS)</a>,</p>
</li>
<li>
<p>Früherkennungs- und Risikomanagementsysteme,</p>
</li>
<li>
<p>Kaizen,</p>
</li>
<li>
<p>Life Cycle Costing,</p>
</li>
<li>
<p>(Multi-)Projektcontrolling,</p>
</li>
<li>
<p>Navigationscockpit,</p>
</li>
<li>
<p>Prozesskostenrechnung,</p>
</li>
<li>
<p>Target Costing und</p>
</li>
<li>
<p>wertorientierte Ansätze.</p>
</li>
</ul>
<p>Bezüglich dieser Aufzählung ist zu berücksichtigen, dass der <strong>Entwicklungsstand der Instrumente in der Theorie wesentlich höher</strong> ist als in der Praxis. Fast immer erfolgt die praktische Umsetzung mit deutlicher Zeitverzögerung und erreicht nur in seltenen Fällen eine idealtypische Ausprägung.</p>
<p>Abschließend lässt sich noch bemerken, dass die Bemühungen des Controllings hinsichtlich des Einsatzes neuerer Instrumente in der Praxis unterschiedlich weit fortgeschritten sind. Dies lässt sich nicht zuletzt darauf zurückführen, dass die Praxis ein praktikables und gleichsam effizientes System zur Führungsunterstützung <strong>unter Berücksichtigung gesetzlicher Verpflichtungen, wettbewerbsbedingter Zwänge und kapitalmarktbasierter Forderungen</strong> aufzubauen hat. Auf diese Restriktionen nimmt die Literatur nur selten Rücksicht.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Zusammenfassung</h2>
<p>Die Controllingpraxis ist seit einigen Jahren durch eine zunehmende Dynamik und Komplexität geprägt. Insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen stellen hohe Anforderungen an die Controller. Das Anforderungsprofil des Controllers hat sich durch die Entwicklungen im Unternehmensumfeld dahin gehend verändert, dass er im Laufe der Zeit betriebswirtschaftlicher Berater und Koordinator der Unternehmensführung geworden ist, weg vom &#8222;Erbsenzähler&#8220; hin zum Querdenker, Strategen und Innovator.</p>
<p>Controlling ist nach heutigem Verständnis zielorientierte und zukunftsorientierte Unternehmenssteuerung. Dies bedingt, dass das Controlling alle neuen Herausforderungen und Zielsetzungen des Unternehmens rechtzeitig berücksichtigen muss. Controller müssen diese aktuellen Entwicklungen aufgreifen und in bereits bestehende Controllingsysteme integrieren. Ohne eine solche Anpassung wird das traditionelle Controlling den bestehenden Anforderungen nicht mehr gerecht. Eine Weiterentwicklung insbesondere in Richtung Markt- und Wachstumsorientierung ist hierfür ebenfalls zwingende Notwendigkeit.</p>
</div>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="OK" href="/controlling/3940878"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Allgemeines</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Lexikon/Kaizen" href="/controlling/3940879"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</span></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trends-im-controlling-instrumente-und-aufgaben/">Trends im Controlling &#8211; Instrumente und Aufgaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Überblick: Controlling</title>
		<link>https://hannovers-steuerberater.de/controlling/ueberblick-controlling/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Überblick: ControllingInhaltsübersicht1.Abgrenzung Controlling - Rechnungswesen2.Formen des Controlling3.Voraussetzungen für effektives Controlling4.Aufgaben des Controlling5.Controlling-Instrumente6.Was erfahren Sie im vorliegenden LEXsoft-Produkt über Controlling?Controlling ist ein funktionsübergreifendes Instrument zur Unternehmenssteuerung und -planung. Es unterstützt den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch zielgerichtete Informationser- und -verarbeitung und stellt das wirtschaftliche Instrumentarium zur Verfügung, mit dem das Unternehmen die Verwirklichung der Unternehmensziele planen,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/ueberblick-controlling/">Überblick: Controlling</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="doc_header stw_header">
<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
<div class="doc_headerblock stw_headerblock">
<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Überblick: Controlling</h1>
</div>
</div>
</div>
<div class="stw_toc">
<h2 class="stw_toc_head">Inhaltsübersicht</h2>
<ol class="eingeb_num_liste">
<li>
<div class="eingeb_listnum">1.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld1.">Abgrenzung Controlling &#8211; Rechnungswesen</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">2.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld2.">Formen des Controlling</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">3.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld3.">Voraussetzungen für effektives Controlling</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">4.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld4.">Aufgaben des Controlling</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">5.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld5.">Controlling-Instrumente</a></div>
</li>
<li>
<div class="eingeb_listnum">6.</div>
<div class="eingeb_listenpunkt"><a href="#gld6.">Was erfahren Sie im vorliegenden LEXsoft-Produkt über Controlling?</a></div>
</li>
</ol>
</div>
<p><a class="doklink" title="Controlling" href="/controlling/228666">Controlling</a> ist ein <strong>funktionsübergreifendes Instrument zur Unternehmenssteuerung und -planung</strong>. Es unterstützt den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch <strong>zielgerichtete Informationser- und -verarbeitung</strong> und stellt das wirtschaftliche Instrumentarium zur Verfügung, mit dem das Unternehmen die <strong>Verwirklichung der Unternehmensziele planen, steuern und kontrollieren</strong> kann. Das Controlling bedient sich dazu quantifizierbarer Werte (Zahlen) des <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystems</a>.</p>
<p><strong>Ziel des Controlling</strong> ist die <strong>Koordination aller Teilbereiche eines Unternehmens zur Erfüllung des unternehmerischen Gesamtziels</strong>, das von der Unternehmensleitung vorgegeben wird. Zu diesem Zweck macht es wirtschaftliche Prozesse transparent und verhilft den Entscheidungsträgern zu einer rationalen Betrachtungsweise des Ist- Zustandes des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Dadurch wiederum werden perspektivischen Möglichkeiten (Planungs- und Handlungsoptionen) sichtbar bzw. sogar eröffnet.</p>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld1.">1. Abgrenzung Controlling &#8211; Rechnungswesen</h2>
<p> Das Controlling hat sich aus dem Rechnungswesen mit seinen klassischen Bereichen Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik und Planungsrechnung herausgelöst. In größeren Unternehmen ist das moderne Finanz- und Rechnungswesen in drei Bereiche gesplittet: </p>
<ul>
<li>
<p><strong>Controlling</strong> (Kosten- und Planungsmanagement: Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Planung), </p>
</li>
<li>
<p><strong>Treasuring</strong> (Finanzmanagement: Finanzbuchhaltung) und </p>
</li>
<li>
<p><strong>Comptrolling</strong> (Informationserarbeitung, d.h. rechnungsmäßige Ermittlung und Dokumentation). </p>
</li>
</ul>
<p>In <strong>Klein- und Mittelbetrieben</strong> ist diese Unterteilung aus Kostengründen weder durchzusetzen noch zu empfehlen. Hier hat sich auf Grund der Bedeutung des Controlling für das Unternehmen jedoch häufig folgende <strong>Zweiteilung des Finanz- und Rechnungswesens</strong> herausgebildet:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl001.gif" alt="" /></div>
<p>Die Controllerfunktion oder nur einzelne Controlling-Aufgaben werden hier häufig an <strong>Externe</strong> delegiert.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld2.">2. Formen des Controlling</h2>
<p>In Anlehnung an die Gliederung der Unternehmensplanung in operative und strategische Planung wird auch zwischen operativem und strategischem Controlling unterschieden:</p>
<ul>
<li>
<p><a class="doklink" title="Operatives Controlling" href="/controlling/231570">Operatives Controlling</a> orientiert sich im Wesentlichen an den Ergebnissen der Gegenwart und Vergangenheit und begrenzt den Zukunftsaspekt auf die Definition von kurz- und mittelfristigen Planzielen (ein bis zwei Jahre), insbesondere auf die Gewinnerzielung. Sein <strong>Ziel</strong> besteht vorwiegend darin, die<strong> kurz- und mittelfristigen Unternehmensziele zu realisieren</strong>. Es baut dabei insbesondere auf Daten interner Informationsquellen, vor allem des Rechnungswesens und hier insbesondere auf die Kosten- und Leistungsrechnung, auf.</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Strategisches Controlling" href="/controlling/241708">Strategisches Controlling</a> hat demgegenüber die Aufgabe, durch Interpretation der Ist-Werte langfristige Ergebnisse für zukünftige Perioden zu ermitteln und zu planen und damit Grundlagen für strategische Unternehmensentscheidungen zu liefern. Das <strong>Ziel</strong> besteht hier in der <strong>langfristigen und nachhaltigen Existenzsicherung</strong> des Unternehmens. Neben den unternehmensinternen werden dabei auch externe Entwicklungs- und Einflussfaktoren (Konkurrenz, gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen) berücksichtigt, die sich nicht immer quantifizieren lassen.</p>
</li>
</ul>
<p>In den meisten Unternehmen dominiert das <a class="doklink" title="Operatives Controlling" href="/controlling/231570">operative Controlling</a>. Angesichts eines sich immer rascher wandelnden gesellschaftlichen Umfeldes und der zunehmenden Interdependenzen der Unternehmen untereinander, kommt dem strategischen Controlling selbst in kleineren und mittleren Unternehmen eine wachsende Bedeutung zu. Operatives und strategisches Controlling müssen also parallel angewandt werden, wenn im Unternehmen tragfähige Zukunftsentscheidungen getroffen werden sollen.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld3.">3. Voraussetzungen für effektives Controlling</h2>
<p><strong>Grundvoraussetzung</strong> für ein funktionierendes Controlling ist <strong>ein klares, verbindliches und erreichbares Unternehmensziel</strong>, das durch die Unternehmensleitung vorgegeben wird. Neben konkreten Sachzielen (z.B.Kennzahlen) müssen dabei auch die Zielhierarchien (Prioritäten) eindeutig fixiert sein. Diese Anforderungen an das <a class="doklink" title="Zielsystem" href="/controlling/233780">Zielsystem</a> des Unternehmens sind deshalb für ein erfolgreiches Controlling von herausragender Bedeutung, weil Aufbau und Ablauf des Controlling darauf aufbauen.</p>
<p>Dem Controlling kommt dann die Aufgabe zu, das Unternehmensziel auf die einzelnen Bereiche des Unternehmens zu projizieren und entsprechende Zielsetzungen für die Teilbereiche zu entwickeln sowie das Zusammenwirken der einzelnen Bereiche zur Verwirklichung des Unternehmensziels durch geeignete organisatorische Maßnahmen zu koordinieren.</p>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld4.">4. Aufgaben des Controlling</h2>
<p>Aufgaben und Funktionen des Controlling werden stets <strong>nach den Bedürfnissen des Unternehmens</strong> festgelegt. Zu ihnen gehören beispielsweise:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Ermittlungs- und Dokumentationsfunktion</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Beobachtung der Leistungsfähigkeit des Rechnungswesens</p>
</li>
<li>
<p>Aufbau verantwortungsbezogener Kontrolleinheiten</p>
</li>
<li>
<p>Umgestaltung des Rechnungswesens auf die Bedürfnisse des Controlling (z.B. Einrichtung von Profit-Centers, Einführung der Deckungsbeitragsrechnung)</p>
</li>
<li>
<p>Aufbau einer aussagefähigen Kostenrechnung</p>
</li>
<li>
<p>Sonderermittlungen (z.B. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Betriebsvergleiche, Investitionsberechnungen)</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Planungs-, Prognose- und Beratungsfunktion</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Beratung bei der Festlegung des Unternehmensziels</p>
</li>
<li>
<p>Festlegen konkreter, messbarer Teilziele</p>
</li>
<li>
<p>Aufstellen eines Unternehmensplans (<a class="doklink" title="Budget" href="/controlling/236580">Budget</a>, <a class="doklink" title="Budgetierung" href="/controlling/236578">Budgetierung</a>)</p>
</li>
<li>
<p>Koordination der Teilpläne</p>
</li>
<li>
<p>Beobachtung der außerbetrieblichen Einflüsse und Trends</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Vorgabe- und Steuerungsfunktion</strong></p>
<ul>
<li>
<p>kontinuierliche Beobachtung der Verwirklichung der Planungsziele</p>
</li>
<li>
<p>Erkennen von Abweichungen, Einleiten von Maßnahmen zur Gegensteuerung</p>
</li>
<li>
<p>Anstoßen von innovativen Prozessen</p>
</li>
<li>
<p>laufende Berichterstattung</p>
</li>
<li>
<p>Analyse aller notwendigen Daten für die Entscheidungsfindung</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p><strong>Kontrollfunktion</strong></p>
<ul>
<li>
<p>Planungskontrolle (Überprüfen der Teilpläne auf Übereinstimmung mit dem Unternehmensplan, auf Realisierbarkeit und formale Richtigkeit)</p>
</li>
<li>
<p>Erfolgskontrolle</p>
</li>
<li>
<p>Soll-Ist-Vergleich, Abweichungsanalysen</p>
</li>
<li>
<p>Kontrolle der Ergebnisse</p>
</li>
<li>
<p>allgemeine Kontrollaufgaben (z.B. Bildung von Richtwerten)</p>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld5.">5. Controlling-Instrumente</h2>
<p>Zur Lösung der einzelnen Controlling-Aufgaben bedient sich der <a class="doklink" title="Controller" href="/controlling/228658">Controller</a> verschiedener, auf die konkrete Aufgabe zugeschnittener Controlling-Instrumente.</p>
<p><strong>Instrumente des operativen Controlling</strong> sind u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>ABC-Analyse</p>
</li>
<li>
<p>Auftragsgrößenanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Beschaffungs-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Break-Even-Analyse</p>
</li>
<li>
<p>Deckungsbeitragsrechnung</p>
</li>
<li>
<p>Engpassrechnung</p>
</li>
<li>
<p>Ergebnisrechnungen</p>
</li>
<li>
<p>Investitionsrechnungsverfahren</p>
</li>
<li>
<p>Kennzahlen</p>
</li>
<li>
<p>Kosten-Nutzen-Analyse</p>
</li>
<li>
<p>Kosten- und Leistungsrechnung</p>
</li>
<li>
<p>kurzfristige Erfolgsrechnung</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Nutzenprovision" href="/controlling/231476">Nutzenprovision</a></p>
</li>
<li>
<p>Rabattanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Statistiken</p>
</li>
<li>
<p>Verkaufsgebietsanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Wertanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Wirtschaftlichkeitsanalysen (z.B.Bestellmengenoptimierung, Losgrößenoptimierung)</p>
</li>
<li>
<p>XYZ-Analyse</p>
</li>
</ul>
<p><strong>Instrumente des strategischen Controlling</strong> sind u.a.:</p>
<ul>
<li>
<p>Erfahrungskurven (Erfahrungskurveneffekt)</p>
</li>
<li>
<p>Konkurrenzanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Logistik (Logistik-Controlling)</p>
</li>
<li>
<p>Portfolioanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Potenzialanalyse</p>
</li>
<li>
<p>Kurve des <a class="doklink" title="Produktlebenszyklus" href="/controlling/240532">Produktlebenszyklus</a></p>
</li>
<li>
<p>Stärken- und Schwächenanalyse</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Strategische L&#xFC;cke" href="/controlling/241722">strategische Lücke</a></p>
</li>
<li>
<p>Szenariotechnik</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Zielkostenmanagement" href="/controlling/233776">Zielkostenmanagement</a></p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="stw_gld1">
<h2 class="stw_gld1_head" id="gld6.">6. Was erfahren Sie im vorliegenden LEXsoft-Produkt über Controlling?</h2>
<p>Neben <strong>Grundbegriffen des Controlling</strong> und <strong>Hinweisen zur </strong><a class="doklink" title="Einf&#xFC;hrung des Controlling" href="/controlling/229024">Einführung des Controlling</a> in kleinen und mittleren Unternehmen konzentriert sich das Lexikon auf die Vorstellung der wichtigsten <strong>Controlling-Instrumente</strong>. Ihre Funktion wird an Beispielen und Grafiken verdeutlicht, ihre praktische Anwendung erleichtern Checklisten und Formulare. Letztere errechnen Ihnen Ihre Werte zum Teil automatisch. Und natürlich können Sie die Dateien auf Ihrem PC ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen und abspeichern.</p>
<p>Selbstverständlich finden Sie im vorliegenden Werk ausserdem auch Informationen zu Fragen der internationalen Rechnungslegung. Schließlich gewinnen Themen wie IAS oder US-GAAP auch für Mittlelständler zunehmend an Bedeutung. </p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/ueberblick-controlling/">Überblick: Controlling</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trust Center</title>
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		<dc:creator><![CDATA[root_cbc9x0pj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Trust CenterDie rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Betätigung und des Informationsaustausches. Eine Vielzahl von Kommunikationsbeziehungen, die in der Vergangenheit über Papier abgewickelt wurden, erfolgen bereits heute zu einem großen Teil auf elektronischem Wege. Da sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird, ergibt sich der dringende Bedarf nach einer  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trust-center/">Trust Center</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Trust Center</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Die rasante Entwicklung der <strong>Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK)</strong> eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Betätigung und des Informationsaustausches. Eine Vielzahl von <strong>Kommunikationsbeziehungen</strong>, die in der Vergangenheit über Papier abgewickelt wurden, erfolgen bereits heute zu einem großen Teil auf elektronischem Wege. Da sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird, ergibt sich der dringende <strong>Bedarf nach einer digitalen Lösung</strong>,</p>
<ul>
<li>
<p>die den Anforderungen einer offenen Kommunikation gerecht wird, </p>
</li>
<li>
<p>bei der zuverlässig auf den Urheber geschlossen werden kann und </p>
</li>
<li>
<p>bei der die Daten vor unbemerkter Veränderung geschützt sind. </p>
</li>
</ul>
<p>Diese Forderungen erfüllt die <strong>digitale Signatur</strong> (Digitale Signatur ). Hierbei handelt es sich um eine Art von <strong>Siegel zu digitalen Daten</strong>. Es wird unter Einsatz mathematischer Verfahren mithilfe eines privaten kryptographischen Schlüssels erzeugt (Verschlüsselung ). mithilfe des dazugehörigen <strong>öffentlichen Schlüssels</strong> kann die Signatur jederzeit überprüft und damit der Signaturschlüssel-Inhaber ermittelt werden.</p>
<p>Die <strong>jeweils einmaligen Schlüsselpaare</strong> (privater und öffentlicher Schlüssel) werden durch anerkannte Stellen &#8211; wie die Trust Center &#8211; natürlichen Personen fest zugeordnet und diese Zuordnung durch ein <strong>Signaturschlüssel-Zertifikat</strong> beglaubigt. Bei diesem Zertifikat handelt es sich um ein <strong>signiertes &#8222;digitales Dokument&#8220;</strong>, das den jeweiligen öffentlichen Schlüssel sowie den Namen der Person, der er zugeordnet ist, oder ein Pseudonym enthält. Das <strong>Zertifikat</strong> erhält der Signaturschlüssel-Inhaber, so dass er es signierten Daten für deren Überprüfung beifügen kann.</p>
<p>Bedingt durch den zunehmenden Einsatz von digitalen Signaturverfahren sind zuverlässige und effektive <strong>Sicherheitsinfrastrukturen</strong> für die Zuordnung der Signaturschlüssel durch Zertifikate sowie sichere technische Komponenten erforderlich. Um den Anforderungen zu genügen, ist es insbesondere notwendig, eine <strong>Sicherheitsinfrastruktur</strong> aufzubauen, durch die eine authentische Zuordnung der öffentlichen Signaturschlüssel zu natürlichen Personen möglich wird. Das <strong>Signaturgesetz</strong> gibt hierzu eine Sicherheitsinfrastruktur vor, bei der eine zweistufige Hierarchie von <strong>Trust Centern</strong> &#8211; die auch als Zertifizierungsstellen bezeichnet werden &#8211; etabliert wird.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl397.gif" alt="" /></div>
<p>Die Zertifizierungsstellen werden von der <strong>Regulierungsbehörde</strong> lizenziert und kontrolliert. Des Weiteren muss die Regulierungsbehörde ein Verzeichnis aller von ihr ausgestellten Signaturschlüssel-Zertifikate sämtlicher lizenzierter Zertifizierungsstellen führen. Zusätzlich führt die Regulierungsbehörde einen Katalog über geeignete Sicherungsmaßnahmen der Ablauforganisation der Zertifizierungsstellen und technischen Komponenten, da sie sicherzustellen hat, dass technische Komponenten den Anforderungen des Signaturgesetzes entsprechen.</p>
<p>Zum Aufgabenbereich von <strong>Zertifizierungsstellen</strong> gehören:</p>
<ul>
<li>
<p><strong>Schlüsselgenerierung</strong>:</p>
<p> Die Zertifizierungsstelle erzeugt ein Schlüsselpaar, das aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht. Die Schlüsselpaarerzeugung muss in einer geeigneten und sicheren Umgebung innerhalb der Zertifizierungsstelle stattfinden. Ferner ist sicherzustellen, dass ein unautorisierter Zugriff auf den privaten Schlüssel verhindert wird. Diese Aufgabe wird vom <strong>Schlüsselerzeugungsdienst</strong> wahrgenommen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Identitätsfeststellung</strong>:</p>
<p> Die Teilnehmer an einem Verfahren für digitale Signaturen müssen sich gegenüber einem vertrauenswürdigen Dritten, hier gegenüber der Zertifizierungsstelle, ausweisen. Bei positiver Identifizierung wird dem Teilnehmer ein geeigneter, eindeutiger Name zugewiesen, unter dem er digitale Signaturen erzeugen kann. Sofern der Teilnehmer gegenüber Dritten nicht mit seinem Namen auftreten möchte, kann der Name in Form eines Pseudonyms zugeteilt werden. In diesem Fall wird seine Identität von anderen nicht unmittelbar erkannt. Diese Aufgabe wird von der <strong>Registrierungsstelle</strong> wahrgenommen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zertifizierung öffentlicher Teilnehmerschlüssel</strong>:</p>
<p> Für jeden Teilnehmer ist von der Zertifizierungsstelle ein Zertifikat zu erzeugen. Dieses Zertifikat beinhaltet unter anderem ein Identifizierungsmerkmal für diesen Teilnehmer, den öffentlichen Schlüssel des Teilnehmers und einen Gültigkeitszeitraum. Diese Inhalte werden authentisch und unverfälschbar durch die digitale Signatur, die mittels des privaten Schlüssels der Zertifizierungsstelle gebildet wird, miteinander verknüpft. Diese Aufgabe wird vom <strong>Zertifizierungsdienst</strong> wahrgenommen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Personalisierung der Signierkomponente</strong>:</p>
<p> Sofern der private Schlüssel eines Teilnehmers in der Zertifizierungsstelle generiert wird, muss er auf einer geeigneten Signierkomponente (zum Beispiel einer Chipkarte) gespeichert werden (Personalisierung). Zusätzlich ist das Benutzer-Authentisierungs-verfahren der Signierkomponente (zum Beispiel über ein Passwort oder biometrische Merkmale) zu aktivieren. Auf dieser Signierungskomponente könnten auch die Teilnehmerdaten, das Zertifikat des öffentlichen Schlüssels und der öffentliche Schlüssel der Zertifizierungsstelle gespeichert werden. Diese Aufgabe wird vom <strong>Personalisierungsdienst</strong> wahrgenommen.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Verzeichnisdienst</strong>:</p>
<p> Im Verzeichnis einer Zertifizierungsstelle sind alle ihre Schlüsselzertifikate authentisch und integer enthalten. Gesperrte Zertifikate befinden sich in einer Sperrliste, die Auskünfte über den Zeitpunkt des Eintretens der Sperrung enthält. Solche Sperrinformation sind jederzeit für jeden abrufbar zu halten (Überprüfbarkeit der Zertifikate). Dritten dürfen die Zertifikate oder einzelne Informationen daraus (zum Beispiel Teilnehmername, öffentlicher Schlüssel) nur bei Erlaubnis des Teilnehmers zugänglich gemacht werden.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Zeitstempeldienst</strong>:</p>
<p> In bestimmten Fällen müssen digitale Daten mit einem bestimmten Zeitpunkt verknüpft werden. Solche Daten werden dazu mit der vom Zeitstempeldienst der Zertifizierungsstelle gelieferten Zeit digital verknüpft und das Ergebnis anschließend digital signiert. Die so unterschriebenen Daten werden anschließend an den Teilnehmer zurückgeschickt.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Schlüsselgenerierung für Teilnehmer</strong>:</p>
<p> Verfügt ein Teilnehmer nicht über ein selbst generiertes Schlüsselpaar, wird für diesen Teilnehmer ein entsprechendes Schlüsselpaar von der Zertifizierungsstelle generiert. Dieses Schlüsselpaar besteht aus einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Der private Schlüssel ist für die Bildung digitaler Signaturen erforderlich, der öffentliche Schlüssel wird für die Verifizierung der Signaturen benötigt. Die privaten Schlüssel werden nach der Übergabe an den Teilnehmer in der Zertifizierungsstelle vernichtet. Um eine authentische Zuordnung der vom Teilnehmer erzeugten digitalen Signaturen zu ermöglichen, muss die Zuordnung des Schlüsselpaares zu diesem Teilnehmer ebenfalls in authentischer Weise erfolgen. Diese Aufgabe wird vom <strong>Schlüsselerzeugungsdienst</strong> wahrgenommen. </p>
</li>
</ul>
<p>Diese kurz spezifizierten Dienstleistungen sind nicht unabhängig voneinander. Der folgende prinzipielle Ablauf soll dies verdeutlichen:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl401.gif" alt="" /></div>
<p>Zunächst wird entweder durch den Teilnehmer selbst oder in der Zertifizierungsstelle <strong>ein Schlüsselpaar generiert</strong>. Anschließend lässt sich der Teilnehmer <strong>bei der Registrierungsstelle registrieren</strong> und identifizieren und <strong>beantragt ein Zertifikat</strong>. Die Zertifizierungsstelle erstellt ein solches Zertifikat und übermittelt es sowohl an das <strong>Personalisierungssystem</strong> als auch an den <strong>Verzeichnisdienst</strong>. Anschließend überträgt das Personalisierungssystem die für den Teilnehmer relevanten Daten, die noch nicht auf der Signierkomponente vorhanden sind (gegebenenfalls auch das Schlüsselpaar), auf die <strong>Signierkomponente</strong>, die dem Teilnehmer dann übergeben werden kann.</p>
<p>Über öffentliche Kommunikationseinrichtungen ist der <strong>Verzeichnisdienst</strong> jederzeit erreichbar. Der <strong>Zeitstempeldienst</strong> kann sowohl vom Teilnehmer als auch von der Registrierungsstelle oder der Zertifizierungsstelle in Anspruch genommen werden, um beliebige Daten oder Zertifikate mit einem bestimmten Zeitpunkt zu verknüpfen. Er ist daher nicht explizit in einen bestimmten Ablauf eingebunden.</p>
<p>Beim Betrieb einer Zertifizierungsstelle sind daher die folgenden Abläufe zu spezifizieren:</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/ctrl402.gif" alt="" /></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trust-center/">Trust Center</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<title>Total Quality Management</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Total Quality ManagementDiese Methode dient der Selbstverpflichtung und Selbstkontrolle des Unternehmens in Bezug auf Qualitäts- und Effizienzsteigerung mit Einbeziehung aller Mitarbeiter. Außerdem hat TQM, wenn es bis zur Ausstellung eines Zertifikats (Zertifizierung) durch eine entsprechende Stelle (z.B. TÜV-Cert, DEKRA) führt, auch positive Wirkung durch Vertrauensgewinn gegenüber Kunden. Indem Ziele in Form eines Sollzustands ausdrücklich festgeschriebenen  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/total-quality-management/">Total Quality Management</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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<div class="doc_headerlogo stw_headerlogo"><!--stw_logo--></div>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Total Quality Management</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Diese Methode dient der <strong>Selbstverpflichtung</strong> und <strong>Selbstkontrolle des Unternehmens</strong> in Bezug auf <strong>Qualitäts- und Effizienzsteigerung</strong> mit Einbeziehung aller Mitarbeiter. Außerdem hat TQM, wenn es bis zur Ausstellung eines Zertifikats <strong>(Zertifizierung)</strong> durch eine entsprechende Stelle (z.B. TÜV-Cert, DEKRA) führt, auch positive Wirkung durch <strong>Vertrauensgewinn</strong> gegenüber <strong>Kunden</strong>. Indem Ziele in Form eines Sollzustands ausdrücklich festgeschriebenen (QM-Handbuch) und Fortschritte ständig kontrolliert werden, entspricht die Verfahrensweise den üblichen Controllingmethoden.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/tqm.gif" alt="" /></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/total-quality-management/">Total Quality Management</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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		<item>
		<title>Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Trends im Controlling - ControllingorganisationUm das Controlling in Unternehmen zu implementieren, ist eine entsprechend angepasste Controllingorganisation erforderlich. In den letzten Jahren hat sich bereits eine außergewöhnliche organisatorische Wandlung in vielen Bereichen der Unternehmen vollzogen. Diesbezüglich ist vor allem der zunehmende Trend zur Dezentralisierung zu nennen, der wesentlich durch die gestiegenen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trends-im-controlling-controllingorganisation/">Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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<div class="doc_headerline stw_headerline">
<h1 class="stw_titel">Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</h1>
</div>
</div>
</div>
<p>Um das Controlling in Unternehmen zu implementieren, ist eine entsprechend angepasste Controllingorganisation erforderlich. In den letzten Jahren hat sich bereits eine außergewöhnliche organisatorische Wandlung in vielen Bereichen der Unternehmen vollzogen. Diesbezüglich ist vor allem der zunehmende <strong>Trend zur Dezentralisierung</strong> zu nennen, der wesentlich durch die gestiegenen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt wird. Die Verlagerung von Entscheidungskompetenzen in die dezentralen Einheiten wird insbesondere damit begründet, dass Entscheidungen flexibler und marktnäher getroffen werden können. Dem kann sich auch das Controlling als Führungsunterstützungs- und Koordinationsfunktion nicht entziehen. Die folgende Abbildung stellt eine mögliche Ausprägung eines dezentralen Controllings beispielhaft dar.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont474.gif" alt="" /></div>
<p>Dabei bleibt noch die Frage zu klären, wie das <strong>Zentralcontrolling</strong> und die spezialisierten, dezentralen <strong>Controllingstellen</strong> zusammenarbeiten sollen. Grundsätzlich sind hierfür drei Varianten denkbar:</p>
<ul>
<li>
<p>Die dezentralen Controllingstellen sind dem Zentralcontrolling unterstellt.</p>
</li>
<li>
<p>Das dezentrale Controlling ist dem Leiter der jeweiligen Unternehmenseinheit unterstellt. Es findet lediglich ein Informationsaustausch mit dem zentralen Controlling statt.</p>
</li>
<li>
<p>Dotted-line-Principle: Das dezentrale Controlling ist fachlich dem Zentralcontrolling, disziplinär hingegen dem Leiter der Unternehmenseinheit unterstellt. </p>
</li>
</ul>
<p>In der Praxis stellt das <strong>Dotted-line-Prinzip</strong> die vorherrschende Form dar. Allerdings kann diese Organisationsform gerade in großen Unternehmen sehr komplex werden. Insbesondere ist zu beachten, dass sich die Controller durch diese Organisationsform in einem Spannungsfeld befinden: Auf der einen Seite sollen sie dezentrale Entscheidungen durch entsprechende Methoden und geschäftsnahe Informationen vor Ort unterstützen. Auf der anderen Seite sollen sie die ergebniszielorientierte Ausrichtung der Gesamtunternehmung zentral sicherstellen und als kritische Counterparts der Manager fungieren.</p>
<div class="abbildung"><img decoding="async" class="doc_img" src="https://hannovers-steuerberater.de/wp-content/uploads/2024/04/cont475.gif" alt="" /></div>
<p>Mit der Dezentralisierung des Controllings zeichnet sich auch eine zunehmende <strong>Spezialisierung</strong> der Funktion ab. Werden im Rahmen dieser institutionalisierten Form neben dem Zentralcontrolling auch spezialisierte Controllingstellen eingerichtet, kann es zu einer umfassenden <strong>Controlling-Hierarchie</strong> kommen, die jedoch nur in großen Unternehmen anzutreffen ist. Relativ häufig findet man folgende Bereiche des spezialisierten Controllings:</p>
<ul>
<li>
<p>Vertriebs-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Beschaffungs-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Marketing-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Logistik-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Personalbestands-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>IV-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Investitionscontrolling</p>
</li>
<li>
<p>Finanzcontrolling</p>
</li>
<li>
<p>Kostencontrolling</p>
</li>
<li>
<p><a class="doklink" title="Produktionscontrolling" href="/controlling/250983">Produktionscontrolling</a></p>
</li>
<li>
<p>Projekt-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>EDV-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>Beteiligungs-Controlling</p>
</li>
<li>
<p>FuE-Controlling</p>
</li>
</ul>
<p>Die Aufgaben dieser spezialisierten Bereichscontroller besteht insbesondere darin, die Bereichsleiter dieser Funktionen auf den Gebieten Planung, Kontrolle und Informationsversorgung zu unterstützen. </p>
<div class="stw_verweise" id="stw_verweise_1">
<div class="infografik"><span class="infografik_start"> </span><span class="infografik_text">Siehe auch</span><span class="infografik_ende"> </span></div>
<div class="stw_verweise_stichwort">
<p><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Trends im Controlling - Allgemeines" href="/controlling/3940878"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Allgemeines</span></a><a class="doklink stw_verweise_stichwort_link" title="Trends im Controlling - Instrumente und Aufgaben" href="/controlling/3940880"><span class="stw_verweise_stichwort_text">Trends im Controlling &#8211; Instrumente und Aufgaben</span></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://hannovers-steuerberater.de/controlling/trends-im-controlling-controllingorganisation/">Trends im Controlling &#8211; Controllingorganisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://hannovers-steuerberater.de">Steuerberater Hannover</a>.</p>
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