Elterngeld 2025: Anteil der Eltern mit Elterngeld Plus auf Höchststand

Rund 1,61 Millionen Frauen und Männer in
Deutschland haben im Jahr 2025 Elterngeld erhalten. Das waren rund
62 000 oder 3,7 % weniger als im Jahr 2024. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug im
Vorjahresvergleich um 15 000 oder 3,4 % auf 417 000 zurück, die
Zahl der leistungsbeziehenden Frauen um 47 000 oder 3,8 % auf
1,19 Millionen. Damit sank die Zahl der Elterngeldbeziehenden im vierten
Jahr in Folge und lag 13,9 % niedriger als 2021. Diese Entwicklung
spiegelt auch den Rückgang der Geburten in den vergangenen Jahren wider.

648 000 Bezieherinnen und Bezieher von Elterngeld
planten im Jahr 2025 die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus, und zwar
45,2 % der berechtigten Mütter und 26,1 % der Väter. Insgesamt betrug
der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Elterngeld, die bei ihrem
Elterngeldbezug zumindest anteilig auch Elterngeld Plus einplanten, 40,3 %
(2024: 36,7 %). Seit seiner Einführung wird das Elterngeld Plus somit
immer stärker nachgefragt. Zum Vergleich: 2016, im ersten Jahr nach seiner
Einführung, entschieden sich 20,1 % der Mütter und 8,2 % der Väter
für Elterngeld Plus. Das Elterngeld Plus fällt monatlich niedriger aus als das
sogenannte Basiselterngeld, wird dafür aber länger gezahlt. Arbeiten beide
Elternteile parallel in Teilzeit, können mit dem Partnerschaftsbonus bis zu
vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus in Anspruch genommen werden. Von dieser
Möglichkeit machten allerdings nur 8,3 % der Beziehenden von Elterngeld
Plus Gebrauch.

Väteranteil in Sachsen am höchsten, im Saarland am
niedrigsten

Der Väteranteil lag im Jahr 2025 mit 25,9 % nahezu
unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 25,8 %). 2024 war der
Väteranteil erstmals leicht rückläufig, nachdem er zuvor seit 2015
kontinuierlich gestiegen war – von damals 20,9 %.

Der Väteranteil gibt den Anteil der männlichen Bezieher an
allen Elterngeldbeziehenden an.

Spitzenreiter im Bundesländervergleich mit einem Väteranteil
von 30,0 % im Jahr 2025 war – wie im Vorjahr – Sachsen, gefolgt von
Baden-Württemberg (28,0 %) und Bayern (27,6 %). Am niedrigsten lag
der Väteranteil 2025 – ebenfalls wie im Vorjahr – im Saarland (21,0 %).

Erhebliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei
der geplanten Bezugsdauer

Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs
lag bei den Frauen im Jahr 2025 unverändert bei 14,9 Monaten. Die von
Männern angestrebte Bezugsdauer war mit durchschnittlich 3,8 Monaten
deutlich kürzer und im Vergleich der vergangenen Jahre nahezu konstant
(2024: 3,8 Monate; 2023: 3,7 Monate).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 16.4.2026

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