Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Neuauflage der
Broschüre »Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich«
veröffentlicht, die einen Überblick über zentrale steuerpolitische Indikatoren
in EU- und einigen anderen ausgewählten Industriestaaten gibt.
Die Übersichten und Grafiken beschreiben den Rechtsstand zum
Ende des Jahres 2025. Angekündigte oder beschlossene Maßnahmen, die sich erst
ab dem Jahr 2026 auswirken, sind in den Übersichten und Grafiken noch nicht
erfasst.
Die Auswirkungen anhaltender internationaler Konflikte und
multipler Krisen, schreibt das BMF, belasten die deutsche Wirtschaft im siebten
Jahr in Folge. Daneben bestehen große strukturelle Herausforderungen, die das
volkswirtschaftliche Wachstumspotenzial hemmen. Um eine Rückkehr auf den
Wachstumskurs zu erreichen, legt die Bundesregierung den Schwerpunkt auf die
Erhöhung privater und öffentlicher Investitionen, eine Modernisierung des
Arbeitsmarkts und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen in
Deutschland.
Im Bereich der Finanzpolitik spielen Bürokratie, Steuern und
Sozialabgaben eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts
Deutschland. Steuern, Sozialabgaben und Sozialleistungen beeinflussen das
Arbeitsangebot und können im Zusammenspiel teilweise zu Fehlanreizen im
Arbeitsmarkt führen. Die steuerliche Belastung und der damit verbundene
bürokratische Aufwand für Unternehmen kann sich auch auf Investitionsanreize
und Innovationstätigkeit auswirken.
In Deutschland sind sowohl die Steuersätze für
Unternehmensgewinne als auch die Steuer- und Abgabenbelastung des Faktors
Arbeit im internationalen Vergleich hoch. Die Bundesregierung hat deswegen im
Jahr 2025 das steuerliche Investitionssofortprogramm umgesetzt, das schnell
wirksame Investitionsanreize setzt und die steuerliche Belastung langfristig
senkt. Zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandorts wird außerdem das
Unternehmenssteuerrecht kontinuierlich fortentwickelt. Daneben laufen Arbeiten
an einer Einkommensteuerreform zur Entlastung geringer und mittlerer Einkommen,
die auch Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft setzten soll. Zur
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit in der Zukunft bedarf
es außerdem einer Überprüfung der Förderpolitik. Über konkrete Maßnahmen zum
Subventionsabbau soll noch im Jahr 2026 entschieden werden.

